Teppich oder Laminat – Eine Entscheidungshilfe

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Laminat schneidet in vielen Fällen etwas besser ab
  • Die Nase vorn hat Laminat vor allem aufgrund seines Preises
  • Aktuell ist eine Trendwende im Gange: Der Teppich kehrt zurück!
  • Umweltbewusste Menschen greifen zu BIO Bodenbelägen
  • Laminat oder Teppich für Allergiker? Es ist nicht so einfach…

Was ist besser: Teppich oder Laminat? So einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten. In vielen Fällen liegen nämlich Teppich und Laminat gleich auf. Wir empfehlen daher, sich als Entscheidungshilfe zunächst folgende Frage zu beantworten: Welche Kriterien sind mir besonders wichtig? Erst danach kann man die Frage „Teppich oder Laminat?“ für sich beantworten.

Teppich-oder-Laminat

Welches Kriterium ist besonders wichtig?

Je nachdem, was dem Einzelnen besonders wichtig erscheint, können verschiedene Kriterien zur Entscheidungsfindung beitragen. Allergiker entscheiden sich vielleicht eher für das Kriterium Gesundheit, Ästheten für die Optik und Umweltbewusste stellen die Nachhaltigkeit in den Fokus. Es folgt eine Auflistung der gängigen Kriterien als Entscheidungshilfe.

Kriterium Wohngesundheit

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund empfiehlt Allergikern nach wie vor den Griff zu glatten Böden. Der Grund dafür ist einfach erklärt: Der Hausstaub lässt sich von glatten Böden umfassender entfernen als aus Teppichböden. Werden Laminatböden zweimal wöchentlich gewischt, reduziert das die Allergieanfälligkeit. Die Stellungnahme des DAAB zum Thema kann hier nachgelesen werden.

Dennoch scheint man sich dieser Aussage nicht ganz sicher zu sein. Auch Ökotest gibt dazu eine Stellungnahme ab: Laminatboden lädt sich elektrostatisch auf, was einen negativen Einfluss auf das Raumklima hat. Durch die Spannung verändert sich die Luftionisation, was dazu führt, dass Staub angezogen und in Bewegung gebracht wird.

Das Thema „Teppich oder Laminat?“ wird aktuell kontrovers diskutiert. Auf der Seite der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. wird darüber berichtet, dass der Deutsche Allergie- und Asthmabund DAAB zu dem Ergebnis gekommen sei, dass die Feinstaubbelastung bei glatten Böden höher ist als bei Teppichböden. Der Teppichboden würde aufgrund seiner staubbindenden Eigenschaften weniger Feinstaub aufwirbeln. Diese Aussage deckt sich mit jenen von Ökotest. Es scheint fast so, als hätte tatsächlich der Teppich die Nase vorn, wenn es um die Wohngesundheit geht.

Was also tun?

Laminat oder Teppich? Bei so viel Uneinigkeit ist es schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Aber im Grunde weiß der Einzelne ohnehin besser, welchem Bodenbelag er den Vorzug gibt. Ein Tipp von uns: Einige Händler bieten Teppiche an, die als allergikerfreundlich gekennzeichnet sind.

Hier ein Beispiel:

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Neben den Allergikern achten auch noch andere Gruppen besonders auf das Kriterium Gesundheit. Familien mit Kindern möchten sichergehen, dass ihr Kind auf einem gesundheitlich unbedenklichen Boden spielt. Eltern entscheiden sich daher öfter für den Laminatbelag. Er ist nicht nur unempfindlicher gegen Stöße, Kratzer und Schmutz, sondern enthält in der Regel auch weniger Schadstoffe als ein Teppich. Und das gilt auch schon für Laminatböden aus dem kostengünstigen Sektor.

Kriterium Nachhaltigkeit

Menschen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, greifen weder zu Laminat noch zu Teppich. Sie bevorzugen den echten Parkett. Sollte dennoch ein anderer Belag in Erwägung gezogen werden, fällt die Entscheidung entweder auf BIO-Laminat oder auf den BIO-Teppich.

