Beton glätten - eine Schritt für Schritt Anleitung

Das Wichtigste in Kürze
  • Beton ordentlich verdichten
  • Das zu verwendende Handwerkszeug vor der Benutzung mit Schalöl einsprühen und gleich nach der Benutzung reinigen
  • Beim Glätten zügig vorgehen – am besten nicht allein arbeiten
  • Für einen stabilen Betonboden die Kanten nicht vergessen
  • Während der Aushärtung für mindestens 24 Stunden nicht betreten
Einen Betonboden zu glätten ist einfach. Wenn man weiß, wie es geht! Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie man Beton richtig glättet.

1. Die passende Arbeitsbekleidung tragen

Beim Arbeiten mit Beton sollte immer passende Arbeitskleidung, Handschuhe und hohe Gummistiefel getragen werden, um Hautkontakt zu vermeiden. Das Anmischen und das Schleifen des Betons sollte nicht ohne Staubschutzmaske vorgenommen werden. Sollten die Holzverschalungen selbst zugeschnitten werden, ist ein Gehörschutz vorteilhaft.

2. Beton gießen

Die Methode der Wahl, um Beton zu glätten, ist es, ihn zu gießen. Im Internet können zu diesem Thema zahlreiche Informationen eingeholt werden.
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3. Beton verdichten

Achtung
Bevor man sich dafür entscheidet, den Beton zu verdichten, ist es vorteilhaft, sich über die Eigenschaften der gewählten Betonmischung zu informieren. Nicht jede Betonmischung muss zwingend verdichtet werden. Wird eine falsche Betonmischung komprimiert, führt das zum Verlust von Festigkeit.
Im Falle einer komprimierfähigen Betonmischung: Um eingeschlossene Luftbläschen im Beton zu vermeiden, muss dieser schon während des Betonierens mittels Rüttler verdichtet werden. Mithilfe von Rüttelflaschen verteilt sich der Beton präzise auch in die Ecken der Schalung. Besonders bei armierten Schalungen sollte auf das Verdichten nicht verzichtet werden. Wird der Armierungsstahl nicht vollständig vom Beton umschlossen, ist er anfällig auf Korrosion, was wiederum die Stabilität gefährdet. Dabei gilt es zu beachten, nicht zu lange zu rütteln, um die Betonmasse aus Zement, Wasser, Sand und Kies nicht zu entmischen, was zum Verlust von Festigkeit führt. Anstelle eines Rüttlers können auch Stampfwerkzeuge wie Rollen verwendet werden. Zur Pflege des Rüttlers lohnt es sich, diesen vor jeder Benutzung mit Schalöl einzusprühen und gleich nach der Benutzung zu reinigen.

4. Beton glätten

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Unmittelbar nach dem Verdichten beginnt man damit, den Beton zu glätten. Dazu können zahlreiche verschiedene Arten von Betonabziehern aus dem Baumarkt verwendet werden. In der Regel ähneln diese Handgeräte einer länglichen Wanne aus Stahl, welche auf einen Stiel aufgedreht werden kann. Das Abziehen des Betons sorgt dafür, gelöste, an die Oberfläche gedrückte Teile wie Kies oder Sand wieder in die Betonmasse zu pressen. Beim Glätten zügig arbeiten und nicht zu großen Druck ausüben!

5. Kanten bearbeiten

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Mit dem Betonabzieher kommt man nicht gleichmäßig in die Ecken und Kanten der Verschalung. Diese können mit einem Abkantwerkzeug nachbearbeitet werden. Sollten die Kanten nach dem Aushärten des Betons nicht gleichmäßig genug sein, können diese noch mit einer Handschleifmaschine nachbearbeitet werden. Wer auf die Glättung der Kanten achtet, erzielt ein stabileres Ergebnis.

6. Beton reifen lassen

Die Trocknungsdauer des Betons hängt von folgenden drei Faktoren ab:
  • Betonmischung
  • Luftfeuchtigkeit
  • Temperatur
Der Beton beginnt in der ausreifenden Phase „zu schwitzen“. Weitere Arbeiten sollten erst durchgeführt werden, wenn auf dem Beton kein feuchter Schimmer mehr zu sehen ist. Der Reifungsprozess von Beton wird in vier Phasen unterteilt:
  1. flüssig (für ca. eine Stunde)
  2. ausreifend (nach der ersten Stunde)
  3. aushärtend (innerhalb von 24 Stunden ist der Beton ausgehärtet)
  4. ausgehärtet (ca. 3-4 Wochen)

