Waschmaschine liegend transportieren – Ja oder Nein?

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Transport von Waschmaschinen muss genau durchdacht werden, damit die empfindlichen elektronische Großgeräte keinen Schaden nehmen.
  • Von einem Transport der Waschmaschine in liegender Position, ist aus vielerlei unterschiedlichen Gründen, unbedingt abzuraten.
  • Damit eine Waschmaschine richtig und ohne Schäden von A nach B transportiert werden kann, sollte sich idealerweise an einen speziellen Ablauf inkl. einer optimalen Vorbereitung, gehalten werden.
  • Für einen möglichst risikofreien Waschmaschinen-Transport gibt es besondere Hilfsmittel, die in jedem Fall verwendet werden sollten. So können sämtliche etwaige Gefahren für Schäden an dem Gerät, bestmöglich verhütet werden.

Kaum jemand kommt um den Transport einer Waschmaschine herum So gut wie jeder Mensch muss mindestens einmal in seinem Leben den Transport einer Waschmaschine in die Wege leiten. In den allermeisten Fällen kommt dies sogar häufiger als nur einmal vor. Dabei geht es nicht nur um den Transport nach einem Neukauf, sondern auch aufgrund eines Umzuges.

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Wenn die Waschmaschine selber transportiert werden muss

Wird eine neue Waschmaschine gekauft, übernimmt in den meisten Fällen der Verkäufer die Anlieferung und den Transport des elektronischen Großgerätes für den privaten Haushalt. Aber immer mal wieder kann es dazu kommen, dass der Besitzer seine Waschmaschine selber von A nach B transportieren muss.

Der klassischste Fall hierzu stellt ein Umzug dar. Da es sich aber bei einer Waschmaschine nicht nur um ein bereits erwähntes großes Haushaltsgerät handelt, sondern zudem auch noch um ein äußerst empfindliches, sollte bereits vor dem eigentlichen Transport eine entsprechende Vorbereitung getroffen werden.

Natürlich geht es bei dem Transport einer Waschmaschine nicht ausschließlich nur um die Sicherheit der Waschmaschine, gleichermaßen steht auch die Sicherheit des Transporteurs im Mittelpunkt. Die Gefahr für den Menschen basiert vor allem auf dem hohen Gewicht der Waschmaschine, deren Unhandlichkeit und dem stetigen Austritt von Wasser. Es kommt nämlich leider immer wieder zu Personenschäden, wenn derartig schwere Geräte ihren Standort wechseln müssen und der Transport vorab nicht ausreichend genug organisiert und vorbereitet wurde.

Des Weiteren stellen sich viele Menschen die Frage, wie eine Waschmaschine zu transportieren ist, ob nun in aufrechter oder liegender Position. Wobei Letzteres für einige Transporteure die bequemere Variante darstellt, da die Waschmaschine liegend transportiert, oftmals sogar in einem Kofferraum des eigenen Autos passt. Bei einem aufrechten Transport ist das natürlich nicht möglich.

Waschmaschine liegend transportieren – prinzipiell möglich

Eine Waschmaschine liegend zu transportieren, ist prinzipiell möglich, allerdings müssen vorab einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Hierzu zählen unter anderem folgende Dinge:

  • das Einschrauben der Transportsicherungen von der Waschmaschine
  • Tragegurte und/oder eine Sackkarre
  • Gurte zum Fixieren
  • Arbeitshandschuhe
  • vier starke Arme

Waschmaschine liegend transportieren – allerdings auf hohes eigenes Risiko

Wer seine Waschmaschine liegend transportieren möchte, der sollte sich vorher bewusst machen, dass die Hersteller von diesen elektronischen Großgeräten von dieser Art des Transportes unbedingt und allgemein abraten. Selbst auf den meisten Umverpackungen bzw. Kartons zur Verpackung, steht in großen Lettern, dass niemals eine Waschmaschine liegend zu transportieren ist.

Waschmaschine liegend transportieren und die Gründe, die dagegen sprechen

Dass eine Waschmaschine nicht liegend zu transportieren ist, beruht auf unterschiedlichsten Gründen. So befindet sich beispielsweise in der Maschine die Waschtrommel inklusive des Ausgleichsgewichts. Auf der gegenüberliegenden Seite ist das Gehäuse der Trommel zur Öffnung angebracht, in Verbindung mit dem aufgesteckten Achsstummel. Zur Beweglichkeit während des Unwuchten beim Waschvorgang, ist die Waschtrommel zusätzlich mittels Stoßdämpfern und Federn fixiert.

Alle genannten Komponenten können, beim Waschmaschine liegend transportieren, erheblich beschädigt werden. An dieser Stelle jedoch noch nicht genug, denn das Elektrogerät hat auch noch ein äußerst schweres Ausgleichsgewicht. Dieses ist zum Ausgleich in Waschmaschinen integriert, da es bei den Drehungen der Trommel und der Fliehkraft zu einem gesteigertem Gewicht von dem bis zu Siebenfachen kommen kann, wenn das Gerät vollständig mit Wasser vollgesogen ist. Somit muss das Gewicht dementsprechend schwer sein, weshalb in aller Regel ein extra gegossener Betonklotz zum Einsatz kommt. Die Festigung des Klotzes variiert dabei von Hersteller zu Hersteller.

Die Waschmaschine liegend zu transportieren würde die gesamte Konstruktion in ein Ungleichgewicht stürzen, wenn nicht vorher alles richtig demontiert oder befestigt würde. Und dennoch wäre der Transport immer noch mit Risiken verbunden, wenn sich z.B. eine Befestigung löst oder es während der Fahrt zu unvorhersehbaren Manövern kommt.

