Den Zaun streichen oder sprühen – was ist besser?

Das Wichtigste in Kürze
  • Ob ein Zaun gestrichen oder besprüht werden soll, hängt von den individuellen Ansprüchen ab.
  • Das Streichen des Zaunes ist jedoch meist kostengünstiger, erfordert aber mehr Geduld.
  • Sprühen eignet sich für große, verwinkelte Gartenzäune optimal.

Im Laufe seines Lebens wird jeder Zaun durch Wind und Wetter in Mitleidenschaft gezogen. Die Optik leidet, weil der Zaun einfach unschön aussieht. Jetzt heißt es handeln, doch sollte man lieber streichen oder ist sprühen die bessere Alternative?

Material zum Streichen

Teure Anschaffungen für das Material und die Farbe müssen nicht gemacht werden, um zu streichen. Dazu werden folgende Utensilien benötigt:

  • eine Grundierung
  • Schleifpapier
  • gegebenenfalls einen Hochdruckreiniger
  • Lasur, Lack oder Farbe
  • Pinsel oder eine Farbwalze.

Zaun streichen

Die ultimative Anleitung zum Zaun streichen

Um ein perfektes Ergebnis nach dem Streichen des Zaunes zu haben geht man wie folgt vor:

  1. Der Zaun wird gereinigt: Ist der Zaun schon in die Jahre gekommen, blättert die Farbe ab, und es wird Zeit ihn zu pflegen. Zunächst wird er von den alten Farbresten entfernt. Auch Moos muss entfernt werden. Das Entfernen von Moos lässt sich spielend leicht mit dem Hochdruckreiniger bewerkstelligen. Wer das nicht mag, kann einen Eimer mit Seifenwasser und eine Bürste nehmen. Farbreste können mit Schleifpapier entfernt werden, alternativ eignet sich eine Drahtbürste. Es empfiehlt sich, den Zaun schon einige Tage vor dem Streichen zu reinigen, damit er gut durchtrocknen kann.
  2. Vorbereiten: Wo gestrichen wird, da gibt es Farbspritzer. Auch kleine kaum merkbare optische Fehler lassen sich selten einmal vermeiden. Deshalb sollte alles, was nicht gestrichen wird, im Vorfeld gut abgedeckt werden. Dazu zählen der Briefkasten, das Vogelhaus, die Klinke der Gartentür und so weiter. Dekorationsartikel, wie Gartenzwerge, sind natürlich zu entfernen. Auch Wege, die zum Beispiel mit Pflastersteinen versehen sind, sollte man besser abdecken. Eine Abdeckplane leistet da gute Dienste.
  3. Der erste Anstrich: Nachdem der Zaun getrocknet ist, kann er gestrichen werden. Der erste Anstrich ist die Grundierung. Deshalb sollte der erste Anstrich nur dünn aufgetragen werden. Die Trocknungszeit des Herstellers ist dabei immer zu beachten.
  4. Das Anschleifen: Die erste Schicht Farbe ist getrocknet. Nun muss ein Zaun grob angeschliffen werden. Dies dient dem Aufrauen des Materials, damit der zweite Anstrich gut haften kann. Staubreste entfernt man dabei einfach mit einem Tuch.
  5. Der zweite Anstrich: Jetzt bekommt der Zaun seine endgültige Optik. Die gewählte Farbe oder Lasur wird mit einem Pinsel gleichmäßig aufgetragen. Alternativ eignet sich ein Farbroller. Die Farbe lässt sich leichter auftragen, wenn sie nicht eiskalt ist. Bei kalten Temperaturen, also vor dem Streichen lieber etwas erwärmen.

Lasur, Farbe oder Lack?

In allen Baumärkten ist das Angebot an Lasuren, Farben oder Lacke groß. Auch die Auswahl an Farben ist nicht zu toppen. Am häufigsten werden jedoch Holzschutzlasuren und Holzschutzfarben verwendet. Natürlich kann Holz auch ganz naturbelassen lackiert werden. Doch zum Einen ist es sehr aufwendig und zum anderen, kann das Holz nicht mehr atmen. Der Lack blättert schnell wieder ab, weshalb Lack auf Holz eher nicht zu empfehlen ist.

