Küche mit Kreidefarben streichen – aus alt wird neu!

Das Wichtigste in Kürze
  • Ist die Küche schon in die Jahre gekommen, erhält sie ein neues Gesicht mit Kreidefarbe.
  • Kreidefarbe eignet sich perfekt für fast jeden Untergrund und auch für Küchenmöbel.
  • Die Küche mit Kreidefarben streichen ist ökologisch unbedenklich und sie verströmt keinen Geruch.

Die Küche mit Kreidefarben streichen macht immer dann Sinn, wenn der Charme der Küche schon etwas verblasst ist, man die Küche aber eigentlich nicht missen will. Darüber hinaus scheut man oft den Arbeitsaufwand und die Investition für eine komplett neue Küche.

Kreidefarbe – was ist das?

Aus Wasser in Verbindung mit ganz natürlichen Pigmenten entsteht Kreidefarbe. Kreidefarbe ist sehr intensiv und besitzt deshalb eine hohe Deckkraft. Ist sie erst einmal trocken, wirkt sie samtig, matt und pudrig. Kreidefarben gelten als umweltfreundlich, sie verströmen keine unangenehmen Gerüche, trocknen sehr schnell und dringen in das Holz schnell ein.

Die Farbenvielfalt ist bei Kreidefarben besonders groß. Die Farbe ist sehr dickflüssig, lässt sich aber gleichmäßig auftragen. Diese Farbe ist jedoch sehr empfindlich. Damit die Oberfläche besser abgewischt werden kann, muss man eine Kreidefarbe mit einem Acrylbindemittel wählen. Auch Klarlack oder Wachs können als Schutzmittel aufgetragen werden.

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Warum die Küche mit Kreidefarben streichen?

Die Küche ist bereits in die Jahre gekommen, der eigene Geschmack hat sich geändert und irgendwie spürt man, dass etwas Neues her muss. Doch man scheut den Zeit- und Arbeitsaufwand, von den Kosten einmal ganz abgesehen.
Da liegt es nahe, die Küche mit Kreidefarben zu streichen. Nicht nur die Wände, nein auch die Küchenmöbel können einen Anstrich vertragen. Bei den Küchenmöbeln muss man sich nicht auf die Küchenfronten beschränken, auch den Arbeitsplatten steht ein neuer Look gut.

Die eigene Küche mit Kreidefarben zu streichen geht sogar sehr gut. Kreidefarbe gibt es in mehr als 250 verschiedenen Farbtönen, die jeder Küche ein neues Gesicht verleihen. Wird auf die Kreidefarbe ein Lack aufgetragen, werden alle Küchenoberflächen leicht zu pflegen und abwaschbar sein. Auch Lacke, wie die von Via und Mylands, schaffen strapazierfähige Oberflächen.

Doch bevor man loslegen kann, müssen alle zu streichenden Flächen staub- und fettfrei sein. Ist das erst einmal geschafft, kann man mit dem Streichen beginnen. Nach dem ersten Anstrich sieht die Küche noch nicht perfekt aus. Ein zweiter Anstrich muss her. Dann sieht die Küche endlich perfekt aus. Küche und Küchenmöbel sind nicht wiederzuerkennen. Die Küche mit Kreidefarben streichen hat sich gelohnt.

Die Wände sollten mit einer matten Kreidefarbe gestrichen werden. Auch alte unansehnliche Fliesen können problemlos mitgestrichen werden. Um die Wand hinter dem Herd und dem Spülbecken abwaschbar zu machen, muss die Farbe mit Lack stabilisiert werden. Alternativ können auch die Lacke von Mylands und Via verwendet werden. Fettspritzer und Wasser lassen sich so leichter entfernen.

Der Clou an der Sache: Die Küche mit Kreidefarben streichen, kostet ca. zwei Tage Arbeit. Doch man erspart sich das Ausräumen der Küche und die Kosten bleiben überschaubar. Kreidefarbe kann auf Fliesen, Dispersionsuntergrund und Putz aufgetragen werden, sodass es auch möglich ist Tisch, Stühle und Lampen dem neuen Küchen-Outfit anzupassen.

In feuchten Räumen sollte Kreidefarbe nicht zur Anwendung kommen. Ebenfalls ist sie nicht für den Außenanstrich geeignet.

Die Materialien um die Küche mit Kreidefarben zu streichen

Es werden keine ungewöhnlichen Materialien benötigt. Ausreichend sind

  • Farbroller
  • Pinsel
  • Schleifpapier
  • Kreidefarbe
  • Malerkrepp.

Die Küche mit Kreidefarben streichen – eine Anleitung

Schritt 1
Zunächst einmal wird die Küche gründlich von Staub und Fett befreit. Entsprechend dem Verschmutzungsgrad kann eine mehrmalige Reinigung angebracht sein. Da auf Fett keine Farbe hält, muss hier ein besonderes Augenmerk auf die gründliche Reinigung gelegt werden. Im anderen Fall kann man nach dem Anstrich die Kreidefarbe einfach wieder von der Oberfläche schieben. Ist die Verschmutzung bereits zu stark, kann man einen Anlauger oder Entfetter benutzen. Zusätzlich wird das Holz etwas angerauht und kann die Farbe so besser annehmen.

