Wellplatten richtig verlegen – schnell und einfach

Das Wichtigste in Kürze
  • Wellplatten verlegen braucht kein übermäßig großes handwerkliches Geschick.
  • Neben dem Preis bieten Wellplatten noch einige andere Vorteile.
  • Ganz wichtig bei der Verlegung ist die Unterkonstruktion.

Wellplatten werden, ob für Carports, Gewächshaus, Gartenhaus oder Holzunterstand, häufig als preisgünstige Alternative eingesetzt. Wer Wellplatten richtig verlegt, profitiert gleich von einige Vorteilen.

Warum Wellplatten verlegen?

Wellplatten sind nicht nur preislich sehr günstig. Sie bieten auch noch einige weitere Vorteile:

  • sie sind bruchsicher
  • sie sind pflegeleicht
  • sie sind spielend einfach selbst zu verlegen
  • sie sind UV-beständig
  • sie verfügen über eine lange Lebensdauer
  • sie lassen sich leicht reinigen.

Als Dacheindeckung sind sie also ideal. Mit ein wenig handwerklichem Geschick kann man sie leicht verlegen und erhält als Lohn eine günstige und perfekte Alternative zu anderen Dacheindeckungen wie Ziegel.

Materialien für Wellplatten

Wer Wellplatten verlegen will, der sollte sich mit den verschiedenen Materialien genau auseinandersetzen. Die Unterschiede sind nämlich gravierend. Optisch können sie durchaus gleich aussehen, im Material aber völlig unterschiedlich sein. Die ausgewählten Wellplatten sollten den eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht werden. Wellplatten können aus folgenden Materialien hergestellt sein:

  • Glasfaser-Kunststoff (GFK)
  • PVC
  • Acrylglas
  • Polycarbonat

Meist werden Wellplatten heute aus Acrylglas, auch Plexiglas genannt, oder Polycarbonat verwendet. Acrylglas hat bei Wellplatten eine ähnliche Optik wie Glas. Es ist jedoch deutlich robuster und damit widerstandsfähiger. Polycarbonat ist wie Kunststoff, jedoch viel leichter und dünner als Acryl. Der große Pluspunkt ist die gleichbleibende Schlagfestigkeit. Die Auswahl der Wellplatten hängt immer vom persönlichen Geschmack ab.

Wellplatten verlegen

Wie die Wellplatten verlegen?

Wie bereits gesagt, dass Verlegen von Wellplatten ist ein Kinderspiel und wer sich erst einmal für ein Material entschieden hat, kann direkt loslegen. Das Verlegen geschieht bei allen Wellplatten-Arten auf die gleiche Art und Weise:

1. Die Unterkonstruktion bauen

Das die Unterkonstruktion sach- und fachgerecht ausgeführt wird, ist entscheidend für den Erfolg in der Sache. Gebaut werden muss eine Unterkonstruktion mit Querlatten. Auf dieser werden die Platten festgeschraubt. Verwendet werden kann für die Unterkonstruktion Holz oder Metall. Wer sich für Holz entscheidet, muss darauf achten, dass es verzugsfrei ist. Leimbinder sind dafür hervorragend geeignet, weil sie sich bei keiner Wetterlage verziehen. Bei normalem, im Handel erhältlichen Bauholz, sieht das schon ganz anders aus. Hier kann es zu Rissen und Sprüngen in den Wellplatten kommen.

Bei Acrylplatten ist besondere Vorsicht geboten, denn sie sind sehr empfindlich, ähnlich wie Glas. Die Querlatten werden zum Gefälle hin quer befestigt. Je nachdem, welches Material verwendet wird, sind die Unterstützungsabstände unterschiedlich groß. Bei Polyester und PVC sollte der Unterstützungsabstand circa 50 Zentimeter betragen. Wird Acrylglas oder Polycarbonat ausgewählt reicht ein Abstand von etwa 80 Zentimeter. Natürlich gelten diese Abstände nur für Regionen, in denen die Schnee- und Windlasten als durchschnittlich einzustufen sind. Wer in Regionen wohnt, in denen mit größeren Belastungen durch Wind und Schnee gerechnet werden muss, der muss die Abstände natürlich verringern.

