Kleidermotten bekämpfen – aber erfolgreich!

Das Wichtigste in Kürze
  • Kleidermotten sind mit dem bloßen Auge nicht erkennbar, aber durch Löcher im Gewebe leicht nachweisbar.
  • Um sie erfolgreich zu bekämpfen, können verschiedene rein biologische Methoden angewendet werden.
  • Nachdem Kleidermotten erfolgreich bekämpft wurden, kann man einer erneuten Population gezielt vorbeugen.

Schnell das Lieblingsteil aus dem Schrank genommen und angezogen. Dann plötzlich der Schreck, winzige Löcher im Gewebe. Der Schreck ist groß, denn es sieht nach Kleidermotten aus. Nur wie wird man die wieder los?

Kleidermotten bekaempfen

Kleidermotten erkennen

Mit dem Auge sind sie meist nicht zu erkennen, denn sie sind winzig. Meist wird ein Befall mit Kleidermotten nur festgestellt, wenn sich kleine Löcher im Textilgewebe befinden. Deshalb müssen die Bekleidung und die Möbel regelmäßig dahingehend untersucht werden. Genau hinschauen sollte man dorthin, wo die Kleidermotten bevorzugt zu finden sind. Das sind alle Gewebearten, die aus haarähnlichem Material oder Tierhaaren selbst gefertigt wurden. Dazu zählen:

  • Wollstoffe
  • Filz
  • Pelz
  • Polstermöbel
  • Teppiche.
Für einen Befall mit Kleidermotten spricht auch wenn sich am textilen Gewebe kleine Gespinste befinden. Dabei handelt es sich um weiße Fäden, die Spinnweben sehr ähnlich sind.

Pheromonfallen machen Kleidermotten sichtbar

Wer testen will, ob sich in seiner Wohnung oder seinem Haus Kleidermotten befinden, kann Pheromonfallen aufstellen. Das sind Klebefallen, die die Kleidermotten durch einen Sexuallockstoff anziehen. Männliche Kleidermotten fallen darauf rein und bleiben an der Klebefläche der Fallen hängen. So kann ein Befall mit Kleidermotten entdeckt werden. Beseitigt werden sie so nicht.

Angelockt werden nämlich nur männliche Kleidermotten. Die Weiblichen können, wenn sie bereits befruchtet sind, ihre Eier weiter ausbringen. Selbst wenn die männlichen Motten gefangen sind, ist die Fortpflanzung also nicht gestört. Es braucht also andere Mittel, um die Kleidermotten zu beseitigen.

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Kleidermotten bekämpfen

Um Kleidermotten zu bekämpfen, gibt es viele Möglichkeiten. Das sind die Wichtigsten:

