Heizkörper Typen – die richtige Auswahl für hohen Heizkomfort

Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt eine große Auswahl an Heizkörpern, die auch dekorativen Zwecken dienen.
  • Der Heizkomfort ist umso größer, je höher der Anteil an Strahlungswärme ist.
  • Der beliebteste Heizkörper heute ist der Plattenheizkörper.

Haussanierung oder Neubau eines ist dabei gewiss, der Bauherr kann sich über eine große Auswahl an Heizkörper Typen freuen. Es gibt sie nämlich nicht nur, wie allgemein bekannt in Weiß und als platten- oder gliederförmige Heizkörper, die im Allgemeinen unter dem Fenster angebracht werden.

Die Auswahl des Heizkörpers

Heizkörper gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Sie dienen nicht nur dem Erwärmen von Räumen, wenn es draußen kalt ist, sondern haben auch dekorative Zwecke.

Bei der Auswahl ist jedoch darauf zu achten, dass nicht nur Form und Farbe wichtig sind. Auch die Art der Wärmeübertragung spielt eine entscheidende Rolle, um für ein angenehmes Raumklima in den Wohnräumen zu sorgen. Allgemein gilt, dass je höher der Anteil der Strahlungswärme ist, umso höher auch der Heizkomfort in den Räumen ist. Strahlungswärme wird von uns als sehr angenehm empfunden.

Heizkoerper Typen

Strahlungswärme erwärmt nur feste Gegenstände wie Möbel und Wände. Sie entsteht durch Strahlen im Infrarotbereich. Durch das Erwärmen von Wänden und Möbeln wird die Raumluft nicht aufgewirbelt. Bei der Konvektionswärme wird kalte Luft am Heizkörper erwärmt. Dadurch kommt es zu einer hohen Luft- und Staubzirkulation im Wohnraum.

Die Heizkörpertypen im Einzelnen

Doch wie sehen nun die Heizkörpertypen im Einzelnen aus:

Konvektoren

Konvektoren erzeugen Konvektionswärme, indem an den wasserführenden Rohren Lamellen aus Stahlblech, Kupfer oder Aluminium angebracht sind, an denen sich die kalte Luft erwärmen kann. Der große Vorteil von Konvektoren besteht darin, dass sie schnell heizen. Darüber hinaus sind sie Leichtgewichte und haben kleine Abmessungen. Dadurch hat man viele Möglichkeiten zum Einbau und zur Gestaltung.

Installiert werden können Konvektoren auch in den Fußleisten vor Terrassen- und Balkontüren. Auch in Verkaufsräumen sind sie gern gesehen, denn sie können unter Sitzbänken, Schaufenstern und Verkaufsregalen installiert werden. Doch Konvektoren sind schlecht für das Raumklima. Die Luftzirkulation ist hoch und Staubpartikel wirbeln durch die Luft. Gerade Allergiker leiden dann besonders. Dazu kommt, dass die Anschaffungskosten sehr hoch sind und die Reinigung schwierig. Die angebrachten Lamellen verschwinden oft hinter einer schwer zugänglichen Verkleidung. Die Reinigung ist mühsam.

Gliederheizkörper

Das ist die älteste Heizkörperform. Für diese Art von Heizkörpern werden einzelne genormte Glieder aus Stahlblech aneinandergereiht. Die Anzahl ist dabei beliebig. Die Installation dieses Heizkörpertyps ist leicht und praktisch. Die perfekte Anpassung an die verschiedensten Wärmeleistungsanforderungen leicht möglich. Gliederheizkörper sind zudem kostengünstig und eine gute Wahl bei sehr großen Gebäuden. Deshalb werden sie auch häufig in Schulen und Verwaltungsgebäuden verwendet. Ihr Nachteil liegt in der Wärmeabgabe. Etwa 70 Prozent der Wärmeabgabe findet in Form von Konvektion statt. Das ist schlecht für das Raumklima, denn wir empfinden es als unangenehm.

Röhrenheizkörper

Sie sind weiterentwickelte Gliederheizkörper. Oft werden sie in Badezimmern als Handtuchradiator eingesetzt. Ihr Einsatzgebiet gestaltet sich sehr flexibel, denn sie können als Fensterbankradiator genauso eingesetzt werden wie als dekorativer Raumteiler. Erhältlich sind sie in den unterschiedlichsten Farben, Bautiefen und -höhen sowie Sonderformen. Auch die Anzahl der hintereinander eingebauten Rohre ist beliebig. Genau wie in Gliederheizkörpern erfolgt die Wärmeübertragung zu etwa 70 Prozent durch Konvektion.

