Ventilator zur Kühlung – kostengünstig heiße Räume abkühlen

Das Wichtigste in Kürze
  • Ventilatoren kühlen nicht die Luft, sondern nur die Haut den Menschen.
  • Ein Ventilator zur Kühlung erreicht seine Wirksamkeitsgrenze bei der Körpertemperatur des Menschen.
  • Im Betrieb ist der Ventilator günstig und umweltfreundlich.

Ein Ventilator verschafft eine sofortige kühlende Wirkung. Auch wenn eine Klimaanlage in der Anschaffung zu teuer ist, kommt sehr oft ein Ventilator zur Kühlung zum Einsatz.

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Die Geschichte des Ventilators

Die Geschichte des Ventilators reicht bis ins frühe 18. Jahrhundert. Der englische Physiker Stephen Hales gilt als Erfinder des Ventilators. Das Einsatzgebiet umfasste beispielsweise Krankenhäuser, Schiffe und Gefängnisse. Der Ventilator diente dazu, die verbrauchte Luft aus geschlossenen Räumen hinauszutransportieren. Als Antrieb wurde zuerst die menschliche Kraft später die Dampfmaschine verwendet. James Wood erhielt 1902 das erste Patent auf seinen elektrisch betriebenen Ventilator.

Ventilator zur Kühlung – Wirkungsweise

Ein Ventilator ist nicht in der Lage die Lufttemperatur im Raum zu senken. Die Flügel des Ventilators erzeugen einen Luftstrom, sodass die Luft im Raum aufgewirbelt wird. Die Raumtemperatur ändert sich de facto nicht.

Der Wärmeaustausch beim Menschen findet über die Haut statt. Gelangt der Luftstrom an die Haut des Menschen, wird dies als angenehm kühlender Effekt empfunden. Im Normalfall besitzen Menschen eine höhere Temperatur als die Umgebungsluft. Der Wind des Ventilators bläst die warme Luft von der Haut weg, und wird deshalb als kühlend empfunden.

Der Ventilator zur Kühlung am Abend

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Nach Sonnenuntergang bietet sich eine weitere Einsatzmöglichkeit. Ein Ventilator, der die Luft aus dem Fenster bläst, sorgt für einen schnelleren Temperaturrückgang im Innern des Raumes. Warme Luft hat eine geringere Dichte als kalte Luft. Sie steigt nach oben und entweicht aus dem offenen Fenster, während die kalte Luft hereinströmt. Dieser Effekt ist vor allem im Bodenbereich zu spüren.

Möglichkeiten die Wirkung des Ventilators zu optimieren

Das Aufhängen von nassen Handtüchern oder Kleidungsstücken kann durchaus sinnvoll sein. Durch den physikalischen Vorgang der Verdunstung wird der Umgebung Wärme entzogen. Die verdampfende Flüssigkeit wird abgekühlt und kühlt den Raum. Dies funktioniert aber nur, solange die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu hoch ist. Bei dieser Variante ist es wichtig für einen Luftaustausch im Raum zu sorgen, da ansonsten das Raumklima unangenehm feucht wird.

Auch Eiswürfel, die in einem Handtuch eingehüllt sind und vor dem Ventilator zur Kühlung platziert werden verstärken den Kühlungseffekt von einem Ventilator. Gute Dienste leistet ein großer Eimer mit Eiswürfeln, derart vor dem Ventilator platziert, dass der Luftstrom über das Eis bläst. Noch wirkungsvoller ist gesalzenes Eis, da Salz bekannterweise den Gefrierpunkt des Wassers senkt.

Mittlerweile gibt es einen Ventilator zur Kühlung auf dem Markt, der mit einer Sprühnebelfunktion ausgestattet ist. Bei einem Gerät mit Ultraschall Sprühnebel gibt es das Problem von zu hoher Feuchtigkeit in der Luft nicht. Der Ultraschall Nebel hat eine andere Konsistenz als der normale Sprühnebel. Die moderne Ultraschall Technik zerstäubt das Wasser so fein, dass es sich eher wächsern als feucht anfühlt.

Verursacht der Ventilator zur Kühlung laute Geräusche?

Der Lautstärkepegel von Ventilatoren ist sehr unterschiedlich hoch und hängt von mehreren Faktoren ab. Kleine Ventilatoren sind in der Regel lauter als größere Modelle. Die Ursache liegt in der höheren Drehzahl, die diese Modelle erreichen müssen, um die entsprechende Leistung zu erzielen. Größere Rotorblätter bewegen mehr Luft und sind wirkungsvoller.

Ein leiser Ventilator funktioniert nach demselben Prinzip wie ein gewöhnlicher Ventilator. Er erzeugt einen Luftstrom und sorgt so für Abkühlung. Bei einem leisen Ventilator ist der Rotordurchmesser normalerweise größer, was wiederum größere Rotorblätter gestattet. Viele Rotorblätter und breite Flügel sind ein Indiz für ein leises Gerät. Wenige Rotorblätter mit schmalen Flügeln sind dagegen laut. Ein geräuscharmer Betrieb ist besonders im Schlafzimmer oder in Büroräumen vorteilhaft. Deckenventilatoren sind von Natur aus leiser. Einen Vergleich finden Sie hier.