7. Reifen Beton nochmals glätten

Mit diesem Bearbeitungsschritt beginnt man erst, wenn man auf dem Beton nicht mehr einsinkt. Um die Oberfläche des Betons zu verfeinern, wird diese mit dem Reibebrett oder einem Flügelglätter nachbearbeitet. Beim Reibebrett entscheidet das Material über die Optik der fertigen Oberfläche:
  • Für eine sehr feine Optik werden gerne Reibebretter aus Magnesium und Aluminium verwendet. Etwas einfacher geht es mit dem leichten Reibebrett aus Magnesium. Um eine sehr feine Oberfläche zu erhalten, geht man zwei bis drei Mal mit dem Reibebrett über die gesamte Fläche.
  • Für eine grobe Oberfläche können Holz-Reibebretter verwendet werden. Diese Variante wird in der Regel dann genutzt, wenn es sich um eine preisgünstige Art der Nachbearbeitung handeln, oder aber, wenn auf den Beton in weiterer Folge ein Fließestrich aufgebracht werden soll. Im zweiteren Fall arbeiten Profis gerne mit dem teureren Leinen-Reibebrett oder einfach mit einem befeuchteten Straßenbesen.
Bei der Bearbeitung mit dem Reibebrett nicht zu starken Druck ausüben! Führt zu Blasenbildung! Noch einfacher funktioniert die Behandlung mit dem Flügelglätter, mit dem der Beton geschliffen wird. Eine günstige Variante ist der handbetriebene Flügelglätter, Profis verwenden meist Aufsitz-Flügelglätter. Auch bei dieser Art des Glättens von reifem Beton kann man sich zwischen feiner und grober Oberfläche entscheiden. Sollte der Beton zu hart geworden sein, kann die Oberfläche vor dem Glätten mit Wasser angefeuchtet werden.

8. Beton vollständig aushärten lassen

Nun sollte der Beton mehrere Wochen Zeit bekommen, um vollständig austrocknen zu können. Profis achten dabei besonders auf die Trocknungsgeschwindigkeit. Diese trägt zur Stabilität des trockenen Betons bei: Beton härtet durch die Bindung von Wasser. Daher wird er bei warmen Temperaturen mit Wasser feucht gehalten und die Verdunstung mit einer Plastikplane verlangsamt. Eine andere Variante ist das Austrocknen mithilfe von Nachbehandlungsmitteln wie Wachsdispersion, Polymerdispersion oder Copolymerzubereitungen wie beispielsweise Lithiumsilikat. Hierbei ist darauf zu achten, dass sich Betonmischung und Nachbehandlungsmittel vertragen.

9. 24 Stunden Betretungsverbot

In den nächsten 24 Stunden sollte der Betonboden nicht betreten werden. Die nächsten vierzehn Tage sollten keine Fahrzeuge auf dem Beton fahren. Vollständig ausgetrocknet ist der Beton nach 3-4 Wochen.

10. Boden versiegeln

Um den Betonboden vor Feuchtigkeit und Verschmutzung zu schützen kann er versiegelt werden. Es gibt verschiedene Betonversiegelungen, zum Beispiel auf Epoxidharzbasis, klar oder in unterschiedlichen Farben, im Handel zu kaufen. Der Grad des Glanzes, der Dauerhaftigkeit und der Kratzfestigkeit hängt von der verwendeten Versiegelung ab. Die Versiegelung sollte vollständig ausgetrocknet sein, bevor der Boden wieder betreten wird.
Ein Tipp zum Schluss
Auch alter Beton kann im Rahmen der Sanierungsarbeiten durch Strahlen, Schleifen und Polieren geglättet werden.

Wer sich seinen Beton anliefern lassen möchte spart eine Menge an Arbeit und die Kosten fallen einigermaßen moderat aus. Allerdings eröffnen sich einem Kunden in Deutschland größere Spielräume in Sachen Beton.

In der Regel liegen die Kosten zwischen etwa 70 und 140 Euro pro Quadratmeter. Handelt es sich hingegen um besondere Spezialbetone oder eine größere Menge an teuren Zusätzen, kann die Bestellung deutlich kostenintensiver ausfallen.

Bei diesen Kosten muss der Kunde einiges berücksichtigen. Zum einen die jeweils georderte Menge sowie eventuell benötigte Zusätze,  weiterhin die Betonklasse, die Dauer der Entladung und nicht zu vergessen, Sonderzuschläge beispielsweise Winterzuschlag, Wochenendaufschlag oder Feierabendzuschlag.

Die Kosten für spezielle Zusätze hängen immer vom jeweiligen Zusatz ab. Abbinde- Beschleuniger sind am kostenintensivsten, die Preise liegen in der Regel bei circa 30 Euro pro Quadratmeter. Sämtliche anderen Zusätze, wie Verzögerer, Fließmittel oder Frostschutz sind deutlich günstiger, im Allgemeinen zahlen Kunden zwischen 5 und 15 Euro pro Quadratmeter.

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