Nachhaltige Reinigungsmethoden – die saubere Lösung

Das Thema Nachhaltigkeit ist so wichtig wie noch nie und ist besonders bei Reinigungsmitteln ein interessanter Punkt. Laut Studien gab es in Deutschland im Jahr 2021 etwa 25 Millionen Menschen über 14 Jahren, die mehrmals wöchentlich Haushaltsreiniger benutzten. Allein an Waschmittel verbraucht jeder Mensch rund 8 Kilogramm jährlich. Die meisten Produkte sind voller Tenside aus Erdöl, Duftstoffen und Konservierungsstoffen, die biologisch kaum abbaubar sind und in die Gewässer gelangen.

Nachhaltigkeit liegt in deinen Händen © Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Nachhaltigkeit fängt schon beim Bau eines Hauses an

„Wir haben die Erde nicht von unseren Vätern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen“. Diese indianische Weisheit bringt auf den Punkt, was Nachhaltigkeit bedeutet. Es ist das Prinzip, die Zukunft von Natur und Mensch zu schützen, indem man einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen pflegt.

Um die Nachhaltigkeit eines Haushaltes zu evaluieren, gehört schon das zum Bau verwendete Material, mit dem Blick auf den Energieaufwand, der nötig war, dieses Material zu beschaffen. Beim Kauf eines Hauses muss der Käufer wissen, wann das Haus erbaut wurde. Alte Häuser benötigen oft eine komplette Grundsanierung, um den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu genügen. Beim Hauskauf sollten daher Experten zu Rat gezogen werden, wie man sie beispielsweise bei Immobilienmakler in Gerlingen finden kann.

Nachhaltigkeit im Haushalt

Nachhaltigkeit im Haushalt dagegen kann von jedem betrieben werden. Umweltfreundliche Reinigungsmittel sind biologisch leicht abbaubar und senken die Umweltbelastung somit auf ein Minimum, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden. Im Vergleich zu chemischen Reinigern, die auf dem Rohstoff Erdöl basieren, sind sie ressourcenschonender, weniger gesundheitsschädlich und produzieren weniger Plastik. 

Für viele Allergiker sind umweltfreundliche Reinigungsmittel die einzige Lösung, da besonders in den Duft- und Farbstoffen der chemischen Reinigungsmittel oft Allergene enthalten sind.Es gibt 5 natürliche Mittel, die fast jeder in seiner Küche hat und die beim Putzen wahre Wunder bewirken können. Im Vergleich zu chemischen Reinigern sind sie spottbillig und mit Sicherheit umweltfreundlich.



Soda – Gut bei starkem Schmutz und Fett

Soda ist ein Salz (Natriumkarbonat), das der Pottasche ähnelt. Im Handel findet man es als „Wasch-Soda“ in weißer Pulverform, es kostet gerade mal 1,5 € – 2 € und reicht für etliche Anwendungen.

Dank Soda sind verkrustete Pfannen und fettiges Geschirr kein Problem, da Soda sehr alkalisch ist und Fette und Eiweiße sehr gut löst. Um die verkrustete Pfanne zu reinigen, braucht es 2 Esslöffel Soda und etwa einen halben Liter Wasser, die gemeinsam in der Pfanne verrührt und leicht erhitzt werden. Nach etwa einer halben Stunde lassen sich die Krusten leicht entfernen.

Gut eignet es sich auch zur Reinigung von Bad, Küchengeräten und Oberflächen. Dazu mischt man 1 Esslöffel Soda mit 500 ml Wasser in eine Sprühflasche, damit sich die Lösung leicht verwenden lässt.

Glas, Aluminium, Marmor, Granit und Linoleum sollten allerdings nichtmit Soda gereinigt werden, da die alkalischen Eigenschaften ein Nachdunkeln der Oberflächen bewirken kann.

In Kombination mit Kernseife lässt sich ein Waschmittel für Kleidung herstellen, das mithilfe von ätherischen Ölen eine ganz persönliche Duftnote bekommt.

Natron

Natron ist ein sehr vielfältiges Hausmittel, das in keiner Küche fehlen sollte. Es ist dem Soda sehr ähnlich und hat ähnliche Einsatzzwecke. Es eignet sich sehr gut für hartnäckige Verschmutzungen, kann aber auch zum Kochen, Backen, zur Körperpflege und bei körperlichen Beschwerden verwendet werden.

