Seide reinigen – so geht’s

Das Wichtigste in Kürze
  • Seide ist ein Stoff mit einem exklusiven Tragekomfort, aber auch mit besonderen Ansprüchen, wenn es um die Reinigung geht.
  • Hohe Ansprüche werden an das Waschmittel gestellt, da es sich bei Seide um eine Eiweißverbindung handelt.
  • Seide kann sich selbst regenerieren und macht deshalb so manchen Waschgang überflüssig.

Wer liebt sie nicht, die feinen Blusen, die edlen Negligés oder die luxuriösen Strümpfe aus Seide. Doch sobald es an die Reinigung geht, ist es schnell aus mit der Liebe.

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Ratlos vor der Waschmaschine

Nun ist es soweit, der edle Stoff soll gewaschen werden. Aber wie kann man Seide reinigen und anschließend noch Freude an dem Stück haben? Seide ist ein hochwertiger Stoff und hat eine lange Tradition. Früher nur von den Oberschichten getragen und wertgeschätzt, erfreut sich dieser Stoff heute zunehmender Beliebtheit, wenn da nicht die Frage nach der Seide reinigen wäre. Wer ratlos vor seiner Waschmaschine steht und Seide reinigen möchte, dem dürfte es egal sein, dass es Seide schon seit Jahrtausenden gibt. Wie kann man Seide reinigen, ohne das sie Schaden nimmt? Darf das edle Stück in die Waschmaschine, muss es von Hand gewaschen werden oder lieber doch gleich ab damit in die Reinigung. Welches Waschmittel darf ich benutzen und bei welcher Temperatur muss gewaschen werden? Da kommt man schnell ins Schwitzen. Dabei muss das nicht sein.

Seide reinigen mit der richtigen Pflege

Wer Seide liebt, liebt auch die Eigenschaften der Seide. Seide ist:

  • bequem und leicht zu tragen, da sie über eine geringe Dichte verfügt,
  • sie verfügt über eine hohe Formbeständigkeit,
  • sie hält im Winter warm und im Sommer kühlt sie,
  • unter den Naturfasern ist sie die Stärkste,
  • sie glänzt und schimmert leicht,
  • vermittelt ein angenehmes Hautgefühl,
  • der Träger von Seide schwitzt nicht,
  • Farbstoffe werden sehr gut aufgenommen.

Wenn da nicht die Pflege wäre? Doch mit der richtigen Pflege halten alle Kleidungsstücke aus Seide jahrelang, ohne etwas von ihrer Faszination einzubüßen. Seide reinigen geht auch ohne Qualitätsverluste. Eine Naturfaser, wie Seide, muss jedoch anders behandelt werden als eine Chemiefaser. Sorglos möchte Seide jedoch nicht gereinigt werden.

Seide darf nie mit einem Deodorant oder einem Parfum besprüht werden. Auf Bleichmittel muss beim Waschen verzichtet werden. Bei zu starkem Sonnenlicht lieber auf die teure Seidenbluse verzichten. Auf keinen Fall die schöne Seidenbluse beim Bügeln mit Wasser bespritzen. Gebügelt wird immer auf der Rückseite des Stoffes. Schnell ist es passiert und ein Fleck ziert die Lieblingsbluse. Flecken auf Seide niemals mit Wasser entfernen. Nachdem Seide reinigen, das gute Stück niemals auswringen.

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Seide reinigen geht nicht nur chemisch, sondern auch mit einer Handwäsche. Dafür kann man ein spezielles Seidenshampoo oder eine milde Seife verwenden. Nun wird die Seide etwa drei bis fünf Minuten in lauwarmes Wasser (unter 30 Grad) eingeweicht. Dabei den Seidenstoff nur leicht im Wasser bewegen. Im nassen Zustand ist Seide sehr empfindlich. Daher Achtung! Anschließend wird die Seide in kaltem Wasser gespült. Damit alle Seifenrückstände entfernt werden, kann man einen Teelöffel Wein-Essig dazugeben. Die Seide niemals auswringen, sondern sie glatt ziehen und zum Trocknen aufhängen. Nach dem Trocknen kann die Seide gebügelt werden. Bitte immer auf der Rückseite bügeln und der Stoff sollte noch leicht feucht sein. Beim Bügeleisen die Stufe “Seide” einstellen. Auf gar keinen Fall zu heiß bügeln. Seide ist eine Eiweißverbindung und starke Hitze ist einfach nicht gut für sie. Wer diese Hinweise einhält, wird noch lange Freude an seinem Lieblingsstück haben.

