Parkett färben, aber richtig!

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Färben von Parkett sollte man einem Experten überlassen.
  • Nachdem Holz ein Naturprodukt ist, können die ausgewählten Farbtöne auf dem Parkett auch unterschiedlich zur Geltung kommen.
  • Auch die gewählte Versiegelung hat eine große Auswirkung auf die Optik.

Wem die Raumatmosphäre nach einer gewissen Zeit nicht mehr gefällt, der kann das Parkett färben und sie so positiv beeinflussen. Wird das Parkett dunkler, erscheint der Raum wärmer. Soll es ein heller Boden sein, wird der Raum größer erscheinen.

Altem Parkett neue Farbe geben

Ist der Parkettboden schon alt oder wird er gerade neu verlegt, kann ein wenig Farbe das Wohnklima günstig beeinflussen. Der Parkettboden wird zunächst abgeschliffen und anschließend die Fugen verschlossen. Schon kann die Farbe auf das Parkett aufgetragen werden. Es braucht jedoch ein spezielles Färbesystem. Nach dem Auftragen wird der Boden versiegelt und bleibt lange schön. Nimmt man eine UV-Schutz-Versiegelung, wird der Parkettboden nicht nur pflegeleicht, sondern auch kratzfest sein. Doch um diese Arbeit auszuführen, sollte man sich den richtigen Experten suchen.

Parkett färben

Wer die Wahl hat…

… hat auch beim Parkett färben die Qual der Wahl, denn es ist fast jede Farbe möglich. Von Nussbaum über Grün bis hin zu einem kirschrot ist alles möglich. Die Farben können auch gemischt werden. Es ist wie beim Wände streichen, alles ist möglich.

Wer also keine Standardfarben möchte, sollte sich deshalb im Vorfeld das Parkett als Muster ansehen und sich gegebenenfalls beraten lassen.

Die Trends beim Parkett färben

Derzeit im Trend liegen Farbtöne in Eiche-Weißpigment und Nussbaum. Doch der gewählte Farbton sollte immer zu den Wänden passen, denn die Farbe des Bodens hat eine enorme Wirkung auf die Atmosphäre des Raumes. Deshalb ist eine sorgfältige Planung unumgänglich. Hilfreich kann auch sein, vorher entsprechende Muster auf dem Parkett auszulegen.

Das Holz bestimmt den Farbton

Die Parkettfarbe sieht auf jedem Parkett etwas anders aus. Deshalb ist ein Farbmuster im Vorfeld sehr wichtig. Je nach Holz ist das Saugverhalten und die Maserung ausgeprägt. Deshalb kann die endgültige Farbe nach dem Parkett färben, völlig unterschiedlich ausfallen. Es empfiehlt sich den Fachexperten um eine Bemusterung zu bitten. Dann kann man zwei oder drei Farben in die engere Wahl nehmen und auf dem Parkettboden ausbreiten. Hat man die Muster einmal real gesehen, lässt sich die Entscheidung leichter fällen.

Parkett steht in vielen unterschiedlichen Holzarten zur Verfügung. Je nach Holzart nimmt das Parkett die Holzpigmente auch unterschiedlich auf. Parkett aus Buche eignet sich zum Beispiel gut für kräftige Farben, während Eichenparkett eher schwächere Farben annimmt.

Holz ist ein Naturprodukt

Und weil das so ist, sind unterschiedliche Farbnuancen auf der Parkettfläche völlig normal und kein Grund zur Klage. Selbst wenn der Parkettexperte noch so exakt arbeitet, werden sich Farbunterschiede nicht vermeiden lassen. Ist das Parkett bereits in die Jahre gekommen, hat es einfach schon unterschiedliche Chargen aufzuweisen. Deshalb werden nach dem Färben einzelne Stellen heller oder dunkler erscheinen.

In Summe stört das die Natürlichkeit aber nicht, denn die Farbunterschiede treten auf der gesamten Fläche auf und wirken daher einheitlich. Hat das Parkett eine wilde Maserung oder einen hohen Splintholzanteil, wie zum Beispiel Eiche, werden die aufgetragenen Farbpigmente unterschiedlich aufgenommen. Durchgehend homogen wird die Farbe also nie sein. Holz ist eben ein Naturprodukt und hat so seine Eigenarten. Man muss also realistisch bleiben.

