Gartenarbeiten im Herbst – Tipps für einen winterfesten Garten

Das Wichtigste in Kürze
  • Ordnung schaffen und pflegende Arbeiten an Rasenflächen, Bäumen, Büschen und Hecken.
  • Rückschnitte bei Stauden, Sträuchern und Bäumen.
  • Beete auflockern, mulchen und für das kommende Jahr vorbereiten.
  • Samen sammeln und Kaltkeimer aussäen.
  • Winterschutz ebenso für Pflanzen als auch für Igel, Vögel und Insekten vorbereiten.

Damit der Garten gut über den Winter kommt, sind einige Gartenarbeiten im Herbst nötig. Dabei geht es aber keineswegs nur um den Frostschutz für Pflanzen. Denn kurz vor der kalten Jahreszeit wird bereits die Basis für das nächste blühende Gartenjahr gelegt.

Ordnung ist das halbe Leben – auch im Garten

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen deutlich zurückgehen, ist die beste Zeit, im Garten etwas für Ordnung zu sorgen. In der Regel ergibt sich das aufgrund der veränderten Witterungsbedingungen von selbst, werfen doch beispielsweise die Bäume nun ihre Blätter ab.

Laub und mehr

Das bunte Laub fällt jedem Gartenbesitzer zuerst ins Auge. Je weiter der Herbst fortschreitet, desto mehr sammelt sich davon auf dem Rasen und in jeder erdenklichen Gartenecke. Das zu entfernen hat üblicherweise bei den meisten Gärtnern höchste Priorität.

Tipp: Laub kann an anderer Stelle sehr nützlich sein. Blumenbeete freuen sich über diesen natürlichen Winterschutz ebenso wie Igel.

Doch zum Ordnung schaffen im herbstlichen Garten gehört es auch, alles unter den Bäumen aufzusammeln. Fallobst beispielsweise sollte keineswegs liegen bleiben, denn es verrottet dort, wird matschig und mumifiziert förmlich. Ein ganz natürlicher Vorgang, der aber dem gepflegten Rasen im nächsten Jahr durchaus einen Strich durch die Rechnung machen kann. Denn in den verfaulenden Obstrückständen sind Pilzsporen enthalten, die sich dann im neuen Gartenjahr ungehindert auf der Grünfläche im Garten ausbreiten kann.

Gartenarbeiten Herbst

Gartenmöbel und mehr

Da es die Temperaturen nur noch selten zulassen, dass man unter freiem Himmel seine Freizeit verbringt, sollten diese untergestellt werden. Den meisten Gartenmöbeln machen die winterlichen Temperaturen und die oftmals stärkeren Niederschläge auf Dauer wirklich zu schaffen. Während Kunststoffstühle und –tische durch die winterlichen Witterungsverhältnisse spröde werden, bekommen Gartenmöbel aus Holz Risse oder verlieren ihre schöne Oberflächenstruktur.

Zudem sollte im Herbst sämtliches Werkzeug, Hilfsmittel und Gartengeräte aufgeräumt und aufbewahrt werden. Selbst die kleine Grabeschaufel oder diverse Töpfe und Eimer hat im Winter nichts im Freien verloren. Auch diese Dinge nehmen Schaden, denn sie kommen mit den Temperaturbelastungen meist nicht gut zurecht. Es schont definitiv den Geldbeutel, wenn man sich diese Utensilien durch eine sinnvolle Aufbewahrung für lange Zeit in einwandfreiem Zustand erhält.

Auf die richtige Pflege kommt es an

Nach der Ordnung kommt die Pflege. Denn wer im Herbst alles richtig pflegt, kann im neuen Jahr mit Beginn der Gartensaison gleich wieder loslegen.

Gartenwerkzeug und Geräte

Bevor man alle Werkzeuge und Geräte ordentlich in einem entsprechenden Gartenhaus oder Geräteschuppen unterstellt, sollten sie im Herbst gepflegt werden. Dazu gehört:

  • Reinigung von diversen Rückständen, die durch die Gartenarbeit entstanden sind
  • Holzstiele einölen
  • Schneide- und Sägeblätter und dergleichen nötigenfalls schärfen
  • defekte Geräte reparieren

Rasen

Zunächst sollte vor allem das Laub von der Grünfläche entfernt werden. Bleibt es nämlich liegen und nimmt der natürlicher Zersetzungsprozess seinen Lauf, bildet sich darunter eine feuchte Schicht. Diese sorgt jedoch unter Umständen dafür, dass der Rasen von Pilzen und anderen Krankheiten befallen wird. Außerdem bilden sich an diesen Stellen gelbe Flecken, wenn das Laub dann doch irgendwann entfernt wird.

Im Herbst wird ein letzter Rasenschnitt fällig, wobei hier eine Länge von bis zu vier Zentimetern von Vorteil ist. Kürzere Grashalme laufen Gefahr, dass der Frost eindringen kann, längere Grashalme aber brechen ab, wenn sich eine dichte Schneedecke darauf legt.