Wie mit Soda können auch mit Natron Haushaltsreiniger leicht selbst hergestellt werden. Für einen Allzweckreiniger löst man 1 Teelöffel Natron und einen Teelöffel geriebene Kernseife in warmem Wasser auf. Die Mischung füllt man zur besseren Handhabung in eine alte Sprühflasche. Wer möchte, gibt dem Ganzen noch ein paar Tropfen ätherische Öle und einen Spritzer Zitronensaft hinzu.

Mit Natron lassen sich beispielsweise Fleckenentferner, Backofenreiniger und Scheuermittel herstellen, Kaffee- und Teebelägeentfernen oder Gerüche neutralisieren.

Essig – ein kleiner Alleskönner

Essig ist ein altes Mittel, das schon die Perser und Ägypter nutzten, um Essen haltbar zu machen und die Haltbarkeit von Trinkwasser zu verlängern. Beim Kauf sollte man beachten, ob es sich um Essig oder Essigessenz handelt. Beide werden gleichermaßen eingesetzt, nur in der Dosierung unterscheiden sie sich.

Mit Wasser verdünnt lässt sich Essig fast überall im Haushalt einsetzen. Er hat zwar einen hohen Säuregehalt, reinigt dennoch schonend. Mit Essig lassen sich beispielsweise Kalkränder im Badezimmer oder andere Kalkablagerungen wunderbar entfernen

Essig wirkt antiseptisch, Oberflächen werden damit desinfiziert und abgetötet und Accessoires aus dem Haushalt können so entkeimt werden. Schnuller oder Saugkappen von Milchflaschen können beispielsweise ganz einfach gereinigt werden, indem man 1 Teelöffel Essig mit einem halben Liter Wasser zum Kochen bringt und die Schnuller drei bis fünf Minuten lang auskocht

Vermeiden sollte man die Säure zur Reinigung von Natursteinböden, da sie Kalk und andere Mineralien anlöst und diese so auswaschen kann.

Auch bei Dichtungen und Silikonfugen sollte Essig vermieden werden. Er greift die darin enthaltenen Weichmacher an und diese verlieren mit der Zeit an Elastizität.

Wem der Geruch von Essig zu intensiv ist, kann wahlweise Zitronensäure verwenden, denn diese hinterlässt einen frischen, zitronigen Geruch.

Gärtner-Tipp: Essigessenz wirkt wahre Wunder als Unkrautvernichtungsmittel. Mit dem richtigen Mischverhältnis lassen sich ungewollte Kräuter bekämpfen, ohne dabei den Boden oder andere Pflanzen zu zerstören.

Schmierseife

Schmierseife gilt als kleine Geheimwaffe für Haushalt, Garten und sogar gegen Schuppenflechte. Sie wird auch grüne Seife genannt, denn sie ist ein nachhaltiges Reinigungsmittel aus tierischen oder pflanzlichen Fetten.

Mit einer Mischung aus heißem Wasser und etwas Schmierseife lassen sich im Haushalt alle Oberflächen reinigen, wobei diese anschließend sogar eine Zeit lang wasser- und staubabweisend bleiben.

Ein Gemisch aus Schmierseife, Natron und Wasser ergibt ein nachhaltiges Spülmittel und für den Einsatz in der Waschmaschine ist Schmierseife ebenso gut geeignet.

Um den Grünbelag von Terrassenböden zu entfernen, reicht es, den Boden nass zu machen, halbfeste oder flüssige Schmierseife aufzutragen und einzureiben. Nach einer Stunde kann die Terrasse mit dem Wasserschlauch abgespült werden und sie sieht aus wie neu.

Ebenso kann Grünspan auf Holzmöbeln mit Schmierseife entfernt werden.

Kernseife: der Klassiker

Kernseife gehört zu den Klassikern und wird nicht nur zur Körperhygiene benutzt. In Kombination mit Soda ergibt sie ein gutes Waschmittel für die Waschmaschine. Kernseife wird vorwiegend aus tierischen Fetten hergestellt, kann im DIY-Verfahren allerdings auch vegan hergestellt werden.

Heute schon an Morgen denken

Es ist nie zu spät, sich bewusst um den Erhalt unseres blauen Planeten zu bemühen und über nachhaltige Alternativen nachzudenken. Ob bei Reinigungsmitteln, langlebigen Produkten oder im Verkehr, die Möglichkeiten selbst etwas zu einer umweltfreundlicheren Gesellschaft beizutragen sind vielfältig. Das Reinigen mit den vorgestellten Hausmitteln ist dabei einfach, effektiv und spart auch noch Geld.

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