Schieferplatten kleben – so geht das

Das Wichtigste in Kürze
  • Schieferplatten bestehen aus Naturstein und haben neben der Optik, hervorragende Eigenschaften, die den Einsatz im Innen- und Außenbereich möglich machen.
  • Um Schieferplatten kleben zu können, ist es wichtig, dass die Oberflächen fettfrei und sauber sind.
  • Beim Kleben der Schieferplatten ist Vorsicht im Umgang mit den Klebstoffen geboten.

Schiefer ist ein Naturstein aus Tonstein und entstand bereits vor 400 Millionen Jahren. Doch auch Schieferplatten kleben will, mit dem richtigen Klebstoff gelernt sein.

Woraus bestehen Schieferplatten?

Diese Frage beantwortet bereits der Name, aus Schiefer. Schiefer ist ein metamorphes Gestein, dessen Abbau emissionsarm ist. Entstanden ist es durch Ablagerungen von feinstkörnigen Massen aus Tonschlamm, die sich durch den Druck der Auflagerung verfestigten.

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Wofür eignen sich Schieferplatten?

Der Einsatz von Schieferplatten ist vielseitig und nicht nur wegen der schönen Optik:

  • Die Schiefertafel, wer kennt sie nicht.
  • Beim Hausbau kommen sie zum Einsatz auf dem Dach, aber auch an der Fassade.
  • Sie kommen als Hausnummer und Klingelschilder zum Einsatz.
  • Sie finden Verwendung im Garten und auf der Terrasse.
  • Auch bei Trockenmauern oder für Gartenwege finden sie Verwendung.
  • Als Arbeitsplatte für die Küche, als Tischplatte oder Treppenstufe, als mondäne Wandverkleidung, exklusive Kaminabdeckung und sogar als Teller und Untersetzer werden Schieferplatten als reines Naturprodukt eingesetzt.

Die Eigenschaften der Schieferplatten

Schieferplatten können eine ganz unterschiedliche Optik haben. So ist Tonschiefer zum Beispiel meist grauschwarz. Andere Schieferarten gehen ins Rötliche, Bläuliche oder Grünliche. Bei der Verwendung von Schieferplatten ist es wichtig, immer nur Produkte aus einer Grube zu verwenden. Die Färbung des Schiefers entsteht auf natürliche Art und Weise und großflächig eingesetzt, fallen Farbunterschiede schnell auf.

Neben der tollen Optik haben Schieferplatten auch hervorragende Eigenschaften, sodass sie im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden können. Schiefer ist:

  • Strapazierfähig und hat eine hohe Festigkeit.
  • Wetterfest und temperaturbeständig.
  • Nicht brennbar.Da Schiefer sehr weich ist, kommt es schnell mal zu einem Kratzer, der aber auch schnell wieder verschwunden ist.
  • Resistent gegen Feuchtigkeit, da sehr dicht. Deshalb auch im Bad einsetzbar.
  • Schieferplatten speichern Wärme und sind daher gut einsetzbar bei Fußbodenheizungen.

Schieferplatten kleben – so geht’s!

Ob eine Schieferplatte neu geklebt wird oder eine schadhafte Stelle zusammengeklebt werden muss, wichtig ist, den richtigen Klebstoff zu verwenden. Damit eine Schieferplatte nach einem Bruch geklebt werden kann, muss die Stelle sauber sein und darf keine Ecken und Kanten aufweisen. Darüber hinaus muss ein guter Steinkleber eingesetzt werden, der auf der Basis von synthetischen Harzen wie Epoxid, Polyurethan, Cyanacrylat oder Methylmethacrylat hergestellt wurde. Dann kann es mit dem Schieferplatten kleben losgehen.

Schieferplatten kleben mit Epoxidharzklebstoff

Die erste Wahl sind Epoxidharzklebstoffe dann, wenn die Schieferplatten im Badbereich oder Außenbereich geklebt werden sollen, denn hier wird eine Feuchtebeständigkeit gewünscht. Die Aushärtung erfolgt innerhalb von einem Tag bei 20 Grad Celsius.

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Schieferplatten mit Gummi kleben

Genau genommen wird mit Gummidichtung geklebt. Wichtig ist, zu prüfen, ob es sich tatsächlich um Gummi handelt und nicht um Kunststoff, der gummiähnlich sein kann. Es gibt viele Mischungen aus Gummi, die über vielfältige Klebeeigenschaften verfügen. Durch das Ausdiffundieren der Inhaltsstoffe der Gummimischung kann die Verklebung geschädigt werden. Für gute Ergebnisse beim Kleben der Schieferplatten sollte daher Ein- oder Zwei-Komponenten-Kleber verwendet werden.

