Vogelhaus wetterfest streichen: Das Futter für Piepmätze trocken halten

Das Wichtigste in Kürze
  • Besser mit schadstoffarmen Lacken arbeiten
  • Besonders gut geeignet: Acryllacke, die mit Polyurethan verstärkt sind
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Grundhaus zu errichten
  • Wichtig ist die Vorbehandlung des Vogelhauses mit Vorlack
  • Das Dach kann gesondert mit Dachpappe ausgestattet werden

Immer mehr naturverbundene Menschen integrieren ein Vogelhaus in ihren eigenen Garten. Doch wie pflegt und schützt man ein solches Häuschen, damit man selbst – und auch die Vögel – lange Freude daran haben?

Mit dem richtigen Anstrich steht und fällt alles

In vielen Gärten findet man schöne kleine und auch größere Vogelhäuser. Sie sind oft nicht nur ein echter Hingucker, der sich meist wunderbar in die Optik des Gartens einfügt, sondern auch eine große Hilfe für kleine Piepmätze. Denn vor allen Dingen im Winter und bei schlechten Witterungsbedingungen suchen sich Vögel einen sicheren Unterschlupf, der ihr Leben unter Umständen retten kann.

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Egal ob man ein Vogelhäuschen kauft oder selbst baut: Es braucht einen Anstrich mit den richtigen Materialien, damit das Haus auch witterungsbeständig ist und den kleinen Vögeln möglichst lange Zeit ein sicheres Zuhause bietet. Naturliebhaber aufgepasst: Wer schon immer mit dem Gedanken gespielt hat, ein Vogelhaus im Garten aufzustellen, findet hier alle notwenigen Informationen. Ausführlich behandelt werden in diesem Artikel die Optionen zur Ausführung eines wetterfesten Anstrichs für das Vogelheim.

Acryllack – wetterbeständig und schadstoffarm

Egal ob man einen Fertigsatz verwendet oder ein Vogelhaus gänzlich alleine baut: Anmalen möchte man es im Anschluss in jedem Falle. Denn gerade ein besonders schicker Anstrich bietet dem Garten – und sogar dem Baum, an dem das Vogelhäuschen befestigt wird, eine ganz individuelle Optik.

Doch dabei gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Da Vögel in diesen Häuschen teilweise viel Zeit verbringen leben und ihr Futter aus ihm picken, sollte man Wert auf ökologische Farben ohne Schadstoffe legen. Hier sind beispielsweise Acrylfarben die richtige Wahl. Sie sind leicht aufzutragen und zusätzlich wasserverdünnbar. Acrylfarbe enthält mit sieben bis 15 Prozent – anders als andere Lacke – nur wenige gesundheitsschädliche Lösungsmittel. Ein guter Grund also, diese Farbe für den Anstrich des Vogelhauses zu verwenden.

Viele verwenden Holzschutzfarbe auf Kunstharz-Basis zur Lackierung ihres Vogelhauses. Die Wetterschutzfarbe hält das Häuschen zwar trocken – belastet aber die Umwelt mehr als ein Lack auf Wasserbasis. Daher sollte man besser zu Lacken auf Wasserbasis greifen. Wasserlacke sind im Vergleich zu anderen Lacken schadstoffärmer und belasten dadurch die Umwelt weniger.

Gut geeignet für den wetterfesten Anstrich eines Vogelhäuschens ist ein PU Acryllack. Hierbei handelt es sich um einen Lack auf Wasserbasis, der mit Polyurethan verstärkt ist. Dies ist deswegen sinnvoll, weil diese Lacke das Vogelhaus extrem witterungsbeständig machen und gleichzeitig hoch belastbar sowie kratzfest sind. Keine schlechte Erfindung, wenn man bedenkt, dass ein Vogelhaus nicht nur mit Wind und Wetter umgehen muss, sondern auch gerne von Kindern und anderen Tieren „begutachtet“ wird.

Polyurethan ist trotz seiner massiven Beständigkeit ebenfalls schadstoffarm und deswegen sogar für das Lackieren von Kinderspielzeug geeignet.

