Bambusboden – hochwertige Alternative zu Tropenhölzern

Das Wichtigste in Kürze
  • Bambus zählt zu den Gräsern und wird durch Verholzung zu einem dem Holz vergleichbaren Werkstoff.
  • Der Bambusboden überzeugt durch Nachhaltigkeit, Unempfindlichkeit gegen Nässe, hohen Nutzungswert und das besondere Design.
  • Für Bodenbeläge wird Bambus als Parkett, Fertigparkett oder Diele gehandelt.

Der Bambusboden zählt zu den neuen Trends für Fußbodenbeläge. Die hell- bis mittelbraunen Bodenbeläge strahlen Wärme, Behaglichkeit und sind von exotischem Flair. Dielen oder Parkett aus Bambus zeichnen sich durch Belastbarkeit und Dauerhaftigkeit aus. Das schnelle Wachstum und die breite Verfügbarkeit machen das verholzte Schilfrohr zu einem nachhaltigen Rohstoff.

Nicht nur der Pandabär liebt Bambus

Bambus gehört nicht zu Hölzern, sondern ist ein hochwachsendes, starkes Gras, dessen Stängel im Laufe des Wachstums verholzen. Die bedeutendsten Wachstumsgebiete sind große Teile von Asien, Afrika und Südamerika.

Bis zur Erreichung der gewünschten Höhe und Verholzung brauch das Bambusrohr etwa 4 bis 7 Jahre, kann vielfach aber auch früher geerntet werden.

Foto: bigstockphoto.com / Stockfoto-ID: 324618757, Copyright: ERIK3804

Das frische Süßgras ist die Alleinnahrung der in China lebenden Pandabären. Doch auch die Menschen entdeckten sehr früh die vielseitige Verwendung des reichlich wachsenden Grases. Insbesondere in China und angrenzenden Ländern wird Bambus bereits seit Jahrtausenden als Werkstoff verwendet. Schon sehr früh entdeckte man hier die gute Eignung, um aus den verholzten Stängeln Möbel zu fertigen, es aber auch für den Hausbau, Bambusboden und andere Bauvorhaben zu verwenden.

Aufgrund der guten Tragfähigkeit, Nutzungsfähigkeit, Härte und Unempfindlichkeit gegen Nässe wird bis heute vielerorts in Asien Bambus sogar für den Gerüstbau hoher Gebäude verwendet. Die Härte von zu Holzstoff verarbeitetem Bambus übertrifft um ca. 30 % die der europäischen Eiche. Inzwischen wird Bambus in weiten Gebieten der Subtropen in Asien, Südamerika und Afrika auf riesigen Flächen zur weltweiten industriellen Nutzung angebaut.

Bambus – ein nachhaltiger Rohstoff

In vieler Hinsicht kann Bambus als ein nachhaltiges Material eingeschätzt werden. Die Pflanze ist weiträumig verfügbar, wächst sehr schnell nach. Für die Holzgewinnung werden nicht ganze Pflanzen geerntet, sondern nur die verholzten Halme. Das ermöglicht Ernteprozesse in schneller Abfolge. Der ständige Neuanbau ganzer Pflanzungen kann vermieden werden. Die Wachstumszeiten von Bäumen sind entschieden länger und Bäume werden stets im Ganzen geschlagen und gerodete Flächen müssen aufwendig neu aufgeforstet werden.

Sofern der Pflanzenstoff nicht vor Ort in den Anbauländern verarbeitet wird, sondern in entfernten Ländern wird die Nachhaltigkeit durch die Transporte ein wenig beeinträchtigt. Unvergleichlich umweltfreundlicher ist jedoch die Verwendung der Halme für den Bambusboden oder Bambusmöbel als die Verwendung von Tropenhölzern, die den Bestand der Regenwälder gefährdet.

Bambusboden – ein Trend für ein schönes Zuhause

Für den Bambusboden werden die verholzten Halme aufgespalten, gekocht und durchläuft weitere Behandlungen zur Erreichung einer geeigneten Festigkeit. Die geschlitzten Halme werden miteinander verklebt. Das bewirkt die schöne Streifenstruktur von Bodenbelägen aus Bambus. Im Handel verfügbar sind Bodenbeläge wie:

  • Bambus Massivparkett
  • Klickparkett
  • Fertigparkett aus Bambusfurnieren
  • Bodenfliesen,
  • Mehrschichtplatten aus Bambus
Bambusboden
Foto: bigstockphoto.com / Stockfoto-ID: 271985743, Copyright: zendograph

Dielen aus Mehrschichtplatten

Verlegt wird der Bambusboden aus Parkett oder Dielen wie ein Boden aus Holz. Der Bodenbelag kann schwimmend verlegt oder verklebt werden. Zum üblichen Holzparkett oder den Holzdielen gibt es keine besonderen Unterschiede bei der Verarbeitung der Bodenbeläge. Vorteilhafte technische Eigenschaften sind u.a.:

  • Hohe Dauerhaftigkeit
  • Sehr gute Druckfestigkeit
  • Hohe Härte
  • Formstabilität
  • Unempfindlich gegen Kratzer und andere Außeneinflüsse
  • Sehr geringes Schwindverhalten und Quellverhalten
  • Feuchtigkeitsbeständigkeit

Da ein Bambusboden sich ausgezeichnet bei Nässe und Dampf verhält, ist der Bodenbelag auch „optimal für Nassräume wie Küche und Bad geeignet“ (Quelle). Mit ihren ausgezeichneten technischen Eigenschaften sind Bambusprodukte auch ein gutes Material für die Treppe. Anders als andere Holzböden und Laminat kann der Bambusboden bedenkenlos nass, statt nur nebelfeucht, gewischt werden. Damit bewähren sich Bodenbeläge aus Bambus für das ganze Haus.

