Kamin Wartung – das muss regelmäßig erledigt werden

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Kamin-Wartung beginnt bereits mit der regelmäßigen Reinigung des Kamins.
  • Alle zwei Jahre muss der Kamin von einem Schornsteinfeger überprüft werden.
  • Kleine Problem am Kamin lassen sich leicht selbst beheben oder mit einer Wartung vorbeugen.

Die Kamin-Wartung ist mit der Reinigung des Innenraums nicht getan. Für den Alltag ausreichend, braucht es dann doch zumindest einmal im Jahr eine gründliche Reinigung. Die Wartung des Kamins muss in regelmäßigen Abständen von einem Experten vorgenommen werden. Nur ein Fachmann hat ein Auge für Mängel am Kamin, die er auch gleich beseitigen kann.

Kamin Wartung

Jede Woche wieder

Zumindest einmal in der Woche muss der Aschekasten geleert und gereinigt werden. Das ist der Teil des Kamins, der am häufigsten zu reinigen ist. Benutzt man den Kamin sehr oft, muss er wahrscheinlich täglich oder zumindest alle paar Tage ausgeleert werden. Dabei geht man wie folgt vor:

  • den Aschekasten herausziehen
  • einen Abfallbeutel drüberziehen
  • die Asche hineinschütten.

Die Asche kann aber nicht nur in den Hausmüll wandern, sondern auch als Dünger Verwendung finden. Doch Vorsicht, die Asche darf nicht mehr heiß, sondern muss vollständig erkaltet sein. Die Gefahr ist sonst, dass man sich verbrennt oder das ganze Haus in Brand setzt.

Auch das Reinigen des eigentlichen Feuerraums sollte wöchentlich durchgeführt werden. Dafür benutzt man einen Kaminofen-Kehrbesen samt Kehrblech, der im Handel erhältlich ist. Wem das zu aufwendig ist, der kann auch zu einem haushaltsüblichen Kehrblech mit Handfeger greifen.

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Die Kamin-Wartung in der Heizperiode

Kommt der Herbst und die Tage werden kühler, muss auch der Kamin öfter einer Wartung unterzogen werden. Diese kann man selbst vornehmen. In regelmäßigen Abständen sollte während der Heizperiode der Rauchabzug des Kamins kontrolliert werden. Circa nach sechs Wochen sollte diese Form der Kamin-Wartung durchgeführt werden. Spätestens dann, wenn man feststellt, dass das Rauchrohr nicht mehr oder kaum noch zieht, muss eine Reinigung durchgeführt werden. Diese Aufgabe ist gewissenhaft durchzuführen. Rauch im Zimmer kann lebensgefährlich werden, es besteht Kohlenmonoxid-Gefahr.

Alle Jahre wieder

Selbst wenn man regelmäßig über das Jahr den Kamin gereinigt hat, kommt man einmal im Jahr um eine Grundreinigung nicht herum. Die beste Zeit dafür ist im Sommer. Im Laufe der Zeit setzen sich in den Fugen unterhalb des Aschekastens aber auch im Feuerraum Aschereste und Ruß fest. Diese können sehr hartnäckig sein. Zur Beseitigung kann man einen Staubsauger nutzen. Dieser entfernt Ruß und Aschereste schnell und problemlos. Das Rohrknie hat eine eigene Öffnung für die Reinigung. Diese schraubt man auf und reinigt das Rohr mit einer Bürste oder einem Handfeger.

Außen kann der Kamin abgewischt, abgesaugt oder abgekehrt werden. Dazu nimmt man am besten einen Lappen und/oder eine Bürste für hartnäckige Verschmutzungen. Alternativ eignet sich auch ein Staubsauger, der über eine schmale Düse verfügt zur Reinigung.

Welche Pflegemittel für was?

Wie kann man den Kamin äußerlich richtig pflegen? Das fragen sich viele. Ein feuchter Lappen reicht völlig für die Tür und den Türrahmen des Kamins. Für Fingerabdrücke eignet sich am besten ein Silberputztuch in Kombination mit Glasreiniger.

