Holzdielen - Fugen versiegeln

Das Wichtigste in Kürze
  • Damit die Fugen zwischen den Holzdielen nicht zu Staubfängern werden, können sie aufgefüllt und versiegelt werden.
  • Es gibt dafür zwei verschiedene Möglichkeiten, die von der Breite der Fugen abhängen.
  • Zum Versiegeln eignen sich Lack, Lasur, Öl oder Wachs.
Werden Dielenböden verlegt, bleiben kleine Abstände zwischen den Dielen zurück, die zu lästigen Staubfängern werden können. Damit das nicht passiert, kann man die Fugen zwischen den Holzdielen auffüllen.

Womit die Holzdielen Fugen versiegeln?

In früheren Jahren war es normal große Abstände zwischen den Fugen der Holzdielen zu lassen. Heutzutage sind es nur noch kleine Fugen, doch auch die können zu Staubfängern werden, die eine Reinigung notwendig machen. Das kann man vermeiden, indem man die Fugen zwischen den Holzdielen auffüllt und versiegelt. Dafür stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
  • die Spachtelmasse
  • oder Holzleisten.
Je nachdem, wie groß die Fugen zwischen den Holzdielen sind, kommt das eine oder andere zum Einsatz. Natürlich spielt auch der persönliche Geschmack eine Rolle. Spachtelmasse wird bei den heutigen kleinen Fugen verwendet. Holzleisten finden bei großen Fugen zwischen älteren Dielen Anwendung. Die Variante mit den Holzleisten benötigt aber etwas handwerkliches Geschick.
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Spachtelmasse zum Auffüllen der Holzdielen

Bei Spachtelmasse denkt jeder sofort an Acryl oder Silikon. Doch bei Holzdielen kommt diese Spachtelmasse nicht zum Einsatz. Holz ist ein ständig arbeitendes Material, weshalb Acryl und Silikon eine schlechte Wahl wären. In jedem Baumarkt gibt es für Holzdielen spezielle Fertigmischungen. Sie haben eine Lebensdauer von etwa zehn Jahren und müssen nach diesem Zeitraum erneuert werden.

Anleitung zum Verfugen mit Spachtelmasse

Bevor man die Holzdielen Fugen auffüllen kann, müssen diese gründlich gereinigt werden. Auch alte Spachtelmasse sollte entfernt werden. Geeignet sind dafür ein Staubsauger mit einer entsprechenden Düse und ein Staubpinsel, der den Feinschliff übernehmen kann. Je nach Angabe des Herstellers wird die Spachtelmasse in die Fugen gefüllt. Dabei sollte die Masse circa einen Millimeter über den Holzdielen stehen. Ist die Spachtelmasse in den Fugen getrocknet, wird die überstehende Masse abgeschliffen. Nun können die Fugen versiegelt werden. Dafür eignet sich ein Lack oder eine Lasur, die zur Spachtelmasse passt.

Holzleisten für größere Fugen

Wenn die Fugen zwischen den Holzdielen so groß sind, dass sich keine Spachtelmasse eignet, kommen Holzleisten zum Einsatz. Die Spachtelmasse kann bei großen Fugen leicht unter die Holzdielen laufen und sie von unten beschädigen. Deshalb sind Holzleisten in diesem Fall die bessere Wahl.

Anleitung für Holzleisten in den Fugen

Das Bild des Dielenbodens soll nach dem Anbringen der Holzleisten ein einheitliches Bild abgeben. Deshalb ist es wichtig, die Fugen auf eine einheitliche Größe zu bringen. Damit das erreicht wird kommt ein Dremel zum Einsatz. Mit ihm können die Fugen gleichmäßig ausgeschliffen werden. Anschließend werden die Holzleisten auf die passende Größe zugeschnitten. Dann verteilt man den Holzleim gleichmäßig in den Fugen. Jetzt können die passend geschnittenen Holzleisten leicht in die Fugen des Holzdielenbodens angedrückt werden. Mit einer Feile oder einem Hobel wird jede einzelne Leiste an den Holzboden angepasst. Zu guter Letzt muss der Boden noch abgeschliffen und versiegelt werden.

