Alte Häuser im Blick – Heizung zukunftssicher machen

Wer ein altes Haus gekauft oder geerbt hat, kommt häufig nicht darum herum, die vorhandene Heizanlage zu sanieren. Nicht nur das Bewusstsein für die Umwelt ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen, auch die Kosten können so langfristig gesenkt werden. Motivation genug also, um dem alten Haus eine neue Heizung einzubauen. Mit dieser Entscheidung hat man allerdings auch die Qual der Wahl, welche Heizung denn nun die richtige ist. Wir klären auf.

Altbau_Wärmepumpe
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Wann ist eine Sanierung sinnvoll?

Immobilienkäufer, die eine Bestandsimmobilie erwerben, haben laut der Energiesparverordnung die Pflicht, diese energieeffizient zu sanieren. Vorgeschrieben ist die Sanierung dann, wenn es sich um ein Ein- oder Zweifamilienhaus handelt, welches vor dem 01. Februar 2002 errichtet wurde.  Werden die vorgeschriebenen Standards nicht erfüllt, so muss die Sanierung innerhalb von zwei Jahren erfolgen. Dazu gehört auch der Austausch der alten Heizung. Darüber hinaus dürfen Öl- und Gasheizungen nach einer Laufzeit von 30 Jahren nicht mehr betrieben werden. Auf jeden Fall aber lohnt sich eine Sanierung der Heizung, wenn der Energieverbrauch und damit die Kosten zu hoch sind. Hier können Energiesparpotenziale generiert werden. Gleichzeitig steigen der Wohnkomfort und die Behaglichkeit im eigenen Heim.

Ist eine Wärmepumpe für einen Altbau geeignet?

Wärmepumpen setzen auf die kostengünstige Energie aus der Umwelt und können deshalb auch alte Häuser umweltfreundlich und günstig mit Wärme versorgen. Wärmepumpen im Altbau stoßen aktuell bei Sanierungsvorhaben auf ein immer größeres Interesse. Generell ist eine Wärmepumpe für einen Altbau möglich, wenn das Haus einige Voraussetzungen mitbringt. Ein wichtiger Faktor für die effiziente Nutzung ist dabei eine niedrige Vorlauftemperatur der Heizung. Sie erreicht man durch eine energiesparende Dämmung sowie Heizkörper, die große Flächen haben oder Flächenheizsysteme. Da eine Wärmepumpe strombetrieben agiert, ist eine niedrige Vorlauftemperatur deshalb wichtig, weil so eine geringere Temperaturdifferenz überwinden werden muss zum Heizen. Folglich können Heizkosten gespart werden.

Wer wissen möchte, ob in seinem alten Haus eine Wärmepumpe Sinn macht, kann das mit einem einfachen Test prüfen. An einem sehr kalten Tag wird die Vorlauftemperatur auf etwa 50 Grad Celsius begrenzt. Dann dreht man alle Thermostate auf. Wird es im Haus behaglich warm, könnte sich eine Wärmepumpe lohnen. Wird das Haus nicht warm, muss ein Installateur die Heizlast ermitteln. Meist reicht in so einem Fall der Austausch der Heizkörper völlig aus.

Welche Heizungen eignen sich noch für alte Häuser?

Um sich für eine Heizung zu entscheiden, ist es wichtig, den Zustand des Hauses und die Bedingungen für die Heizung zu analysieren. Öl- und Gasbrennwertheizungen sind dann empfehlenswert, wenn die Investitionskosten niedrig sein sollen. Ihre Effizienz ist hoch und die Anschaffungskosten niedrig. Allerdings unterliegen die Energieträger starken Preisschwankungen. Wer langfristig sparen möchte, kann beispielsweise auf Pelletheizungen setzen. Die Investitionskosten sind zwar deutlich höher, dafür aber die Betriebskosten niedriger. Pellets sind auch nicht von so starken Preisschwankungen betroffen wie Gas und Öl. Ebenso tut man nebenbei auch etwas für die Umwelt. Auch bei Wärmepumpen ist man unabhängiger von Preissteigerungen, da das Verhältnis bei Kilowattstunden 1:4 (1 kWh Strom = 4 kWh Wärme) beträgt.

Alte Häuser verfügen meist über Heizungen, die nicht dem Wärmebedarf des Hauses angepasst sind. Deshalb ist es wichtig, zunächst eine Heizlastberechnung erstellen zu lassen.

Brennwertheizungen im Altbau

Wird eine alte Gas- oder Ölheizung gegen eine Brennwertheizung ausgetauscht, so kann man sich über die niedrigsten Anschaffungskosten freuen. Die Effizienz ist dabei sehr hoch. Möglicherweise muss jedoch eine Schornsteinsanierung durchgeführt werden, weil ein alter Schornstein meist keinen korrekten Abgasabzug garantiert. Die Systemtemperatur der Brennwertheizung ist dafür zu gering.  Außerdem braucht es einen Schutz für die anfallende Feuchtigkeit.  Wer zusätzlich noch neue Niedertemperaturheizkörper oder eine Fußbodenheizung installieren lässt, kann die Vor- und Rücklauftemperatur noch weiter senken. Der Brennwertnutzen wird so erhöht.

Pelletheizungen – eine starke Alternative

Wie bereits angesprochen, sind Pelletheizungen eine gute Alternative fürs Heizen – gerade auch für Bestandsbauten, da sie sich für alle Heizkörpersysteme eignen. Pelletheizungen nutzen Holz als Brennstoff, wodurch sie CO²-arm sind. Die Anschaffungskosten sind zwar höher als bei herkömmlichen Gas- oder Ölheizungen, aber sie haben den günstigsten Brennstoff. Gas und Öl sind deutlich teurer. Doch es muss ein Lagerplatz für die Pellets vorhanden sein, ähnlich wie bei Gas und Öl. Wärmepumpen hingegen bieten langfristig ein ebenso kostengünstiges Heizsystem, welches sowohl ohne zusätzliche Lagerfläche betrieben wird als auch umweltschonend ist.

Fazit

Die heizungstechnische Sanierung eines alten Hauses ist durchaus sinnvoll, wenn man den Energieverbrauch senken und Heizkosten sparen will.

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