Polypropylen Teppich reinigen – wenn Staubsaugen allein nicht ausreicht

Das Wichtigste in Kürze
  • Bei einem Polypropylen Teppich ist nicht unbedingt eine professionelle Reinigung notwendig
  • Kunstfaserteppiche sind leicht zu reinigen
  • Teppiche aus Polypropylen leiten Feuchtigkeit schnell ab

Teppiche bringen nicht nur wohnliche Farbtupfer in die Inneneinrichtung, sondern verleihen dem Raum eine angenehme Atmosphäre. Doch was tun, wenn der Bodenbelag so stark verschmutzt ist, dass Staubsaugen nicht mehr ausreicht? Einen Polypropylen Teppich zu reinigen ist einfach – und braucht nicht unbedingt eine professionelle Reinigung.

Polypropylen Teppich: Reinigungsmöglichkeiten

Die regelmäßige Pflege und Reinigung macht einen Teppich stets langlebiger. Allerdings ist bei einem Polypropylen Teppich nicht in jedem Fall eine professionelle Teppichreinigung nötig, da diese speziellen Bodenbeläge auch zu Hause einfach gepflegt und gründlich gereinigt werden können.

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Neben dem üblichen Absaugen, also einer Trockenreinigung, lassen sich Kunstfaserteppiche auch nass sehr einfach und gut säubern.

Reinigung in einer haushaltsüblichen Waschmaschine

Je nach Belastungsstärke kann es auf dem Teppichboden aus PP hin und wieder auch zu recht hartnäckigen Gebrauchsspuren oder Flecken kommen, denen man mit dem Staubsauger nicht zu Leibe rücken kann. Handelt es sich dabei um einen flexibel einsetzbaren Kunststoffteppich, der nicht allzu groß ist, kann man ihn in einer haushaltsüblichen Waschmaschine waschen.

Allerdings muss man hierbei auf die Waschtemperatur achten, denn ein Polypropylen Teppich verträgt in der Regel nur einen Waschgang bei 40°C. Herstellerangaben und Reinigungsempfehlungen findet man meist auf der Rückseite des Teppichs.

Bevor man den Teppich jedoch in die Waschmaschine gibt, sollte er unbedingt von groben Verschmutzungen befreit werden. Eventuell müssen besonders hartnäckige Flecken auch vorbehandelt werden, um das Waschergebnis zu optimieren.

Nach dem Waschgang ist darauf zu achten, dass der Teppich aus Polypropylen ausreichend trocknen kann. Nicht immer wird hier eine herkömmliche Leine ausreichen, denn der Teppich ist im nassen Zustand deutlich schwerer. In den Trockner gehört dieses Wohnaccessoire jedoch nicht, da sich bei den hohen Temperaturen die Qualität negativ verändern kann.

Hinweis: Beim Trocknen des Polypropylen-Teppichs sollte darauf geachtet werden, dass die Feuchtigkeit möglichst gleichmäßig entweichen kann.

Ebenfalls sollte auf eine intensive und direkte Sonneneinstrahlung verzichtet werden, da die Farben des Teppichs dabei stark ausbleichen können.

Shampoonieren von Auslegware

Für großflächige Teppiche und Auslegware aus Polypropylen ist die Waschmaschine natürlich denkbar ungeeignet. Doch dank der pflegeleichten Kunststofffaser lassen sich Verschmutzungen durch Shampoonieren beseitigen.

Dafür eignen sich besonders die folgenden drei Varianten:

  1. Nass-Shampoo: Bei dieser klassischen Variante wird ein ammoniakfreies und nicht alkalisches Teppich-Reinigungsmitel entsprechend der Herstellerangaben angerührt und auf dem gesamten Teppich verteilt. Nach der angegebenen Einwirkzeit wird das getrocknete Teppichshampoo von der Auslegware gründlich abgesaugt.
  2. Teppichpulver: Auch wenn das trockene Absorptionspulver zunächst nicht als Shampoonieren gewertet wird, gehört es dennoch in diesen Bereich. Das Pulver wird nach Herstellerangaben auf der Auslegware verteilt. Nach einer Einwirkzeit von meist wenigen Minuten kann es abgesaugt werden. Sollte der Polypropylen Teppich nicht von Kindern und Haustieren genutzt werden, ist es ideal, wenn einige der kleinen Körnchen in den Fasern des Teppichs verbleiben. Das verhindert die zu schnelle Neuverschmutzung und kann beim nächsten Saugen einfach entfernt werden.
  3. Teppichspray: Hier steckt das Teppichshampoo faktisch in der Spraydose und muss nicht erst angerührt werden. Häufig wird es auch als Polsterreinigung angeboten. Die Handhabung ist sehr einfach, denn die Auslegware muss damit gleichmäßig eingesprüht werden. Mitunter ist ein sanftes Einreiben erforderlich, damit das Reinigungsmittel auch in den tieferen Schichten des Kunststoffteppichs wirken kann. Nach einer vorgegebenen Einwirkzeit wird – ähnlich wie bei einer Behandlung mit einem herkömmlichen Nass-Shampoo – die Auslegware abgesaugt.

Tricks zur Entfernung von Tierhaaren

Haustiere haben in vielen Haushalten ihren festen Platz in der Familie. Doch sie strapazieren natürlich auch die schönen Teppichböden. Mit einigen Tricks kann es gelingen, mit Tieren einen ebenso schönen Teppich zu haben wie ohne.

