Effektiv den eigenen Keller entfeuchten

Das Wichtigste in Kürze
  • Räume durch regelmäßiges Lüften im Keller von Feuchtigkeit befreien.
  • Aufgrund der niedrigen Temperaturen ist der Keller prinzipiell anfällig für Feuchtigkeit.
  • Klassische Fehler beim Raumlüften: Zu kurzes Lüften oder permanentes Klapplüften

Auch in modernen Häusern kommt es zu Schimmel an den Kellerwänden. Dieser ist nicht nur gesundheitsschädlich, sondern führt langfristig auch zu Schäden an der Bausubstanz. Im Folgenden sind hilfreiche Tipps für eine effektive Entfeuchtung des Kellers aufgeführt.

Der Keller: Brutstätte für Kälte, Feuchtigkeit und Schimmel

Der Keller ist ein Raum, in dem oft eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Auch wenn man es sich nur schwer vorstellen kann: Auch in modernen, durch Türen und Fenster abgedichteten Häusern enthält die Luft zu viel Feuchtigkeit. Das Wasser kondensiert durch die hermetische Abdichtung an den Wänden, und sammelt sich an und in den im Raum abgestellten Gegenständen an.

Die regelmäßige Lüftung des Kellers ist daher elementar, wenn man sein Haus vor zu viel Feuchtigkeit, und resultierend daraus vor Schimmel, schützen möchte. Doch auch dabei gibt es das eine oder andere zu beachten.

Keller entfeuchten

Besonderheiten im Keller

Die meisten Menschen wissen um die Relevanz der Lüftung von Kellerräumen. Der Keller ist prinzipiell anfällig für Feuchtigkeit, weil sich diese immer bei niedrigen Temperaturen niederschlägt. Leider steht man hier oftmals vor Problemen, die eine angebrachte Lüftung erschweren, oder teilweise sogar unmöglich machen.

Zu den Problemen, die zu feuchten Kellerräumen führen, gehört unter anderem die Größe der Fenster. Sind diese zu klein, ist es unmöglich, korrekt zu lüften.

Hinzu kommt, dass der Keller in den Sommermonaten der kühlste Bereich des Hauses ist. Das gibt der Luftfeuchtigkeit die Möglichkeit, hier ganz natürlich zu kondensieren. Aus diesem Grund steigt grade in den Sommermonaten das Schimmelrisiko.

Im Winter ist das übrigens genau umgekehrt: Meist ist in den geheizten Räumen die Luftfeuchte höher. Das ist der Grund, warum man die Wohnräume im Winter noch ausgiebiger lüften sollte. Auch wenn es kalt ist.

Ebenso führt eine mangelhafte Bausubstanz und eine schlechte Dämmung zu einer zu hohen Luftfeuchtigkeit im Keller. Bei einer schlechten Dämmung der Außenwände etwa bildet sich dann Kondenswasser an den Innenwänden.

Klassische Fehler beim Lüften eines Kellers

Unzureichendes oder gar falsches Lüften ist die Hauptursache für Schimmel im Keller. Es sind gerade auch nachfolgende „Belüftungs-Fehler“, die zu feuchten Kellerwänden führen:

Zu kurzes oder „Klapplüften“

In vielen Haushalten bleibt das Fenster im Keller durchgehend gekippt. Was einen positiven Hintergrund hat, funktioniert in der Theorie leider nicht. Die Menschen möchten damit zwar die Feuchtigkeit bekämpfen, aber damit erreichen sie genau das Gegenteil: Die Bauteile kühlen bei einer niedrigen Außentemperatur zu stark ab. Die Feuchtigkeit schlägt sich daraufhin im Raum stark nieder, was dem Schimmel einen perfekten Untergrund bietet.

Auch falsch ist aber das zu kurze Lüften. Meist hat man im Keller nicht die Möglichkeit, Fenster soweit zu öffnen, dass eine gute Menge an feuchter Luft ausgetauscht werden kann. Folglich gelangt nur ein minimaler Teil der feuchten Luft nach draußen. Die Luftfeuchtigkeit im Raum selbst bleibt trotz Lüften hoch.

