Plissee und Gardinen kombinieren – worauf man achten sollte

Das Wichtigste in Kürze
  • Zuerst das Plissee aussuchen – dann die Gardine
  • Das Material entscheidet über den Nutzen
  • Plissees gibt es für unterschiedlichste Fensterformen
  • Die passende Kombi findet man nicht über das Internet
  • Am besten ist es, sich einen Raumausstatter nach Hause zu holen

Was anno dazumal die Gardine, ist heute das Plissee. Ein Stückchen Stoff, direkt am Fenster befestigt, ersetzt die meterlangen Stoffe, die man früher noch dreifach in Falten legte. Aber nicht immer passt das Plissee allein. In einigen Fällen wirkt der Raum viel besser, wenn man Plissee und Gardine kombiniert. Worauf dabei zu achten ist, haben wir hier zusammengefasst.

Plissee und Gardine kombinieren

Stoff in Bahnen, Rüschen und Falten

Plissee und Gardine sind gute Teamplayer. Sie ergänzen sich perfekt. Besonders, wenn es um eine funktionale Fensterdekoration gehen soll, ist die Kombi Gardine und Plissee unschlagbar. Dabei dient das Plissee in erster Linie gar nicht der Dekoration, sondern dem Sicht- oder Sonnenschutz. Dass der Faltstore, wie er auch genannt wird, auch noch schön und dekorativ wirkt, ist eine willkommene Randerscheinung, die man sich in seinem Heim zunutze machen kann, um Räume noch ansprechender zu gestalten.

Plissee bietet gegenüber anderen Optionen für Sicht- und Sonnenschutz vor allem den Vorteil, genau dort eine blick- und sonnendichte Barriere zu bilden, wo sie gerade benötigt wird. Das Plissee lässt sich dank seines Schienen- und Schnursystems präzise an den Platz verschieben, an dem der Sonneneinfall gerade gedämpft oder der Blick ins Zimmer abgehalten werden soll. Während etwa ein Rollo das gesamte Fenster bis zu dem Punkt verdeckt, zu dem es heruntergelassen wurde, deckt ein Plissee bei Bedarf auch nur einen Schmalen Streifen im Mittleren Bereich des Fensters ab.

Auch die Gardine war grundsätzlich einmal dafür gedacht, Blicke und zu hohe Sonneneinstrahlung draußen zu halten. Mit der Zeit wurde das hübsche Stück Stoff am Fenster regelrecht zur Kunstform erhoben. Es entwickelten sich unzählige diffizile Fensterdekorationen. Gefaltete und geraffte Stores, entzückende Gardinen mit Rüschen, pompöse Seitenteile, vielgestaltige Draperien: Der Fantasie wurden hier keine Grenzen gesetzt.

Im Gegensatz vom vorigen Jahrhundert hat sich die Fensterdeko verändert. In modernen Häusern fällt sie heute minimalistischer aus, bietet jedoch dafür mehr Kombinationsmöglichkeiten. Ein Team bilden man unter anderem Gardinen und Raffstores, Vorhänge und Jalousien, Seitenteile und Rollos oder Plissees und Gardinen.

Plissee Arten – Welche Art passt auf welches Fenster?

Bei einer gelungenen Kombination mehrerer Stoffe bilden Material, Farben und Formen eine Einheit bilden. Jedes Material kann ein anderes Material unterstreichen und akzentuieren, es kann dafür sorgen, dass ein Material in den Vordergrund oder in den Hintergrund rückt. Gelungen erscheint es uns dann, wenn eine Art „optisches Zusammenspiel“ entsteht.

Um aus einer Kombi einen gelungenen Einteiler zu machen, ist es unumgänglich, Stoffe und Farben noch vor der Anfertigung auf ihrer Kombinationstauglichkeit hin zu überprüfen. Ein Teilbereich des Lebens, den das Internet niemals übernehmen kann. Denn um Stoffe untereinander zu kombinieren, muss man sie leibhaftig und live sehen. Möbelhäuser mit Vorhangabteilung, Weißwarengeschäfte und Raumausstatter sind dafür unersetzlich.

Die wichtigste Entscheidung: Plissee Materialien und Stoffe

Bevor man sich auf den Weg zum Raumausstatter macht, sollte man bereits wissen, welchen Zweck der kombinierte Fensterbehang erfüllen soll. Wägt man nämlich nicht schon vorher die individuelle Nutzbarkeit ab, kann man ob der Vielfältigkeit des Angebots schnell einmal verzweifeln. So viele Stoffe, so viele Materialien, so viele Montage- und Gestaltungsarten. Da schaltet sich zu schnell die Emotion ein, was dazu führt, dass man zu einem schönen, aber unbrauchbaren Modell greift. Ein Plissee muss eben mehr können als schön sein.

