Infrarot-Heizung – Lohnt sich die Anschaffung?

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Anschaffung einer Infrarotheizung lohnt sich für ein Passivhaus.
  • In einzelnen Räumen innerhalb eines Hauses oder der Wohnung kann sie eine lohnenswerte Alternative zu einer herkömmlichen Heizung sein.
  • Für die Optik bieten Infrarotheizungen viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Viele Hausbesitzer fragen sich, ob sich der Einbau einer Infrarotheizung für sie lohnen würde. Für Passivhäuser, da hier der Wärmebedarf sehr gering ist, kann man diese Frage wohl mit einem klaren “Ja” beantworten. Lohnenswerter ist der Einsatz von Infrarotheizungen jedoch in einzelnen Räumen des Hauses.

Wie funktioniert die Infrarotheizung?

Draußen ist es kalt und ab und zu braucht man schon eine Heizung. In dieser Situation wäre eine nur zeitweise einsetzbare Heizung genau richtig. Ein Einsatzgebiet für die Infrarotheizung, denn ihre wohlige Wärme breitet sich genauso angenehm aus wie die eines Ofens.

Darüber hinaus sind Infrarotheizungen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich einsetzbar. Viele Einsatzmöglichkeiten also.

Wie der Name schon sagt, wird hier mit Infrarotstrahlen geheizt. Das sind elektromagnetische Wellen mit einem Wellenlängenband zwischen 3 bis 50 μm. Für den Menschen ist dieser Bereich ohne Gefahren. Elektrosmog kommt hier nicht vor.

Geregelt werden Infrarotheizungen durch ein Funkthermostat. Das verfügt über einen Empfänger und Sender, welche zwischen der Heizung und der Steckdose angebracht ist. Erwärmt wird bei einer Infrarotheizung die Fläche, welche sie anstrahlt und nicht die Luft wie bei herkömmlichen Heizungen. Die sich im Zimmer befindlichen Möbel und Gegenstände nehmen die Wärmestrahlung auf und geben diesen an den Raum ab.

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Die Vor- und Nachteile einer Infrarotheizung

Obwohl eine Infrarotheizung nicht jedem Hausbesitzer empfohlen werden kann, hat sie neben diesem Nachteil auch viele Vorteile zu bieten:

  • sie hat eine sehr lange Lebensdauer
  • es besteht keinerlei Brandgefahr
  • der Wartungsaufwand ist als gering einzuschätzen
  • die Anschaffungskosten sind niedrig
  • auch der Energieaufwand ist sehr gering
  • sie ist leicht zu installieren
  • Staub oder Schmutz fallen nicht an
  • sie ist sehr dekorativ, da auch mit Bildern erhältlich.

Doch auch ein paar Nachteile müssen in Kauf genommen werden:

  • das Haus muss gut gedämmt sein
  • für eine ständige Beheizung des Wohnraums nicht geeignet
  • die Betriebskosten sind hoch, denn die Energiekosten sind höher als die der herkömmlichen Brennstoffe.

infrarot-heizung

Mit diesen Kosten muss man rechnen

Die Kosten hängen, wie bereits gesagt, von den Umständen des Einsatzes einer Infrarotheizung ab. Der benötigte Strom ist nicht gerade billig und so kann die Infrarotheizung schnell zu einer Kostenfalle werden. Meist punktet dieses Argument bei Altbauten. Ist das Gebäude aber gut gedämmt, kann sich der Einsatz einer Infrarotheizung durchaus lohnen, denn der Energiepreis kann durch die geringen Wartungskosten kompensiert werden.

Je Quadratmeter Wohnfläche benötigt man etwa 60 bis 100 Watt Heizleistung. Für eine etwa 60 Quadratmeter große Wohnung werden daher fünf 1.000- Watt-Heizkörper benötigt. Diese würden zwischen 2.000 und 5.000 Euro kosten. Ein Kostenfaktor ist auch der ganz persönliche Gestaltungswunsch.

Die Größe der Infrarotheizung

Damit die Heizkosten nicht unnötig in die Höhe getrieben werden, sollte man die Dimensionen der Infrarotheizung genau berechnen.

Wer mehr als 60 bis 100 Watt Heizleistung pro Quadratmeter benötigt, sollte von der Anschaffung einer Infrarotheizung absehen. Die Heizkosten würden zu hoch ausfallen.