Unterschiedliche Ventilatorentypen

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Ventilatoren. Für jeden Raum und jeden Einsatzzweck gibt es einen passenden Typ. Je nach Aufstellungsort kommen verschiedene Montagetechniken zur Anwendung. Ventilatoren unterscheiden sich nicht nur in ihrer Größe, Form und Farbe, sondern auch in ihrer Funktionsweise. Die gebräuchlichsten Typen sind:

Der Tischventilator

Tischventilatoren sind kleiner und meistens nicht so leistungsstark wie die anderen. Sie werden auf dem Schreibtisch oder einem anderen Möbelstück platziert. So versorgen sie beispielsweise einen Schreibtisch mit Luft. Diverse Modelle gibt es auch mit USB-Anschluss für den Computer. Tischventilatoren sind aufgrund ihrer Kompaktheit leicht transportierbar und variabel einsetzbar. Ein Tischventilator bringt einen kühlen Windhauch am Schreibtisch, ohne die Papiere in Unordnung zu bringen.

Der Bodenventilator

Ein Bodenventilator besitzt keinen hohen Standfuß. Er hängt häufig in einem dreieckigen Ständer. Ein Bodenventilator steht fest und sicher am Boden. Bodenventilatoren sind leistungsstärker als Tischventilatoren. Die Luft, die sie erzeugen, wird von unten nach oben hin verteilt.

Der Standventilator

Standventilatoren eignen sich besonders für größere Flächen. Sie sind transportabel und können auch auf der Terrasse oder dem Balkon verwendet werden. Die leistungsstarken Geräte erzeugen einen starken Luftstrom. Zudem verfügen die Geräte zumeist über einen oszillierenden Kopf. Der Luftstrom wird so auf mehrere Richtungen aufgeteilt. Ein weiteres Highlight dieser Ventilatoren ist ein zuschaltbarer Ultranebel. Der Sprühnebel sorgt für einen tollen Frische-Effekt.

Der Deckenventilator

Ein Deckenventilator wird in der Mitte des Raumes an der Decke montiert. Er erzeugt einen Luftstrom, der nach unten strömt und die Luft im ganzen Raum verteilt. Die Wirkung hängt von der Größe der Rotorblätter ab. Deckenventilatoren werden mit Beleuchtung, ohne Beleuchtung und in verschiedenen Designs angeboten. Die Bedienung kann wahlweise mit einem Wandschalter, einem Zugschalter oder mittels Fernbedienung erfolgen.

Deckenventilator
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Ein Deckenventilator kann auch im Winter genutzt werden. Die warme Heizungsluft an der Decke wird wieder nach unten gebracht. Für den Einsatz eines Deckenventilators ist aber eine gewisse Mindestraumhöhe maßgebend. Auch die kühlende Sprühnebelfunktion ist derzeit noch nicht möglich. Ein Deckenventilator ist aufgrund seiner Konstruktion im Betrieb sehr leise. Er fällt auch optisch kaum auf und nimmt keinen Platz weg.

Der Wandventilator

Wandventilatoren werden an der Wand montiert. Es gibt auch Einbaumodelle, die direkt in eine Öffnung in der Wand eingebaut werden. Wandeinbaumodelle sind reversibel. Das bedeutet, dass sie für Zu- und auch für Abluft verwendbar sind. Die Einbaumodelle sind für die Luftzufuhr und den Luftabzug in fensterlosen Badezimmern und WCs konstruiert worden. Sie sind nicht zur Kühlung gedacht. So ändert sich in der heißen Zeit die Temperatur in diesen Bereichen trotz Einschalten des Ventilators nicht.

Gesundheitliche und umweltliche Aspekte

Der Ventilator zur Kühlung weht mit seinem Luftstrom die um den Körper stehende warme Luftschicht weg. Er beschleunigt das Verdunsten von Körperschweiß. Eine Klimaanlage senkt die Raumtemperatur tatsächlich um die erwünschten Grade. Häufiges Betreten und Verlassen von klimatisierten Räumen führen oft zu gesundheitlichen Problemen. Der ständige Wechsel zwischen der Hitze draußen und der Klimaanlagenkälte im Inneren fördert das Entstehen von Erkältungen. Bei einem Ventilator zur Kühlung gibt es dieses Problem nicht.

Wichtig: Den Schwenkbereich des Ventilators immer von Personen abwenden. Der ständige Luftzug kann sonst negative Auswirkungen wie Nackenschmerzen, Ohrenschmerzen und Halsschmerzen verursachen.

Das Gerät sollte Richtung Zimmerdecke und nicht Richtung Nacken einzelner Personen zeigen.
Ein Ventilator ist im Vergleich zu einer Klimaanlage umweltfreundlich. Er verbraucht im Betrieb viel weniger Energie und belastet die Umwelt nicht mit CO2-Ausstoß. Beim Verlassen des Zimmers kann er abgeschaltet werden, da er ja nicht die Luft, sondern nur den Körper kühlt.

Fazit
Bewegte Luft fühlt sich kühler an. Um heiße Räume erträglicher zu machen, ist ein Ventilator eine gute, kostengünstige Methode. Beim Kauf muss beachtet werden, wie stark der Luftstrom ist, den das Gerät erzeugen kann, und wie laut es ist. Die Grenze der Wirksamkeit von Ventilatoren liegt bei Temperaturen von maximal 36-37°C. Das richtige Gerät am richtigen Standort sorgt für die optimale Ausnutzung des Kühleffekts.

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