Feuerlöscher aufhängen – so geht es richtig!

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Feuerlöscher im Privatbereich ist sehr sinnvoll, aber keine Pflicht
  • Wichtige Brandklassen für Privathaushalte: A und F
  • Wichtige Brandklasse für Künstler, Autobastler und Heimwerker: B
  • Feuerlöscher für die Küche: Brandklasse F
  • Der Auflade-Löscher ist die ökologisch sinnvollere Variante

Im gewerblichen Bereich ist das Aufhängen von Feuerlöschern Pflicht. Aber auch für Privathaushalte sind Feuerlöscher sinnvoll. Dieser Artikel beschäftigt sich damit, welche Feuerlöscher im Handel erhältlich sind, und wie man diesen richtig aufhängt.

Was ist zu tun, wenn der Rauchmelder anschlägt?

Jährlich kommt es in Deutschland durchschnittlich zu rund 200.000 Wohnungsbränden. Rund 400 Personen kommen dabei ums Leben. Zwar bricht zumeist in Industriehallen, Werks- und Lagerhallen sowie in Produktions-Räumen ein Feuer aus. Aber auch private Haushalte bleiben nicht verschont. Schnell entwickelt sich ein Feuer durch die zu heiße Pfanne mit Öl am Herd oder durch defekte Elektrogeräte. Zur Weihnachtszeit brennen oft Adventskranz und Weihnachtsbaum ab.

Gut, wenn der Rauchmelder den Ausbruch eines Feuers rechtzeitig erkennt. Aber was dann? Natürlich die Tür zum Brandraum schließen und schnell das Haus verlassen, solange der Fluchtweg noch nicht verqualmt ist. Das gilt im Falle eines Großbrandes. Aber was, wenn das Feuer sich noch nicht großflächig ausgebreitet hat? Dann kann man es mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle bringen.

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Vorbeugender Brandschutz für Privathaushalte: Welchen Feuerlöscher kaufen?

Die wichtigste Regel beim Gebrauch von Feuerlöschern lautet: Jeder Brand benötigt den passenden Feuerlöscher. Unterschieden werden Brände – und damit auch Feuerlöscher – in fünf unterschiedliche Brandklassen:

Brandklasse A: Sehr relevant für den Privatbereich. Holz, Papier und textile Stoffe gehören in diese Brandklasse. Die Brandklasse A umfasst feste Stoffe, die bei Brand Glut bilden.
Brandklasse B: Die Brandklasse, die für Handwerker und Künstler interessant ist. Es geht um Lack, Benzin und Alkohol. Wer diese flüssigen Stoffe in größeren Mengen in seiner Wohnung hat, der benötigt einen Feuerlöscher der zweiten Brandklasse. Ins Auto gehört ein Feuerlöscher für ebendiese Brandklasse.
Brandklasse C: Im Privatbereich noch seltener anzutreffen als Brandklasse B. Es geht um Gase wie Wasserstoff, Erdgas oder Propan.
Brandklasse D: Wenn Metalle brennen, kommt ein Feuerlöscher der Brandklasse D zum Einsatz.
Brandklasse F: Eine Brandklasse, die man sich merken sollte. Hier geht es um Fettbrände, wie sie in der privaten Küche häufig anzutreffen sind. In der Küche sollte daher ein Feuerlöscher für Brandklasse F bereitstehen.

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Für den Privathaushalt ist die Brandschutzklasse A und F besonders wichtig. Personen mit eigener Werkstatt achten darauf, ob für sie die Brandklasse B relevant ist.

Nummer Eins in Privathaushalten: Feuerlöscher für Brandklasse A

Die Brandklasse A benötigt einen Schaum-Feuerlöscher. Handwerker aufgepasst: Dieser Feuerlöscher eignet sich auch zur Bekämpfung von Bränden der Brandklasse B.

Der Küchen-Feuerlöscher: Feuerlöscher für Brandklasse F

Fängt das Öl in der Pfanne oder im Frittiergerät Feuer, eignet sich der Einsatz eines Fettbrand-Löschers. Der Vorteil: Es gibt Fettfeuerlöscher, die sowohl für Brandklasse F als auch für A und B – Einsatz finden können. Dabei handelt es sich um einen Feuerlöscher mit Spezial-Löschmittel.

Unser Tipp: Wer nur einen Feuerlöscher kaufen möchte, der besorgt sich einen Fett-Feuerlöscher, der zur Bekämpfung von Feuer der Brandklassen A, B und F gleichermaßen geeignet ist.

