Grill mauern – das sind die Optionen

Das Wichtigste in Kürze
  • Vor dem Mauern kommt das Planen – Je genauer geplant, desto professioneller der fertige Grill
  • Mit Schamottmörtel arbeiten
  • Für ungeübte Handwerker: Auch Bausätze sind stabil und schön
  • Bei fehlendem stabilen Untergrund Fundament gießen

Grillmeister lieben ihren Grill. Besonders jene, die in der Saison regelmäßig zu Fleischgabel und Grillschürze greifen, um würziges Fleisch, knusprigen Fisch und duftendes Gemüse über Feuer zuzubereiten. Echte Liebhaber setzen dabei nicht auf einen Grill, dessen Markenname mit W beginnt – das ist viel zu unpersönlich. Sie bevorzugen den ultimativen Grillmeister-Grill. Und den bekommt man nur, wenn man ihn sich selber mauert. In diesem Artikel erörtern wir die möglichen Optionen.

Die Initiation: Ein echter Heimwerker ist man erst, wenn man einen Grill gemauert hat

Essen schmeckt viel besser, wenn es auf der selbst gemachten Feuerstelle zubereitet wird. Noch dazu sieht der selbst gemauerte Grill viel besser aus. Er verleiht dem Zuhause eine persönliche Note. Individualität muss sein – schließlich verbringen Grill-Begeisterte viel Zeit in ihrer Sommerküche. Da soll der Grill auch wirklich alle Stücke spielen und sich natürlich genau an die individuellen Anforderungen der Familie anpassen.

Arten von gemauerten Grills

Der Begriff Selbstbau ist dehnbar. Fest steht: In die Riege der Heimwerker-Meister kann nur aufsteigen, wer seinen Gartengrill aus Stein oder Ziegel mauert. Der Bausatz ist doch eher etwas für den Heimwerker-Lehrling. Aber jeder von uns hat mal klein begonnen.

Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Brechen wird der Grill-Bausatz vielleicht nicht so schnell. Wer sich jedoch einen Grill fürs Leben mauern will, der greift nicht zu den vorgefertigten Bauteilen, sondern erschafft einen Grill, wie es ihn kein zweites Mal gibt.

Grill-mauern
Foto: bigstockphoto.com / Stockfoto-ID: 314174479, Copyright: Gorlovkv

Materialliste

Je nach Art des Gartengrills benötigt man unterschiedliches Material:

  • Backsteine, Naturstein, Kalksandstein, Klinker oder Ziegel
  • Beton und Dichtungsschlämme
  • Eisenhalterungen
  • Eisenstäbe und Gitterrost
  • Estrich, Zement, Putz- oder Mauermörtel
  • Fugenmörtel
  • Fundamentschalung (siehe Text „Fundamentschalung“)
  • Gipskarton für den Segmentbogen
  • Glutkorb oder Feuerkorb
  • Holzlatten oder Holzfaserplatte für den Segmentbogen
  • Isolierung
  • Kaminhaube
  • Kies
  • Metalltüre und Scharniere
  • Metallwanne unter dem Feuerkorb
  • Ofenrohrmuffe
  • Quarzsand zum Abdichten
  • Schamottsteine und -mörtel
  • Steinplatte (z.B. Basaltsteinplatte)

Im Text weiter unten wird erläutert, bei welcher Ausführung welches Material notwendig ist.

Werkzeugliste

Je nach geplanter Ausführung benötigt man unterschiedliches Werkzeug:

  • Betonmischmaschine oder Bohrer
  • Bohrhammer oder Schlagbohrer
  • Bleistift
  • Bürste
  • Fäustel
  • Fugenkelle
  • Hammer
  • Holzsäge
  • Lot
  • Markierungsspray
  • Maßband oder Maßstab
  • Maurerhammer
  • Maurerkelle
  • Maurerkelle
  • Mörteleimer
  • Nägel
  • Richtschnur
  • Wasserwaage
  • Winkel
  • Winkelschleifer, Diamanttrennscheibe oder Steintrennscheibe zur Bearbeitung des Schamotts

Im Text weiter unten wird erläutert, wann welches Material notwendig ist.

Grill planen

Noch bevor man sich daran macht, das notwendige Material einzukaufen, sollte eine Skizze der Feuerstelle angefertigt werden. Hier wird auch die Form des Grills festgelegt. Erst nach diesem Schritt weiß man, welches Material man benötigt – und vor allem welche Menge davon.

