Ein Kopfteil für ein Wasserbett selber bauen

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit ein wenig Fantasie kann man ein Kopfteil für ein Wasserbett leicht aus den verschiedensten Stoffen selbst herstellen.
  • Die verwendeten Materialien sind leicht in Möbelhäusern, Baumärkten oder auf Online-Plattformen zu beschaffen.
  • Die verwendeten Materialien sollten jedoch zum Style des Schlafzimmers passen.

Wasserbetten sind gesund, können gegen Rückenschmerzen hilfreich sein und entlasten die Wirbelsäule. Doch um im Bett zum Beispiel gemütlich frühstücken zu können, fehlt eines, ein Kopfteil.

Kopfteil selber bauen?

Nicht nur für geübte Heimwerker ist es ganz leicht, das fehlende Kopfteil zu ergänzen. Auch Ungeübte können sich leicht ein Kopfteil für ein Wasserbett zusammenbauen. Mit etwas Fantasie und Materialien, die zum Stil des eigenen Schlafzimmers passen, ist ein Kopfteil schnell hergestellt.

Eine einfache Variante ist ein gepolstertes Kopfteil, für das folgende Materialien benötigt werden:

  • eine MDF- oder Spanplatte
  • alternativ vier Holzlatten und Senkschrauben
  • eine Schaumstoffplatte (etwa 3 Zentimeter dick)
  • ein Polstervlies aus Watte (etwa 200 g/qm)
  • ein Polsterstoff
  • wahlweise beziehbare Knöpfe
  • Sprühkleber
  • einen Handtacker oder Polsternägel
  • eine Schere und einen Cutter

Das Kopfteil erhöht den Nutzerkomfort eines Wasserbettes deutlich. Ob die Polster dabei senkrecht oder waagerecht sein sollen, ist dabei völlig unerheblich. Mit Schaumstofffüllungen geht es kinderleicht. Das Material kann man sich beim schwedischen Möbelriesen besorgen oder aber auf einer Onlineplattform. Unterkonstruktion ist immer eine tragfähige Mehrzweck- oder Holzplatte. Natürlich kann auch ein bereits vorhandenes Kopfteil so ein Make-over erhalten.

kopfteil-wasserbett-selber-bauen

Die Bauanleitung für ein gepolstertes Kopfteil

Bei dieser Bauanleitung handelt es sich um ein Kopfteil, welches aus zwölf kleinen Holzbretter in der Bettbreite mosaikartig zusammengebaut wurde. Natürlich kann man auch eine durchgehende Spanplatte nutzen. Entsprechend der Bettbreite werden einzelne Holzbretter zurechtgeschnitten, die zum Beispiel die Maße 30 x 40 Zentimeter haben. Die Anzahl der Holzbretter entspricht der Bettbreite und der gewünschten Höhe. Ein bisschen rechnen muss also sein. Die Bretter sollten eine Stärke von einem Zentimeter haben. Erhältlich sind sie im Baumarkt oder eben auf Online-Plattformen.

Dann geht man wie folgt vor:

Auf jedes einzelne Brett wird ein Stück Schaumstoff gelegt. Dieser muss bis über die Kanten reichen. So werden auch die Kanten gepolstert, was eine schönere Optik hervorruft. Darüber hinaus wird der Stoff geschont und bei Körperkontakt der Haut geschmeichelt.

Dann werden die Stoffteile entsprechend der Größe der Bretter zugeschnitten. Anschließend legt man auf die zugeschnittenen Teile den Schaumstoff und die einzelnen Bretter mittig auf.

Dann wird eine Stoffseite umgeschlagen. Es empfiehlt sich, mit den kurzen Seiten zu beginnen. So gelingt das Einschlagen der Bretter und des Schaumstoffes am besten. In der Folge kann der umgeschlagene Stoff mit dem Handtacker oder Polsternägeln fixiert werden.

Den gleichen Vorgang wiederholt man auf der gegenüberliegenden Seite. Bitte darauf achten, dass der Stoff straff ist. Falten stören die Optik.

Jetzt können die beiden langen Seiten eingeschlagen werden. Anschließend auch diese Seiten mit Polsternägeln oder dem Handtacker fixieren. Diese Vorgänge werden Brett für Brett wiederholt, bis alle gepolstert und bezogen sind.

Für das Zusammenschrauben der einzelnen Bretter legt man die frisch gepolsterten Teile an einen Schrank oder an eine Wand, da diese gerade sind. So können sie am leichtesten ausgerichtet werden.
Um die einzelnen gepolsterten Bretter miteinander zu verbinden braucht man vier Holzlatten. Diese werden oben, unten und an den beiden Seiten angebracht. Mit der oberen Holzlatte wird das Kopfteil nach Fertigstellung an der Wand befestigt. Deshalb muss sie besonders tragfähig und stabil sein. Angeschraubt werden muss sie waagerecht.

