Lichtplatten schneiden – so einfach geht es

Das Wichtigste in Kürze
  • Lichtplatten lassen sich mit der Kreis-, der Stich- oder der Handsäge zuschneiden.
  • Mit der Kreissäge ist ein spezielles Sägeblatt notwendig.
  • Beim Zuschnitt mit der Stichsäge nicht mit gleichmäßigen Resultaten rechnen!
  • Die besten Ergebnisse bringt die Kreissäge.

Für Überdachungen von Terrasse oder Carport sind lichtdurchlässige Platten besonders beliebt. Das Zuschneiden der Lichtplatten ist einfach, dennoch gibt es einiges zu beachten.

Der individuelle Lichtplattenzuschnitt

Immer häufiger finden die leichten Lichtplatten auch im heimischen Garten oder generell auf dem Hausgrundstück Anwendung, denn es ist selbst für weniger geübte Hobbyhandwerker einfach, diese Platten zu schneiden und zu montieren.

Die im Handel erhältlichen unterschiedlichen Größen der Lichtplatten eignen sich jedoch nicht für jedes Bauprojekt, sodass nur ein individueller Zuschnitt in Frage kommt. Jedoch wird das Ergebnis je nach verwendetem Handwerkszeug etwas unterschiedlicher ausfallen. Denn die lichtdurchlässigen Kunststoffplatten für Überdachungen lassen sich mit der Kreis- oder Stichsäge ebenso zuschneiden wie mit einer Handsäge.

Zuschnitt mit der Kreissäge

Für den Zuschnitt der Lichtplatten mit einer Kreissäge sollte man zunächst ein spezielles Sägeblatt einlegen. Denn es werden nur dann saubere Schnittkanten entstehen, wenn dieses Blatt eine möglichst feine Zahnung aufweist.

Jedoch ist die Arbeit mit der Kreissäge recht vorteilhaft, da sich auch größere Mengen an Platten in gleich guter Qualität zuschneiden lassen. Allerdings sollte man hierbei darauf achten, dass die Drehzahl der Maschine nicht zu hoch eingestellt ist und der Druck nach vorn möglichst sanft ausfallen sollte.

Zuschnitt mit der Stichsäge

Der Zuschnitt mit einer Stichsäge bringt in der Regel nicht immer das gleich gute Resultat, wenn man mehrere Lichtplatten schneiden muss. Zudem ist die Schnittqualität nicht mit dem Zuschnitt durch eine Kreissäge vergleichbar.

Wichtig bei dieser Zuschnittvariante ist es, dass man den maximalen Hub verwendet, da die Schnittkanten sonst leicht einreißen könnten. Darüber hinaus ist diese Methode weitaus zeitaufwendiger als bei der Kreissäge. Auch hier ist ein feinzahniges Sägeblatt notwendig.

Zuschnitt mit der Handsäge

Es liegt eigentlich auf der Hand, dass der Zuschnitt mit der Handsäge nicht unbedingt ein optimales Ergebnis liefert. Zudem ist es weitaus kraft- und zeitaufwendiger. Die meist unsauberen Schnittstellen müssen außerdem in der Regel am Ende nachgefeilt oder abgeschliffen werden, da durch die Handsäge scharfe Grate entstehen.

Eine Handsäge zum Schneiden von Lichtplatten sollte möglichst nur dann verwendet werden, wenn sehr wenige Kunststoffplatten zurechtgeschnitten werden müssen.

Tipp: Meist kann man sich im Baumarkt vor Ort Kreissägen auch ausleihen, sodass man für das Zuschneiden der Lichtplatten nicht unbedingt eine teure Investition tätigen muss.

Worauf ist beim Zuschnitt zu achten?

Zunächst einmal sollte man sich bereits vor dem Zuschnitt darüber im Klaren sein, wie groß die Platte am Ende benötigt wird. Das bedeutet demnach, dass es wichtig ist, sich ein korrektes Aufmaß zu machen.

Darüber hinaus kann ein kleiner Probeschnitt Aufschluss geben, ob die Säge optimal eingestellt ist oder vielleicht ein feineres Sägeblatt gebraucht wird. Ein deutlicher Hinweis für das falsche Sägeblatt, die unpassende Säge oder auch die ungünstige Einstellung sind Risse oder andere Beschädigungen an der Lichtplatte.

Während des Schneidens von Lichtplatten entstehen natürlich immer Sägespäne. Ebenso kann Schmutz und Staub aufgewirbelt werden. Deswegen sollte man hier auf einen entsprechenden Arbeitsschutz achten und Schutzbrille sowie Atemschutzmaske aufsetzen.

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Was sind Lichtplatten?

Bei sogenannten Lichtplatten handelt es sich um lichtdurchlässige Dachabdeckungen, die zumeist aus einem transparenten Kunststoff gefertigt wurden. Sie dienen jedoch nicht nur der typischen Überdachung zum Schutz vor Regen, Schnee und anderen Witterungseinflüssen. Denn im Vordergrund steht der Vorteil, den darunter liegenden Platz beziehungsweise Raum durch Lichtplatten mit ausreichend Tageslicht zu versorgen.