Schritt 2
Ist die zu streichende Oberfläche nicht beschädigt, muss sie nicht angeschliffen werden. Löst sich jedoch der alte Lack bereits, muss die Stelle so lange geschliffen werden, bis keine Lackreste mehr in losem Zustand vorhanden sind. Ist eine Kunststoffoberfläche beschädigt, muss der Kunststoff entfernt, dann Isoliergrund aufgetragen und erst dann kann die Kreidefarbe aufgetragen werden.

Schritt 3
Nun kann mit dem Streichen begonnen werden. Für die großen Flächen eignet sich die Mikrofaserrolle, die Ecken werden mit einem Pinsel bearbeitet. Beim ersten Anstrich sollte die Farbe nicht zu dick aufgetragen werden. Deshalb kann die Farbe auch mit 10 % Wasser verdünnt werden. So macht man sich die Arbeit etwas leichter.

Schritt 4
Zwischen dem ersten und dem zweiten Anstrich müssen mindestens vier Stunden liegen, damit die Farbe trocknen kann. Um den Anstrich besser zu schützen, kann man Lack auftragen. Die Betonung liegt auf Kann. Es ist kein Muss. Es gibt auch Kreidefarbe, wie die von Eggshell, die bereits kratzfest ist und keinen Schutzanstrich notwendig hat. Wird die Kreidefarbe in matt aufgetragen, empfiehlt sich in jedem Fall, Lack aufzutragen. Dabei ist darauf zu achten, dass es sich um mehrere dünne Schichten handeln muss.

Wer seiner Arbeitsplatte zeitgleich auch einen neuen Look mit Kreidefarbe geben will, muss bedenken, dass zum Schneiden von Lebensmitteln auf der Arbeitsplatte später ein Schneidbrett verwendet werden muss. Die Schnittspuren sind sonst in der Kreidefarbe sichtbar. Arbeitsplatten müssen in jedem Fall mit Lack versiegelt werden.

Bei den Schranktüren wird es einfacher, wenn diese demontiert werden und anschließend gestrichen werden. Die Struktur der Oberflächen ändert sich durch die Kreidefarbe nicht, weil die Farbe keinen füllenden Charakter hat. Nachdem Küche mit Kreidefarbe gestrichen ist, ist die ursprüngliche Struktur also noch sichtbar.

Wie viel Kreidefarbe wird für die Küche benötigt?

Für das Küche mit Kreidefarben streichen benötigt man pro m² eine Dose bei einem einfachen Anstrich. Je nach der gewünschten Deckkraft und dem Untergrund muss mehrfach gestrichen werden. Die Mathematik hilft bei der Flächenberechnung weiter:

Man multipliziert einfach die Seite a mit der Seite b und erhält die zu streichende Fläche. Mit der Division durch 10 m² erhält man anschließend die Anzahl der Dosen.

Beim Kauf der Kreidefarben auf die Inhaltsstoffe achten

Wer die Küche mit Kreidefarben streichen möchte, sollte auf die Inhaltsstoffe achten. Ökotest hat nur zwei von zehn Kreidefarben als empfehlenswert eingestuft. Nur eine der Kreidefarben wurde mit “Sehr Gut” eingestuft, eine weitere mit “Gut”, die übrigen Kreidefarben erhielten ein “Befriedigend” und “Ausreichend”.

Das Hauptproblem liegt bei den Inhaltsstoffen. Einige Kreidefarben enthalten flüchtige organische Verbindungen, wie Glykole und Formaldehyd. Formaldehyd ist krebserregend, sollte man es einatmen. Darüber hinaus reizt es die Schleimhäute und löst Allergien aus. Glykole reizen die Haut und die Augen.

Damit die Kreidefarben länger halten, werden sie, von einigen Herstellern, mit Isothiazolinonen konserviert. Sie können Allergien auslösen, die sich häufig mit Ekzemen zeigen. Man achte auf das Etikett der Kreidefarben. Fehlen Inhaltsstoffe oder fehlt es dem Etikett an Informationen, sollte man lieber die Finger davon lassen.

Fazit: Wer von einer Küche träumt, in der man nicht nur arbeiten, sondern auch entspannt einen Tee oder Kaffee genießen kann, der sollte daran denken seine Küche mit Kreidefarben zu streichen. So entsteht aus einer unansehnlichen Küche eine Küche mit Flair und Stil. Ob nur die Küchenmöbel oder die gesamte Küche verschönert werden soll, ist dabei völlig unerheblich. Kreidefarbe verzaubert jeder Küche in ein Paradies.

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