Der Effekt der Versiegelung

Die Auswirkung der Versiegelung auf die Farbgebung sollte man nicht unterschätzen. Ausgehend vom Glanzgrad kann das Parkett dunkler oder heller erscheinen. Das ist völlig normal. Eine matte Versiegelung kann da Abhilfe schaffen, wenn auch nicht vollständig.

Nachdem das Parkett abgeschliffen und gebeizt wurde, muss das Parkett etwa einen Tag trocknen. Dann kann die Versiegelung aufgetragen werden. Matte Versiegelungen werden häufig bevorzugt, da es die Parkettoberfläche unempfindlich macht. Glänzende Flächen ziehen Staub und Schmutz magisch an. Auch kleinste Kratzer und Dellen sind auf ihnen leicht sichtbar.

Die Sockelleisten nicht vergessen

Ist der Parkettboden erst einmal gefärbt, sehen die Sockelleisten, so sie aus Holz sind, meist dunkler aus. Sie passen nun nicht mehr zum Parkett und müssen deshalb auch gefärbt werden. Wer als Handwerker besonders ausdauernd ist, kann diese ebenfalls abschleifen. Doch selten einmal ist das Ergebnis im Anschluss wie gewünscht.

Besser ist es, die rohen Sockelleisten neu zu montieren und diese anschließend zu schleifen und zu färben. Wer den Kontrast liebt, kann zum Beispiel zu einem dunklen Parkettboden weiße Sockelleisten anbringen oder umgekehrt. Doch auch gleichfarbige Parkettböden und Sockelleisten harmonieren miteinander, wenn die Wände und Möbel farblich darauf abgestimmt sind.

Welches Parkett kann gefärbt werden?

Nicht alle Parkettarten lassen sich gleich gut einfärben. Generell ist das Färben jedoch bei vielen Holzarten möglich. Dazu gehören:

  • Buche
  • Esche
  • Eiche.

Das sind Parketthölzer im klassischen europäischen Sinn, die auch ausgiebig in puncto Eignung zum Färben getestet wurden. In Deutschland ist am weitesten das Eichenparkett verbreitet. Doch auch die Buche stellt für Experten kein Problem dar, wenn spezielle Färbemethoden angewendet werden. Buche hat zwar ein extrem hohes Saugvolumen, was das Färben zu einem Problem macht. Dazu kommt, dass Buche ungleichmäßig trocknet, wenn das Beizmittel aufgebracht wurde, was wiederum zu starken Farbunterschieden führen kann. Der Experte setzt jedoch spezielle Methoden ein, sodass diese Probleme nicht auftreten.

Ahorn und alle Tropenhölzer müssen vor dem Färben auf jeden Fall getestet werden. Ahorn nimmt nur wenig der Beize auf, da es eine zu geringe Struktur hat. Für das Färben ist Ahorn deshalb eher nicht geeignet. Tropenhölzer haben besondere Inhaltsstoffe und müssen deshalb immer auf ihre Farbtauglichkeit hin getestet werden.

Farbschutz für den Parkettboden

Ist der Parkettboden gefärbt, fragt man sich, wie die Farbe möglichst lange erhalten bleibt. Dazu ist die Nutzung von UV-Schutz-Parkettversiegelung sehr hilfreich. Die Farbechtheit kann so jahrelang erhalten werden und Schmutz und Abrieb haben keine Chance. Liegen Teppiche auf dem Parkettboden, haben Farbunterschiede an den Stellen, an denen er lag, keine Chance. Honiggelbe Oberflächen gehören der Vergangenheit an. Der UV-Schutz sorgt für den Schutz vor dem Vergilben.

Das Parkett zu färben ist zwar möglich, sollte aber stets einem Fachmann überlassen werden. Dabei eignen sich nicht alle Parketthölzer für das Färben. Deshalb sollte man im Vorfeld einen Test machen, um sicherzugehen. Die Sockelleisten darf man jedoch auf keinen Fall vergessen.

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