Knapp die Nase vorn: Beim Vergleich der Preise von BIO-Belägen liegt der Laminatboden vorne. Während ein günstiger BIO-Teppich von Allnatura mit rund 37 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlägt, gibt es im Handel BIO-Laminat (z.B.: von Parador) um rund 36 Euro pro Quadratmeter.

Kriterium Komfort

Manche mögen‘s kuschelig. Das gilt besonders in den kalten Monaten, von denen wir in Deutschland ja nun doch so einige haben. Mehr als die Hälfte des Jahres ist es bei uns nass und kalt. Viele kuscheln sich daher ihre kalten Füße von Oktober bis März lieber in den Teppich.

Besitzer einer Fußbodenheizung sehen dies erfahrungsgemäß wiederum ganz anders. Sie lieben den von der Heizung aufgewärmten Laminat, und würden für Nichts in der Welt tauschen wollen.

Kriterium Preis

Wer dem günstigeren Bodenbelag den Vorzug gibt, der greift zum Laminatfußboden. Auf dem Markt gibt es zahlreiche sehr günstige, optisch ansprechende und robuste Modelle.

Wer einen Teppich in guter Qualität haben will, muss hingegen tiefer ins Portemonnaie greifen. Ein qualitativ hochwertiger Teppich kann mit rund 20 Euro pro Quadratmeter veranschlagt werden. Einen guten und langlebigen Laminatboden bekommt man bereits um rund 10 Euro.

Kriterium Langlebigkeit

Auch beim Kriterium Langlebigkeit scheint sich Teppich und Laminat die Waage zu halten. Sowohl für den flauschigen als auch für den hölzernen Bodenbelag wird in der Regel eine Lebensdauer von 10 Jahren angegeben. Der einzige Unterschied liegt hier im Preis. Während man auch mit einem kostengünstigen Laminat bis zu 10 Jahre seine Freude hat, muss man beim Teppich zu qualitativ hochwertigem, und damit zu einem hochpreisigen Teppich greifen. Besonders empfehlenswert, weil langlebig, sind Teppiche aus Kunstfaser. Diese Materialien sind jedoch bei Familien mit Kindern und bei jenen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, weniger beliebt. Der Laminat hat wieder mal die Nase vorn.

Info: Wer hin und wieder gerne die Möbel umstellt, muss mit Abdrücken oder dunklen Flecken im Teppich rechnen. Möbel auf Laminat umstellen ist hingegen kein Problem.

Kriterium Hygiene

Auch beim Thema Hygiene hat der Laminatboden die Nase vorn. Schließlich ist er einfacher zu reinigen, und Flecke leichter zu entfernen. Besonders für Familien mit Kindern spielt dieses Kriterium eine wichtige Rolle.

Kriterium Trend und Optik

Trends wechseln ständig. Dennoch kann niemand von sich behaupten, nicht ab und an auch mal einem Trend zu verfallen. War bisher der Laminatboden sehr modern, scheint es in letzter Zeit zu einer Trendwende zu kommen. Der Teppich ist wieder da!

Der neue Trend hat schon einen gewissen Reiz. Es geht eben manchmal einfach nur um etwas Anderes. Um einen Wechsel. Der ist nämlich wohltuend. Oder wie es Wilhelm von Humboldt ausdrückte: Auch unaufhörliches Tageslicht ermüdet.

Verstärkt taucht in Wohnzeitschriften wieder die gute alte Teppichfliese auf, die Menschen älteren Baujahres kennen und hassen gelernt haben. Aber die filzige Fliese hat sich weiterentwickelt, und hat heute mit dem Charme der Sechziger und Siebziger Jahre nicht mehr allzu viel gemein. Zwar erinnern manche Muster in senfgelb-grau an die Filzfliese von Muttern, andere Modelle passen jedoch in Form und Farbe perfekt in die Twentytwenties.

Sehr elegant: Teppichfliesen in verschiedenen Grautönen, die perfekt zum Industrial Style passen. Auch einen Blick wert: Teppichfliesen in der Farbkombination blau-gelb-grau. Ein bisschen Retro darf es dann doch wieder sein.

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