Einfamilienhaus streichen die Kosten – worauf man sich als Eigentümer einstellen sollte

Das Wichtigste in Kürze
  • Wer sein Haus nicht selber streichen möchte sollte unbedingt vorab einen Preisvergleich machen, bevor er sich für eine Fachfirma entscheidet
  • Die Rechnung setzt sich nicht nur aus Farbe und Arbeitsstunden zusammen
  • Gesetzliche Bestimmungen über Gestaltung und Farbe beachten
  • Wie Eigentümer beim Einfamilienhaus streichen Kosten einsparen können

Wenn der Lack langsam ab ist: Die Fassade einer jeden Immobilie agiert wie ein Aushängeschild. Allein mit Blick auf den äußeren Zustand des Hauses lässt sich sehr viel erschließen. Wer als Hauseigentümer seine Fassade wieder auf Vordermann bringen will, sollte nachfolgenden Ratgeber sich insbesondere in puncto Einfamilienhaus streichen, die Kosten, ganz genau zu Herzen nehmen.

Beim Einfamilienhaus streichen die Kosten nicht unterschätzen

Die Fassade eines Hauses gehört zweifellos zu den ersten wichtigen optischen Eindrücken und wer hier, als Hauseigentümer stiefmütterlich agiert, der schadet allen voran der Immobilie. Risse und abgeblätterte Farbe sehen nicht nur sehr unschön und ungepflegt aus, sie können auch ihre eigentliche Funktion nicht mehr erfüllen, nämlich den Schutz von Mauerwerk und Putz gegen sämtliche Witterungsverhältnisse.

Aufgrund der neuerlichen Gesetzgebung werden zudem nun Pflichten fällig wie z.B. umfangreichere Maßnahmen zur Dämmung. Diese hat es früher in der Form noch nicht gegeben. Wer sich als Eigentümer trotzdem nicht daran hält und aufgrund seines Geldbeutels auf ein erneutes Streichen verzichtet, der läuft Gefahr, dass in naher Zukunft eine teure und umfassende Sanierung auf ihn zukommen wird.

Eine Hausfassade hat eine Vielzahl an Aufgaben und was den Widerstand gegen die Wettereinflüsse betrifft, ist jene eine der wichtigsten Funktionen. Sogar der umliegende Straßenverkehr trägt durch den Ausstoß von Abgasen dazu bei, dass die Farbe ergraut und zudem abblättern kann. Dass das Einfamilienhaus streichen, Kosten mit sich bringt, ist selbstverständlich. Dennoch sollte nach ein paar vergangenen Jahren der erste Neuanstrich durch den Eigentümer veranlasst werden. Doch wie verhält es sich genau, beim Einfamilienhaus streichen mit den Kosten?

Nachfolgend an einem Beispiel eines Einfamilienhauses mit zwei Etagen und 100 m² Fassade, die gestrichen werden muss, ergibt sich folgender Überblick an Kosten.

Das Einfamilienhaus streichen – Kosten durch diese Positionen:

  • der Auf- und Abbau vom Gerüst beläuft sich pauschal auf etwa 500 bis 800 Euro
  • die Miete für das Gerüst beträgt pro Woche etwa 200 bis 300 Euro
  • die Arbeiten rund um das Abkleben und Abdecken liegen pauschal bei etwa 200 bis 300 Euro
  • innerhalb der Kosten für die Spachtelmasse muss pauschal mit etwa 100 Euro gerechnet werden
  • pauschal wird meist für das Anmischen der Farbe etwa 50 bis 100 Euro erhoben
  • Grundierungen schlagen etwa 50 bis 60 Euro pro 100 m²
  • bei zwei Anstrichen mit der gewünschten Farbe, liegen die Kosten für 200 m² bei etwa 300 bis 600 Euro
  • Spachteln und die Fassadenreinigung fallen unter Vorarbeiten und bei 100 m² muss mit etwa 250 bis 300 Euro gerechnet werden
  • die Grundierung und das Auftragen der Farbe in mehreren Durchgängen auf 200 bis 300 m², verursacht Kosten in Höhe von etwa 1.800 bis 3.600 Euro
  • Entsprechend allen Positionen, in der geraden genannten Liste, entsteht daraus eine Gesamtsumme zwischen 3.450 und 6.100 Euro.

