Energie sparen im Smart Home

Bis Mitte des Jahrhunderts sollen deutsche Wohnhäuser klimaneutral werden. Dabei stehen höhere Effizienzanforderungen für Bestands- und Neubauten im Fokus sowie ein schnellerer Ausstieg aus fossilen Heizszenarien.

Zudem fördert die Regierung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verschiedenste Sanierungsmaßnahmen, um das hehre Ziel zu erreichen. Darunter fallen in der Regel auch intelligente Lösungen der Hausautomation. Daher beleuchten wir in diesem Artikel vor allem die Fragen: “Was ist ein Smart Home?” und “Wie lässt sich damit Energie sparen?”

Was ist ein Smart Home?

Im Smart Home werden technische Prozesse digitalisiert und automatisiert, sodass es keiner manuellen Ausführung mehr bedarf. Die Veränderungen basieren auf einer Vernetzung von Geräten und Apparaten, welche kabelgebunden, über das Internet oder über Funkstandards wie Bluetooth ermöglicht und reguliert wird.

Smart Home zielt darauf ab, den Bewohnern einen erhöhten Wohnkomfort zu bieten und die Sicherheitsstandards des Gebäudes zu erhöhen. Zudem sollen damit erhebliche Einsparungen beim Energieverbrauch einhergehen.

Energieeffizienz im Smart Home

Die Wichtigkeit des Themas Energiesparen wird gerade an der Problematik deutlich, die mit den Gaslieferungen aus Russland verbunden ist. Ohne rigoroses Umdenken in der Energiepolitik werden die Klimaschutzziele nicht einzuhalten sein. Auch der Wohlstand, an den die Deutschen gewöhnt sind, gerät in Gefahr.

Vor allem der Wohnbereich beinhaltet großes Einsparpotenzial. Entfallen doch rund 35 % des bundesweiten Energieverbrauchs auf dieses Segment, wobei Heizen und Warmwasser den Löwenanteil ausmachen.

Digitale Lösungen unverzichtbar

Persönliche Maßnahmen und ökologisches Bewusstsein setzen mit Blick auf Energieeinsparung schon zahlreiche Impulse, die viel bewirken. Förderungen für energieeffizientes Bauen und Sanieren legen davon Zeugnis ab. Doch auch technische Lösungen innerhalb der Gebäude besitzen enormes Potenzial, das bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist.

So werden nach Ansicht der DENA (Deutsche Energie Agentur) digitalen Lösungswegen eine führende Rolle bei der vollständigen Umsetzung der Energiewende zugeschrieben. In vielen Sektoren sind automatisierte Anwendungen sogar zwingend vorauszusetzen, damit Synergie- und Effizienzeffekte erzielt werden können. Das bedeutet nichts anderes, als dass eine optimale Umsetzung von Energieeinsparungen ohne digitale Helfer nicht vorstellbar ist!

Großes Potenzial bei der Heizwärme

Für knapp zwei Drittel der Deutschen ist Energieeffizienz ein Hauptgrund, um sich für Smart Home Anwendungen zu interessieren. Verlässliche Zahlen lassen darauf schließen, dass im Bereich Heizung durch intelligente Lösungen bis zu 30 % Energie eingespart werden kann.

Smarte Steuerungen reagieren auf die An- oder Abwesenheit der Bewohner und schaffen Heizzyklen, die auf den individuellen Bedarf zugeschnitten werden. Als Beispiel dienen dabei Heizungsanlagen, die auf Phasen der Verschattung reagieren oder Energieeinträge durch Sonneneinstrahlung sinnvoll nutzen und nicht verpuffen lassen.

Die Vernetzung der wichtigsten Gebäudefunktionen bringt vor diesem Hintergrund die größte Energieersparnis mit sich. Sie liefert wertvolles Datenmaterial, das von smarten Heizungsanlagen verarbeitet wird. Diese können so schon im Vorfeld auf sich verändernde Wetterbedingungen reagieren. Dabei passen sie sich dem persönlichen Bedarf der Bewohner und der entsprechenden Situation stufenlos an.

Stromverbrauch der Technologie

Doch Smart Home spart nicht nur Energie. Damit die Technik am Laufen gehalten wird, bleibt sie teilweise ständig im Stand-by-Modus. Die verschiedenen Geräte verbrauchen rund um die Uhr kleinste Mengen an Energie, die sich am Jahresende zu einem erklecklichen Sümmchen aufaddieren. Dabei sind es vor allem funk- und WLAN-gesteuerte Einzelanwendungen, die nicht untereinander kommunizieren, welche den Stromverbrauch erhöhen.

Bei einer kabelgebundenen Komplettinstallation dagegen sind die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt. Wichtige Funktionen wie Lüftung, Heizung und Beleuchtung werden gezielt miteinander verbunden. Auch hierbei wird Strom verbraucht, allerdings weniger als bei Einzelanwendungen.

Fazit – smarte Technik effizient einsetzen

Die Energieeffizienz durch Smart Home wird durch Einsparungen bei der energieintensiven Heizung bestimmt. Dem entgegen steht ein erhöhter Stromverbrauch durch die Technik. Diese negativen Auswirkungen in der hauseigenen Energiebilanz können durch eine durchdachte Nutzung von Smart Home minimiert werden.

Ganz ausgeschaltet werden können sie durch die Integration einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Dann wird der Mehrverbrauch an Strom einfach selbst produziert und die Einspareffekte bei der Heizung schlagen vollständig positiv zu Buche.

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