Warme, dekorative Optik – der Bambusboden

Die zarte Streifenoptik mit leichten, dunkleren Einschüssen ist ein typisches Kennzeichen für Flächen mit Bambusbelägen. Insbesondere beim Parkett kann auch die Richtung der verklebten Bambusstreifen für interessante Akzente genutzt werden. Je nach Verklebung verlaufen die Streifenbahnen waagerecht oder senkrecht. Unterschiedlich wechselnd verlegt ergeben sich daraus sehr schöne Muster.

Die Farbe tendiert vom leuchtenden gelblichen Hellbraun bis ins sehr warme Mittelbraun. Damit eignet sich die Optik besonders gut für alle Liebhaber von hellen Holzböden. Durch die ebenmäßigen schlanken Streifen erhält der Bambusboden eine sehr ruhige Ausstrahlung, die zu einem wohnlichen, behaglichen Ambiente beiträgt.

Ein Boden aus Bambus passt sehr gut zu hellen, modernen Möbeln unabhängig vom Material von Holz über Glas und Chrom bis zu Kunststoff. Ebenso behauptet sich dieser Boden als dekorativer Kontrast zu sehr dunklen Holzmöbeln oder ergänzt großartig die rustikale Einrichtung. Besonders harmonisch lassen sich mit dem Bambusboden Wohntextilien und Polster in warmen Erdfarben kombinieren. Sehr helle Böden harmonieren aber auch mit kühlen Farbtönen wie Blau, Blaugrau oder Weiß. Damit erweisen sich diese Bodenbeläge als echte Allrounder für Farbwahl und Wohnstil.

Reinigung und Pflege vom Bambusboden

Die Reinigung und Pflege der Böden aus Bambus ist relativ unkompliziert. Wie bei anderen Holzböden hängt dabei viel davon ab, wie die Oberflächen imprägniert wurden.

Massive Bodenbeläge aus Bambus können farblos lackiert oder geölt werden. Je nach Angebot sind die Oberflächen beim Kauf der Böden unbehandelt oder bereits vom Hersteller imprägniert. Dies geht aus der Produktbeschreibung hervor. Ähnlich wie bei anderen Holzböden schafft eine Lackierung einen dauerhaften Oberflächenschutz. Der lackierte Bambusboden wird einfach abgesaugt und gewischt. Nasswischen ist kein Problem.

Beim geölten Bodenbelag muss die Ölschicht in großen Abständen aufgefrischt werden. Wichtig ist, das Öl nur dünn und sehr gleichmäßig auf dem Boden verteilt wird. Farböle sollten nicht verwendet werden. Ein gutes „Hartwachsöl ist ein feuchtigkeitsregulierendes, farbloses Oberflächenprodukt“ (https://www.bamboo-for-life.com/reinigung-pflege/). Nach einer gewissen Einwirkzeit ist der Bambusboden normal nutzbar und begehbar. Es gibt im Handel auch spezielle Pflegeprodukte für Parkett aus Bambus.

Furniertes Fertigparkett sollte dagegen nicht sehr nass gewischt werden, dass sich zwischen Untergrund und Trägermaterial eine Klebeschicht befindet, die eventuell weniger wasserverträglich ist als das Bambusfurnier. Das Klickparkett ist allerdings immer schon vom Hersteller imprägniert.

Preislagen für Bambusboden

Bambus Massivparkett und Massivdielen lassen sich in den mittleren Preislagen einordnen. Je nach Verarbeitung und Hersteller bewegen sich die Preise zwischen rund 30 Euro bis 80 Euro je m2 mit Schwankungen nach unten und nach oben. Beim Preis gewinnt Bambus damit über die Nachhaltigkeit hinaus noch zusätzlich den Vergleich mit einem teuren Tropenholz. Aber auch mit heimischen Hölzern hält der Vergleich stand. Gemessen an der hohen Langlebigkeit und den sehr guten Eigenschaften dürfte sich der Bambusboden hier einige Pluspunkte für das Budget der Kunden holen. Es lohnt sich allerdings auf ein Produkt von sehr guter Qualität zu setzen. Nur dann können auch wirklich alle Vorteile dieses schönen Werkstoffs zum Tragen kommen.

Fazit: Sehr schöne Optik, beste Gebrauchseigenschaften, guter Preis
Zusammenfassend lässt sich der Bambusboden auf der ganzen Linie als sehr gut geeignet für alle Räume einordnen. Für alle Freunde schöner Holzoptik ist es besonders positiv, dass sich dieser Bodenbelag auch für das Badezimmer so gut eignet. Die warme Ausstrahlung und das leicht exotische Ambiente sorgen für diesen Boden für weitere Pluspunkte. Kommt hinzu, dass der Bambusboden auch beim Preis nicht enttäuscht und bei der Nachhaltigkeit vielen Hölzern voraus ist.

Beiträge aus dieser Kategorie

*AFFILIATE LINKS:

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Informationen neutral und ohne Werbezuschüsse zu recherchieren und unseren Lesern zur Verfügung zu stellen. Um das zu gewährleisten verwenden wir Affiliate Links.

Wenn Sie über diese Links surfen, erhalten wir Zuschüsse die das Portal unterstützen. Es fallen dabei keinerlei zusätzliche Kosten für Sie an.

Diese Webseite verwendet Cookies, um das beste Nutzererlebnis für Dich zu gewährleisten! Mehr erfahren