Die Technik zum Holzdielen Fugen versiegeln

Wer die Fugen von Holzdielen also verstecken möchte, kann das leichttun. Auch wenn beim Verlegen von neuen Holzböden ein Fehler passiert ist, kann dieser so leicht behoben werden. Die Technik ist immer die Gleiche. Benötigt werden:
  • Spachtelmasse oder Fugenkitt für Holzböden
  • Lack, Öl oder Wachs zum Versiegeln
  • eine Schleifmaschine
  • unterschiedliche Spachtel
Dabei geht man wie folgt vor:
  1. Der Holzboden wird gut vorbereitet. Man räumt den gesamten Raum leer und entfernt alle Fußleisten. Da die Fußleisten wieder verwendet werden, sollte man vorsichtig mit ihnen umgehen.
  2. Nun wird der Boden ganz abgeschliffen. Dazu verwendet man in der Regel einen Schwingschleifer. Ist der Raum sehr groß, wird eine Bodenschleifmaschine benötigt. Das spart Energie und Zeit.
  3. Für das Verfugen sollte man auf Silikon oder Acryl verzichten. Die Fugenmasse sollte für Holz geeignet sein, denn Holz arbeitet. Mit einer Kartuschenpistole wird die Masse in die Fugen der Holzdielen gedrückt. Ein Kunststoffschaber nimmt die überstehende Masse ab.
  4. Sind alle Fugen aufgefüllt, müssen sie trocknen. Dabei ist auf die Herstellerangabe zu achten. Anschließend wird der Boden mit Öl, Wachs, Lasur oder Lack versiegelt. Die Fugenmasse muss sich allerdings mit der Versiegelung vertragen. Darauf ist besonders acht zu geben.

Holzdielen Fugen ölen oder lackieren?

Die Holzdielen einschließlich Fugen an der Oberfläche zu veredeln ist wichtig. Nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch als Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit. Es geht also nicht nur um den Feinschliff. Und schon stellt sich die Frage nach dem Wie. Ölen oder doch lieber lackieren? Die Vor- und Nachteile sind von Boden zu Boden unterschiedlich. Auch wovor der Boden geschützt werden soll, spielt eine große Rolle.

Vor Kratzern schützen

Leben Kinder und/oder Tiere im Haushalt müssen die Holzdielen vor allem vor Kratzern geschützt werden. Dafür empfiehlt sich das Lackieren der Holzdielen und Fugen. Ein lackierter Boden ist ein gut versiegelter Boden. Der geölte Boden ist lediglich imprägniert. Durch den Lack erhält der Holzboden eine zusätzliche Schutzschicht. So sind die Holzdielen vor mechanischen Belastungen gut geschützt. Doch auch bei einem geölten Boden kann man leichte Kratzer mit Olivenöl und Schleifpapier gut entfernen.

Wenig Pflegeaufwand

Wer keine aufwendige Pflege für die Holzdielen möchte, wird das bei einer Entscheidung auch berücksichtigen wollen. Doch hier sei angemerkt, dass der Pflegeaufwand bei geölten und lackierten Boden ähnlich hoch ist. Bei beiden Arten der Oberflächenveredelung wird der grobe Schmutz aufgesaugt oder gefegt. Einmal in der Woche sollte eine Grundreinigung erfolgen und zweimal im Jahr muss der Boden gepflegt werden. Entsprechende Pflegemittel sind im Handel erhältlich. Der Pflegeaufwand ist bei geöltem Boden lediglich bei der jährlichen Pflege etwas größer.

Wenn die Optik entscheidet

Optik ist Geschmackssache und daher subjektiv. Trotzdem spielt sie für viele eine große Rolle bei der Entscheidung, ob Lack oder Öl. Wer die lackierten Holzdielen vorzieht, hat die Auswahl zwischen glänzend, matt oder halbmatt. Beim Öl kann der Grad des Glanzes nicht wirklich bestimmt werden. Doch man kann mithilfe eines Farböls den Ton des Holzes beeinflussen, was auch eine interessante Optik machen kann. Die Holzdielen Fugen zu versiegeln ist also gar nicht so schwer. Der persönliche Geschmack in Bezug auf die Optik spielt dabei eine genauso große Rolle, wie der Schutz vor Kratzern und Schmutz. Eine weitere Möglichkeit ist die Fugen mit Hanf zu stopfen, einen Erfahrungsbericht finden Sie hier: https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/fugen-dielen-203701.html

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