Auf Scheuermittel sollte man zur Pflege des Kamins besser nicht setzen, wenn man die Tür reinigt. Auch für Kaminverkleidungen aus Kacheln, Marmor oder Naturstein dürfen keine Scheuermittel verwendet werden. Selbst dann nicht, wenn sie voller Flecken sind. Kacheln, die glasiert sind, können mit Essigwasser gereinigt werden. Natursteine immer nur mit Wasser sauber machen.

Die Kamin Wartung durch einen Experten

Empfohlen wird, alle zwei Jahre eine Wartung des Kamins durch einen Experten vornehmen zu lassen. Meist meldet sich der Schornsteinfeger selbst und kommt dann für eine Kontrolle vorbei. Dies geschieht in regelmäßigen Abständen. Dabei wird der Kamin von ihm sehr gründlich gereinigt. Gleichzeitig überprüft er, ob die Dichtungen an der Scheibe, der Tür und dem Aschekasten noch voll funktionsfähig sind. Scharniere werden meist mit Kupferfett gepflegt. Auch der Feuerraum wird auf Risse hin untersucht. Diese können im Isoliermaterial auftreten. Hat der Kamin eine Automatik, überprüft der Schornsteinfeger die Feder. Ist sie defekt, tauscht er sie auch gleich aus.

Die Lösung kann so einfach sein

Auch wenn ein Kamin sehr teuer ist, ist das keine Garantie für einen Betrieb ohne Störungen.

Doch einige Störungen kann man leicht selbst beheben:

  1. Die Tür wird geöffnet und Rauch entweicht aus dem Kamin. Das kann zwei Gründe haben. Entweder hat man zu viel Holz zu schnell in den Kamin gelegt oder das Holz war noch zu feucht. Oder beides. Holz wird immer erst nachgelegt, wenn keine Flammen mehr zu sehen sind. Es darf nur Glut im Kamin sein. Der Schornsteinschieber muss geöffnet sein. Ansonsten bekommt der Kamin zu wenig Zug und Rauch entsteht. Auch die Öffnung für die Reinigung kann das Problem sein. Ist sie nicht mehr dicht oder kaputt, muss sie ausgetauscht werden.
  2. Auf der Scheibe ist Ruß. Ist das Holz zu feucht oder die Temperatur in der Brennkammer zu niedrig, kann Ruß entstehen. Doch auch fehlende Zugluft lässt Ruß entstehen. Deshalb ist der Schornsteinschieber zu überprüfen. Ruß entfernt man am besten mit zerknülltem Zeitungspapier, das mit Wasser angefeuchtet wurde. Dann taucht man das zerknüllte Papier in die kalte Asche vom Vortag und reibt die Scheibe anschließend damit ab. Nachpoliert wird mit neuem sauberen Zeitungspapier oder einem feuchten Lappen.
  3. Die Luftzufuhr ist unterbrochen und trotzdem brennt das Feuer lichterloh. Man hat keine Kontrolle darüber. Dann ist der Kamin nicht mehr dicht. Jetzt müssen alle Dichtungen am Aschefach und an der Tür schnell überprüft werden.
  4. Entstehen an den seitlichen Platten im Kamin am Isoliermaterial Risse, so ist das unproblematisch. An den hinteren Platten werden Risse aber zu einem Problem. Dann wird nämlich die sekundäre Luft nicht mehr richtig verteilt. Der Kamin verbrennt zu schnell. Ein Experte muss kommen.
  5. Die Tür quietscht und lässt sich nur noch ruckartig und mit Kraftanstrengung öffnen. Da fehlt dann einfach die Pflege. Hier hilft das Einschmieren mit Kupferfett. So werden die Türen wieder beweglich und das Quietschen gehört der Vergangenheit an.

Soll ein Kamin problemlos funktionieren, braucht es eine regelmäßige Kamin-Wartung. Die besteht nicht nur aus der regelmäßigen Reinigung, sondern auch aus der Verwendung des richtigen Heizmaterials und der Wartung durch einen Fachmann. Dann kann man sich über sein warmes, loderndes Feuer im Kamin freuen.

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