Wand streichen – Diese Techniken bringen Stimmung in die eigenen vier Wände

Das Wichtigste in Kürze
  • Wichtiger als das Malen ist das richtige Abkleben
  • Besonders einfach: Schwamm- und Schablonen-Technik
  • Perfekt für den Industrial Style: Die Betonoptik
  • Mit einer falschen Ziegelwand zu mediterranem Flair
  • Das macht ihnen so schnell niemand nach: Wand in Marmor-Optik

Langweilige Wände? Nicht mit uns! Hier geben wir Tipps für aufregende Techniken zur Wandgestaltung.

Wand streichen

Die klassische Methode

Fangen wir mit der klassischen Methode des Streichens an: Dem Streichen mit der Farbrolle. Neben der Qualität der Farbe ist hier vor allem das richtige Abkleben wichtig. Daher unser

Tipp: Besser viel Zeit und Geduld ins Abkleben investieren. Denn wer hier pfuscht, wird mit dem Ergebnis keine rechte Freude haben.

Für uns ist das richtige Abkleben wichtiger als alle anderen Tipps, die man sonst in zahlreichen Heimwerkerblogs zu lesen bekommt. Eine falsche Streichtechnik lässt sich noch korrigieren – das Ausbessern von unsauberen Kanten oder ungeraden Linien ist hingegen nicht so einfach. Aus diesem Grund möchten wir hier nicht auf das Streichen, sondern auf das richtige Abkleben näher eingehen.

Beim Abkleben kommt es zunächst – wer hätte es vermutet – auf die Auswahl des Klebebands an. Ein geeignetes Klebeband ist unter anderem das sogenannte Malerkrepp. Im besten Fall deckt man sich als Heimwerker mit Malerkrepp in zumindest zwei unterschiedlichen Breiten ein: Einem schmalen 25 mm Kreppband für schwer zugängliche Ecken und Kanten und einem in 50 mm Standardbreite.

Wer vorhat, mittels Abklebe-Technik eine scharfe Farbkante entstehen zu lassen, der greift noch besser zu einem Malerkrepp, das durch eine spezielle Mikrobarriere die Klebekanten versiegelt, um so ein Unterlaufen der Farbe zu verhindern.

Bevor man mit dem Abkleben beginnt, sollte man sich versichern, dass die Wände trocken und frei von Staub und Schmutz sind. Ein Klebetest an einer nicht sichtbaren Stelle verhindert Beschädigungen. Im Zuge dessen ist auch die Kontrolle der Haftung sinnvoll.

Sobald die Farbe trocken ist, sollte das Klebeband entfernt werden, da manche Kreppbänder mit der Zeit stärker an der Wand haften. Immer daran denken, das Abdeckband langsam zu entfernen – zu schnelles oder ruckartiges Ziehen am Kreppband kann die ausgehärtete Farbe beschädigen.

Tipp: Kanten streicht man nicht mit dem Farbroller, sondern mit dem Malerpinsel.

Muster an der Wand: Beliebte Techniken

Lilien, Blätter, Rauten und mehr: Wenn es darum geht, ein sich wiederholendes Muster an die Wand zu zaubern, muss natürlich die Musterwalze Erwähnung finden. Im Fach- oder Baumarkt gibt es zahlreiche mit unterschiedlichen Mustern ausgestattete Farbroller, die Leben auf die kahle Wand zaubern.

Beim Kauf einer Muster- oder Strukturwalze sollte Wert auf Qualität gelegt werden. Das gilt vor allem für jene Heimwerker, die ein Auge fürs Detail haben. Billige Walzen zeichnen oft ein unscharfes Bild und neigen dazu, zu tropfen.

Schwammtechnik: Einfache Methode für beeindruckende Ergebnisse

Das ist DIE Technik für all jene, die sich als „nicht kreativ“ bezeichnen. Auch für Anfänger ist sie perfekt geeignet. Mit der Schwammtechnik kann man nämlich – fast – nichts falsch machen. Und sollte tatsächlich ein kleiner Fehler passieren: Kein Problem! Einfach nochmal mit dem Schwamm drübergehen.

Dennoch ist es wichtig, sich für qualitativ hochwertige Vollton- bzw. Abtön- und Dispersionsfarbe sowie den richtigen Schwamm zu entscheiden. Je nach erwünschtem Ergebnis gibt es nämlich verschiedene Schwämme, die mehr oder weniger gut für die jeweilige Technik geeignet sind:

  • Naturschwamm zum groben Abtupfen der Wände
  • Grobschaum Effektschwamm für eine Sandoptik
  • Spezielle Muster erzeugende Effektschwämme (z.B.: Tatze)
Tipp: Wer mehrere Farben für die Wischtechnik einsetzen möchte, achtet darauf, sich für Farben aus derselben Farbfamilie zu entscheiden.

