Parkett fachgerecht verlegen lassen

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Fachmann setzt unterschiedliche Verlegearten um – Es gibt mehr als nur die schwimmende Verlegung
  • Nur ein Profi weiß, wie Verlegemuster korrekt umgesetzt werden
  • Der Preis richtet sich nach dem Aufwand der Verlegung

Parkett wirkt gemütlich oder edel. Je nachdem, für welche Art der Verlegung man sich entscheidet. Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Verlegearten und den Verlegemustern, und gibt Antwort auf die Frage, wann es sich lohnt, ein Parkett fachgerecht verlegen zu lassen.

Die Vorteile einer fachgerechten Verlegung

Viele wollen ihr Parkett im Haus oder in der Wohnung selbst verlegen. Das hat auch gute Gründe. Es gibt jedoch ebenso gute Gründe, sich gegen Do-It-Yourself zu entscheiden.
Wie viele Verlegearten kennt der Durchschnitts-Heimwerker? Zwei? Vielleicht drei? Und wie viele Verlegemuster?
Vielleicht werden die Heimwerker in den nächsten Absätzen ins Staunen kommen, wenn sie sehen, wie viele Verlegemuster es gibt. Ein guter Fachmann kennt die meisten, oder weiß, auch die Unbekannten umzusetzen. Es zahlt sich also gerade für all jene aus, einen Fachmann zu engagieren, die sich einen anderen Parkettboden als den üblichen wünschen.

Der Fachmann kennt mehr Verlegearten

Ein Fachmann kennt Parkett nicht nur von schönen Hochglanzfotos. Er hat schon hunderte unterschiedliche Räumlichkeiten – günstige, klassische, pompöse, edle und ehrerbietende – gesehen, und weiß daher sehr gut, welches Parkett in welcher Verlegeart in welchem Raum passt.

Die vier Verlegearten

  • Schwimmende Verlegung
  • Vollflächig verklebt
  • Teilverklebt
  • Genagelt oder verschraubt

Bei der schwimmenden Verlegung wird das Parkett nicht mit dem Boden verklebt, und schwimmt sozusagen auf dem Untergrund. Das ist die gängige Variante, um Parkett auf Estrich zu verlegen. Es handelt sich dabei um eine einfache Verlegeart, die gerne von Heimwerkern ausgeführt wird. Das Renovieren von schwimmend verlegtem Parkettboden gestaltet sich schwierig. Der Nachteil: Mit der Entscheidung pro schwimmende Verlegung entscheidet man sich gleichzeitig gegen Massivholzdielen und 2-Schicht-Parkett. Beide Parkettarten können nicht schwimmend verlegt werden.

Im Gegensatz zur schwimmenden Verlegung wird das vollflächig verklebte Parkett auf den Untergrund geklebt. Diese Verlegeart empfiehlt sich vor allem bei einer Fußbodenheizung. Vollflächig verklebtes Parkett wird zudem als hochwertiger eingestuft. Ein auf diese Weise verlegter Parkettboden lässt sich besser abschleifen und renovieren. Ein weiterer Vorteil: Nur die vollflächige Verklebung eignet sich für alle Parkettarten.

Der vollflächigen Verklebung ähnlich ist die Teilverklebung. Diese Verlegeart bietet die Vorteile der beiden soeben vorgestellten Verlegearten: Sie besitzt zum einen eine Trittschalldämmung, und ist zum anderen mit dem Unterboden verklebt, was nicht nur für ein verbessertes Trittgefühl sorgt, sondern dazu auch eine einfache Renovierung ermöglicht. Für diese Verlegeart kann man sich dann entscheiden, wenn es sich nicht um eine Verlegung auf einer Fußbodenheizung handelt. Eine Teilverklebung eignet sich für drei Parkettarten: Massivholzdielen, 3-Schicht-Parkett und Funierböden.