Die Einfamilienhaus-streichen-Kosten setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen

Beim Einfamilienhaus streichen und den Kosten kommt es nicht nur ausschließlich auf die Preise von Materialkosten und Arbeitsstunden an, auch weitere Faktoren können sich auf die Gesamtkosten entsprechend auswirken.

Für jeden Hauseigentümer wäre es schon empfehlenswert, wenn er diese Faktoren, kennt. Da man sich ja in der Regel stets mehrere Kostenvoranschläge von unterschiedlichen Firmen erstellen lässt, kann man am Ende faktisch besser einschätzen, inwieweit die Aufrechnung, Aufstellung oder Rechnung auf realistischer Basis fundiert.

Achtung! Es besteht sogar die Möglichkeit, dass zwei identisch große Häuser, also mit derselben Fassadenfläche, auf einen unterschiedlichen Preis kommen, bei der gleichen Fachfirma. Nachfolgend einige Faktoren, welche von einem Malermeister bei der Preiskalkulation berücksichtigt werden:

  • der Umfang der Vorbereitungsarbeiten
  • die Gebäudehöhe
  • die Oberflächenart, die zu streichen ist
  • die Fensteranzahl – die Art der Fläche, ob schräg oder gerade
  • die etwaigen Schäden wie abgeplatzte Farbe, Löcher und Risse
  • die Häufigkeit der Anstriche, ob mehrere Durchgängen zur vollständigen Deckung vorgenommen werden müssen
  • die individuellen Wünsche zur Gestaltung wie etwa Verzierungen dekorativer Art oder farbliche Absetzungen
  • die vor den Bauarbeiten eventuell abzusichernden öffentlichen Verkehrswege
  • die Region, denn in einer Großstadt kann das Einfamilienhaus streichen in den Kosten höher sein, als auf dem Land
  • einen kleinen Anteil kann auch die Qualität und Art Farbe ausmachen

Wird mit den Malerarbeiten begonnen, dann wird ein seriöses Unternehmen sämtliche Vorbereitungsarbeiten selber ausführen und erst dann den ersten Pinselstrich ansetzen, wenn diese im vollen Umfang abgeschlossen sind. Der Eigentümer an sich könnte einzig Arbeiten übernehmen wie das Entfernen der alten Farbe oder die Reinigung der Wände. Dadurch kann die Haltbarkeit vom neuen Anstrich massiv unterstützt werden.

Was die Farbgestaltung betrifft

Der Hauseigentümer hat in der Regel selber die Entscheidungsgewalt darüber, in welcher Art und Weise die Fassade seines Hauses gestrichen werden soll. Jedoch gibt es unter Umständen auch hier einige Punkte, die berücksichtigt werden müssen.

einfamilienhaus-streichen-kosten

Die Gesetze zur Gestaltung und Farbe

Hauseigentümer ist es in jedem Falle zu empfehlen, sich vorab mit den örtlichen Bauvorschriften zu beschäftigen. Vereinzelte Gegenden unterliegen den Vorschriften der Gemeinde. Diese können nämlich dann nicht in das Umfeld passende Farben, verbieten. Soll also es gestalterische oder farbliche Sonderwünsche geben, bedarf es unbedingt einer vorherige Abklärung mit der betreffenden Gemeinde. Sollte das Wohngebiet oder das Einfamilienhaus selber, denkmalgeschützt sein, ist es dem Eigentümer nicht gestattet, optische Veränderungen vorzunehmen. Bei Zweifeln kann die hiesige Denkmalschutzbehörde zurate gezogen werden.