Waschmittel zum Seide reinigen

Seide ist in der Herstellung sehr aufwendig. Für eine Seidenbluse werden ungefähr die Fäden von 2000 Kokons der Seidenraupe benötigt. Seide ist ein Stoff, welcher besondere Ansprüche hat. Die Auswahl des Waschmittels ist deshalb nicht leicht:

  • Seide reinigen mit normalen Waschmitteln, lässt die Seide schnell alt aussehen. Die Waschmittel sind stark alkalisch und greifen die Proteine im Stoff stark an. Der empfindliche Stoff wird aufgeraut.
  • Ein Shampoo mit rückfettenden Eigenschaften oder ein Wollwaschmittel lassen die Seide speckig und fettig aussehen. Den gleichen Effekt hat Weichspüler.
  • Wer ein Bleichmittel verwendet, wird schnell keine Farbe mehr im Stoff vorfinden.
  • Besonders empfindliche Seidenstoffe sind Chiffon und Krepp. Diese benötigen eine chemische Trockenreinigung.
  • Ein spezielles Waschmittel für Seide ist am besten geeignet.
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Mit der Maschine Seide reinigen?

Seidenprodukte lassen sich dann auch in der Maschine reinigen, wenn es auf dem Pflegeetikett vermerkt ist. Ansonsten muss Seide von Hand gewaschen werden. Ein Schonwaschprogramm ohne Schleudern ist auch für Seide eine perfekte Einstellung. Die neuen Waschmaschinen besitzen in der Regel zum Seide reinigen ein spezielles Programm, welches die Seide schonend wäscht. Wichtig ist dabei, das Seidenstück in einen Wäschesack zu packen, und zwar getrennt nach Farben. So erleidet der Stoff keinen Schaden durch die Trommel. Eine Seidenbluse ist dabei immer getrennt von Kleidungsstücken mit Häkchen, wie einen BH, zu waschen. Fäden und Löcher in der Seide werden so vermieden.

Flecken entfernen

Flecken lassen sich auf Seide leicht entfernen, in dem man einen kleinen Spritzer Waschbenzin auf den Fleck gibt. Im Anschluss wird der Fleck leicht abgetupft und der Fleck ist verschwunden. Fleckenentferner sind ein absolutes Tabu.

Hilfreiche Tipps

Wer keine Lust darauf hat, das Bügeleisen zu schwingen, der hängt einfach das Kleidungsstück aus Seide auf einen Kleiderbügel und anschließend in die feuchte Nachtluft oder in die Dusche. Bevor man den Kleiderbügel in der Dusche platziert, muss man ein paar Minuten lang heißes Wasser laufen lassen. Der so entstandene Wasserdampf glättet die Seide und das Bügeleisen darf im Schrank bleiben. So verschwinden übrigens auch Knitterfalten.

Seide kann sich gut auch selbst regenerieren. Deshalb sollte sie auch nicht sofort gewaschen werden. War man am Abend aus und der Seidenbluse hängt ein übler Geruch an, hängt man sie einfach ein paar Tage an die frische Luft. Die unerwünschten Gerüche verschwinden wie von selbst und ein Waschgang wird gespart.

Fazit

Wer beim Seide reinigen so zart mit dem Stoff umgeht, wie sich die Seide auf der eigenen Haut anfühlt, wird lange Freude an seinem Kleidungsstück haben. Grundsätzlich gilt es ein mildes Waschmittel speziell für Seide zu verwenden, die Waschtemperatur niedrig zu halten und den Stoff nur ganz leicht in der Waschlauge hin und her zu schwenken. Wringen ist prinzipiell verboten und bügeln immer nur von der Rückseite. Auf das die Seidenbluse lange lebe!

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