  • Grill-Formen
  • gemauertes „E“
  • gemauertes „S“
  • gemauertes „Kreuz“
  • mit oder ohne Dach
  • mit oder ohne Segmentbogen
  • mit oder ohne separater Abstellfläche
  • mit oder ohne Eisentür (gleichzeitig als Pizzaofen zu verwenden)

1. Standplatz wählen

Wo der Grill aufgestellt wird, ist nicht nur eine Frage des Geschmacks und der Praktikabilität. Der Standort muss auch einige Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören vor allem die Eigenschaften des Untergrunds. Dieser muss tragfähig, eben und feuerfest sein. Findet die „Outdoor-Küche“ Platz auf der betonierten oder mit feuerfesten Platten versehenen Terrasse, erspart man sich das Fundament.

Ebenso wichtig: Der Grill sollte niemals unter einem Baum, Pavillon, einer Markise oder einem Sonnenschirm platziert werden.
Auch der Abstand zu Gebäuden spielt eine Rolle. Das gilt besonders für Holzkohleanlagen. Hier sollte die Distanz zum Gebäude mindestens 5 Meter betragen. Der Rauch sollte nicht in die Räumlichkeiten ziehen können.

2. Fundament gießen

Wenn noch kein ebener, fester Untergrunds vorhanden ist, können folgende Optionen in Erwägung gezogen werden:

  • Streifenfundament
  • Plattenfundament
  • Punktfundament
  • Bodenplatte
  • Schraubfundament im Kiesbett

Mit Ausnahme des Schraubfundaments wird das gewählte Fundament betoniert und mit Dichtungsschlämme abgedichtet. Je nach Größe des Grills ist eine Fundamentschalung zu erstellen.

Info: Die Fläche des Fundaments sollte immer etwas größer ausfallen als der darauf zu errichtende Grill.

3. Mauerziegel zuschneiden

Bevor man mit den Maurerarbeiten beginnt, sollte man die Steine vorstapeln, und mit Diamant-Trennscheibe und Winkelschleifer entsprechend kürzen/zuschneiden.

4. Erste Reihe des Grills mauern

Die erste Lage ins Schamottmörtel-Bett setzen, hervorquellenden Mörtel mit der Kelle wegschneiden und Steine mit der Wasserwaage exakt ausrichten. Werden die Steine nicht präzise ausgerichtet, beeinträchtigt dies die Stabilität des fertig gemauerten Grills.

5. Mauerfugen glätten

Schon nach der zweiten aufgetragenen Reihe mit dem Glätten der Fugen beginnen. Sobald die Fugen antrocknen, sind sie nicht mehr so gut zu bearbeiten.

6. Mit Schamott auskleiden

Die Feuerquelle wird im besten Fall mit Schamott ausgekleidet. Soll der Grillkamin gleichzeitig als Pizzaofen Verwendung finden, ist diese Vorgehensweise obligatorisch.

7. Fugen schließen, Grill trocknen und reinigen

Nach der Fertigstellung des Grills und dem Schließen der Fugen den Zementschleier mit einem feuchten Schwamm entfernen. Um schwer zu entfernende Rückstände zu vermeiden, schadet es nicht, schon während des Mauerns immer wieder mit dem Schwamm über die Ziegel zu gehen.

Ein Grill fürs Leben

Ein gemauerter Grill hat zahlreiche Vorteile. Er hält zumeist ein Leben lang, und kann sogar von den Kindern und Enkelkindern noch uneingeschränkt benutzt werden.

Wann ist die beste Zeit, um einen Grill zu mauern?

Die beste Zeit zum Mauern eines Grillkamins ist das Frühjahr. Im besten Fall wartet man den unbeständigen April ab, bevor man mit den Maurerarbeiten beginnt.

Alternativen zum Mauern eines Grills

Wer die Maurerarbeiten scheut, der kann auf einen Bausatz zurückgreifen. Der Vorteil daran ist, dass Sie den Grill ganz einfach gemäß Bauanleitung aufbauen können.

Grill ummauern

Ebenso möglich ist es, einen gekauften Grill zu ummauern. Hier ist es wichtig, darauf zu achten, eine Vorrichtung zu bauen, die es ermöglicht, den Grill bei Bedarf zu ersetzen.

Komplette Anleitung zum Mauern eines Grills

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Auf die Sicherheit achten: Bei einem Holzkohlegrill gilt es, immer eine gewisse Portion Vorsicht zu bewahren. Die Feuerwehr rät, in der Nähe des Grills einen Feuerlöscher – oder zumindest einen Wassereimer – aufzustellen, um im Notfall schnell reagieren zu können.

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