Hochbett selber bauen

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Hochbett ist besonders in kleinen Räumen oder Wohnungen eine platzsparende Alternative zu einem normalen Bett.
  • Wer ein Hochbett selber bauen möchte, muss nicht zwangsläufig über professionelle handwerkliche Fähigkeiten verfügen. Hochbetten können im Grunde ganz einfach selbst gebaut werden.
  • Der Bau eines Hochbettes kann hervorragend auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt werden. So kann das Bett beispielsweise auch als Raumteiler fungieren.

DIY: Hochbett bauen

Viele Kinder wünschen sich ein eigenes Hochbett und auch so gar mancher Erwachsener denkt noch gerne an die Zeiten zurück, als im Ferienlager darin geschlafen wurde. Hochbetten sind besonders in kleinen Wohnungen äußerst beliebt, denn sie nehmen kaum Platz im Raum weg und können bei Bedarf sogar als Raumteiler fungieren. Mittlerweile sind im Handel zahlreiche verschiedene Hochbett-Modelle in vielen kreativen Farben und Formen erhältlich, sodass den Vorstellungen und Wünschen der Eltern und Kinder nahezu keine Grenzen gesetzt sind.
Wer jedoch handwerklich etwas Geschick zeigt und sich gerne selbst als Hobbyhandwerker bezeichnet, kann mit wenigen Handgriffen auch einfach ein passendes Hochbett selber bauen. Wie das geht, wird in den folgenden Zeilen umfassend beschrieben.

Hochbett: Platzsparender, gemütlicher Rückzugsort

Ausreichend Platz ist in kleinen Wohnungen besonders kostbar. Wer ein Hochbett selber bauen möchte, spart nicht nur viel Geld, sondern kann auch ganze eigene individuelle Ideen verwirklichen. Ein selbstgebautes Hochbett kann hervorragend als eine Art Raumteiler fungieren, weil der Platz unter der Liegefläche optimal genutzt werden kann. In der folgenden Anleitung besteht das Grundgerüst des Hochbettes aus Rahmenholz-Balken: zwei Längsbalken, vier Stützbalken und zwei zusätzliche Auflagebalken sowie vier Querbalken werden benötigt, um bereits nach wenigen Handgriffen ein individuelles Hochbett selber bauen zu können. Je nachdem, welche Höhe das Bett letzten Endes haben soll, beziehungsweise wie groß die Liegefläche wird, müssen die Balken entsprechend dem Wunschmaß zugeschnitten werden. Dabei gilt es, auch an die Aussparungen an den Stellen der Auflagebalken sowie an den Balken-Enden, denn an diesen werden später die mittleren Querbalken befestigt.

Bauanleitung: Hochbett selber bauen

Um ein Hochbett selber zu bauen, müssen die folgenden Werkzeuge und Materialien vorhanden sein:
– ggf. Akkuschrauber – ggf. Glasschiebetür – Handsäge (Fuchsschwanz) – Holzstange – Konstruktionsholz: 4 Stützbalken, 2 Längsbalken, 2 Auflagebalken und 4 Querbalken – ggf. LED-Lampe – Meterstab – Montagekleber – ggf. Regalwürfel, 24 Stück – Rohrverbindungen (2 x T-Stück 1/4“, 4 x L-Stück 1/4“) – Schlagbohrmaschine mit Bohraufsatz – Schlosserhammer – Schrauben – Schreinerwinkel – Stehleiter – Stichsäge
– 2 Tischlerplatten, Stärke 16 mm – Wanddübel – Wasserleitungsrohre (2 x 1/4“ 40cm, 2 x 1/4“ 100cm) – Wasserwaage – ggf. Winkelverbinder

Schritt 1: Die Grundkonstruktion des Hochbettes

  1.  Zunächst werden auf der Oberseite der beiden Längsbalken die Stellen markiert, an denen für das Seitengeländer die Verankerungen integriert werden sollen.
  2. Anschließend müssen etwa 5 Zentimeter tiefe Löcher an den angezeichneten Positionen mit einem Forstnerbohrer gebohrt werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Löcher den gleichen Durchmesser besitzen, wie die Rohre für das Geländer.
  3. Im nächsten Schritt wird das Grundgerüst zusammengefügt. Dabei beginnt der Handwerker mit dem Kopfende des Hochbettes direkt an der Zimmerwand und befestigt lotrecht und im Abstand der Querbalken die beiden Stützbalken an der Wand mit Dübeln.
  4. Danach werden die Längsbalken auf Stoß und sauber auf die Stützbalken gesetzt. Auch mit den Stützbalken am Fußende wird nach dem gleichen Verfahren gearbeitet.
  5. Mit je vier Schrauben können anschließend die Balken von oben mit vier ca. 15 Zentimeter langen Schrauben. Nun werden noch die Querbalken an Fuß- und Kopfende aufgesetzt, sodass diese ebenfalls fest verschraubt werden können. Tipp: Möchte der Heimwerker in Sachen Stabilität auf Nummer sicher gehen, können der Bettrahmen und die Stützbalken auch mit zusätzlichen Winkelverbindern befestigt werden.
  6. Für die Liegefläche ist es notwendig, je einen Auflagebalken an den Innenseiten der Längsbalken zu verschrauben. Hierbei müssen unbedingt die Aussparungen für die beiden mittleren Querbalken integriert werden.
  7. Nun können die Querbalken als Stütze für die spätere Liegefläche eingesetzt und von oben mit den Auflagebalken verschraubt werden. Als Liegefläche kann eine Holzplatte dienen. Diese wird ebenfalls auf die beiden Querbalken aufgeschraubt. Alternativ kann auch ein passgenauer Lattenrost eingelegt werden.

