Laminat reparieren

Das Wichtigste in Kürze
  • Laminat reparieren ist gar nicht so schwer, denn kleine Kratzer können einfach mit Öl repariert werden.
  • Sind die Kratzer größer, kann man Wachs oder Paste verwenden.
  • Für die Reparatur stehen Reparatursets zur Verfügung, die im Baumarkt erhältlich sind.

Laminat sieht fast wie echtes Holz aus, ist aber preislich günstiger. Deshalb hat es viele Anhänger. Mit der Zeit schleichen sich jedoch Löcher, Kratzer, Schlieren und Dellen ein, die dem Laminat ein unansehnliches Aussehen verleihen. Jetzt wird es Zeit für eine Reparatur.

Laminat ist sehr widerstandsfähig

Auch das Laminat hat keine Probleme damit, die Anforderungen des Alltags zu meistern, denn es ist widerstandsfähig. Doch manchmal passieren dann eben doch Missgeschicke, die Spuren hinterlassen. Haustiere hinterlassen Kratzer auf dem Boden, Absätze unschöne schwarze Streifen oder ein Glas fällt herunter und hinterlässt ein Loch. Kleine Schäden sind schnell repariert und beseitigt. Für Größere muss man sich etwas mehr Zeit nehmen.

Laminat reparieren

Kleine Reparaturen ausführen

Bei Kratzern, die nur an der Oberfläche sichtbar sind, ist Baby- oder Olivenöl ausreichend. Die Vorgehensweise ist wie folgt:

  1. Das Laminat wird feucht gewischt und darf anschließend trocknen.
  2. Auf ein Tuch wird etwas Öl gegeben und damit der Kratzer abgewischt.
  3. Damit das Laminat rutschsicher ist, wird überschüssiges Öl wieder entfernt.

Für größere Löcher und Kratzer stehen Reparatursets zur Verfügung. Darin enthalten sind ein kleiner Hobel, Schleifpapier und farblich unterschiedliche Wachsstangen. Hartwachs ist in allen möglichen Holzfarben erhältlich. Die richtige Auswahl ist entscheidend. Dann geht man wie folgt vor:

  1. Das Hartwachs erwärmen, bis es vollständig flüssig ist.
  2. Das Wachs auf die beschädigte Stelle auftragen.
  3. Hartwachs, welches zu viel ist, wird mit dem Hobel entfernt. Unebenheiten können so beseitigt werden.
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Auch Holzpaste kann zum Einsatz kommen. Die Löcher werden etwas aufgeraut und anschließend etwas befeuchtet. Dann füllt man die Stellen mit der Holzpaste auf. Die überschüssige Holzpaste kann mit einer Rasierklinge abgezogen werden.

Schlieren und Striche beseitigen

Dunkle Absätze können schwarze Striche hinterlassen. Beim Putzen mit den falschen Reinigungsmitteln entstehen schnell einmal Schlieren. Diese lassen sich jedoch leicht beseitigen, wenn man Essigwasser verwendet. Beim Putzen gibt man stets einen Schuss Essig in das Wischwasser, um Schlieren zu vermeiden.

Doch Achtung Laminat immer nur nebelfeucht wischen.

Für die schwarzen Striche benutzt man einen Fleckenradiergummi oder alternativ einen Radiergummi. Dann sind sie schnell wieder verschwunden.

Wenn das Laminat stark beschädigt ist

Das Laminat kann abplatzen, wenn Gegenstände herunterfallen oder Flüssigkeiten auslaufen. Werden diese Stellen nicht repariert, dringt Flüssigkeit ein und weicht es auf. Dann ist das Laminat schnell dauerhaft beschädigt. Meist wird der Austausch eines Laminatbrettes notwendig.

Muss man Dellen im Laminat reparieren, handelt es sich meist um ein kleines Loch. Für die Reparatur muss die Laminierung vorsichtig entfernt werden. Dazu benutzt man ein kleines Messer. Nur so kann das Hartwachs dann auch haften. Anschließend wie oben beschrieben vorgehen.

