Teppichfliesen kleben – kinderleicht verlegen!

Das Wichtigste in Kürze
  • Teppichfliesen kleben ist kinderleicht, da die Rückseite selbstklebend ist. Teppichkleber wird nicht benötigt.
  • Bei einem späteren Austausch erfordert eine Teppichfliese, die geklebt wurde einen enormen Aufwand beim Entfernen.
  • Selbstklebende Teppichfliesen sind kostengünstiger als selbstliegende.

Das Wort Teppichfliesen setzt sich aus Teppich und Fliesen zusammen und ist damit selbsterklärend. Doch was genau sind eigentlich Teppichfliesen und worauf muss man bei der Verlegung achten?

Die Arten von Teppichfliesen

Teppichfliesen gibt es in zwei Arten:

  1. die selbstklebenden Teppichfliesen
  2. die selbstliegenden Teppichfliesen.

Wie der Name schon verrät, liegen die einen selbst am Boden, währenddessen die anderen geklebt werden müssen. Selbstklebende Teppichfliesen sind preislich deutlich günstiger als selbstliegende. Doch der Nachteil bei ihnen ist, dass sie sich wieder schwer entfernen lassen. Selbstliegende Teppichfliesen dagegen sind leicht zu entfernen, und zwar ohne großen Aufwand. Sie sind beschichtet und können einfach angehoben und entfernt werden. Anschließend wird neu verlegt, ganz ohne Kleber.

Teppichfliesen kleben

Wer Teppichfliesen kleben will, beginnt immer am Rand des Raumes und arbeitet sich von dort langsam zur anderen Wand vor. Oft sind auf der Rückseite der Teppichfliesen Richtungspfeile angebracht, die beim Auslegen helfen.

Warum Teppichfliesen?

Wer in der Wahl seines Bodenbelages flexibel sein möchte, für den stellen Teppichfliesen eine gute Wahl dar. Sie bieten durch die Vielzahl an Farben und Designs eine unbegrenzt große Anzahl an Gestaltungsmöglichkeiten für den Boden, abgestimmt auf den Wohnstil. Nicht nur kreative Muster lassen sich so erstellen, auch farblich einheitliche Böden sind so möglich, in denen vereinzelt Akzente gesetzt werden können.

Teppichfliesen sind leicht und komfortabel in der Handhabung und darüber hinaus sehr belastbar. So verbinden sie die pflegeleichten Eigenschaften eines Bodenbelages mit den Wohlfühl-Eigenschaften eines Teppichbodens. Sie bieten einen ausgezeichneten Tritt-Schallschutz und Echos, die als störend in einem Raum empfunden werden, werden vermieden.

Design und Material von Teppichfliesen

Teppichfliesen sind nicht nur besonders leicht zu verlegen, sie sind auch besonders farbenfroh. Selbst Muster sind einfach zu legen und individuell anpassbar. Das Standardformat beträgt 50 x 50 Zentimeter. Alternativ sind auch 40 x 40 Zentimeter möglich. Bei den vielen Auswahlmöglichkeiten fällt es den meisten Heimwerkern oft schwer, sich für nur eine Möglichkeit zu entscheiden. Auch die Auswahl an Materialien ist riesengroß.

Das Obermaterial, also der Flor, der Teppichfliesen besteht aus

  • Kaschmir-Ziegenhaar
  • Nadelvlies
  • Schurwolle
  • Kokos
  • Sisal.

Wie bei jedem Teppich wird unterschieden zwischen Velours und Schlingenware. Jedes Format eignet sich für große und kleine Räume gleichermaßen, egal ob kontrastreich ausgestaltet werden oder die Farbgebung einheitlich sein soll. Ist das Material der Teppichfliesen aus Samt, muss die Laufrichtung beim Verlegen beachtet werden. Gemusterte Teppichfliesen sollen so verlegt werden, dass das Bild einheitlich ist. Einen individuellen Bodenbelag aus einfarbigen Platten kann man gestalten, wenn man das gewünschte Muster vorher auf den Boden zeichnet, nachdem man den Raum ausgemessen hat.

Teppichfliesen kleben

Für das Kleben von Teppichfliesen wird kein Teppichkleber benötigt. Wie bereits erwähnt sind im Handel selbstliegende und selbstklebende Teppichfliesen erhältlich. Wer die Selbstklebenden wählt, hat meist Nadelfilz in der Hand. Die Unterseite hat eine Beschichtung, die selbst klebt. Diese Art der Teppichfliese wird einfach so verlegt, dass die Folie auf der Rückseite abgezogen wird und man dann die Fliese fest auf den Boden drückt. Zusätzlichen Kleber braucht es nicht.