Waschmaschine liegend transportieren – bereits der aufrechte Transport ist nicht ungefährlich

Dass Hersteller von Waschmaschinen unbedingt davon abraten, eine Waschmaschine liegend zu transportieren, zeigt, wie empfindlich ein solches Gerät ist. Bereits bei einem stehenden Transport kann die Waschmaschine schon Schaden nehmen. Wenn beispielsweise die Trommel gegen das Ausgleichsgewicht oder Gehäuse schlägt. Aus diesem Grund sind die Transportsicherungen auch von der Rückseite bis in die Waschtrommel verschraubt.

Handelt es sich bei dem zu transportierenden Modell um eines mit losen Gewichten, sind auch für diese Gewichte Transportsicherungen vorhanden. Alle genannten Aspekte stellen ein hohes Risiko dar, wenn die Waschmaschine liegend zu transportieren ist.

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Die Gefahr von Wasserschäden innerhalb der Elektronik Eine Waschmaschine liegend zu transportieren birgt aber noch weitere Risiken mit sich. Vor dem Transport, unerheblich ob liegend oder stehend, muss ein Abpumpen des Wassers bei dem Gerät erfolgen. Und auch danach befindet sich noch eine vergleichsweise größere Restmenge an Wasser in der Maschine. Unter gewissen Umständen ist es möglich, diese Restmenge manuell abzulassen. Hierzu muss die Gebrauchsanweisung zu Rate gezogen werden. Allerdings gibt es selbst dann keine 100-prozentige Garantie, dass nicht doch noch Wasser in den Schläuchen oder der Pumpe vorhanden ist.

Das beinhaltete Wasser stellt nicht nur eine Rutschgefahr für die Träger des Gerätes dar, sondern vielmehr ist es ein großes Risiko im Bereich der Elektronik. Läuft das nicht entfernte Wasser über die Elektronik wie z.B.: – Sensoren – Stecker – Platinen – dem elektrischen Motor, dann kann ein erheblicher Schaden an der Elektronik entstehen.

Im schlimmsten Fall könnten die Kosten der Reparatur den Wert des Gerätes übersteigen und wäre somit nicht mehr lohnenswert. Ein weiteres schlagendes Argument das dagegen spricht eine Waschmaschine liegend zu transportieren. Selbst von in vielen Fällen geschrieben steht, dass das mit der Transportsicherung kein Problem darstellt.

Übrigens gilt die Empfehlung gegen einen liegenden Transport nicht nur bei einem Frontlader-Modell, sondern auch bei einer Toplader-Waschmaschine.

Waschmaschine liegend transportieren – bitte nur zur Entsorgung

Hat die Elektronik der Waschmaschine erst einmal Schaden genommen, dann ist das Resultat in vielen Fällen, eine Fahrt zur Müllkippe. In diesem Fall spricht dann natürlich auch nichts mehr dagegen, eine Waschmaschine liegend zu transportieren. Also stellt ein liegender Transport einzig eine Möglichkeit dar, wenn das Gerät bereits kaputt und nicht mehr zu reparieren ist.

Eine kurze Hilfestellung zur Vorbereitung des richtigen Transportes einer Waschmaschine

Da nun geklärt ist, dass die Waschmaschine nicht liegend zu transportieren ist, zeigt der nachfolgende Überblick ein Weg für die Vorbereitung zu einem korrekten Transport:

  1. Schritt Das Programm „Abpumpen“ im Bedienfeld der Waschmaschine ist im ersten Schritt zu aktivieren und auch vollständig durchlaufen zu lassen. So kann restliches Wasser aus dem Gerät herausgepumpt werden.
  2. Schritt Nun ist muss die Maschine von dem Wasseranschluss getrennt werden. Allerdings muss erst der Wasserhahn zugedreht werden, damit dann der Schlauch vom Anschluss abgedreht werden kann. Der Schlauch von der Waschmaschine sollte am besten mittels eines alten Tuches verschlossen werden, sonst kann während des Transportes die Restmenge an Wasser, aus dem Schlauch laufen. Mit einem Klebeband den Schlauch einfach an der Rückwand befestigen.
  3. Schritt In Schritt drei erfolgt die Trennung von Waschmaschine und Wasserablauf. Der Ablaufschlauch muss nur abgedreht werden. Ebenfalls ist auch hier vorhandenes Wasser bestmöglich abzulassen und mit einem alten Tuch zu verstopfen. Wie in Schritt zwei, kann auch der Wasserablaufschlauch an der Waschmaschine mittels Klebeband befestigt werden.
  4. Schritt Das restliche Wasser muss manuell aus der Waschmaschine gelassen werden. Der Vorgang verläuft wie beim Reinigen des Flussensiebs. Da dieser Vorgang jedoch von Maschine zu Maschine variiert, muss vorab die Gebrauchsanweisungen des Gerätes durchgelesen werden. Gemäß dieser Beschreibung, wird dann auch gleichzeitig die Restmenge an Wasser entfernt.
  5. Schritt Der Transport steht unmittelbar bevor, was bedeutet, dass unbedingt sichergestellt werden muss, dass die Tür der Maschine sich inmitten der Fahrt nicht öffnet. Gearbeitet werden kann auch hier wieder mit Klebeband, indem die Tür einfach und sicher zugeklebt wird.

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