Kosten für den Hausabriss – damit muss man rechnen

Das Wichtigste in Kürze
  • Bei einem Hausabriss kann man grob mit Kosten von 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter rechnen
  • Die Hausabriss Kosten variieren beispielsweise durch mögliche Unterkellerung, Erreichbarkeit des Hauses mit Maschinen oder Größe des Hauses
  • Die Kosten kann man selber kaum senken, da Eigenleistungen nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil erfolgen können

Wenn ein Hausabriss notwendig wird, dann kommen eine ganze Menge an Hausabriss Kosten auf einen zu, denn der Aufwand für den Abriss eines Gebäudes ist natürlich groß. In diesem Artikel erfahren Sie alles über Hausabriss Kosten und von welchen Faktoren diese abhängen.

Wann reisst man ein Haus ab?

Beschäftigen wir uns zuerst mit der Frage, wann es eigentlich sinnvoll ist, ein Haus abzureißen. Letztendlich gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, wegen denen ein Haus abgerissen wird:

  1. Entweder ein Haus ist so beschädigt oder baufällig, dass der Abriss des alten und der Bau eines neuen Hauses günstiger oder effektiver ist als die Sanierung des alten, oder
  2. man möchte ein anderes Gebäude an der Stelle des Hauses bauen.
Hausabriss-Kosten
Foto: bigstockphoto.com / Stockfoto-ID: 284906314, Copyright: YesPhotographers

So kommt es beispielsweise häufig vor, dass gut gelegene Häuser in einer Innenstadt abgerissen werden, um Häuser mit mehreren Wohnungen zu bauen die dann eine höhere Rendite durch die Mieteinnahmen versprechen.

Neben der Baufälligkeit eines Hauses kann es natürlich auch schlicht und ergreifend so sein, dass einem ein Haus überhaupt nicht gefällt und man lieber ein neues Haus bauen möchte. Hierbei muss man aber natürlich auch an die sehr hohen Kosten denken, welche einem durch den Abriss und durch den Neubau entstehen.

Manchmal bietet es sich an, ein Grundstück mit einem alten und baufälligen Haus auf diesem zu kaufen, da der Preis hierfür häufig sehr günstig ist. Hier muss man dann auf den Kaufpreis aber noch die Kosten draufrechnen, welche sich aus dem Abriss des Gebäudes ergeben.

Leider kommt es auch manchmal vor, dass der Käufer eines Hauses vorher nicht wusste, auf was er sich beim Kauf des Hauses eigentlich eingelassen hat. Häufig wird dann das günstige Schnäppchenhaus zu einer kapitalen Kostenfalle, wenn das Gebäude so beschädigt ist, dass man es nicht mehr renovieren kann. Auch hier ist dann der Abriss des Hauses die einzige sinnvolle Möglichkeit, wenn man denn auch das Geld hierfür hat.

Wovon die Hausabriss Kosten abhängen

Zuerst kann man natürlich sagen, dass es nicht möglich ist, pauschal Hausabriss Kosten zu bestimmen. Denn je nach Haus und Dingen wie der individuellen Größe des Gebäudes kommt es zu sehr unterschiedlichen Kosten. Diese Kosten hängen von vielen verschiedenen Dingen ab.

Für eine Abrissfirma ist erst einmal sehr wichtig, dass sie leicht an das Gebäude herankommen und schwere Maschinen hierhinbringen können. Wenn ein Gebäude so zugebaut ist, dass man kaum mit schwerem Gerät an das Gebäude herankommt, steigen die Hausabriss Kosten sehr stark.

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Entsorgung der Materialien, welche beim Bau des Hauses verwendet wurden. Denn manche Stoffe, mit denen in der Vergangenheit gebaut wurde, würde man heute nicht mehr verwenden. Sie sind einfach zu gefährlich. Das Beste Beispiel hierfür ist sicherlich Asbest, ein früher vielverwendeter Baustoff, von dem man aber mittlerweile weiß, dass er extrem gefährlich ist.

Die Entfernung von Asbest funktioniert nur in Schutzanzügen mit Gasmaske, und auch die Entsorgung von Asbest ist sehr problematisch und gefährlich. Wenn Asbest beim Hausbau verwendet wurde, kann man hierdurch schon mit extrem steigenden Kosten rechnen.