Nachteilig wirkt sich aus, dass diese Art der Teppichfliese immer am Fußboden festgeklebt ist. Bei einem späteren Austausch kann der Untergrund, so er empfindlich ist, beschädigt werden. Das wäre zum Beispiel bei Laminat und Parkett der Fall.

Selbstklebende Teppichfliesen sind zu einem Preis ab fünf Euro der Quadratmeter erhältlich.

Geklebte Teppichfliesen entfernen

Wer in einer Mietwohnung wohnt, sollte beachten, dass selbstklebende Teppichfliesen nur schwer wieder zu entfernen sind. Das kann bei einem Auszug zu einem Problem werden, wenn der Bodenbelag wieder herausgenommen werden muss.

Um die Teppichfliesen wieder zu entfernen, geht man wie folgt vor:

  • Die Teppichfliese wird vom Fußboden abgezogen.
  • Anschließend entfernt man die Klebereste, welche hartnäckig sein können und deshalb Anstrengungen erfordern. Leichter wird es, wenn die Klebereste mit Seifenlauge eingeweicht werden, um dann mit einem Glaskeramikspachtel abgekratzt zu werden.
  • Bei Holzböden ist Vorsicht geboten. Alternativ kann ein Spachtel und ein Lösemittel verwendet werden.

Selbstliegende Teppichfliesen

Selbstliegende Teppichfliesen dagegen lassen sich leicht entfernen. Gerade bei Verschmutzungen oder Beschädigungen unterschiedlicher Art kann das von großem Vorteil sein. Man nimmt einfach die betroffene Platte heraus und legt eine neue Teppichfliese hinein. Fertig!

Die Art der Teppichfliese hat ein höheres Eigengewicht. Dies entsteht durch die Beschichtung, die schwer ist, schließlich soll die Fliese selbst liegen. Einen Teppichkleber braucht es auch hier nicht. Die Rückenkonstruktion sollte allerdings stabil sein, denn umso stabiler sie ist, desto fester liegt sie auf dem Fußboden. Die Beschichtung besteht aus Bitumen oder PVC. Sie sind deutlich teurer als Teppichfliesen, die geklebt werden. Pro Quadratmeter muss mit 15 bis 20 Euro gerechnet werden.

Die Vorteile selbstliegender Teppichfliesen im Überblick:

  • es ist kein Kleber für die Verlegung nötig
  • die Teppichfliese lässt sich leicht austauschen
  • passiert ein Fehler beim Verlegen, ist dieser schnell behoben.

Nachteilig wirkt sich der Preis aus und das sie nicht rutschfest sind, also verrutschen können.

Die Verlegung und der Austausch selbstliegender Teppichfliesen

  • Die Beschichtung auf der Rückseite der Teppichfliese garantiert die Haftung auf dem Boden. Die erste Teppichfliese wird in der Mitte des Zimmers positioniert. Von dort aus werden sie in weiteren Reihen Richtung Wände gelegt. Geachtet werden muss dabei auf die Richtungspfeile auf der Rückseite einer jeden Teppichfliese.
  • Das Bodenbild wird gleichmäßig, wenn alle Pfeile in eine Richtung zeigen. Die erste Teppichfliesenreihe kann man mit doppelseitigem Klebeband fixiert werden, damit nichts verrutscht. Auch ein Austausch bei einem Fehler ist so schnell möglich.
  • Jede Teppichfliese muss bündig an die Nächste anschließen, und zwar ganz ohne Druck. Als Abschluss platziert man die Teppichfliesen in der Reihe, die am Anfang freigelassen wurde. Ist der Boden stark beansprucht, kann man eine spezielle Haftfixierung anbringen.
  • Der Untergrund ist entscheidend bei der Verlegung von Teppichfliesen. Er muss eben sein. Unebenheiten sind also zu beseitigen. Am besten eignet sich Laminat, Parkett oder reiner Estrich. Aufgrund der Fugen eignen sich Fliesen nicht.

Teppichfliesen kleben benötigt kein großartiges handwerkliches Geschick. Die Verlegung ist ein Kinderspiel. Doch sollte ein Austausch notwendig werden, wird es schwierig, da der Unterboden nicht beschädigt werden darf.

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