2. Die Oberseite bearbeiten

Auch die Oberseite der Unterkonstruktion muss bearbeitet werden. Um Verbrennungen an der Wellplatte zu vermeiden, sollte diese hell gestrichen werden. Da im Sommer die Temperaturen zwischen der Wellplatte und der Unterkonstruktion hoch sein können, ist vor allem bei Platten aus GFK und PVC mit einer hohen Hitzebelastung zu rechnen, die zur Zersetzung führen kann. Dabei kann sich sowohl die Farbe der Wellplatten ändern, als auch die Form. Verformungen sind bei Hitze keine Seltenheit.

Welches Material zum Wellplatten verlegen?

Um die Wellplatten korrekt zu verlegen, wird natürlich auch einiges an Material benötigt:

Schrauben: Schrauben dienen dazu die Wellplatten auf der Unterkonstruktion zu befestigen. Damit wird es stabil. Empfehlenswert sind sogenannte Spenglerschrauben, weil sie durch die in ihnen enthaltene Dichtscheibe wasserdicht sind. Darüber hinaus sind sie korrosions- und witterungsbeständig. Damit eignen sie sich hervorragend für den Einsatz bei Holz und Kunststoff gleichermaßen. Beide können miteinander verbunden werden.

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Säge: Sie wird benötigt, um die Wellplatten auf die richtige Größe zuschneiden zu können. Am besten eignet sich eine Hand- oder Tischkreissäge, die hochtourig sein sollte. Hat sie dann noch ein feinverzahntes Sägeblatt, welches mit Hartmetall-Schneiden bestückt ist, geht die Arbeit zügig von der Hand.

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Bohrer: Um in die Wellplatten Löcher bohren zu können, braucht man einen Kegelbohrer. Damit werden die Löcher für die Schrauben vorgebohrt. Die Löcher müssen etwa drei bis vier Millimeter größer sein, als der Durchmesser der Spenglerschrauben. Bei großen Temperaturunterschieden können sich die Wellplatten so ausdehnen und auch wieder schrumpfen.

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Das Verlegen der Wellplatten

Hat man alle Vorbereitungen getroffen, kann es eigentlich schon losgehen. Schnell noch das Werkzeug bereitgelegt und es kann ans Verlegen gehen.

  1. Man beginnt immer mit der ersten Wellplatte. Logisch. Diese legt man auf die eigens dafür erstellte Unterkonstruktion und richtet sie anschließend aus.
  2. Nun wird die zweite Wellplatte auf die Unterkonstruktion aufgebracht. Bei den ersten beiden Platten sollte man absolut korrekt arbeiten, dann kann bei den Folgenden fast nichts mehr schiefgehen. Gearbeitet wird immer in Windrichtung. Das ist deshalb wichtig, damit sich bei Starkregen kein Wasser unter die sich überlappenden Wellplatten drücken kann.
  3. Damit sich die ersten beiden verlegten Platten nicht verschieben können, werden sie mit Schrauben befestigt. Wer auf die Wellplatten steigt und hin und her läuft, sollte beachten, dass er sich eine Bohle darunter legt, damit das Körpergewicht gleichmäßig verteilt wird.
  4. Jetzt sind die beiden ersten Wellplatten befestigt und können nicht mehr verrutschen. Nun ist es an der Zeit die übrigen Wellplatten zu verlegen.
  5. Fixiert werden sie ebenfalls mit ein paar Schrauben, damit sie nicht verrutschen können.
  6. Ist man am Ende angekommen, sollte man darauf achten, dass die Enden der Wellplatten am Dachende bündig abschließen. Dazu muss man die Wellplatten vorher genau zuschneiden. Die Löcher dürfen übrigens nur auf der Welle gebohrt werden.
  7. Sind die Wellplatten vollständig verlegt, können sie endgültig verschraubt werden. So sind sie fixiert. Empfohlen wird, pro Quadratmeter sechs bis acht Schrauben zu nehmen.

Die Sache mit der Reinigung

Sind die Wellplatten ein wenig in die Jahre gekommen, müssen sie gereinigt werden. Dazu kehrt man sie mit einem weichen Besen ab und wischt anschließend mit warmem Wasser nach. Klares, warmes Wasser und ein Schwamm reichen völlig aus, um grobe Verschmutzungen zu entfernen. Anschließend nimmt man einen Schrubber nebst einem alkalischen Reiniger und entfernt damit die Vermoosung.

Wellplatten sind schnell verlegt und benötigen kein sonderlich großes handwerkliches Geschick.

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