Die klassische Methode in Altbauwohnungen ist die genagelte oder verschraubte Verlegeart, bei der das Parkett auf einen Blindboden fest vernagelt oder verschraubt wird. Sie stellt auch die ökologische Variante zur Verlegung von Parkett dar: Schließlich kommt sie ohne Kleber aus, und kann bei Bedarf wieder entfernt, und in einem anderen Raum montiert werden. Die Renovierung eines genagelten Parketts gestaltet sich einfach. Alle Arten von Massivholzparkett kann in genagelter oder verschraubter Form verlegt werden. Für Mehrschichtparkett eignet sich diese Verlegeart nicht.

Der Fachmann schafft effektvolle Verlegemuster

Neben der Verlege- und der Parkettart gilt es auch, das Verlegemuster zu berücksichtigen. Warum? Weil nur durch das Verlegemuster ein einzigartiger, edler, eleganter oder außergewöhnlicher Parkettboden entsteht. Noch dazu hat das Verlegemuster einen großen Einfluss auf die Optik des Raumes. Er kann allein durch das Muster länger, kleiner, größer oder breiter wirken. Auch einige neutrale Verlegemuster kennt der Fachmann, und kann diese umsetzen.

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Zu den Verlegemustern zählen unter anderem:

  • Schiffsboden
  • Englischer Verband
  • Oxford
  • Fischgrät
  • Französisch Fischgrät (45° und 60°)
  • Doppel-Fischgrät
  • Altdeutscher Verband
  • Flechtboden
  • Kassette
  • Parallel-Verband
  • Leiter-Verband
  • Würfelmuster (Mosaik)
  • Gerade Verlegung
  • Diagonale Verlegung
  • Riemen-Verband
  • 3-Fach-Zopf
  • 4-Fach-Zopf
  • Tafelparkett
  • Chantilly
  • Versailles
  • Korb-Verband
  • Parkett mit Holz-Inlay
  • Parkett mit Boden-Medaillon

Tipp: Wer jetzt Lust auf Parkett-Inspiration bekommen hat, der sieht sich die Gewinner des „Floor of the Year Awards“ an. Und mit diesen Bildern möchte noch ein weiteres Argument pro fachmännische Verlegung genannt werden: Es gibt Fachmänner, die man schon als Künstler bezeichnen kann. Sie erschaffen einzigartige Parkettböden nach ganz individuellen Wünschen.

Der Fachmann kennt die Fallstricke

  • Der Fachmann hat den Dreh raus, wenn es darum geht, die Anzahl der Stäbe auf die Quadratmeter des Raumes umzurechnen. Er hat ein Gefühl dafür entwickelt, in welchem Winkel er das Parkett zur Wand ausrichtet. Er weiß, welche Unebenheit er auf welche Weise ausgleicht und wie lange welche Ausgleichsmasse trocknen muss, bevor mit dem Verlegen begonnen werden kann.
  • Ein Fachmann sieht sofort, welche Verlegeart sich für welchen Unterboden eignet, wann eine Trittschalldämmung notwendig ist, und mit welcher Verlegeart sich diese umsetzen lässt.
  • Sogar den Lichteinfall lässt der Fachmann nicht außer Acht. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man das Parkett zum Licht hin oder vom Licht weg verlegt.

Parkett verlegen lassen: Die Kosten

Dass sich die Preise von Fachwerksarbeiten im Bereich der Parkettverlegung stark unterscheiden, ist bekannt. Die Verlegekosten beginnen bei rund 15 Euro / m2 für die Verlegung eines Klick-Parketts, und können bei besonders aufwändig gestalteten, außergewöhnlichen Böden auch schon über 100 Euro pro m2 betragen. Als durchschnittlichen Richtpreis empfehle ich, sich auf Verlegekosten von rund 40 Euro pro Quadratmeter einzustellen.

Jeder Parkettboden ist schön. Etwas Besonderes aber bekommt man nur, wenn man sich ein außergewöhnliches Parkett fachgerecht verlegen lässt. Denn nur der Fachmann hat genügend Erfahrung, um komplizierte Verlegearten und aufwändige Verlegemuster korrekt und ohne Materialverlust umzusetzen.

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