Damit die Energie optimal genutzt werden kann, sollte man viele kleine als wenige große Heizungen kaufen. Bei einem Raum mit 25 Quadratmetern würden 2.500 Watt Heizleistung benötigt. Dafür braucht man 5 kleine Infrarotheizungen mit je 500 Watt. Dann würde die Wärme sinnvoll verteilt werden. Bei den Anschaffungskosten muss man mit 2.000 Euro rechnen. Je nach Stromtarif kommen die Energiekosten hinzu. Gerechnet werden muss bei einer durchschnittlichen Laufzeit der Heizung von 1.500 Stunden im Jahr mit einem Preis zwischen 650 und 1.250 Euro.

Wann ist ihr Einsatz lohnenswert?

Es kommt auf den richtigen Einsatz an. Dann nämlich kann eine Infrarotheizung sparen helfen. Doch eine gute Dämmung des Hauses ist unerlässlich. Nur dann wird wenig Wärme benötigt, die auch eine gewisse Zeit im Haus bleibt. Als alternative Variante hat sich die Infrarotheizung auch in einzelnen Räumen wie den Keller oder Hobbyraum bewährt. Hier sind die Kosten geringer, als bei einem Einsatz einer herkömmlichen Heizung.

Die Infrarotheizung im Altbau

Bei einem Altbau, der wenig bis gar nicht gedämmt ist, nützt auch die allerbeste Berechnungsmethode nichts. Der Einsatz einer Infrarotheizung wird sich nicht rechnen. Deshalb sollte man hier auf herkömmliche Heizungen mit Gas, Öl oder Pellets setzen. Auch wenn die Infrarotheizung fast wartungsfrei ist, macht das die benötigten Energiekosten und die Anschaffungskosten nicht wett.

Ein Neubau mit Infrarotheizung…

…lohnt sich, wenn der Neubau gut gedämmt ist. Auch für ein saniertes Dachgeschoss mit einer guten Wärmedämmung kann eine Infrarotheizung Sinn machen. Hier ist die Installation herkömmlicher Heizkörper oft genug zu teuer und zu aufwendig.

Die Kombination zwischen Photovoltaikanlage und Infrarotheizung kann in einigen Fällen durchaus sinnvoll sein. Vorher sollte man eine solche Lösung allerdings auf seine Wirtschaftlichkeit hin überprüfen. Wichtig zu wissen ist, dass es für den Einsatz von Infrarotheizungen keine staatliche Förderung gibt.

Ist der Einsatz im Ferienhaus sinnvoll?

Für ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung kann eine Infrarotheizung aber gut zum Einsatz kommen. Hier beträgt die Nutzungsdauer generell nur ein paar Wochen im Jahr. Sie ist auch leicht zu handhaben und die Räume werden schnell warm. Ist die Immobilie sehr abgelegen oder wird sie selten genutzt, kann man den Einsatz bedenkenlos empfehlen.

Die Designvielfalt

Infrarotheizungen zeichnen sich durch eine Vielzahl an Designs aus. Auch unterschiedliche Formen sind erhältlich. So werden Infrarotheizungen in Kugelform in Treppenhäusern verwendet. Heizpaneel-Infrarotheizungen schmücken Kirchen und sind direkt unter den Kirchenbänken montiert.

Ganz besonders beliebt sich Infrarotheizungen mit Bildern. Diese können entsprechend dem Einrichtungsstil ausgewählt werden. Meist findet man diese Tafel-Infrarotheizungen in der Küche, im Bad oder dem Büro. Es ist sogar möglich, Infrarotheizungen mit einer Schieferoberfläche zu erwerben, die es möglich machen, Notizen zu machen, ähnlich wie bei einer Tafel.

Ebenfalls im Badezimmer sehr beliebt sind Spiegel-Infrarotheizungen. Diese können sowohl als Spiegel, aber auch als Handtuchhalter genutzt werden. Der Handtuchhalter trocknet nicht nur, sondern wärmt zugleich. Für den Wintergarten empfiehlt sich eine Glas-Infrarotheizung. Es gibt also für jeden Raum die passende Infrarotheizung.

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Infrarotheizungen sind für einzelne Räume absolut empfehlenswert. Für ungedämmte Häuser sollte man jedoch lieber auf herkömmliche Heizungen ausweichen.

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