Winterblüher – Farbe für den Garten

Das Wichtigste in Kürze
  • Winterblüher findet man bei den Stauden, den Gehölzen, aber auch bei den Zwiebelpflanzen.
  • Setzt man sie gezielt ein, bietet jeder Garten im Winter keine Tristesse, sondern bunte Farbtupfer für das Auge.
  • Viele Winterblüher setzen nicht nur farbliche Akzente, sondern betören auch mit ihrem Duft.

Es ist Winter. Die Büsche und Bäume sind ohne Blätter und im Garten fehlen die farblichen Akzente. Doch Tristesse muss nicht sein. Jetzt ergreifen die Winterblüher ihre Chance, Farbtupfer in das graue Einerlei zu setzen. Sie vertreiben im Winter die Tristesse aus jedem Garten.

Stauden als Winterblüher

Der bekannteste Winterblüher, den fast jeder kennt, ist die Christrose. Sie blüht von Dezember bis März in der klassischen Farbe Weiß. Im Januar folgt ihr dann die Lenzrose. Sie ist eng verwandt mit der Christrose, bietet aber eine größere Farbauswahl. Die bekanntesten Farben sind Rot und Pink. Diese beiden Winterblüher gedeihen am besten im Halbschatten. Deshalb setzt man sie unter Büsche und Bäume.

Winterblüher

Das Amur-Adonisröschen folgt im Februar. Meist blühen die Stauden ab Januar. Nur die Christrose ist eine große Ausnahme, denn sie blüht tatsächlich von Dezember bis März und ist damit eine wirkliche Pflanze des Winters. Im winterlichen Garten ist sie deshalb auch einer der Glanzpunkte mit ihren weißen, aber auch rosa angehauchten Blüten. Im Januar leistet ihr dann die Lenzrose Gesellschaft.

Wer mehr Farbe in seinem Garten möchte, der sollte zu folgenden Stauden greifen:

  • die immergrüne Schleifenblume
  • dem Duftveilchen mit seiner großen Sortenauswahl
  • dem Huflattich
  • der echten Schlüsselblume.

Im März können dann Stauden hinzukommen, die auch noch einen schönen Geruch verströmen, wie

  • das gewöhnliche Leberblümchen
  • die Küchenschelle
  • das Vorfrühlings-Alpenveilchen.

Zwiebelblumen als Hingucker

Sparsam im Platzbedarf und trotzdem viele farbenfrohe Akzente setzen, das bieten die Zwiebelblumen. Sie blühen nämlich bereits im Winter. Meistens schon im Januar macht der Winterling den Anfang. Attraktiv ist er durch die grünen Blätter und die strahlend gelben Blüten. Im Februar folgen dann Märzenbecher und Schneeglöckchen. Geht der Winter zur Neige, zeigen sich die Krokusse.

Doch auch schon im November und Dezember können der Herbst-Krokus oder der Pracht-Herbst-Krokus für Farbe im Garten sorgen. Kommt dann noch die Herbstzeitlose mit ihren rosa-violetten Blüten dazu, sieht der Garten gar nicht mehr trist aus. Das zarte Schneeglöckchen steckt sein Köpfchen im Februar durch die Schneedecke. Mit Zwiebelblumen wie

  • dem Schneeglanz
  • den Narzissen
  • dem Blaustern
  • dem Elfen-Krokus

kann es bereits im Februar üppig bunt im Garten werden.

Gehölze als Winterblüher

Mit November öffnet die Zaubernuss, besser bekannt als Hamamelis, seine Blüten. Die Blüte dauert bis Februar an. Das Gehölz wächst langsam, aber majestätisch heran und hat eine trichterförmige Krone, die sehr markant ist. Die Blütezeit verschiebt sich nur dann, wenn anhaltender Bodenfrost auftritt. Die Farbskala reicht von einem intensiven Rot oder Zimtrot über ein sattes Gelb bis hin zu Braun- und dunkelroten Farbtönen. Dieses Gehölz fällt durch viele große Blüten im Garten auf.