Sind die Löcher im Laminat allerdings schon zu groß, empfiehlt es sich, einzelne Bretter auszutauschen. Bei einem verwendeten Klicksystem ist das nicht schwer zu bewältigen. Dabei geht man wie folgt vor:

  1. Zunächst muss Ersatzlaminat im Handel besorgt werden. Idealerweise hat man sich beim Verlegen noch einige Bretter aufbewahrt. Wichtig ist, dass der Farbton und die Struktur zum vorhandenen Laminat passen. Sind seit der Verlegung schon viele Jahre vergangen, kann sich das unter Umständen schwierig gestalten. Besser ist, sich bereits beim Verlegen von Laminat Ersatz zur Seite zu legen. Aufbewahrt werden sollte es immer in der Originalverpackung. So ist es gut geschützt gegen Feuchtigkeit. Aufgequollene Laminatbretter können für Reparaturen nicht mehr verwendet werden. Ist der Keller trocken, ist er der ideale Ort, um das Laminat zu lagern. Die Lagerung sollte waagerecht erfolgen.
  2. Auch das Laminat braucht eine gewisse Zeit, um sich zu akklimatisieren. Einen Tag vor dem Austausch sollte man die Bretter deshalb bereits in den Raum legen.
  3. Am nächsten Tag legt man sich für die Reparatur einen Hammer, einen Schlagklotz, einen Bleistift und einen Laminatschneider parat. Alternativ eignet sich auch eine Stichsäge mit entsprechenden Aufsatz.
  4. In einem ersten Schritt müssen die Abstände von dem beschädigten Laminatbrett zur Wand gemessen werden. Der Aufwand ist umso niedriger, je näher sich das beschädigte Laminatbrett an der Wand befindet. Dann nimmt man die Ecke, die sich in unmittelbarer Nähe zum beschädigten Brett befindet.
  5. Jetzt werden in genau dieser Ecke die Sockelleisten entfernt.
  6. Dann entfernt man sukzessive jedes einzelne Brett, bis man beim beschädigten Brett angekommen ist.
  7. Dieses wird nun gegen ein neues ausgetauscht.
  8. Nun wird das Laminat wieder neu bis zur Wand verlegt. Es können die alten Bretter verwendet werden, wenn diese unbeschädigt geblieben sind.
  9. Anschließend werden die Sockelleisten wieder angebracht.

Wie Laminatbretter zuschneiden?

Um ein neues Laminettbrett zuzuschneiden, verwendet man am besten das Alte. Schließlich müssen die Größen identisch sein. Das neue Laminatbrett wird auf den Boden gelegt oder alternativ auf eine ebene Fläche. Das alte Brett legt man darüber. Die Länge wird auf der neuen Laminatdiele mit einem Bleistift markiert. Um das Laminatbrett dann zuzuschneiden, kann man einen Laminatschneider oder eine Stichsäge mit entsprechendem Aufsatz verwenden.

Wichtig ist für das Zuschneiden, dass auf einen festen und vor allem robusten Untergrund geachtet wird. Beschädigungen sind sonst vorprogrammiert.

Ob man daher direkt auf einen Tisch oder einem bereits verlegten Boden zuschneiden sollte, ist eher zweifelhaft.

Die optimale Verlegung

Natürlich muss auch das neue Brett optimal verlegt werden. Sind die Arbeiten abgeschlossen, dürfen keine Fugen sichtbar sein. Deshalb ist die Verlegung mit Vorsicht zu bewerkstelligen. Bei auftretenden Verkantungen kommt es schnell einmal zu nicht erwünschten Schäden.

Klicklaminat lässt sich am einfachsten verlegen. Das geht schnell und ist unkompliziert. Dank der Spezialverriegelung rasten die einzelnen Bretter ohne Probleme ein und sind miteinander verbunden. Optimal verlegt!

Das Laminat, welches verlegt werden soll, wird dicht an den Verlegeort gelegt. Nun wird zunächst längs und anschließend quer das Brett eingeschlagen. Auf gar keinen Fall dürfen Fugen entstehen. Damit das Material geschont wird, arbeitet man mit einem Schlagklotz. Den Hammer sollte man hierbei besser nicht benutzen.

Kratzer, Schlieren oder Dellen sind unschön und müssen beseitigt werden. Mit einfachen Hilfsmitteln ist das leicht zu bewerkstelligen. Auch notwendige Reparaturen bei größeren Beschädigungen lassen sich mit etwas Geschick leicht beseitigen. Alle dafür notwendigen Materialien sind im Baumarkt erhältlich.

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