Neben der Montageart und der Form entscheidet besonders das Material eines Plissees über dessen Nutzen. Ein Plissee kann:

  • den Raum abdunkeln oder komplett verdunkeln
  • direkte Blicke ins Innere abhalten
  • die Sonne reflektieren
  • Hitzeschutz bieten
  • eine gewisse Wärmedämmung bieten
  • für Feuchträume geeignet sein
  • in der Waschmaschine waschbar sein

Schon hier trifft man eine wichtige Entscheidung, und sortiert unpassendes Material aus der schier unüberblickbaren Vielfalt aus.

Plissee Montage- und Befestigungsarten: Auch hier versteckt sich ein Nutzen dahinter

Wer sich für die Funktion des Materials entschieden hat, muss sich im nächsten Schritt mit den Arten der Befestigung auseinandersetzen. Das ist beispielsweise dann essentiell, wenn man den Raum mit dem Plissee komplett abdunkeln möchte. Denn dann muss das Plissee zumindest die Verglasung sicher abdecken, um Lichteinfall zu vermeiden. Hier kommt unter anderem eine verspannte Rahmenmontage oder die freihängende Montage außerhalb der Fensterlichte infrage. Im ersten Fall verdeckt das Plissee die Verglasung und einen Teil des Rahmens, im anderen Fall verschwindet mit der Nutzung das gesamte Fenster hinter dem Plissee.

Soll das Plissee einen Raum vollständig verdunkeln, ist es sinnvoll, sich auch gleich über die Bedienung Gedanken zu machen. Ein Vortragssaal oder ein Fernsehraum lässt sich beispielsweise mit Fernbedienung automatisch verdunkeln.

Info: Andere Arten der Bedienung: Schnurzug, Kette, Bediengriff, Kurbel

Die gängige Art der Befestigung, wenn es lediglich um das Abdunkeln des Raumes oder den Schutz vor Sonneneinstrahlung geht, ist die verspannte Montage in der Glasleiste. Das Plissee deckt dann die Verglasung vollständig ab, seitlich kann jedoch etwas Licht ins Innere gelangen.

Hinweis: Ein Plissee kann verspannt, freihängend und freistehend montiert werden.

Plissee Formen – Die Form des Fensters entscheidet

Zuletzt entscheidet auch die Form über den Nutzen des Plissees. Hier spielt jedoch weniger das Bedürfnis des Besitzers als die Form des Fensters eine Rolle. Denn ein Fenster in Form eines Dreiecks benötigt ganz einfach eine andere Plissee-Form als ein rundes Fenster. Auch für Fenster-Kombinationen mit Slope-Fixverglasung gibt es eigene Plissee-Systeme.

Frisch, luftig, schwer oder dekorativ: Wie soll die Gardine sein?

Wie bei den Plissees gibt es auch bei den Gardinen eine schier unüberschaubare Auswahl an Materialien, Befestigungs-, Bedienungs- und Ausstattungsarten.

Die gängigen Arten von Gardinen

  • Fadenvorhang
  • Flächenvorhang
  • Draperie
  • Scheibengardine
  • Store und Seitenteile

Plissee und Gardine kombinieren

Nach der Entscheidung, welchen Nutzen das Plissee erfüllen soll, kann man sich daran machen, sich für ein ansprechendes Design zu entscheiden. Erst, wenn man das gewünschte Plissee in seinen Händen hält, geht es um den Abgleich mit dem Gardinenstoff. Einfach mit dem Plissee ins Möbelhaus gehen. Oder noch besser: Den Raumausstatter zu sich nach Hause bestellen. So kann man auch gleich Material und Farbe im Zusammenspiel mit den herrschenden Lichtverhältnissen abgleichen.

Ist das passende Material und die passende Farbe der Gardine gefunden, geht es darum, sich für eine dekorative Art des Behangs zu entscheiden. Hier sind der eigenen Vorstellung keine Grenzen gesetzt. Bei einem modernen Wohnstil entscheidet man sich vielleicht für eine Kombi aus luftigem Flächenvorhang und verdunkelndem Plissee aus Blackout-Stoff. Den klassischen Wohnstil unterstreichen transparente, reinweiße, eierschalenfarbene oder beige Plissees mit schweren Seitenteilen. Im Schlafzimmer kommen vielleicht besser abdunkelnde Plissees in Kombination mit zarten, in Rüschen gelegten Seitenteilen infrage. Inspirationen zu gelungenen Plissee-und-Gardinen-Kombinationen erhält man bei Pinterest.

Plissee und Gardinen Kombinationen gibt es so zahlreich wie Sand am Meer. Es wird aber letztendlich nur eine einzige Kombination geben, die exakt in den Raum passt, für den sie vorgesehen ist, und der auch den Bewohnern einmalig gut gefällt. Es ist daher nicht verkehrt, sich mit der Auswahl Zeit zu lassen und Material und Farbe gewissenhaft abzugleichen. Allen, die sich gerne mit Wohndekoration beschäftigen, kann sogar jede Menge Spaß machen!

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