Doch es gibt nicht nur farbenfrohe Gehölze. Ziersträuche, die im Winter blühen, haben auch einen betörenden Duft. Dazu zählen alle Arten von Schneebällen. Der Winterschneeball ist besonders prägnant. Er hat in Rosa gehaltene Blüten, die einen intensiven Duft verströmen. Mit März hat er dann seine volle Blüte erlangt. Ähnlich wie der Winterschneeball zeigt sich die Winter-Kirsche. Sie blüht zur gleichen Zeit wie der Winterschneeball und besticht durch weiße Blüten, die nur halb gefüllt sind. Die Knospen sind zart rosa. Den Winterschneeball, aber auch die Winter-Kirsche setzt man am besten vor eine Hecke, die immergrün ist. So kommen sie besser zur Geltung.

Die Schleimbeere verfügt auch über einen unvergleichlichen Geruch und das den ganzen Winter lang. Sie erreicht als Zwergstrauch zwar nur eine Wuchshöhe von 60 Zentimeter, ist dafür aber besonders attraktiv anzusehen. Meist findet man sie in einem purpurrot in den Gärten. Ebenfalls ein wunderschön blühendes Gehölz sind alle Arten der Mahonie. Zum Ende des Winters hin blühen die japanische Mahonie, die Schmuckmahonie und hybride Mahonien mit ihren gelb-grünen Blüten. Die Schönste von ihnen hat riesige gelbe Blüten und bezaubert mit ihrem Anblick den Betrachter.

Die Stars unter den winterblühenden Gehölzen

Natürlich hat jeder seine Favoriten, wenn es um den eigenen Garten geht. Trotzdem gibt es einige Sorten, die immer wieder gern gepflanzt werden.

  1. Die heimische Kornelkirsche hat goldgelbe Dolden. Dagegen hält die japanische Kornelkirsche mit dunkelgelben Dolden. Sie blühen ab Mitte Februar.
  2. Der gelbe Kletterjasmin blüht ebenfalls gelb. Bekommt er keine Kletterhilfe, wird er zu einem buschigen Strauch.
  3. Die Schneeheide ist als immergrüner Bodendecker im Garten zu finden. Es handelt sich dabei um einen Zwergstrauch, der über eine hohe Farbenvielfalt verfügt und in vielen Sorten erhältlich ist. Sie ist jedoch weniger im Garten und mehr auf dem Balkon zu finden, da die Wuchshöhe sehr gering ist.

Weniger beachtet werden folgende Gehölze:

  • der echte Seidelbast
  • die chinesische Winterblüte
  •  die Winterheckenkirsche.

Winterzeit – Blütezeit im Garten

Im Garten herrscht Ruhe, zumindest im Winter. Eintönig und öde muss es trotzdem nicht werden. Gerade wenn es draußen kalt ist, werden Winterblüher zu echten Hinguckern im Garten. Bei Eis, Schnee und Kälte werden sie zu einer Augenweide. Sie blühen, obwohl andere Pflanzen ruhen. Sind die Wintertage sonnig und mild, öffnen sich ihre Blüten und lassen unsere Herzen höherschlagen.

Dabei ist die Pflege der Winterblüher denkbar einfach. Sie brauchen nicht die Aufmerksamkeit des Gärtners. Schnee und Regen geben ihnen die benötigte Feuchtigkeit. Der Schnee rutscht von ganz allein von ihnen herunter und der Bodenfrost stört sie nicht.

Gartentipps für Winterblüher

Damit der Garten auch im Winter sehenswert ist, müssen auch Winterblüher optimal wachsen und gedeihen. Dafür sollte man folgende Gartentipps beherzigen:

  1. Im Winter sind die Tage dunkler und kürzer. Winterblüher haben deshalb ihren besten Platz an geschützten, sonnigen Standorten. So kommt der Frost weniger an sie heran, sie erhalten mehr Sonne und blühen früher.
  2. Winterblüher sollten immer gut sichtbar gepflanzt werden. So kann man den Duft besser wahrnehmen. Sie passen also gut zu Terrassen, Wegen und unter dem Fenster hin.
  3. Zwiebelpflanzen und kleine Stauden sollten immer in Gruppen gepflanzt werden, damit sie ihre volle optische Wirkung entfalten können.
  4. Sträucher, die winterblühend sind, werden nach der Blüte beschnitten. Das ist im zeitigen Frühjahr.

Mit Winterblühern setzt der Hobbygärtner auch im Winter farbliche Akzente.

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