Wenn man hingegen den größten Teil der feuchten Luft aus dem Raum befördern möchte, empfiehlt es sich, den Raum für rund fünf Minuten Stoß zu lüften. Dabei öffnet man alle Fenster im Raum und stellt durch den Durchzug einen optimalen Luftaustausch her. Die Raumtemperatur wird dadurch kaum abgekühlt.

Elektrische Luftentfeuchter als hilfreiche Lösung

Wer sich, um die Luftfeuchtigkeit im Keller zu verringern, nicht alleine auf das Lüften verlassen möchte, der kann sich eines hilfreichen Luftentfeuchters bedienen. Hierfür gibt es drei verschiedene Methoden.

Die Kondensationsentfeuchtung

Ein Kondensationsentfeuchter entfeuchtet den Keller sehr effektiv, und benötigt dazu nur wenig Energie.
Das tut er durch das Wirkprinzip der Kondensation. Der Kondensationsentfeuchter saugt die Luft durch einen Sauglüfter in das Gerät. Dort gelangt sie in den Wärmetauscher. Im Wärmetauscher herrscht eine gegenüber dem Taupunkt geringere Temperatur.

In weiterer Folge kondensiert die Feuchtigkeit, und das entstandene Wasser sammelt sich in einem dafür vorgesehenen Behälter. Die trockenere Luft wird im Kondensator ein weiteres Mal erhitzt, was die Luftfeuchtigkeit noch weiter senkt. Ist die Luft ausreichend trocken, gibt sie das Gerät wieder ab.

Bei der Kellerentfeuchtung mittels Kondensation muss kein Fenster zum Öffnen vorhanden sein. Die Effektivität des Gerätes ist von der Temperatur und der Raumgröße abhängig. Am besten funktioniert die Kondensationsentfeuchtung bei kühler Zimmertemperatur.

Die Adsorptionsentfeuchtung

Der Adsorptionsentfeuchter sorgt für kontinuierlich gleichbleibende Feuchtigkeitswerte im Raum. Der Vorteil bei dieser Entfeuchtungsmethode: Die Adsorptionsentfeuchtung funktioniert auch im sehr hohen und sehr tiefen Temperaturbereich (auch bei Minusgraden und bis zu einer Temperatur von +35°C). Der Adsorptionsentfeuchter eignes sich also besonders für kalte oder warme Räume.

Im Rahmen der Adsorptionsentfeuchtung arbeiten die Geräte mit zwei Luftkreisläufen, die sich in einen Entfeuchtungs- und einen Regenerationsbereich aufteilen. Ein Rotor bewegt die Raumluft. Bei dieser Rotation wird eine spezielle Substanz in die Luft abgegeben. Im Regenerationsbereich sammelt sich die angereicherte Luft, die der Entfeuchter im Anschluss als getrocknete Luft wieder an den Raum abgibt.

Die Absorptionsentfeuchtung

Der Unterschied zwischen Adsorptions- und Absorptionsentfeuchtung ist das Wirkprinzip. In beiden Fällen handelt es sich um ein chemisches Wirkprinzip. Bei der Absorptionsentfeuchtung ist eine Flüssigkeit für die Aufnahme von Feuchtigkeit verantwortlich, bei der Adsorptionsentfeuchtung übernimmt diese Arbeit ein Granulat.

Hinweis: Für alle drei Methoden der Luftentfeuchtung gibt es jeweils eigene Geräte für den Gewerbe- und für den Haushaltsbereich.

Beim Prinzip der Absorption leitet flüssiges Sorptionsmaterial (Absorbens) die feuchte Raumluft mittels Ventilator. Diese Flüssigkeit nimmt den Wasserdampf der Luft wie ein Schwamm auf. Dadurch verdünnt sich die Flüssigkeit. Je feuchter die Luft ist und je mehr Druck besteht, desto mehr Feuchtigkeit wird der Luft entzogen. Der Nachteil der Absorptionsentfeuchtung: Das Absorbens muss immer wieder nachgekauft werden.
Hohe Luftfeuchtigkeit führt auf Dauer immer zu Schimmel. Diese ist nicht nur gesundheitsgefährdend, sondern ist auch für das Bauwerk eine massive Gefahr. Im Keller gehört aus diesem Grund regelmäßig kurz und kräftig gelüftet. Reicht das nicht mehr aus, um die Luftfeuchtigkeit zu senken, helfen spezielle Entfeuchtungsgeräte dabei, den Keller zu entfeuchten.

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