Naturoptik daheim: Warum Industrial Look nicht das einzig Wahre ist

Lange Zeit galt Industrial-Schlichtheit mit seinen kantigen, klaren Linien und nacktem Baumaterial als ein großer Star im Einrichtungs-Bereich. Doch in den letzten Jahren haben wir eine Rückwendung zur Häuslichkeit und Bequemlichkeit erlebt, die damit nicht zur Deckung kommt. Gerade ländliche Gemütlichkeit wird heute hoch geschätzt, viele Menschen wünschen sich diese auch in städtischer Umgebung.

Naturoptik daheim: Warum Industrial Look nicht das einzig Wahre ist
Naturoptik daheim: Warum Industrial Look nicht das einzig Wahre ist © Pixabay von ArtTower

Verkleidung und Putz sind mehr als nur Optik

Industrial bedeutet Verzicht auf Verkleidung von Rohren oder Kabeln sowie das gezielte Weglassen von Teppichen, Putz und Tapeten. Auch farbig ist der Look eher dröge: Statt knalliger Akzente oder pastellener Gelassenheit kommen als Grundfarben vor allem schwarz, grau und weiß zum Einsatz, daneben auch der pure Materialton von Ziegeln, Stahl und Ähnlichem. Doch diese unbehandelten und unverkleideten Oberflächen sind nicht so pflegeleicht, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Unbelegter Fußboden ohne Fußbodenheizung kann schnell kalt werden, auch die oft gewünschten großen Beton. Und Glasflächen sind nicht gerade Klimawunder. Dazu kommt, dass spätestens mit der häufigeren Verwendung von Upcycling-Material wie Paletten, alten Schildern oder vergleichbaren Stoffen optisch wieder deutlich mehr Unruhe einkehrt, als der ursprünglich Industrial-Look verspricht.

Naturmaterial statt Industrie

Upcycling als Nachhaltigkeitstrend entstammt auch eher dem Wunsch, nicht mehr industriell zu konsumieren, sondern sich bewusst für langlebige Produkte zu entscheiden und diese mehrfach zu nutzen. Das spricht auch für den Einsatz von Echtholz. Heute verwendete Kompositmaterialien wie MDF oder ähnliche Holzersatzstoffe sind haltbar und für den Möbelbauer praktisch, enthalten aber nicht nur Holzfasern, sondern auch Klebstoffe und weitere Zusatzstoffe, um optimale Eigenschaften vor allem in der Verarbeitung zu erzielen. Billige Verbundplatten mit Formaldehydklebern können über lange Zeit reizende und gesundheitsschädliche Stoffe abgeben.
Im Vergleich dazu ist natürlich gewachsenes Holz – im Handel als Massivholz bezeichnet – quasi schadstofffrei. Auch nach dem Ende der Nutzung eines Möbelstückes können Teile geborgen und weiterverwendet werden – und sei es im Lagerfeuer. Außerdem hat Holz einen lebendigeren und vielseitigeren Charakter, der am besten dann wirkt, wenn es seine natürliche Farbe zur Geltung bringen kann. So ist Kastanienholz dem Eichenholz sehr ähnlich und eher sanft braun, während Kirschbaum in feurigen Rottönen glänzen kann.

Gesunder Schlaf im Massivholzbett

Es gibt eine große Auswahl an Massivholzbetten, die alle von den oben vorgestellten Vorteil profitieren. Doch nicht nur das Äußere und die Nachhaltigkeit überzeugen hierbei. Bei Massivholzprodukten ist auch das Ausbessern bei Kratzern oder Beschädigungen einfacher. Die massive Bauweise der Betten macht sie sehr robust und damit auch für sehr schwere und sehr große Personen geeignet.
Dazu verfügt geöltes Holz weiterhin über offene Poren und kann auf diese Weise zur Regulierung des Raumklimas beitragen. Natürlich atmendes Holz nimmt dabei durch die Aufnahme von Luftfeuchtigkeit keinen Schaden, sondern bildet einen organischen Bestandteil des Raumes. Die Abwesenheit von Schadstoffen ist gerade bei Möbeln im Schlafzimmer sehr wichtig – an diesem Ort verbringen wir immerhin viele Stunden des Tages!
Wenn Sie erhöhten Wert auf die Nachhaltigkeit ihrer Möbel legen, so orientieren sie sich an Produkten aus zertifizierter Forstwirtschaft. Diese erkennt man am FSC-Siegel.

Fazit

Unsere heimischen Laubhölzer sind vielseitig und stabil. Anders als beim Raubbau an Tropenhölzern werden sie in heimischen Wäldern nachhaltig erzeugt und stehen für Bodenständigkeit und Gediegenheit. Diese Kunstwerke der Natur gilt es in Szene zu setzen!

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