Das richtige Vorgehen bei der Lackierung eines Vogelhauses

  • Noch bevor das Vogelhaus lackiert wird, muss es natürlich zunächst einmal zusammengebaut werden. Vielleicht entscheidet man sich aber auch für einen Fertigbausatz oder gar für ein bereits zusammengebautes Vogelhaus. Eine Entscheidung, die natürlich an erster Stelle steht und an das eigene handwerkliche Geschick angepasst sein sollte.
  • Ist das Holz des Hauses sehr glatt, sollte man es kurz anschleifen, damit der Lack im Anschluss besser halten kann.
  • Ganz gleich, ob man ein bereits zusammengebautes Haus kauft oder es selbst zusammenschustern möchte: Im zweiten Schritt muss das Vogelhaus von Staub und Spänen befreit werden, damit das Auftragen des Lackes korrekt und sauber möglich ist. Nichts ist störender als Späne, die mit der Farbe in das Haus eingearbeitet wurden. Dies wirkt schnell unsauber.
  • Außerdem sollte man in jedem Falle darauf achten, dass das Holz des Hauses trocken ist, bevor man den ersten Pinselstrich tätigt. Auf nassem oder feuchtem Holz hält kein Lack dauerhaft und es kann nicht deckend lackiert werden.
  • Das Holz sollte mit einer Vorstreichfarbe oder einem verdünnten Acryllack vorbearbeitet werden, damit der zweite Anstrich besonders gut und langanhaltend ausfällt.
  • Erst wenn der Voranstrich rückstandslos getrocknet ist kann man sich an die deckende Farbschicht machen. In keinem Falle vorher, wenn man ein gutes Endergebnis fertigbringen möchte!
  • Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Farbe in alle Ecken des Hauses fließt, um Feuchtigkeit bei nassem Wetter keine Chance zu geben. Nichts ist schlimmer als ein Vogelhaus, das Vögeln keinen ausreichenden Schutz vor Witterungsbedingungen bieten kann.
  • Erst wenn all diese sieben Schritte gewissenhaft durchgeführt wurden, kann das Vogelhaus seinen festen Platz im Garten beziehen und vielen Vögeln ein sicheres zuhause bieten. Und auch nur dann ist es optisch ein echter Hingucker.

Hausmagazin Tipp: Eine Auswahl getesteter schadstoffarmer Lacke ist auf der Seite von Öko-Test zu finden. Der Test kann über united-kiosk.de um 1,50 Euro erstanden werden.

Die Alternative zum Lack

Es muss aber nicht unbedingt eine Lackierung sein. Eine andere Möglichkeit, um das Vogelhaus trocken zu halten ist die jährliche Pflege mit Leinöl. Dazu wird das Häuschen im Herbst mit einem Lappen und Leinöl eingerieben. Das macht zwar etwas mehr Arbeit, dafür ist diese Vorgehensweise aber auch eindeutig die ökologischste Variante von allen.

Zusätzliche Tipps für die Sicherheit eines Vogelhauses

Wer seinem Vogelhaus einen noch besseren Wetterschutz bieten möchte, der sollte überlegen, das kleine Dach mit einer guten Dachpappe zu bekleben. Diese bekommt man bereits für wenig Geld im Internet auf bekannten Verkaufsportalen. Viel benötigt man für ein solches Vogelhaus natürlich nicht. Im Anschluss der Befestigung kann man die Pappe mit Dachlack streichen und einsanden.

Eine weitere, besonders putzige Idee: Dachschindeln für das Vogelhäuschen! Ebenfalls auf unterschiedlichen Handelsportalen zu erhalten. Zumindest von oben trotzt das Haus in Folge jedem Wetter – egal ob Schnee oder Regen!

Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Eine große Auswahl an Ideen für individuelle Vogelhäuschen findet man hier: https://archzine.net/diy-ideen/bastelideen-fur-erwachsene/vogelfutterhaus-selber-bauen-57-schoene-vorschlaege/

Ein Vogelhaus ist ein hübscher Hingucker und gleichzeitig für viele Vögel die einzige Möglichkeit bei schlechten Witterungsbedingungen einen ausreichenden Schutz in der Natur zu finden. Aus diesem Grunde entscheiden sich immer mehr Haus- und Wohnungsbesitzer für ein Vogelhaus im Garten oder auch auf dem Balkon. Eine gute Idee, die allerdings nur dann einen wirklichen Schutz bietet, wenn man bei der Lackierung anständig und gewissenhaft vorgeht. Dies sollte man bei diesem Vorhaben unbedingt beachten.

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