Der Zentralstaubsauger – Wann macht er Sinn?

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Einbau eines Zentralstaubsaugers erfordert eine sorgfältig durchdachte Planung.
  • Die Kosten lassen sich durch Eigenleistungen oder den Selbsteinbau reduzieren.
  • Viele Hersteller bieten oft einen Planungsservice an, den man nutzen sollte, wenn man sich nicht auskennt.

Zentralstaubsauger sind heute kaum noch ein seltener Luxus. Auch in Privathäusern findet er immer mehr Verwendung, trotz der zunächst relativ hohen Anschaffungskosten. Die größten Vorteile sind die Wohngesundheit, der niedrige Geräuschpegel und der Komfort. Doch wie alles im Leben hat auch er Nachteile.

Wie funktioniert ein Zentralstaubsauger?

Ein Zentralstaubsauger funktioniert auf einfache Art und Weise. Ein etwa sechs bis zwölf Meter langer Schlauch wird in die Saugdose in der Wand gesteckt und saugt so den Schmutz auf. Die Saugdose verbindet den Saugschlauch mit einem Rohrsystem, welches mit einer Zentralstaubsaugeranlage verbunden ist. In ihr befindet sich ein Auffangbehälter, der den aufgesaugten Staub und Schmutz aufnimmt. In den meisten Fällen befindet sich die Zentralstaubsaugeranlage im Keller, im Technik- oder Heizungsraum oder in der Garage. Das hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab.

Zentralstaubsauger

Es gibt verschiedene Arten von Zentralstaubsaugern und daher kleine Unterschiede.

  • Klassisch sind Zentralstaubsauger mit einem separaten Saugschlauch ausgestattet.
  • Die Alternative sind Schlaucheinzugsysteme. Dabei werden die Saugschläuche einfach nur aus der Wand herausgezogen.
  • Auch bei den Rohrsystemen, den Auffangbehältern und den Filtern gibt es Unterschiede.

Die Komponenten eines Zentralstaubsaugers

Der Zentralstaubsauger besteht aus folgenden Komponenten:

  • dem Motor
  • der Vakuumpumpe
  • das Vakuumrohrsystem
  • dem zentralen Sammelbehälter
  • und dem Saugzubehör.

Dabei treibt der Motor die Vakuumpumpe an. Standard ist, dass mehrere Saugdosen auf einem Stockwerk verteilt sind. So können alle Räume bequem mit dem Saugschlauch erreicht werden, um das Haus oder die Wohnung reinigen zu können.

Ist der Teuerste auch der Beste?

Jeder kennt das, teuer ist nicht immer gleichbedeutend mit das Beste. So auch bei den Zentralstaubsaugern. Selbst bei einem Testsieger kann man nicht hundertprozentig sicher sein. dass er den persönlichen Bedürfnissen entspricht. Ein Vergleich beim Kauf lohnt sich also allemal. Vorher muss man aber genau festlegen, was man wirklich braucht und was der Zentralstaubsauger unbedingt können muss. Kleine Häuser zum Beispiel benötigen auch weniger Saugleistung. Die Saugschläuche sind dementsprechend kurz.

Eine aktuelle Vergleichstabelle zeigt die Testsieger. Marken wie Crossvac, BVC, Genial Vac und Nilfisk schneiden dabei am besten ab.

Doch worauf sollte man nun achten:

  • Gegeneinander aufgewogen werden müssen die Hausgröße mit der Länge des Saugschlauches und der Anzahl der Saugdosen. Das ergibt die Saugleistung, die benötigt wird. Für Einfamilienhäuser liegt die im Bereich 600 bis 700 Airwatt.
  • Bei den Filtern kann man wählen zwischen wartungsfreien und mehrfach waschbaren.
  • Ob ein Beutel benötigt wird oder eben nicht, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Flexibel ist man immer mit Hybrid.
  • Unbedingt ist auf die Herstellerangaben zu achten. Es gibt Zentralstaubsauger, die nur mit speziellen Rohrsystemen nutzbar sind. Auch die maximale Rohrsystemlänge hängt von den Empfehlungen des Herstellers ab.

Fehler beim Kauf vermeiden

Wer vor dem Kauf nicht richtig plant, dem kann ein Fehlkauf teuer zu stehen kommen. Am häufigsten kommt es vor, dass Zentralstaubsauger zu groß für das Haus, also überdimensioniert sind. Kaum jemand benötigt zum Beispiel einen Zentralstaubsauger mit zwei Motoren. Wer genau hinsieht, spart also bares Geld. Lange Saugschläuche lassen sich schwer händeln. Sie brauchen mehr Platz und mehr Saugkraft, aber weniger Saugdosen. Meist empfiehlt es sich auf neun Meter Schlauchlänge zurückzugreifen. Diese Länge ist ausreichend.

