Den Teppichboden lose verlegen – ein Kinderspiel

Das Wichtigste in Kürze
  • Den Teppichboden lose zu verlegen erfordert kein übermäßiges handwerkliches Geschick.
  • Gerade bei einem Auszug erspart lose verlegter Teppichboden einiges an Mühe und Arbeit.
  • Eine gute Vorbereitung ist für das erfolgreiche Verlegen eines Teppichbodens ein Muss.

Alten Teppichboden entfernen, der verklebt ist, kann mühsam werden. Leichter wird es, wenn man den Teppichboden lose verlegt hat.

Warum den Teppichboden lose verlegen?

Jeder, der schon einmal alten Teppichboden entfernt hat weiß, dass es sehr anstrengend ist, wenn er verklebt war. Mit losem Teppichboden wird es deutlich leichter. Auch Mieter ersparen sich so beim Auszug einige Mühen und einen eventuellen Ärger mit dem Vermieter.

Natürlich hält ein Teppichboden, der mit dem Boden fest verklebt wurde bombensicher. Selbst wenn er starken Belastungen ausgesetzt ist, wird er keine Wellen schlagen. Doch schon bei einer kleinen Renovierung beginnen die Probleme.

Auch derjenige, welcher seine Wohnung neu gestalten möchte und plötzlich feststellt, dass der Teppichboden nicht mehr zum neuen Stil passt, wird einen lose verlegten Teppichboden zu schätzen wissen.

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Die Vorbereitungen

Schmutz und alte Klebereste vom alten Teppichboden müssen sauber entfernt werden, bevor der neue Teppichboden verlegt werden kann.

Dabei geht man wie folgt vor:

  • Der alte Teppichboden, so vorhanden, wird herausgerissen.
  • Sollte dieser verklebt gewesen sein, müssen auch die Kleberückstände entfernt werden.
  • Jeder noch so kleine Schmutz ist vom Boden zu entfernen, denn er könnte sich durch den neuen Teppichboden drücken. Also muss gefegt und gewischt werden.

Der geeignete Teppichboden

Beim Verlegen des Teppichbodens werden meist keine Fehler gemacht, wohl aber beim Kauf desselben. Es ist unbedingt darauf zu achten, wie hoch die mögliche Belastungsintensität ist. Wer ein Kinderzimmer mit neuem Teppichboden ausstatten will, muss einen deutlich belastbareren Teppichboden wählen, als für ein Bürozimmer.

Für ein Kinderzimmer eignen sich kurzflorige Teppichböden am besten. Der Untergrund bleibt eben und so stürzen auch die Türmchen nicht so schnell um. Trotzdem ist der Schutz gegen Bodenkälte gegeben. Hat man eine Fußbodenheizung im Haus, muss der Teppichboden dafür geeignet sein.

Im Flur zum Beispiel, wo viel Schmutz anfällt, muss sich der Teppichboden leicht absaugen lassen. Deshalb muss der Teppichflor niedrig sein. Wer Haustiere hat, sollte generell auf kurzflorige Teppichböden setzen.

Es ist also wichtig, den Teppichboden nach seinem “Einsatzort” auszuwählen.

Den Teppichboden lose verlegen

Das Verlegen des Teppichbodens in loser Form ist kinderleicht. Viel handwerkliches Geschick wird nämlich nicht benötigt. Daher auch für Laien geeignet. Allerdings sollte man sich Zeit lassen. So ist das Ergebnis dem eines Profis ähnlich:

