Youngtimer-Versicherung: Maximaler Schutz für den jungen Alten

Das Wichtigste in Kürze
  • Als Youngtimer werden ältere Fahrzeuge bezeichnet, die nur als Liebhaberfahrzeug benutzt werden und noch „zu jung“ sind um als Oldtimer bezeichnet zu werden.
  • Das Alter ist nicht eindeutig eingegrenzt, hauptsächlich sind es PkW ab einem Alter von 20 Jahren.
  • Ältere Liebhaber-Fahrzeuge können mit einer eigenen „Youngtimer-Versicherung“ ihre besondern Bedürfnisse abdecken

Classic Car oder Modern Car wird ein „junger Alter“ gerne von seinem Besitzer genannt. Ab welchem Alter ein Auto sich Youngtimer nennen darf, ist nicht eindeutig festgelegt. Normalerweise fällt ein Pkw ab einem Alter von 20 Jahren in diese Rubrik. Bei sehr teuren und seltenen Pkw-Exemplaren wird oft schon nach 15 Jahren seit der Erstzulassung von einem Youngtimer gesprochen. Die Altersobergrenze ist allerdings mit 30 Jahren genau festgelegt. Dann wird der Youngtimer plötzlich zum Oldtimer.

Youngtimer

Die spezielle Absicherung für Youngtimer

Einen besonderen Schutz für ältere Liebhaber-Fahrzeuge bietet die Youngtimer-Versicherung. Sie übernimmt Leistungen, welche in der normalen Kfz-Versicherung nicht enthalten und direkt auf die besonderen Bedürfnisse der Youngtimer zugeschnitten sind. Allerdings müssen einige Voraussetzungen bezüglich des Fahrzeugzustands erfüllt sein.

Voraussetzungen, um den jungen Klassiker gut zu versichern

Das Konzept der Youngtimer-Versicherung ähnelt dem der Oldtimer-Versicherung. Oft werden daher beide in einer Versicherung zusammengefasst, da die versicherungstechnischen Besonderheiten bei beiden identisch sind.

  • Die Youngtimer Absicherung umfasst die Kfz-Haftpflichtversicherung, welche im Straßenverkehr vorgeschrieben ist, sowie den wählbaren Teil- oder Vollkaskoschutz.
  • Unterschiede werden beim Leistungsumfang und der Berechnung der Versicherungsbeiträge gemacht. Relevant ist auch neben dem Alter, ein weitestgehend originaler Zustand des Autos. Ein Youngtimer wird von Liebhabern so gepflegt und erhalten, dass er mit 30 Jahren in die Rubrik der Oldtimer eingestuft werden kann.
  • Der Zustand und Wert des Fahrzeugs muss durch ein entsprechendes Wertgutachten belegt werden, wobei ein Mindestwert in Höhe von 4000 Euro erreicht werden muss.
  • Auch darf ein Youngtimer nicht als Fahrzeug für den Alltag genutzt werden, hier gilt eine jährliche Kilometerbegrenzung.

Auf den richtigen Standort und das entsprechende Fahreralter kommt es an

Besonders für den Abstellort gibt es besondere Anforderungen. So sollte das Fahrzeug in einer geschlossenen Garage oder unter einer Überdachung auf einem privaten Grundstück geparkt werden. Erlaubt wäre auch ein Stellplatz in einer Tiefgarage, es darf sich nur nicht um eine öffentliche Stellfläche handeln.

Einschränkungen gibt es auch beim Fahrerkreis. So dürfen junge Fahrer unter 23 Jahren das Fahrzeug meistens nicht fahren. Oft wird die Benutzung auch nur für den Versicherungsnehmer und seinen Partner gestattet.

Eine besondere Berechnung des Versicherungsbeitrags

Das geringe Schadensrisiko dieser Fahrzeuge führt zu einer deutlich günstigeren Versicherung als bei einer herkömmlichen Kfz-Versicherung. Youngtimer werden von ihren Besitzern überwiegend als Wertanlage angesehen und eine spätere Zulassung als Oldtimer wird angestrebt. Ein schonender Umgang und besondere Pflege gehen damit einher und dies wird mit günstigen Versicherungsbeiträgen belohnt.

Vor allen Dingen spielen der aktuelle Marktwert, das Baujahr und die Nutzung im Alltag eine entscheidende Rolle. In der Regel wird der Versicherungstarif fahrzeugspezifisch ermittelt. Dabei fallen vor allen Dingen Motorleistung, Modell und Fabrikat des Youngtimers ins Gewicht. Je älter ein Fahrzeug ist, umso günstiger ist der jeweilige Versicherungstarif.

Schadenfreiheitsrabatte für unfallfreies Fahren wie bei einer klassischen Kfz-Versicherung bekommt ein Youngtimer allerdings nicht.

Was ist vor einem Abschluss wichtig?

Der angegebene Fahrzeugwert sollte bei Abschluss einer Youngtimer-Versicherung der Realität entsprechen und vorher durch ein Wertgutachten bescheinigt werden. Bei Abweichungen des Wertes in einem Schadensfall riskiert der Versicherungsnehmer ansonsten eine wesentlich geringere Versicherungssumme ausgezahlt zu bekommen.

Restaurationen und aktueller Zustand sollten durch Dokumentationen zusätzlich festgehalten werden. Die Versicherungspolice muss in regelmäßigen Abständen neu angepasst und überprüft werden, da der Wert des Fahrzeugs in der Regel im Laufe der Jahre steigt.

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