Unterscheidungsmerkmale von Lichtplatten

Lichtplatten, die aufgrund ihrer Formgebung allgemeinhin auch als Wellplatten bezeichnet werden, lassen sich anhand der folgenden Merkmale voneinander unterscheiden:

  • nach dem Material, bei dem sich PVC, Acryl und Polycarbonat am besten bewährt haben
  • nach der Anzahl der Kunststofflagen, die als einfach oder doppelt beziehungsweise einschalig oder mehrschalig bezeichnet werden
  • nach ihrer speziellen Transparenz, welche als glashell, kristallklar, transparent natur, milchig, rauchfarben oder opak angegeben wird
  • anhand der Oberflächenstruktur bezüglich des UV-Schutzes
  • anhand ihrer Hagelfestigkeit und Temperaturbeständigkeit
  • nach der individuellen Baustoffklasse
  • nach ihrer Beständigkeit gegenüber chemischen Einflüssen
  • nach ihrer Einstufung als Produkt für den Bau, beispielsweise als „bauaufsichtliche Zulassung“ deklariert
  • anhand ihrer wärmedämmenden Eigenschaften

Darüber hinaus ergeben sich unterschiedliche Eigenschaften aus der Stärke der Lichtplatten sowie aus der individuellen Struktur inklusive dem Querschnitt. Hierbei gibt es beispielsweise die Wabenstruktur, die glatte Struktur und die gekräuselte C-Struktur.
Die verschiedenen Unterscheidungskriterien werden sich schlussendlich bei den Kosten bemerkbar machen. Es ist demnach immer ausschlaggebend, für welches Einsatzgebiet man die Lichtplatte verwenden will.

Eigenschaften von Lichtplatten

Lichtplatten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen bezüglich des verarbeiteten Materials, sodass die Eigenschaften teilweise voneinander abweichen können. Diese transparenten Kunststoffplatten wurden zumeist aus Acryl, PVC oder Polycarbonat gefertigt, da sich diese Kunststoffarten am besten bewährt haben.

Die Unterschiedlichen Eigenschaften beziehungsweise Gemeinsamkeiten sind:

  • Acrylplatten bieten eine brillante Optik, haben eine porenfreie Oberfläche, sind witterungsbeständig, hagelfest, schlagfest und sehr langlebig
  • PVC-Platten sind kostengünstig, robust und bieten eine hohe Transparenz
  • Polycarbonatplatten bieten je nach Plattenstärke hohe oder uneingeschränkte Hagelsicherheit, sind witterungsbeständig und UV stabilisiert

Neben diesen recht individuellen Eigenschaften, die dem jeweiligen Material geschuldet sind, haben alle Lichtplatten jedoch gemein, dass sich sehr wenig Eigengewicht mitbringen und in der Regel sehr einfach zu schneiden und zu montieren sind. Zudem sind sie flexibel, biegsam und leicht zuzuschneiden.

Wo liegt der Unterschied zu Stegplatten?

Während herkömmliche Lichtplatten zwar ebenfalls einen entsprechenden Unterbau bei der Montage benötigen, jedoch keine zusätzlichen Profile benötigen, brauchen Stegplatten Profile, welche die Platten in Längsrichtung einfassen. Dadurch wird nicht die Platte selbst auf den Unterbau montiert, sondern nur das Profil befestigt.

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Stegplatten immer zweilagige Kunststoffplatten aus Polycarbonat oder Acryl sind, bei denen die beiden Lagen mit einem Steg verbunden sind. Ersichtlich ist das meist daran, dass es röhrenartige Hohlräume zwischen den Lagen gibt, die sich durch einen rechteckigen Querschnitt auszeichnen. Bei einfachen Lichtplatten ist dieser Querschnitt rund beziehungsweise verläuft er ähnlich einer Sinuskurve oder Trapezform. Es ergeben sich also die typischen Erhöhungen und Vertiefungen in der Plattenform.

Einsatzmöglichkeiten

Lichtplatten lassen sich sehr vielfältig einsetzen. So können sie die ideale Überdachung für einen Sitzplatz auf der Terrasse oder ein Schwimmbecken sein. Aber auch für einen Carport, den Wintergarten sowie für ein Gewächshaus sind diese lichtdurchlässigen Platten eine sinnvolle Bereicherung.
Aufgrund ihrer hohen Flexibilität sind sie nahezu überall einsetzbar, denn sie lassen sich einfach bohren, biegen, zuschneiden und montieren.

Wer eine lichtdurchflutete aber wettergeschützte Sitzecke im Garten oder auf der Terrasse nutzen will, kommt an Lichtplatten fast nicht mehr vorbei. Denn diese Lösung für eine individuelle Überdachung ist ebenso einfach wie genial.

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