Neben dem Schaum-Feuerlöscher und dem Fett-Feuerlöscher mit Spezial-Löschmittel gibt es noch:

  • Pulverlöscher: für Brandklasse A, B und C
  • Wasserlöscher: für Brandklasse A
  • CO2-Löscher: für Brandklasse B

In manchem Privathaushalt ist der Wasserlöscher und der Pulverlöscher zu finden. Der Pulverlöscher ist sehr leistungsstark, verursacht aber ein hohes Maß an Verschmutzung. Den Wasserlöscher hingegen bevorzugen Personen, die nach Benutzen des Feuerlöschers wenig Reinigungs-Arbeiten vornehmen wollen.
Merksatz: Im Küchenbereich benötigt man einen Feuerlöscher der Brandklasse F.

Wie Feuerlöscher aufhängen?

Beim Aufhängen eines Feuerlöschers gelten folgende drei Punkte:
Feuerlöscher an einer gut sichtbaren Stelle aufhängen
Feuerlöscher an einer bei Feuer gut erreichbaren Stelle aufhängen
Feuerlöscher vor Witterungs-Einflüssen schützen

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Feuerlöscher aufhängen

Schritt 1:
Feuerlöscher inklusive Wandhalterung aus der Verpackung nehmen.

Schritt 2:
Montagehöhe abmessen und mit Bleistift markieren. Eine zweckmäßige Griffhöhe liegt in einem Bereich zwischen 80 und 120 cm.

Schritt 3:
Wandhalterung an markierter Stelle mit Dübel und Schrauben montieren.

Schritt 4:
Feuerlöscher einhängen.

Regelmäßige Prüfung ist Pflicht

Das gilt auch für den Privathaushalt: Wer einen Dauerdrucklöscher besitzt, muss diesen auch warten. Im gewerblichen Bereich ist eine sich im zwei-Jahres-Rhythmus wiederholende Prüfung gesetzlich vorgeschrieben. Für Privathaushalte gilt dieses Gesetz nicht. Dennoch: Wer sich an den 2-Jahres-Zyklus hält, hat im Brandfall auch wirklich einen funktionierenden Feuerlöscher zur Hand.

Wohlgemerkt: Diese Regel gilt für Dauerdrucklöscher. Für diese Art von Handfeuerlöschern ist durch die Druckbehälter-Verordnung überdies noch eine teure Prüfung im 10-Jahres-Rhythmus vorgesehen. Im Privathaushalt ist daher der Aufladelöscher besser geeignet. Er hält auch länger als der Dauerdrucklöscher: Während letzterer nur 20 Jahre hält besitzt der Aufladelöscher eine Lebensdauer von rund 25 Jahren. Dazu bekommt er nur für 10 Jahre ein TÜV.

Eine Wartung nehmen zum Beispiel von Mobilen Brandschutz-Servicedienstleistern sowie Brandschutz- und Sicherheitstechnikern vor. Besitzer der Marke Gloria können sich mit ihren Feuerlöschern an das Unternehmen selbst wenden. Gloria bietet bundesweit ein dichtes Service-Netzwerk aus Servicetechnikern an, die die Wartung von Feuerlöschern vornehmen können. Einen Service-Partner in der Nähe findet man mit der Suchfunktion auf der Website von Gloria. Die Kosten einer Wartung liegen zwischen 10 und 50 Euro.

Info: Stressfrei und sicher: Es gibt die Möglichkeit, einen Feuerlöscher zu mieten. Der Feuerlöscher im Abo hat den Vorteil, dass sich der Abonnent sicher sein kann, dass er zu jeder Zeit einen funktionierenden Handfeuerlöscher besitzt.

Gibt es einen ökologisch sinnvollen Feuerlöscher?

Jein. Während das Löschmittel beim Dauerdruck-Löscher alle 4 Jahre ausgetauscht werden muss, bleibt es beim Auflade-Löscher erhalten. Das bedeutet: Mit dem Auflade-Löscher produziert ein Haushalt weit weniger Sondermüll.

Einen Feuerlöscher richtig aufzuhängen ist keine Kunst. Viel wichtiger ist es, sich den richtigen Feuerlöscher für den Privatbereich zu besorgen. Mehr detaillierte Infos zum Thema Feuerlöscher sind auf den Websites der deutschen Berufsfeuerwehren auffindbar.

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