Werden sie freistehend eingebaut, brillieren sie mit einer optimalen Leistung. Die Wärmeleitfähigkeit ist gut und sie sind sehr langlebig. Bevorzugt werden sie deshalb in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern eingebaut. Dort profitiert man davon, dass sie leicht zu reinigen sind und somit den gesetzlichen Hygienestandards gerecht werden.

Achtung, um Energie zu sparen, sollte man darauf achten, dass bei Handtuchradiatoren im Badezimmer die trockenen Handtücher vom Heizkörper genommen werden.

Die Handtücher schlucken bis zu 30 Prozent der Wärme, die vom Heizkörper abgegeben wird.

Plattenheizkörper

Dieser Heizkörper Typ ist der heute am Beliebteste. Er lässt sich leicht zu dekorativen Zwecken einsetzen, da er in den verschiedensten Farben und Formen erhältlich ist. Sein Vorteil ist seine Kompaktheit, die leichte Bauweise und der niedrige Platzverbrauch. Der Wirkungsgrad ist sehr hoch. Es sind Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent möglich, denn er benötigt bei gleicher Wärmeleistung weniger Wasser als andere Heizkörper. Plattenheizkörper erzeugen Strahlungswärme. Der Anteil ist mit zwischen 50 und 70 Prozent sehr hoch. Die Bauweise des Heizkörpers bestimmt dabei den Anteil an Strahlungswärme.

Plattenheizkörper können nur aus Platten oder aus Konvektionsblechen und Platten bestehen. Der Anteil an Konvektionswärme erhöht sich, wenn mehrere Konvektionsbleche eingebaut werden. Die Wärmeleistung wird so aber auch erhöht. Man achte auf die Typbezeichnungen an den Plattenheizkörpern. Diese geben Auskunft über die Ausführung. Die Anzahl der Platten wird durch die erste Ziffer dargestellt. Die zweite Ziffer gibt die Anzahl der Konvektionsbleche an. Möglich sind Typbezeichnungen zehn, zwölf und so weiter.

Fußbodenheizung

Fußbodenheizungen unterteilt man generell in Trocken- und Nasssysteme. Die Einteilung ist abhängig davon, ob sie in den flüssig eingebrachten Estrich oberhalb der Dämmschicht eingebaut wird oder in Schaumplatten, die dann mit Trockenplatten abgedeckt werden. Bei Fußbodenheizungen besteht die Wärmeabgabe zu etwa ⅔ aus Strahlungswärme. Die niedrigen Vorlauftemperaturen ermöglichen den Betrieb mittels Solaranlage.

Der große Vorteil der Fußbodenheizung liegt im gestalterischen Spielraum bei der Einrichtung der Wohnräume. Es sind nämlich keine Heizkörper sichtbar. Da der Anteil an Strahlungswärme sehr hoch ist, ist das Raumklima staubfrei und angenehm warm. Die Wärmeverteilung ist extrem gleichmäßig. Nachteilig wirkt sich die Trägheit dieser Heizung aus. Nachträgliche Änderungen am System sind kaum möglich und die Investitionskosten sehr hoch.

Wandheizungen

Wandheizungen sind wie Fußbodenheizungen nur eben an den Wänden. Sie ermöglichen allerdings ein höheres Wärmeempfinden selbst bei niedrigen Temperaturen. Das ist dadurch möglich, weil die Wärmestrahlen senkrecht auf den Körper des Menschen treffen. Der große Nachteil ist, dass vor den Wänden keine Möbel stehen dürfen. Dazu kommt, dass die Außenwände gut isoliert sein müssen. Sehr verbreitet ist dieser Heizungstyp in unseren Regionen eher nicht.

Was ist bei der Auswahl zu beachten?

Um den optimalen Wärmespender für den Wohnraum zu erhalten, gilt es Folgendes zu beachten:

  • die Raumgröße
  • das Platzangebot
  • die Heizleistung je Flächeneinheit
  • das Heizsystem.

Die Plattenheizkörper optimieren dank einer fortgeschrittenen Stahlblechfalttechnik die Wärmeaufnahme, die Intensität und die Abstrahlungsmenge. Mit jeder zugefügten Platte steigt die Heizeffizienz. Der Dreiplattenflachheizkörper ist der Effizienteste. Das beste Verhältnis zwischen Platzbedarf und Leistung hat jedoch der Zweiplattenflachheizkörper.

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