Einfamilienhaus streichen – die Kosten an einem Beispielobjekt

Das Beispielobjekt befindet sich in einer kleineren Stadt, verfügt über zwei Ebenen und einer Fassade mit einer Fläche von rund 210 Quadratmetern. In den meisten Fällen werden Türen und Fenster von dem Malerbetrieb in die Berechnung der Gesamtfläche mit einbezogen. Dieser Grund basiert auf dem Fakt des zusätzlichen Aufwands der Abdeckung und vom Umstreichen.

Das Gerüst wird eigens von der Malerfirma mitgebracht und der Auf- und Abbau, kommt als Posten mit einer Summe von insgesamt 600 Euro auf die Rechnung. Weitere 350 Euro fallen an, für zusätzliche Vorarbeiten in Form vom Fensterabkleben und dem Abdecken von Gerüst und Boden. Risse und Löcher müssen mittels Spachtelmasse ausgebessert werden, was den Hauseigentümer insgesamt 400 Euro kosten wird.

Je Quadratmeter und inkl. der Farbe, setzt der Malerbetrieb 6 Euro bei der Grundierung an. 12 Euro je Quadratmeter werden dann innerhalb des Schlussanstriches fällig.

Für weitere 550 Euro werden zusätzliche Arbeiten vorgenommen, da der Eigentümer sich farbliche Absetzungen zur Dekoration gewünscht hat, und zwar in den Bereichen von Türen und Fenstern. Hierbei handelt es sich dann um Extraleistungen, die dem ausdrücklichen Wunsch des Auftraggebers entsprechen und deutlich zur optischen Aufwertung der Hausfassade beitragen werden.

Die Kosten in der Übersicht

  • Preis für den Auf- und Abbau des Gerüsts / 600 Euro
  • Preis für die Arbeiten rund ums Abdecken / 350 Euro
  • Preis für die Arbeiten mit dem Spachtel / 400 Euro
  • Preis für die Arbeiten rund um die Grundierung / 1.280 Euro
  • Preis für die Arbeiten rund um den Anstrich / 2.520 Euro
  • Preis für die dekorativen Arbeiten zur Gestaltung / 550 Euro
  • Gesamtpreis: 5.700 Euro

Beim Einfamilienhaus streichen die Kosten senken

Wer als Hauseigentümer gerne viele Arbeiten selber übernimmt, der kann auch beim Einfamilienhaus streichen Kosten einsparen, indem er beispielsweise den Anstrich selber übernimmt. Für Hobby-Heimwerker ist das in der Regel keine große Schwierigkeit und trotzdem werden spezielle Arbeitsutensilien benötig, ohne die ein neuer Farbanstrich am Haus nicht möglich wäre. Des Weiteren empfiehlt es sich immer, wenn eventuelle bauliche Beschädigungen vorhanden sind, die von vielen Selber in der Regel, nur schwer eingeschätzt werden können.

Auch für das DIY Einfamilienhaus streichen sind die Kosten nicht ganz unbeträchtlich, schließlich werden gleichermaßen Arbeitsmaterialien und Utensilien fällig. Wer nicht gerade ein Gerüst in der Garage stehen hat, muss dieses mieten. Wobei der Aufbau gemäß der Gesetzeslage sowieso von einem Fachbetrieb vorgenommen werden muss.

Wer beim Einfamilienhaus streichen Kosten einsparen möchte, der muss allerdings mit Blick auf das Gerüst auch bedenken, dass die Aufstellung auf öffentlichem Raum, also auf z.B. auf einem Gehweg meistens mit einer Gebühr verbunden ist. Diese variiert von Bundesland zu Bundesland und Region zu Region. Wer einen Vorgarten hat, der kann diese Kosten einsparen.

Des Weiteren lohnt sich die Anschaffung von qualitativ hochwertiger Farbe, denn so muss oftmals nur ein Anstrich vorgenommen werden, um ein effektiv deckendes Ergebnis zu erzielen.

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