Holzschutzlasuren eignen sich schon viel besser zum Streichen eines Zaunes. Wahrscheinlich ist dieses Mittel auch am weitesten verbreitet. Sie gibt es in den verschiedensten Brauntönen. Von hell bis dunkel ist alles möglich. Durch die Holzschutzlasur wird die Maserung des Holzes erhalten. Für viele deshalb die optimale Lösung. Die Holzschutzlasur blättert nicht ab. So entfällt ein Arbeitsgang beim nächsten Streichen, das Abschleifen.

Auch Holzschutzfarben sind gut geeignet. Sie gibt es in den verschiedensten Farbtönen. Doch Achtung, dafür muss der Zaun im Vorfeld eine Grundierung erhalten. So schlagen Gerbstoffe und Harze nicht durch. Nachteilig wirkt sich bei Holzschutzfarben aus, dass bei jedem weiteren Anstrich, der Zaun vollständig abgeschliffen werden muss, damit er anschließend grundiert werden kann.

Um einen Holzzaun vor Pilzen und anderen Organismen zu schützen, ist Lasur oder Farbe bestens geeignet. Doch meist sind sie giftig. Doch inzwischen gibt es auch Holzschutzmittel, die umweltverträglich sind. Diese sind mit dem Blauen Engel gekennzeichnet. Der Blick auf die Verpackung lohnt sich also bei der Auswahl. Trotzdem sollte beim Streichen eine Atemschutzmaske getragen werden.

Streichen ist kostengünstiger

Das Streichen eines Zaunes ist nicht nur kostengünstiger, sondern auch für kleine Flächen die erste Wahl. Ein Pinsel ist nun einmal günstiger zu haben als eine Farbspritzpistole. Doch auch ein Pinsel sollte keine minderwertige Qualität haben. Qualität ist auch hier Trumpf. Das Haaren eines Pinsels beim Streichen führt zu unschönen Ergebnissen.

Wie bereits gesagt, kommt beim Streichen des Zaunes die Maserung des Holzes intensiver hervor. Auch kann der Holzschutz besser in den Zaun eindringen. So hat der Zaun eine längere Lebensdauer.

Der Pinsel ermöglicht auch ein genaues und kontrolliertes Arbeiten. Die Farbe lässt sich leichter dosieren und Nasen besser ausbessern.

Doch das Streichen hat auch Nachteile, die in der Zeitdauer liegen. Jede einzelne Zaunlatte zu streichen dauert eben. Bis der Zaun den richtigen Farbton hat, können auch schon einmal zwei bis drei Anstriche vergehen. Auch Ecken sind mit einem Pinsel schwer erreichbar.

Für große Flächen – Sprühen

Für große verwinkelte Flächen eignet sich das Sprühen des Zaunes am besten. Hier hat die Sprühpistole eindeutig die Nase vorn. Der hohe Anschaffungspreis wird durch den geringeren Zeitaufwand wieder ausgeglichen. Die Investition lohnt sich also.

Zaun spruehen

Beim Sprühen reicht meist nur ein Anstrich. Die Farbschicht ist trotzdem homogen und geschlossen. Gleichmäßig und sauber ist das Erscheinungsbild der Oberfläche des Zaunes. Dafür muss jedoch die Farbzufuhr optimal eingestellt und das Verfahren beherrscht werden. Läufer und Nasen müssten ansonsten mit dem Pinsel ausgeglichen werden. Am besten lässt man sich in die Handhabung der Farbspritzpistole einweisen. Doch auch hier muss die Umgebung abgedeckt werden. Beim Sprühen sollte es möglichst windstill sein. Der Sprühnebel würde sonst in Gegenden gelangen, wo er nicht hingehört.

Das Sprühen eines Zaunes liegt derzeit im Trend. Trotzdem ist das Streichen eines Zaunes meist besser. Vielleicht liegt das Sprühen auch deshalb im Trend, weil ihm ein gewisser Spaßfaktor anhaftet. Doch für kleine und mittelgroße Zäune lohnen sich die relativ hohen Anschaffungskosten nicht. Deshalb sollte eine Farbspritzpistole eher bei großen und verwinkelten Gartenzäunen eingesetzt werden. So ganz nebenbei sollte man das Streichen nicht erledigen. Je nach Zaunlänge und Trocknungszeit kann ein Wochenende vorbei sein. Doch ein gepflegter und optisch ansprechender Zaun passt doch viel besser zu einem Grundstück und gibt ihm das gewisse Etwas.

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