Schritt 2: Klappleiter für den Betteinstieg bauen

1. Ein Klappleiter aus Holz soll den Zugang zum Hochbett bilden. Zuerst muss dafür die Hälfte der Leiter sowie die Verbindungskette abmontiert werden.

2. Die Gelenkarme Leiter bleiben hingegen dran, weil diese die Verbindungsstücke zum Festschrauben am Hochbett darstellen. Dafür wird einfach ein Holzblock auf die Breite der Trittleisten zugeschnitten.

3. Anschließend muss der Holzblock nur noch am Fußende an der Oberseite des Querbalkens aufgeschraubt werden.

4. Im letzten Schritt werden nur noch die Gelenkarme seitlich an den Holzblock geschraubt – fertig!

Schritt 3: „Rausfall-Schutz“ aus Rohrleitungen integrieren

1. Leitungsrohre bilden das spätere Geländer am selbstgebauten Hochbett. Sie lassen sich mit den passenden Verbindungsstücken einfach zusammenschrauben. Hierbei müssen im Vorfeld die Abstände der vertikalen Rohre festgelegt werden, denn diese müssen unbedingt in die Veränkerungslöcher der Längsbalken passen.

2. Die bereits gebohrten Verankerungslöcher werden nun zu ca. 1/4 mit Montagekleber gefüllt. Das zuammengeschraubte Geländer kann schließend einfach in die Längsbalken gesteckt werden. Gegebenenfalls muss hier vorsichtig mit einem Hammer nachgeholfen werden.

Schritt 4: Raumtrenner und Kleiderschrank integrieren (optional)

Wer ein Hochbett selber bauen will, hat natürlich zahlreiche Möglichkeiten. So kann nicht nur das Design ganz nach den Wünschen des Heimwerkers realisiert werden, sondern es besteht natürlich auch die Möglichkeit, extra viel Stauraum unter dem Bett zu erzeugen. Hierfür bieten sich beispielsweise Regalwürfel aus Holz an. Diese können bei Bedarf einfach unter dem Fuß- und Kopfende des Hochbettes aufgestapelt werden. Damit am hinteren Ende nicht herausfallen kann, sollten zwischen die Stützbalken des Bettes Holzplatten verschraubt werden. Am Fußende kann der Raum nach Belieben auch offen bleiben, damit später von beiden Seiten ein Zugriff auf das Regal möglich ist. Zwischen zwei Würfel kann noch eine Kleiderstange befestigt werden. Hierzu wird einfach eine Holzstange auf die passende Länge zugeschnitten und an den Seitenwänden der Regalwürfel verschraubt.

Tipp: Wird eine eher rustikale Optik gewünscht, kann an der Unterseite der Liegefläche die mittleren Querbalken frei gelassen werden. Alternativ lassen sich diese auch mit einer unten angeschraubten Holzplatte kaschieren, Um im begehbaren Kleiderschrank stets den Überblick zu behalten, kann noch eine LED-Lampe mit zwei Schrauben an der Holzplatte befestigt werden.

Hochbett selber bauen als Raumteiler

Wer ein Hochbett selber bauen möchte, welches gleichzeitig noch als moderner Raumteiler dienen kann, kann eine Bett-Seite mit einer stabilen Glas-Schiebetür ausstatten. Dafür ist es notwendig, die Schiene waagerecht an den Längsbalken zu verschrauben. Anschließend werden die Türstopper in die Schiene eingesetzt, sodass letzten Endes die Tür eingehängt werden kann. Eine detaillierte Montageanleitung liegt bei jeder Glastür in der Regel bei, sodass auch unerfahrene Handwerker keine Probleme mit dem Aufbau haben dürften. Damit die Glastüren im geschlossenen Zustand an den Seiten keine Öffnungen hinterlassen, wird der entstehende Freiraum seitlich der Stützbalken mit einer Holzplatte verkleidet. Diese kann an den Stütz- und Längsbalken festgeschraubt werden.

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