Rückschnitte

Kurz vor dem Winter ist die beste Zeit, um sogenanntes Totholz aus Bäumen, Hecken und Sträuchern zu schneiden. Ideal ist die Zeit, in der bereits der erste Nachtfrost für kalte Temperaturen sorgt. Genau zu diesem Zeitpunkt hören die Gehölze mit dem Wachstum auf.

Doch Vorsicht! Pendeln sich die Temperaturen auf unter minus 5 Grad ein, sollte kein Baum, kein Strauch und auch keine Hecke mehr beschnitten werden. Das kann zu irreparablen Schäden führen.

Düngen

Nach einer langen Gartensaison brauchen vor allem die Gemüsebeete im Herbst einen guten Dünger. Damit sich die Nährstoffe wieder im Boden anreichern können, sollte im Idealfall Kompost oder organische Düngemittel untergehoben werden.

Aber auch der Rasen braucht im Herbst einen Dünger. Hier ist ein kaliumreiches Düngemittel sehr empfehlenswert, stärkt es doch die Grashalme und macht sie widerstandfähiger gegen den kommenden Frost.

Beete

Üblicherweise herrscht auf den Beeten im Herbst meist eine triste Stimmung. Das Gemüse ist abgeerntet und die Blumen sind weitestgehend verwelkt. Deswegen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um:

  • verwelkte Pflanzen abzuschneiden
  • die Erde aufzulockern
  • den Boden zu mulchen
  • winterharte Pflanzen zu stutzen und zu schützen
  • die Blumenzwiebeln für die Frühblüher auszubringen
  • die Zwiebeln der Sommerblumen auszugraben und an einem frostgeschützten Ort aufzubewahren

Die Vorbereitungen auf das neue Gartenjahr sind jetzt wichtig

Nach der Gartensaison ist vor der Gartensaison. Dieser Leitspruch ist bei passionierten Hobbygärtnern ebenso bekannt wie bei den Profis. Die Gartenarbeiten im Herbst dienen demnach nicht nur dem ästhetischen Empfinden, sondern vor allem der Vorbereitung auf das kommende Gartenjahr. Neben den Aufräumarbeiten und der Pflege, gibt es aber auch noch anderes zu tun.

Samen sammeln

Stauden und Sommerblüher setzen nach dem Verblühen ebenso Samen an wie manche Kräuter. Um hier bereits für die kommende Saison wieder Saatgut zu erhalten, ist es empfehlenswert, im Herbst die Samen einzusammeln. Idealerweise sind die kleinen Samenkapseln dann braun verfärbt und die Samen ausgereift.

Dabei geht man wie folgt vor:

  • Samenkapsel ablösen und vorsichtig öffnen
  • einzelne Samen entnehmen und beispielsweise auf Zeitungspapier auslegen
  • danach an einem trockenen und warmen Ort trocknen und in kleine Tütchen abpacken
Tipp: Die Samen sollten möglichst an einem trockenen Tag gesammelt werden, um ein späteres Schimmeln zu verhindern. Die Aufbewahrung über die Wintermonate aber sollte lichtgeschützt und trocken erfolgen.

Pflanzarbeiten

Wer seine Rabatten, Gartenbeete und anderes im kommenden Jahr anders anlegen will, hat im Herbst eine ideale Jahreszeit, um Pflanzen an den neuen Standort zu verbringen. Denn durch die vermehrten Niederschläge in den Herbst- und Wintermonaten haben die Pflanzen den Vorteil, bereits neue Wurzeln auszutreiben und sich so einen deutlichen Wachstumsvorsprung im Frühjahr zu verschaffen.

Allerdings gilt das nicht für frostempfindliche Pflanzen. Bei Rosen kann man zwar im Herbst pflanzen, sollte aber gut mit Erde anhäufeln, um den Wurzelballen vor dem Frost zu schützen.

Tiere und Pflanzen brauchen im Winter einen besonderen Schutz

Frostempfindliche Pflanzen sollten mit einem luft- und lichtdurchlässigen Material abgedeckt oder eingepackt werden. Ideal sind hier Reisig, Laub oder Jutesäcke. Meist genügt es, den Bereich um den Wurzelballen der Pflanze zu schützen. Allerdings müssen eventuelle Veredlungsstellen ebenso geschützt werden. Ziergräser aber sollten zusammengebunden werden, um sie vor Frostschäden zu schützen.
Für Igel, Insekten und Vögel aber kann man mittels Laub- oder Reisighaufen im Garten für einen sicheren Unterschlupf in der kalten Jahreszeit sorgen.

Im Herbst warten jede Menge Gartenarbeiten auf den begeisterten Hobbygärtner. Zusammen mit einer Bestandsaufnahme sind diese eine gute Vorbereitung für die neue Gartensaison, die sicher wieder viele schöne Momente in der Freuen Natur bereithält.

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