Auch interessant ist die Frage nach einer Unterkellerung. Ein Keller muss ausgehoben werden, und danach muss so viel Erde auf das entstandene Loch geschüttet werden, dass man den Untergrund wieder für den Bau eines neuen Gebäudes verdichten kann. Auch diese Prozedur ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Wenn man keinen Keller oder nur einen kleinen Keller hat, spart man auch eine Menge an Kosten.

Einen großen Kostenfaktor können auch Absperrungen ausmachen, welche für den Abriss eines Gebäudes notwendig werden. Wenn man eine stark befahrene Straße für den Abriss zeitweise gesperrt werden muss, dann ist dies natürlich sehr aufwändig und dementsprechend sehr teuer.

Kosten für den Abriss reduzieren

Die Kosten für einen Abriss kann man selber eigentlich nur in sehr geringem Maße beeinflussen. Wie bei einem Hausbau auch kann man die Kosten nur dadurch beeinflussen, dass man einen Teil der für den Abriss anfallenden Arbeit selber erledigt. Aber dies ist kaum möglich, da für einen Abriss große Maschinen verwendet werden, die man selber wohl kaum wird bedienen können. Arbeiten wie bei einem Hausbau, die man selber machen kann, gibt es bei einem Abriss quasi überhaupt nicht.

Die einzige Möglichkeit welche man hat und über die man mit der Abrissfirma sprechen kann, ist, dass man das Haus selber ausräumt. Denn bevor man mit dem Abriss an sich beginnen kann, muss das Haus natürlich geräumt werden. Tische, Schränke, und auch schwer zu entfernende Dinge wie beispielsweise die Ausstattung der Küche müssen erst einmal aus dem Haus entfernt werden, bevor der eigentliche Abriss beginnt. Dies wird häufig von den Unternehmen gemacht, aber man selber kann hier selber auch Hand anlegen um den Preis für den Abriss ein ganzes Stück zu senken.

Des Weiteren kann man die Kosten auch dadurch beeinflussen, dass man die Stelle an der das Haus steht leichter für das Unternehmen erreichbar macht. Hierfür kann man zum Beispiel Bäume entfernen, welche den für den Abriss notwendigen Maschinen im Weg stehen.

An Kosten kann man zusammengefasst mit etwa 50 bis 100 Euro pro Quadratmeter rechnen. Dies ist ein nicht sehr genauer und auch nur ungefährer Wert, da sich ein genauer Wert beim besten Willen nicht bestimmen lässt. Wenn man ein Haus abreißen lassen will, dann sollte man sich nicht nur ein, sondern am besten drei Angebote für den Abriss von unterschiedlichen Firmen einholen. So kann man dann auch davon ausgehen, ein günstiges Angebot für den Abriss zu bekommen und nicht zu viel für diesen zu bezahlen.

Fazit – Bei einem Hausabriss muss man mit ganz unterschiedlichen Kosten rechnen, welche auch ein ganz anderes Ergebnis bei den Gesamtkosten liefern können. So ist es wichtig, dass die Baustelle gut erreichbar ist und dass keine extrem schädlichen Stoffe wie Asbest beim Bau verwendet wurden. Des Weiteren ist auch eine Unterkellerung ein wichtiger Kostenfaktor.

Ein Hausabriss kann aus verschiedenen Gründen erfolgen, beispielsweise nach dem Kauf eines Grundstücks mit einem baufälligen Haus, welches man entfernen will um hier ein neues Gebäude zu bauen. Wenn man herausfinden will, ob sich der Abriss und der Neubau des Gebäudes lohnt oder man besser sanieren soll, gibt es eine grobe Zahl zum überschlagen.

Wenn die Kosten für eine komplette Sanierung des Gebäudes mehr als 75 Prozent der Kosten für Abriss und Neubau vereinnahmen, dann lohnt es sich nicht mehr das Gebäude zu renovieren und man sollte besser auf ein neues Gebäude setzen. Dies hat dann auch ganz verschiedene Vorteile wie eine gute Isolierung, die bei Neubauten Standard, bei Altbauten aber häufig nicht gegeben ist. Die Heizkosten bei schlechter Isolierung summieren sich über die Jahre stark.

Die Kosten für den Abriss kann man selber leider kaum verringern, da Eigenleistungen zumeist nicht erbracht werden können oder nur in einem sehr kleinen Rahmen.

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