  1. Der Teppichboden wird ausgerollt. Dabei lässt man einen Überstand zur Wand. Nischen werden grob ausgeschnitten. Die Feinheiten kommen später. Den Teppichboden dabei immer von unten nach oben schneiden. Verwendet wird dafür ein Teppichmesser, das eine gebogene Klinge hat. Vorsicht, das Messer ist sehr scharf. Ein falscher Schnitt sollte vermieden werden.
  2. Nun darf der Teppichboden erst einmal ruhen. Man lässt ihn einfach liegen. Bei Zimmertemperatur passt er sich von ganz allein dem Fußboden an. So verzieht sich der Teppichboden später nicht. Wellen und damit Unfallgefahren werden so vermieden. Hat sich der Teppich akklimatisiert, liegt er glatt auf dem Boden und kleine Unebenheiten kann man leicht ausstreichen. Es kann bis zu zwei Tage dauern, bis der Teppichboden sich mit dem Boden angefreundet hat.
  3. Anschließend muss der Teppichboden genau eingepasst werden. Mit der Rückseite einer Scherenklinge wird der Teppichboden in die Ecke zwischen Wand und Boden gedrückt.
  4. Jetzt darf der Teppichboden exakt zugeschnitten werden. Die Überstände werden dabei entfernt. Man nimmt das Teppichmesser und schneidet den Überstand mit einem Abstand von fünf Millimeter zur Wand einfach ab. Hier sollte man auf Genauigkeit achten. Ein Nachschneiden ist oft sehr umständlich.
  5. Nun müssen noch die Rohre der Heizkörper in den Teppichboden eingepasst werden. Wer eine Fußbodenheizung hat, ist fein raus. Man berechnet den Abstand der Wand zum Heizungsrohr und markiert die Stelle auf der Rückseite des Teppichs. Anschließend kann mit einer Schere die Stelle sauber ausgeschnitten werden. Als Alternative eignet sich ein Cuttermesser. Gut fährt man, wenn man zunächst grob ein Dreieck ausschneidet, den Teppichboden erneut einen Tag ruhen lässt und am nächsten Tag weitermacht. Es fällt dann leichter, die Rundungen auszuschneiden, weil der Teppich sich akklimatisieren durfte.
Hinweis: Die Zimmertemperatur ist beim Teppichboden lose verlegen der beste Helfer!
  1. Das nächste Problem lauert an der Tür. Man schlägt den Teppichboden an den Türzargen um und schiebt ihn auf Stoß heran. Dann kann der Teppichboden zugeschnitten werden. Achtung nicht zu viel abschneiden. Lieber Stück für Stück arbeiten. Ist im Türbereich im Estrich eine Fuge, so muss ein Profil eingesetzt werden. Das ist im Handel erhältlich. Dieses Profil wird auf dem Estrich verschraubt, um anschließend den Teppichboden bündig aufzulegen und mit einem Dekorprofil abzuklemmen. So wird eine Stolperfalle vermieden und man erhält einen glatten Übergang.
  2. Jetzt kann die Teppichbodenleiste am Rand befestigt werden. Sie schützt die Wand vor Verschmutzungen und gibt dem Teppichboden einen schönen Abschluss. Die Teppichbodenleiste kann aus Teppich oder aus Kunststoff sein. Sie werden, da sie mit doppelseitigem Klebeband ausgestattet sind, einfach auf die Tapete oder Wand geklebt. Beim Ansetzen muss man darauf achten, dass man gerade ansetzt. Eine Korrektur hat Beschädigungen zur Folge!
    Jetzt liegt der Teppichboden gerade, ist exakt angepasst und weist keine Wellen auf.

Teppichleisten aus Kunststoff

Kunststoff ist nicht jedermanns Sache und trotzdem können sie, geschickt ausgewählt, von Vorteil sein. Es gibt sogar Modelle, die über einen Kabelschacht verfügen. Kunststoffleisten werden im Anschluss an die Verlegung des Teppichbodens an die Wand geschraubt. Kabel von Computer, Fernseh und so weiter können im Kabelkanal gut versteckt werden. Die Abdeckung für das Kabel ist einfach abnehmbar. Die Kabel werden einfach an der Stelle an der sie benötigt werden nach außen geführt. Kabelsalat gibt es so nicht.

Die Kunststoffleisten sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich und können passend zur Farbe des Teppichs ausgewählt werden. Man sieht nur eine glatte Leiste. Beim Kauf ist auf eine gute Qualität zu achten. Die Qualitätsunterschiede diesbezüglich sind hoch.

Den Teppichboden lose verlegen ist ein Kinderspiel. Mit ein wenig handwerklichem Geschick und ausreichend Zeit, kann man sich an einem schönen Teppichboden ohne Wellen lange erfreuen. Farblich sind viele Varianten denkbar, die sich an den Einrichtungsstil anpassen.

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