Schieferplatten mit Metall kleben

Beim Kleben mit Metall sind einige Kombinationen möglich, die nicht frei von Risiken sind. Je nachdem welches Metall, Aluminium, Stahl, Messing, Kupfer, verwendet wird, sind die verschiedensten Klebeeigenschaften verfügbar. Voraussetzung ist immer, dass die Oberflächen fettfrei und sauber sind. Generell eignet sich auch hier Zwei-Komponenten-Kleber auf der Basis Pur oder Epoxidharz.

Schieferplatten mit Glas kleben

Die besten Ergebnisse erzielt man auch hier mit Zwei-Komponenten-Klebstoffen, die auf der Basis von Epoxidharz hergestellt wurden. Alternativ können auch dauerelastische Klebemassen zur Anwendung kommen.

Schieferplatten mit Kunststoff kleben

Wichtig dabei ist, der Kunststoff muss duroplastisch sein. Auch hier ist der Zwei-Komponenten-Kleber auf Epoxidharzbasis die erste Wahl. Aber auch dauerelastische Klebemassen können Verwendung finden.

Anleitung zum Schieferplatten kleben

Um die Schieferplatten kleben zu können, müssen die Klebeflächen sauber und staubfrei sein. Die Bereiche die angrenzen sollten abgedeckt werden. Die Klebestränge des gewählten Steinklebers werden nun längs der Schieferplattenränder und anschließend wellenförmig in der Mitte aufgetragen. Dann kann man den Kleber zum Beispiel mit einem Spachtel vollflächig verteilen. Je nachdem wie breit die Schieferplatte ist, kann die Anzahl der Klebestränge unterschiedlich sein. Wichtig ist, innerhalb weniger Minuten nach dem Auftragen die Schieferplatten aufzusetzen und anzudrücken. Es kommt sonst zu einer Hautbildung beim Klebstoff. Abhängig ist sie von der Temperatur der Umgebung und der Feuchtigkeit. Wurde die Schieferplatte aufgesetzt, kann sie noch leicht ausgerichtet werden. Die Kleberückstände werden einfach abgeschnitten, nachdem sie ausgehärtet sind.

Hinweis: Augen schützen und Hautkontakt vermeiden mittels Schutzbrille und Handschuhe. Klebstoffe sollten stets nur in gut gelüfteten Räumen angewendet werden.

Die Besonderheiten der Verlegung von Schieferfliesen

Schieferplatten, die als Schieferfliesen verlegt werden sollen, unterscheiden sich von keramischen Fliesen.

Schieferfliesen haben eine weitgehend geschlossene Oberflächenstruktur. Die verhindert, dass Flüssigkeiten in die Fliesen eindringen kann. An den Kanten und der Unterseite jedoch können kleinste Flüssigkeitsmengen leicht in den Stein eindringen. Dringt zum Beispiel Wasser ein, kommt es zu einer minimalen Ausdehnung der Fliesen. Die Ecken biegen sich leicht nach oben, da das Wasser nur an der Unterseite eindringt. Dieser Vorgang ist jedoch reversibel, wenn die Schieferplatte genug Platz hat, um während des Trocknens in die ursprüngliche Form zurückzugehen.

Für den Verlegeprozess bedeutet das, dass der Klebstoff Wasser an die Fliese aus Schiefer abgibt. Dadurch biegen sich die Ecken minimalst nach oben. Kanten bekommen plötzlich einen leichten Absatz, obwohl sie vorher bündig waren. Ist die Schieferplatte rustikal gehalten, stört das wenig. Doch bei ebenen Schiefer fällt es auf. Bewegt sich die Schieferplatte erst, wenn der Klebstoff schon angezogen hat, aber noch nicht fest ist, hebt sich die Fliese nur und legt sich dann wieder in das Klebebett zurück. Optisch ist dem Schieferfliesenboden nichts anzumerken. Nur der Klopftest an den Ecken der Schieferfliesen gibt den Hinweis darauf, dass die Ecken keine Verbindung zum Untergrund haben.

Deshalb gilt generell:

  1. Der Kleber sollte Natursteinkleber sein, der eine kristalline Wasserverbindung hat. So nimmt die Fliese weniger Wasser auf.
  2. Je schneller der Klebstoff abbindet, umso weniger Feuchtigkeit gelangt in die Schieferfliese.
  3. Ganz sicher geht man, wenn man das Wasser durch Kunststoffdispersion ersetzt. Dann ist das Ergebnis der Verlegung optimal. Dieser Klebstoff ist doppelt so teuer wie Natursteinkleber, aber das Ergebnis rechtfertigt den Preis.
Beim Schieferplattenkleben gibt es einiges zu beachten. Doch die Eigenschaften des Schiefers und die Optik lassen den Einsatz lohnenswert werden.

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