Tierhaare scheinen überall zu sein und sich mit Vorliebe in den Fasern eines Teppichs festzusetzen. Was jedoch nicht so sehr verwundert, lieben die Vierbeiner es doch, auf einem weichen Teppich zu liegen. Deswegen muss man aber nicht auf die warmen und weichen Bodenbeläge verzichten.

Einige einfache Tricks, um Tierhaare aus dem Kunststoffteppich zu entfernen.

Zunächst einmal wäre da das übliche Staubsaugen, was in der Regel die meisten haarigen Hinterlassenschaften der Vierbeiner entfernen kann. Häufig reicht das jedoch nicht aus, denn Haare hängen oftmals fester in den Kunststofffasern fest.

Handelt es sich nach dem Saugen nur um einige Tierhaare, können diese mit einem Waschgang ausgespült werden. Das geht aber nur bei jenen Polypropylen Teppichen, die klein genug sind, um sie in der Waschmaschine zu reinigen. Sind sie jedoch etwas größer, kann eine Handwäsche in der Badewanne helfen, um Tierhaare zu entfernen.

Schwieriger wird es jedoch bei vielen Tierhaaren oder auf der Auslegware. Aber auch hierfür gibt es geeignete Lösungen, um den Teppich wieder haarfrei zu bekommen:

Fusselrolle oder –bürste: Diese wie üblich über den Teppich oder die Auslegware führen, um so größere Ansammlungen von Tierhaaren aus den Teppichfasern zu entfernen.

Gummihandschuhe: Mit leichten kreisenden Bewegungen über die Teppichfläche streichen, sodass sich durch die elektrostatische Aufladung der Handschuhe die Tierhaare an den behandschuhten Händen sammeln.

Paketklebeband: Anstelle der Handschuhe wird Paketklebeband mit der Klebeseite nach außen um die Hand gewickelt und über den Teppich geführt. Die Tierhaare kleben daran fest und können anschließend einfach entsorgt werden.

Hinweis: In jedem Fall sollte man aber ein zu festes Reiben vermeiden, denn das kann die Fasern des Kunststoffteppichs beschädigen.

Tipps für die Fleckenentfernung

Im Alltag ist es oftmals schnell passiert, dass auf dem Teppich oder der Auslegware Flecken verursacht werden. Nicht immer steht aber gerade eine gründliche Teppichreinigung an. Dann helfen die Tipps für die Fleckenentfernung, um im akuten Fall schnell wieder für Sauberkeit zu sorgen.

  • Einfache Verunreinigungen mit lauwarmen Wasser behandeln und vorsichtig ausbürsten.
  • Leichte Flecken mir Gall-, Flüssig- oder Schmierseife vorsichtig einreiben und ausbürsten.
  • Sprudelwasser auf den Fleck geben und vorsichtig abwischen, nachdem die Kohlensäure aufgehört hat, zu sprudeln.
  • Etwas hartnäckigere Flecken mit Rasierschaum einsprühen und einige Minuten einwirken lassen. Danach kann man die Stelle einfach absaugen.
  • Frische Flecken, die durch Rotwein, Kaffee oder auch Tee entstanden sind, sollten gut mit Salz bestreut werden, damit es die Farbstoffe aus dem Teppich zieht. Nach einiger Zeit absaugen.
  • Eingetrockneter Kaffee, Tee oder Rotwein ist sehr hartnäckig, weswegen es hier optimal ist, das Salz erst anzufeuchten und anzuwärmen, bevor man diese hartnäckigen Flecken damit behandelt. Ist das Salz getrocknet, kann man den Teppich absaugen.
Hinweis: Da Polypropylen Teppiche nach der Reinigung häufig dazu neigen, schneller wieder zu verschmutzen, ist es ratsam, die stark belastenden Stellen mit verdünntem Essigwasser zu behandeln.

Leicht eingerieben werden die Kunststoff-Fasern deutlich länger brauchen, bevor sie durch das häufige Betreten des Teppichs wieder verschmutzen.

Eigenschaften eines Polypropylen Teppichs

Zunehmend wird die widerstandsfähige Kunstfaser Polypropylen, kurz PP, bei der Fertigung von Teppichen verarbeitet. Dadurch werden sowohl kleine Teppiche als auch Auslegware sehr viel robuster und pflegeleichter. Im Gegensatz zu herkömmlichen Teppichen aus Naturfasern sind Kunstfaserteppiche zudem sehr viel leichter zu reinigen.

Denn Polypropylen macht den Teppich:

  • weich
  • leicht
  • lichtbeständig
  • farbecht
  • feuchtigkeitsabweisend
  • wärmedämmend
  • widerstandsfähig
  • pflegeleicht
  • preiswert

Darüber hinaus verringert die Kunststofffaser im Teppich die elektrostatische Aufladung. Die hohe Trittschalldämmung ist ein weiterer Vorteil, dem sich Käufer eines solchen Bodenbelages nicht entziehen können. Denn dadurch können Teppiche mit einem hohen Anteil an PP auch in Räumen ausgelegt werden, die mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind.

Hinweis: Etwas nachteilig verhält sich Polypropylen in Hochflor Teppichen. Denn hier tritt sich die Kunststofffaser bei großer Beanspruchung schnell platt, sodass die optische Ausstrahlung des Bodenbelages leidet.

Einen Polypropylen Teppich zu reinigen ist kein Hexenwerk. Dafür ist keine professionelle Ausrüstung notwendig, denn aufgrund der verarbeiteten Kunststofffaser lassen sich kleine und große Teppiche dieser Art sowohl nass als auch trocken reinigen.

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