  1. Kleinere Kleidung und Textilien kann man waschen, alternativ auch einfrieren. Dazu zählen Stofftiere, Kissenbezüge, Tischdecken und Handtücher. Diese müssen jedoch hohe Temperaturen beim Waschen aushalten. Die Raupen, Eier und Falter der Kleidermotten sterben ab 60° C. Kann man bei diesen Temperaturen die Sachen nicht waschen, wie zum Beispiel bei Wollpullovern, kann man diese auch einfrieren. Dazu legt man die Textilien in eine Plastiktüte und friert diese ein. Mindestens eine Woche lang, damit die Motten samt Brut auch sterben.
  2. Sind die Textilien zu groß für die Wäsche oder das Einfrieren, hilft der Föhn für die Haare weiter. Das kann zum Beispiel bei der Couch oder dem Teppich sein. Man stellt den Föhn auf die allerhöchste Stufe und geht mit ihm langsam über die befallenen Stellen. Die heiße Luft führt dazu, dass die Eier der Kleidermotten sterben.
  3. Die Möbel, in denen die befallenen Textilien gelagert wurden, sollten gründlich gereinigt werden. Am besten ist es, Schränke und Kommoden zunächst mit Essigreiniger zu säubern. Anschließend folgt lauwarme Seifenlauge. Einlegeböden sind separat zu reinigen, damit auch die Zwischenräume zwischen Kleiderschrank und Einlegeböden gesäubert werden. Dort sitzen die Kleidermotten nämlich sehr gern versteckt. Wer ganz sicher sein will, bringt auch hier den Haarföhn wieder zum Einsatz und geht damit ganz langsam in alle Ecken, Ritzen und Kanten.
  4. Da Kleidermotten krabbeln und bis zu 400 Meter weit fliegen können, muss auch der Raum, in dem sich die Textilien befinden, geputzt werden. Auch hier beginnt man mit Essigwasser und lässt die warme Seifenlauge folgen.
  5. Ganz biologisch kann man Kleidermotten mit Schlupfwespen bekämpfen. Es ist durchaus möglich, dass auch nach der intensivsten Reinigung vereinzelt Eier, Larven und Falter überlebt haben. Schlupfwespen bieten die Sicherheit, dass wirklich alle Kleidermotten beseitigt wurden, und zwar restlos. Auch Schlupfwespen sind extrem klein, nämlich gerade einmal 0,4 Millimeter groß. Menschen sind durch sie nicht gefährdet, Kleidermotten umso mehr. Schlupfwespen legen ihre Eier in die Eier der Kleidermotten, die so sterben. Dabei agieren Schlupfwespen äußerst zielsicher, denn sie finden jedes Ei einer Kleidermotte sei es auch noch so gut versteckt. Die Population wird so erfolgreich vernichtet. Finden Schlupfwespen keine Nahrung mehr, sterben sie. Im Handel sind Schlupfwespen auf kleinen Kärtchen erhältlich, die man nur auslegen muss.
  6. Ebenfalls biologisch ist Zedernholz. Diesen Geruch mögen Kleidermotten gar nicht. Sie verschwinden. Darüber hinaus bietet Zedernholz auch Schutz vor Motten im Kleiderschrank. Damit das Holz möglichst lange seinen Geruch verströmt, wird es von Zeit zu Zeit mit Schleifpapier angeraut.
  7. Weitere biologische Alternativen zu chemischen Keulen sind Walnussblätter oder Säckchen mit Lavendel. Erhältlich in jeder Apotheke, Drogerie oder Reformhäusern. Diese müssen jedoch regelmäßig ausgetauscht werden, und zwar bevor der Duft vollständig verfliegt.

Kleidermotten vorbeugen

Wurden die Kleidermotten erfolgreich bekämpft, muss einer neuen Population vorgebeugt werden. Doch welche Methoden sind am wirksamsten?

  • Nachdem sich Kleidermotten nur von organischen Rückständen ernähren, sollte man nur saubere, gewaschene oder gereinigte Kleidung einlagern. Haut- oder Haarschuppen, aber auch Fett ziehen Kleidermotten magisch an. Auch bereits getragene Kleidung gehört nicht in den Kleiderschrank. Sie lockt Kleidermotten an.
  • Plastik oder Zeitungspapier können von Kleidermotten nicht zerfressen werden. Empfehlenswert ist es also, Kleidungsstücke darin zu lagern. Das wird nicht für alle Textilien möglich sein, aber selten getragene Kleidungsstücke sind darin gut aufgehoben. Das Gleiche gilt für besonders wertvolle Textilien. Alternativ kann man sich auch Plastiküberzüge aus Textilreinigungen besorgen und über die Kleidungsstücke ziehen.
  • Ferngehalten werden Motten auch durch die im Handel erhältlichen Mottenkugel oder Mottenpapier. Die in ihnen enthaltenen Geruchsstoffe mögen Kleidermotten gar nicht. Wer Chemie nicht mag und schon gar nicht im Kleiderschrank sollte auf Lavendel, Nelken, Walnussblätter oder getrocknete Orangenschalen setzen. In kleinen Säckchen gut verpackt halten sie Motten fern.
  • Auch das regelmäßige Überprüfen der Textilien und der Kleidung gehört zu den Vorsichtsmaßnahmen. So fallen kleine Löcher im Gewebe schneller auf und auch die Gespinste haben kaum eine Chance. Allein bei dem Verdacht kann man sofort Pheromonfallen auslegen, um sicher zu sein, das kein oder ein Kleidermottenbefall vorliegt. Bei Teppichen ist besonders die Unterseite des Teppichs für Motten sehr interessant. Hier nisten sie sich bevorzugt ein. Deshalb immer die Unterseite im Auge haben.

Kleidermotten sind ein echtes Ärgernis, da sie nicht nur die geliebten Textilien zerstören, sondern auch einiges an Arbeit kosten, um sie wieder loszuwerden. Biologische Mittel eignen sich dabei besonders gut, um die lästigen Kleidermotten nicht nur zu bekämpfen, sondern sie auch auf Dauer loszuwerden.

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