Die Kosten

Im Durchschnitt muss man mit 1.000 bis 2.000 Euro für die Anschaffung eines Zentralstaubsaugers rechnen. Dabei handelt es sich um die Kosten für ein Einfamilienhaus. Erbringt man Eigenleistungen, reduzieren sich die Kosten. Kommen Extras hinzu, wird es wieder teurer. Schon ein Einzugschlauch kann etwa 1.000 Euro mehr kosten, wenn man ihn dann möchte. Auch die Anzahl der Saugdosen und der Saugschläuche haben Einfluss auf den Preis.

Auf keinen Fall aber sollte man einen Zentralstaubsauger mit einem handelsüblichen Staubsauger in Bezug auf die Kosten vergleichen. Schon allein die Herstellergarantie lässt einen Vergleich nicht zu.

Eigenleistungen reduzieren Kosten

Geld kann man nicht nur mit Eigenleistungen sparen, sondern auch, wenn man den Zentralstaubsauger selbst einbaut. Wer in einem Neubau gerade selbst Wasser- und Heizungsrohre verlegt, kann auch ganz einfach das Rohrsystem für den Zentralstaubsauger verlegen.

Das Rohrsystem wird in der Wand verbaut. Genutzt werden können meist preisgünstige und steckbare Hochtemperatur-Rohre.

Doch Achtung nicht jedes Rohr passt zu jeder Zentralstaubsaugeranlage. Entscheidend sind die Herstellerangaben.

Wer nachträglich einen Zentralstaubsauger einbauen möchte, kann die Rohre in Lüftungsschächten, die nicht genutzt werden oder hinter Einbauschränken verstecken. Wer das nicht mag, kann sie auf Putz installieren. Wichtig ist auch hier im Vorfeld die Anzahl der benötigten Saugdosen zu berechnen und wo diese angebracht werden sollen.

Es gibt Hersteller von Zentralstaubsaugern, die bieten einen Planungsservice an.

Die Vor- und Nachteile

Einige Vorteile ergeben sich ganz von selbst. Der Wichtigste liegt aber wohl in der Gesundheit:

  • Hausstauballergiker profitieren von einem Zentralstaubsauger, da keine Staub- oder Schmutzpartikel in der Luft herumfliegen.
  • Die Wohngesundheit in den Räumlichkeiten nimmt zu.
  • Der doch relativ schwer Staubsauger muss nicht mehr von Etage zu Etage getragen werden. Schongang für den Rücken.
  • Auch das Hinter Sich Herziehen eines Staubsaugers entfällt.
  • Türzargen, Fußleisten oder Möbel werden nicht mehr grob angestoßen.
  • Das Kabel hat die ideale Länge und einen ausreichenden Aktionsradius.
  • Der muffige Geruch des Staubsaugers entfällt.
  • Der Zentralstaubsauger ist geräuscharm.
  • Der Auffangbehälter muss relativ selten geleert werden.
  • Zentralstaubsauger haben meist sehr wirkungsvolle und hochwertige Filter. Die müssen nur selten einmal gereinigt oder getauscht werden.
  • Das eigene Haus erhält eine Wertsteigerung.

Nachteilig wirkt sich aus:

  • Die doch recht hohen Anschaffungskosten.
  • Der große Platzbedarf.
  • Das Fehlen eine Dampffunktion.
  • Eine eventuell schwierige Nachrüstung.

Der Punkt Wohngesundheit spricht wohl am meisten für den Einbau eines Zentralstaubsaugers. Gerade für Allergiker ist er ideal, denn die Atemwege werden nicht mit Staub- und Schmutzpartikeln belastet. Sowohl der Schmutz als auch der Feinstaub landen in dem dafür vorgesehenen Auffangbehälter. Die Luft, welche angesaugt wird, gelangt nicht wieder zurück in die Räumlichkeiten, sondern über einen Filter ins Freie.

Die Innenreinigung eines Hauses kann also einfach und effektiv mit dem Zentralstaubsauger erledigt werden. Dabei wird der Rücken geschont und die Atemluft bleibt frei von Staub- und Schmutzpartikeln. Die Anschaffung lohnt sich also.

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