Wohnkomfort durch Schallschutzfenster

Das Wichtigste in Kürze
  • Schallschutzfenster reduzieren den Lärmpegel in Häusern und Wohnungen erheblich.
  • Der Einbau von Schallschutzfenstern beseitigt Konzentrationsstörungen und auch gesundheitliche Störungen, wie Schlafstörungen.
  • Ausschlaggebend für den Schallschutz ist die Dicke der Verglasung und die Konstruktion des Fensters.

Wer direkt an einer Straße wohnt oder in der Nähe eines Flughafens wird sie zu schätzen wissen, die Schallschutzfenster. Die Geräuschkulisse fahrender Autos oder startender und landender Flugzeuge wird gedämpft und der Wohnkomfort steigt.

Warum Schallschutzfenster?

Jeder kennt das, störende Geräusche in der Wohnung kommen hauptsächlich von außen und durch das Fenster. Ob nun Flugzeuge, Züge oder Autos auf einer stark befahrenen Straße die Ruhe stören ist dabei völlig unerheblich, die Geräuschkulisse setzt dem Menschen zu. Sie führt nicht nur zu Konzentrationsschwierigkeiten, sondern auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Schlafstörungen.

Wer noch alte Fenster sein eigen nennt und diese in den letzten Jahrzehnten auch nicht wechseln lassen hat, hat vermutlich noch Fenster mit einer Einfach-Verglasung. Sie bieten überhaupt keinen Schutz vor Außenlärm. Dieser dringt ungehindert durch das Fenster in das Haus oder die Wohnung ein. Wer die Kosten für Schallschutzglas scheut, kann auf die günstigere Variante der Zwei- oder Dreifach-Verglasung zurückgreifen. Der Schallschutzwert wird auch mit dieser Verglasung schon deutlich besser.

Schallschutzfenster

Doch den Lärm einer stark befahrenen Bundesstraße oder die Nähe zu einem Flughafen kann eine Zwei- oder Dreifach-Verglasung nicht abfedern. Hier werden tatsächlich Schallschutzfenster benötigt.

Den Wohnkomfort im eigenen Heim kann man mit

  • Schallschutzfenstern
  • Schallschutzglas
  • schalldämmenden Rahmen
  • einer höheren Scheibenstärke

stark verbessern.

Alternativ kann man sich auch für Rollläden entscheiden, die schalldämmend sind. Auch diese können den Lärmpegel stark reduzieren. Wichtig ist, beim Einbau auf eine fachgerechte Montage zu achten. Anderenfalls könnte es nämlich passieren, dass durch den Rollladenkasten doch wieder störender Lärm ins Haus eindringt.

Mit diesen Maßnahmen wird das eigene Heim wieder gemütlich und die Gesundheit nebst Wohlbefinden sichtlich gefördert.

Der Aufbau von Schallschutzfenstern

Schallschutzfenster sind ganz anders aufgebaut als Fenster mit einer Einfach-Verglasung. Trifft aufgrund eines Geräusches die Schallwelle auf eine Fensterscheibe, so wird diese bei einer Standardverglasung in eine Schwingung versetzt. Diese Schwingung wird an die nächste Fensterscheibe weitergegeben und gelangt so in das Haus. Das ursprüngliche Geräusch kommt zwar etwas abgeschwächt in das Haus, der Mensch nimmt es jedoch überdeutlich wahr. Schallschutzfenster aus moderner Fertigung lassen diese Geräusche von außen nicht in das Haus, weil die Fensterglasscheiben asymmetrisch angeordnet sind.

Dabei gestaltet sich der Aufbau des Schallschutzfensters wie folgt:

  1. Die Verbundglasscheibe, die sich an der Außenseite des Fensters befindet, besteht aus mindestens zwei Glasscheiben. Diese sind durch eine Schallschutzfolie klebend miteinander verbunden. Die Schallschutzfolie besteht aus Kunststoff. So wird die Verglasung dicker.
  2. Isolierglas wird sowohl bei der Zweifach- als auch bei der Dreifach-Verglasung auf die Innenseite des Fensters gesetzt.

Der Scheibenabstand ist dabei unterschiedlich groß, sodass durch die Schallschutzverglasung die Schallwellen gebrochen werden. So kann der Lärm nicht in die Wohnräume kommen.

Wie groß der Schallschutz ist, hängt vor allem davon ab, wie dick die Glasscheiben sind und wie viel Platz der Zwischenraum der Scheiben hat.