Industrial Style: Betonoptik für die Wand

Schöne Ergebnisse, die sich sehen lassen können: Die Betonoptik für die Wand ist relativ einfach umzusetzen, und sieht richtig super aus! Das einzige Hindernis: Man braucht viele unterschiedliche Farben, die auch nicht unbedingt kostengünstig sind:

  • Grundfarbe in Weiß
  • Wandfarbe in Hellgrau
  • Zum Herausarbeiten einzelner Farbelemente Wandfarbe in Schwarz, Dunkelbraun und Petrol
  • Lasurschicht 1 in Hellgrau (matt)
  • Lasurschicht 2 in Dunkelgrau (matt)
  1. Zunächst werden die Wände mit weißer Wandfarbe gestrichen. Die Farbe nicht trocknen lassen, sondern gleich mit Schritt Zwei fortfahren.
  2. Hellgraue Wandfarbe mit der Spachtel in waagrechter, breiter Linie auftragen.
  3. Mit dem Pinsel einzelne Stellen mit den Farben Petrol, Schwarz und Dunkelbraun herausarbeiten.
  4. Wand trocknen lassen.
  5. Erste Lasurschicht in hellgrau großzügig auftragen.
  6. Wand trocknen lassen.
  7. Zweite Lasurschicht in dunkelgrau großzügig auftragen.
  8. Trocknen lassen.
  9. Fertig.

Weitere Streich-Techniken im Schnelldurchlauf

Aufwendig, aber wunderschön: Die Wand in Marmoroptik

Stein zu imitieren ist kein einfaches Unterfangen. Es lohnt sich daher, die Technik auf Leinwand zu üben, bevor man sich an die Wände traut. Auch hier muss zunächst eine weiße Grundierung aufgetragen werden. Danach wird die gewünschte Farbe mit einem feinen Naturschwamm in dem bekannten streifigen Marmor-Muster aufgetupft. Um das Muster herauszuarbeiten, benötigt man zwei Farben unterschiedlicher Helligkeit (z.B.: Hellgrau und Dunkelgrau oder Hellorange und Dunkelorange). Die dunklen Konturen werden mit dem Pinsel herausgearbeitet und abschließend mit einer Lasur in passender Farbe abgetupft, um einen fließenden Übergang zwischen den Farben zu schaffen.

Holzoptik

Die Wände in Holzoptik setzt man mit dem Maserboy um. Das ist ein spezielles Malerwerkzeug aus Gummi, welches eine Holzmaserung imitiert. Dazu wird die Wand zunächst grundiert (z.B. in Beige) und nach dem Austrocknen derselben trägt man die zweite Farbe (z.B. Dunkelgrau) auf, in welche mit dem Maserboy noch im nassen Zustand Bahnen gezogen werden. Der Effekt: Der Maserboy zieht Linien in Holzoptik, die Grundfarbe darunter kommt stellenweise wieder zum Vorschein.

Falsche Ziegelwand

Benötigt Zeit und Geduld – sieht aber toll aus: Für einen klassisch-traditionellen italienischen, spanischen oder Wohnstil: Wände, aus denen scheinbar stellenweise die Ziegelwand hervorlugt. Umsetzbar ist die falsche Backsteinwand beispielsweise mit Gipskarton.

Mit einfachen Mitteln mehr Persönlichkeit ins Haus bringen: Die Schablonentechnik

Beliebt ist die Schablonentechnik vor allem deshalb, da sie auf so einfache Weise für zauberhafte Ergebnisse sorgt. Zahlreiche Muster und Formen warten nur darauf, mittels Schablone an die Wand gepinselt oder getupft zu werden. Ideal auch für das Kinderzimmer! Sehr elegant sind unifarbene Wände mit bunten blumigen Bordüren.

Unser Tipp: Schöngeister mit Hang zu orientalischen Mustern schauen sich die passenden Stencil Schablonen an.

Weiß und schlicht ist schön. Weiß und schlicht mit ein wenig Farbe ist schöner. Noch schöner – vor allem aber auch persönlicher – wird ein Raum, dessen Wände in der zum Stil passenden Technik gestrichen wurden. Die Möglichkeiten sind zahlreich, und der Aufwand im Vergleich zu anderen dekorativen Arbeiten überschaubar. Wann streichen Sie Ihre Wände neu?

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