Checkliste für den Umzug: Wohnungswechsel planen, organisieren und durchführen

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Koordination eines Umzugs ist häufig sehr stressig und nervenaufreibend. Nur durch eine umfassende Planung kann ein Wohnungswechsel reibungslos verlaufen.
  • Bereits einige Wochen vor dem eigentlichen Umzugstermin beginnt die Arbeit: Kartons packen, Helfer organisieren, Sperrmüll aussortieren und Verträge überprüfen bzw. abschließen – es gibt sehr viel zu tun.
  • Durch eine detaillierte Checkliste für den Umzug werden Sie an alle wichtigen To-Dos und Fristen erinnert, sodass der Umzug Schritt-für-Schritt geplant und durchgeführt werden kann.

Mit einer Checkliste für den Umzug gelingt Ihnen der Wohnungswechsel

Einen Umzug zu planen und durchzuführen ist in der Regel ein Prozess, der nicht nur viel Zeit in Anspruch nimmt, sondern bei dem es enorm viele Aufgaben zu erledigen gibt. Es müssen zahlreiche Fristen und Aspekte beachtet werden, wenn es um das Ummelden, die Adressänderungen, das Packen der Kartons oder sonstige Aufgaben geht. Wir haben für Sie deshalb eine umfassende Checkliste für den Umzug zusammengestellt, mit der Ihr Wohnungswechsel garantiert reibungslos über die Bühne geht.

Checkliste-Umzug
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Checkliste für Ihren Umzug – 15 wichtigste Schritte beim Wohnungswechsel

1. Mietvertrag kündigen

Für Mietverträge gilt in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Damit sich unnötige Doppelbelastungen vermeiden lassen, sollte der aktuelle Mietvertrag gekündigt werden, sobald eine neue Wohnung zugesichert ist. Sie sollten auch prüfen, wo und welche Schönheitsreparaturen noch vor dem Auszug erledigt werden müssen. Nach der Wohnungsübergabe erhalten Sie dann Ihre Mietkaution zurück.

2. Urlaub für den Umzug beantragen

Sie sollten sich einige Tage Urlaub nehmen, wenn der Termin des Umzugs näher rückt. Zwar ist ein Umzug in derselben Stadt mit einer guten Vorbereitung meist an einem Wochenende zu schaffen, bei einem Wohnortswechsel ist hingegen deutlich mehr Zeit von Nöten.

3. Kindergarten/Schule an- und abmelden

Kindergartenplätze sind in vielen Regionen schwer zu bekommen, sodass sich Eltern hier unbedingt rechtzeitig kümmern müssen. Auch Schulkinder sollten natürlich schnellstmöglich an einer neuen Schule in der Nähe des neuen Wohnorts angemeldet werden. Gleichzeitig muss natürlich auch der alte KiTa- und Schulplatz abgemeldet werden.

4. Wohnung entrümpeln und Umzugskartons packen

Je weniger Sie in Ihre neue Wohnung mitnehmen, desto schneller und günstiger geht der Umzug vonstatten. Die typischen Ladenhüter vom Dachboden, aus dem Keller oder aus der Garage hat jeder von uns, doch in der Regel benötigen wir den Großteil davon nicht oder zumindest nicht mehr. Dementsprechend sollten vor dem Umzug alle unnötigen Dinge aussortiert werden.

Wenn Sie nichts wegschmeißen möchten, können Sie die Sachen auch spenden. Kindergärten und Spendenorganisationen sind hier meist dankbare Abnehmer.

Beim Packen der Kartons gilt: Überladen Sie die Umzugskartons nicht, damit sie noch relativ leicht zu transportieren sind. So sollte ein Karton mit Bücher beispielsweise nur bis zur Hälfte mit dem schweren Gut befüllt werden. Der Rest kann dann mit Kleidung, Kissen und ähnlichem aufgefüllt werden.

5. Umzugsgut ausmessen

Wenn Sie mithilfe einer Umzugsfirma umziehen möchten, werden Sie sowieso gebeten, eine Einschätzung zum Umzugsvolumen abzugeben. Doch es ist im Grunde auch bei einem Umzug in Eigenregie von Vorteil, wenn Sie bereits im Voraus die Anzahl der Umzugskartons ermitteln und alle Möbel ausmessen. Dies erleichtert Ihnen letzten Endes die Suche nach einem passenden Transporter immens.

6. Transporter mieten/Umzugsunternehmen beauftragen

Wenn Sie einen Transporter anmieten möchten, sollten Sie dies nicht erst auf den letzten Drücker erledigen, denn vor allem an Wochenenden, zum Monatsende und an Feiertagen sind diese häufig ausgebucht. Auch private Umzugshelfer freuen sich natürlich darüber, wenn sie rechtzeitig erfahren, wann und wie der Umzug geplant ist. Gleiches gilt auch für die Beauftragung eines professionellen Umzugsunternehmens.