Ist der Abstand zwischen Verbund- und Isolierglas groß, so ist auch die Reduzierung der Schallemission groß. Ist die Verglasung sehr dick, ist der Schallschutz sehr hoch. Das ist die Faustregel.

Der Unterschied liegt also bei der gewählten Verglasung und der Konstruktion des Fensterglases. Der Lärmschutz wird garantiert durch den hohen Glasanteil und den asymmetrischen Scheibenaufbau. Der Zwischenraum der Scheiben wird mit einem Edelgas gefüllt. Das gilt sowohl für Lärmschutzfenster als auch für die Isolierverglasung. So wird die Schalldämmung noch einmal wesentlich verbessert.

Die einzelnen Schallschutzklassen

Wer wissen möchte, ob er tatsächlich Schallschutzfenster braucht, kann entweder seinem Gehör vertrauen und damit seinem subjektiven Empfinden oder er schaut in die Schallschutzklassen. Die heutigen modernen Fenster werden in sechs Schallschutzklassen untergliedert. Dabei gilt, je höher die Schallschutzklasse, umso höher ist auch die Schalldämmung. Ausschlaggebend sind der Wohnort und das Umfeld, denn davon ist die Geräuschkulisse abhängig und natürlich das eigene Empfinden bezüglich der Lärmbelästigung.

Nachdem gerade alte Fenster meist eine schlechte Schalldämmung haben, kommt ihnen bei der Minimierung des Lärmpegels eine besondere Bedeutung zu. Doch Achtung, die Schalldämmung darf nicht zu hoch ausfallen, weil sich dann die folgenden Nachteile ergeben können:

  • das Raumklima verändert sich ungünstig
  • die Kosten werden künstlich in die Höhe getrieben
  • es entsteht ein Gefühl, isoliert zu leben.

Wer sich unsicher ist, welche Schallschutzfenster er benötigt, kann sich von einem Profi-Fensterbauer beraten lassen. Die DIN 4109 enthält die Regelung zu den Schallschutzklassen für Schallschutzfenster. Diese dient zur Orientierung über den benötigten Schallschutz. So hat man bereits vorab einen Richtwert.

Die Schallschutzklassen sind nach dem Schalldämmmaß gegliedert. Das Schalldämmmaß gibt an, wie viel Lärm, welcher durch das Fenster eindringt, genau abgehalten werden kann. Für die Schallschutzklasse 1 bedeutet das, das Fenster in dieser Klasse, den in das Haus eindringenden Lärm um 25 – 29 dB verringern kann. Verringert sich die dB- Zahl nur um 10 dB, nimmt das menschliche Ohr das bereits als Halbierung des Lärmpegels wahr.

Schallschutzklasse Fenster-Schalldämmmaß
1 25 – 29 dB
2 30 – 34 dB
3 35 – 39 dB
4 40 – 44 dB
5 45 – 49 dB
6 > 50 dB

Die Kosten der Schallschutzfenster

Natürlich kosten Schallschutzfenster nicht gerade wenig. Deshalb stellt sich auch die Frage, ob sich dieser zusätzliche Schallschutz auch wirklich lohnt? Diese Frage ist im Vorfeld sorgfältig abzuwägen und den persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Die Frage, welcher Schallschutz wirklich den optimalen Schallschutz den persönlichen Bedürfnissen entsprechend bietet, kann nur individuell beantwortet werden. Manchmal reichen auch Fenster, die mit Sicherheitsglas ausgestattet sind, völlig aus. Dazu zählen Verbundsicherheitsglas und Panzerglas. Sie bieten ebenfalls schon einen hohen Lärmschutz.

Für Fenster der Schallschutzklasse 5 liegt der Aufpreis auf den Kaufpreis bereits bei zwischen 150 und 200 Euro je Quadratmeter. Bei der Schallschutzklasse 3 beträgt der Aufpreis lediglich 50 Euro je Quadratmeter Fensterfläche. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Qualität im Vordergrund steht. Wer neue Schallschutzfenster einbauen möchte, sollte einem Experten auf diesem Gebiet vertrauen. Werden zum Beispiel die Fensterfugen fehlerhaft abgedichtet, kann das zu einer verringerten Schallschutzwirkung der Fensterverglasung führen.

Den Einbau von Schallschutzfenstern sollte man den Experten überlassen. Sind sie jedoch erst einmal eingebaut, erhöht sich der Wohnkomfort enorm.

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