Am leichtesten wird es, wenn man mit einer langen Holzlatte beginnt. Man schraubt sie auf einer Seite fest, zieht die frisch gepolsterten Bretter zusammen und schraubt das Brett dann auf der gegenüberliegenden Seite auch fest. So lassen sich Abstände zwischen den gepolsterten Brettern vermeiden und alles sitzt schön straff. Sind die beiden äußeren Bretter fest verschraubt, können die Bretter dazwischen auch angeschraubt werden.

Um die Holzlatten später am Rand nicht sehen zu müssen, braucht es einen kleinen Abstand zum Rand. Dieser eignet sich später auch noch für den Einbau einer LED-Beleuchtung. Nun nimmt man die übrigen Holzlatten und verschraubt sie schräg über die einzelnen Bretter. So sind die einzelnen Teile fest miteinander verbunden.

Zum Abschluss wird die mosaikartige Konstruktion an der Wand angebracht. Man gibt ein paar Senkkopfschrauben in die Wand. Natürlich waagerecht und genauso weit, wie die Latten stark sind, um das Kopfteil für das Wasserbett aufhängen zu können. Das Gewicht des Kopfteils bringt die Stabilität und Festigkeit an der Wand.

Wer auf ein mosaikartiges Kopfteil verzichten möchte, kann den gleichen Vorgang mit einer durchgehende MDF- oder Spanplatte durchführen. Die Arbeitsschritte sind die Gleichen.

Wer auf Knöpfe an seinem Kopfteil für das Wasserbett nicht verzichten möchten, muss diese zunächst mit dem gleichen Polsterstoff beziehen. Diese Arbeit ist ein wenig fummelig. Die Stoffstücke dürfen nicht allzu groß sein, sonst trägt der Stoff im Knopf auf und der Deckel lässt sich nicht schließen. Also Achtung. Außerdem müssen die entsprechenden Löcher vor der Polsterung in die Bretter an der gewünschten Stelle gebohrt werden, damit der Knopf befestigt werden kann.

Man nimmt eine lange Polsternadel mit einem Faden und sticht von hinten durch das gebohrte Loch in den Holzbrettern durch das Schaumstoffpolster und den Stoff. Jetzt erhält der Stoff ein kleines Loch. Anschließend fädelt man den Knopf auf die Nadel und steckt ihn von vorn in das kleine Loch. Sind alle Knöpfe drin bei einer durchgehenden MDF- oder Spanplatte oder ist der einzelne Knopf auf dem einzelnen Brett fixiert, kann hinten zugebunden werden. Dazu werden jetzt aber zwei Personen benötigt. Der eine drückt den Knopf von vorn in das Loch, der andere bindet hinten den Faden fest um einen Nagel. Dieser liegt direkt vor dem Loch. So wird der Knopf straff festgezogen. Das Verknoten hinten sieht niemand, da das Kopfteil für das Wasserbett ja an der Wand befestigt ist.

Die Reinigung

Auch wenn man es kaum glauben mag, aber zum Reinigen des Kopfteils eignet sich bei einem Polsterbezug am besten Rasierschaum. Das Kopfteil wird vorsichtig mit einem Staubsauger abgesaugt und dann wird der Rasierschaum flächendeckend aufgetragen. Anschließend leicht einreiben und etwa fünf Minuten einwirken lassen. Nun das Kopfteil in eine Richtung ausbürsten. Sind noch Reste vom Rasierschaum sichtbar, so können diese vorsichtig mit einem feuchten Küchentuch abgetupft werden. Nun muss das gepolsterte Kopfteil für das Wasserbett nur noch trocknen. Fertig!

Wie man sich bettet, so schläft man. Mit einem Kopfteil für das Wasserbett schläft man nicht nur gut, sondern kann am Morgen auch entspannt frühstücken.

Beiträge aus dieser Kategorie

*AFFILIATE LINKS:

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Informationen neutral und ohne Werbezuschüsse zu recherchieren und unseren Lesern zur Verfügung zu stellen. Um das zu gewährleisten verwenden wir Affiliate Links.

Wenn Sie über diese Links surfen, erhalten wir Zuschüsse die das Portal unterstützen. Es fallen dabei keinerlei zusätzliche Kosten für Sie an.

Diese Webseite verwendet Cookies, um das beste Nutzererlebnis für Dich zu gewährleisten! Mehr erfahren