7. Helfer organisieren

Wenn Sie keine Profis für Ihren Umzug bezahlen möchten, sollten Sie so früh wie möglich Ihren Freundes- und Bekanntenkreis nach möglichen Helfern abklappern. Dass die Helfer mit bereitgestellten Getränken und etwas zu Essen bezahlt werden, versteht sich natürlich von selbst.

8. Verträge/Abos ummelden oder kündigen

Laufende Abos und Verträge müssen ebenfalls gekündigt werden. Sollen die Verträge nahtlos weiterlaufen, müssen Sie Ihrem Vertragspartner Ihre neue Anschrift mitteilen. Dazu gehören sowohl Banken und Versicherungen, als auch Telefonanbieter, Vereine und Tageszeitungen. Übrigens ist ein Umzug eine ideale Gelegenheit, um sich nach deutlich günstigeren oder leistungsstärkeren Verträgen umzuschauen.

9. Wohnung renovieren

Insofern Ihr noch bestehender Mietvertrag vorsieht, dass Sie noch Schönheitsreparaturen in der Wohnung durchführen müssen, sollten Sie auch diese Aufgabe frühestmöglich erledigen. Selbstverständlich können Sie den neuen Anstrich erst dann durchführen, wenn bereits die Möbel raus sind. Sollten Sie bereits Zugang zur neuen Wohnung ahnen, können Sie nun auch dort bereits erste Renovierungen durchführen, falls dies nötig sein sollte oder gewünscht wird. Erstellen Sie am besten auch einen Einrichtungsplan, denn damit wissen die Umzugshelfer später genau, welche Kartons und Möbel in welches Zimmer gehören.

10. Nachsendeauftrag einrichten

Ein Nachsendeauftrag sorgt dafür, dass Sie Ihre zukünftige Post auch sicher an die neue Adresse zugestellt bekommen. Allerdings gilt dies nur für Sendungen, die von der deutschen Post ausgeliefert werden. Erwarten Sie auch von anderen Anbietern Pakete oder Postzustellungen, müssen Sie separate Aufträge erteilen. Bei https://www.nachsendeauftrag-einrichten.de/ können Sie dies auch ganz bequem online erledigen.

11. Aufpasser für Haustiere oder Kleinkinder engagieren für den Tag des Umzugs

Ob Haustiere oder Kinder: Ein privat durchgeführter Umzug ist immer stressig und vor allem für Haustiere und Kleinkinder sehr anstrengend. Im Idealfall sollten Sie deshalb für den Umzugstag einen Aufpasser organisieren, der sich um die Tiere und/oder die Kinder kümmern kann.

12. Halteverbotszone anmelden

Damit Sie Ihre Kräfte schonen, sollten Sie für den Tag des Umzugs sowohl vor Ihrer alten Wohnung als auch vor der neuen Wohnung eine Halteverbotszone einrichten. Dies können Sie bei der örtlichen Straßenverkehrsbehörde erledigen. Mindestens 14 Tage vor dem Umzugstermin sollte diese Aufgabe erledigt werden.

13. Wohnsitz bei Behörden, Banken und Versicherungen ummelden

Sobald der Umzug geschafft ist, beginnt bei der Checkliste für den Umzug auch gleich der Ummelde-Marathon. Es ist wichtig, dass Sie dabei alle gesetzlichen Fristen einhalten. Je nach Bundesland gilt meist eine Frist von 14 Tagen. Bei den meisten Bürgerämtern können Sie auch gleich Ihren PKW mit ummelden. Denken Sie daran, Ihren Vermieter um die Ausstellung einer Wohnungsgeberbescheinigung zu bitten. Eigenheimbesitzer sollten hingegen die Abgabe einer Selbsterklärung nicht vergessen.

14. Wohnung einrichten

Nun ist es endlich an der Zeit, die neue Wohnung nach Herzenslust einzurichten, Bedenken Sie beim Kauf von neuen Möbel unbedingt, dass dieser oft mit einer Lieferfrist von mehreren Wochen einhergeht.

15. Geschäftspartner und Freunde über den Umzug informieren

Wenn noch nicht geschehen, sollten Sie nun noch all Ihre Freunde, Bekannte und Geschäftspartner über Ihren Umzug informieren. Für eine gute Nachbarschaft können Sie auch die umliegenden Bewohner zu einer kleinen Einweihungsparty einladen, an der selbstverständlich auch alle Helfer teilnehmen.

Umzug-Kistenpacken
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Checkliste für den Umzug: Einige wichtige Worte zum Schluss

Sie können unter Umständen eventuelle Steuervorteile für Sich nutzen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sämtliche Rechnungen sorgfältig abheften und aufbewahren. In vielen Fällen profitieren Steuerzahler dann von einer saftigen Rückzahlung.
Hier finden Sie neben einer weiteren Checkliste für den Umzug noch viele weitere Informationen, die Ihnen Ihren geplanten Wohnungswechsel erleichtern.

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