Garagentore – einfach die richtige Auswahl treffen

Das Wichtigste in Kürze
  • Man unterscheidet beim Garagentor nach der Art der Öffnung Schwingtore, Sektionaltore, Rolltore und Flügeltore.
  • Ein Garagentor muss vielseitig, funktionell, langlebig und sicher sein.
  • Ein elektrischer Antrieb und Steuerungsmöglichkeiten per App machen das Öffnen einfach und komfortabel.

Garagen sind viel mehr als ein reiner Abstellort für ein oder mehrere Autos. Häufig sind sie auch ein kleines Lager für Fahrräder, Spielzeug, Werkzeug oder gar ein Hobbyraum. Sie sollen sich sowohl funktionell als auch ästhetisch in die Architektur des Hauses einfügen, um bei jedem Heimkommen schon von vornherein ein behagliches Gefühl auszulösen. Sie dienen oftmals als Zugang zum Haus und sollen dementsprechend auch stabil und sicher sein. Aber welches Garagentor ist nun das Richtige?

Garagentor Sektionaltor
Stabil, sicher, platzsparend – die positiven Eigenschaften des Sektionaltores machen es zur immer beliebteren Lösung
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Welche Garagentore gibt es?

Die Palette an Garagentoren ist breit. Je nach Beschaffenheit des Vorplatzes, der Gebäudestruktur oder IT-Affinität können sie grob in folgenden Kategorien unterschieden werden:

Öffnungstypen

  • Schwingtor
  • Sektionaltor
  • Rolltor
  • Flügeltor

Steuerung

  • manuell
  • elektrisch
  • App

Gesamtbild & Accessoires

  • Farbe
  • Material
  • Features

Der wichtigste Punkt: Der Typ

Schwingtore

Die wohl bekannteste Form von Garagentoren sind Schwingtore oder auch Kipptore genannt. Das starre Türblatt wird über zwei Hebelarme in einer Kreisbahn nach oben gekippt. Die Oberkante bewegt sich entlang der Garagendecke in nahezu einer Ebene. Der Vorteil am Schwingtor ist die einfache Bauweise. Ohne viel Gliederung und Führungselemente kann an dem asketischen Vertreter auch nicht viel kaputt gehen. Negativ zu bewerten wäre der benötigte Raum, der für das Öffnen der Kipptore benötigt wird. Ferner braucht man bei frostigem Wetter und manuellem Antrieb schon etwas Kraft, um die Garage zu öffnen. Was gegen ein eingefrorenes Garagentor hilft, wird in Foren heiß diskutiert, z.B. hier im Forum frag-mutti.de.

Sektionaltore

Privat wie auch in der Industrie sind Sektionaltore verbreitet im Einsatz. Die Türblätter sind in einzelne Segmente gegliedert, die mithilfe von Laufrollen in einer Laufschiene bewegt werden. Die einzelnen Paneele sind durch Gelenke verbunden und können je nach Ausführung nach oben entlang der Decke (wie Schwingtore) oder zur Seite (wird auch als Gleittor bezeichnet) aufgeschoben werden. Positiv ist eindeutig die platzsparende Konstruktion, denn ein Sektionaltor benötigt weder beim Öffnen noch im geöffneten Zustand viel Platz. Gerade in der Industrie ist man auf Effizienz gepolt – will man unbedingt einen Nachteil dieser Variante finden, könnte man anmerken, dass einzelne Bauteile wie Rollen oder Gelenke im Lauf der Zeit verschleißen, aber diese lassen sich auch im Zuge eines Service problemlos austauschen.

Rolltore

Rolltore ähneln zwar optisch den Sektionaltoren (nur sind die Paneele wesentlich kleiner), der Unterschied allerdings liegt hinter den Kulissen. Beim Öffnen wird das Tor nicht entlang einer Schiene nach hinten befördert, sondern baugleich zu einem Rollladen (Jalousie) aufgerollt. Der dafür benötigte Rollladenkasten befindet sich direkt hinter der Garagenöffnung und nimmt je nach Höhe des Tores entsprechendes Volumen ein. Kein Problem, sollte sich über der Einfahrt noch Mauerwerk befinden, ansonsten hängt er ungünstigerweise von oben herab, wodurch die Durchfahrtshöhe gemindert wird. Damit hängt andererseits aber auch der größte Vorteil zusammen: Rolltore benötigen keinen Platz nach hinten. Die komplette Decke ist frei, um etwaige Einschubböden oder Aufhängungen für Allerlei zu montieren.

Flügeltore

Last but not least die Drehflügler oder Flügeltore wie wir sie von Scheunen oder alten Gutshöfen her kennen. Bevor die ersten Kipptore Anfang der 50er aufkamen, bestimmten sie das Bild der Landschaft. Die Elemente werden ein- oder zweiflügelig wie ein Gartentor seitlich nach außen geöffnet. Je nach Gewicht finden die Flügel Unterstützung über Stützrollen, die womöglich in einer Rundschiene laufen. Kein Wunder, dass Flügeltore durch Schwingtore, Sektionaltore und Rolltore abgelöst wurden, denn die Nachteile überwiegen. Sie benötigen weit mehr Platz als Kipptore im Vorraum und lassen sich wesentlich mühsamer öffnen. Bei Schnee- oder Laubfall muss der Bereich um die raumgreifenden Flügel zunächst gesäubert werden. Aber auch diese Archetypen haben nebst antiker Ästhetik Vorteile: Sie brauchen keinen Platz innerhalb der Garage.

Sesam öffne dich – die Steuerung

Wie werden Garagentore geöffnet? Die einfachste Methode liegt auf der Hand, oder besser gesagt im händischen Antrieb. Bei der manuellen Bedienung der Garagentore scheiden sich die Geister. Auf der einen Seite ist es sicher nicht verkehrt, einmal aus dem Auto auszusteigen und sich ein bisschen körperlich zu betätigen – nach dem Motto „Der stete Tropfen höhlt den Stein“. Ferner sind manuelle Garagentore äußerst wartungsarm und wenn es hie und da ein bisschen quietscht, merkt man es direkt – ein Tropfen Öl und die Welt ist wieder in Ordnung.

Steuerung Garagentor
Öffnen leicht gemacht. Foto: bigstockphoto.com / Stockfoto-ID: 308007394, Copyright: penyushkin

Wesentlich komfortabler und heutzutage längst Standard sind Garagentore mit elektrischem Antrieb. Üblicherweise werden sogenannte Deckenschleppmotoren verwendet, die Schwingtore und Sektionaltore nach hinten ziehen. Für Rolltore gibt es ein nettes Feature, den Rohrmotor, der sich direkt im Rollladenkasten befindet. Die Lamellen wickeln sich dadurch platzsparend um den Motor auf. Die Bedienung herkömmlicher Elektroantriebe für Garagentore erfolgt meist parallel über zwei Systeme. Zum einen befindet sich in der Garage selbst ein Schalter, mit dem sie von innen geöffnet und geschlossen werden kann, zum anderen sendet eine Fernsteuerung die dafür notwendigen Signale, um das Garagentor von außen zu bedienen. Das Thema Sicherheit und Vorbeugung von Verletzungen ist ein wichtiger Punkt, gerade bei Kindern und Haustieren ist auf erhöhte Sicherheit zu achten.

Selbstverständlich sind Garagentore auch schon im 21. Jahrhundert angekommen. Etliche renommierte Hersteller bieten Antriebe an, die sich über eine App von Ihrem Android- oder Apple-Gerät steuern lassen, unter anderem auch über Sprachsteuerung: Sesam öffne dich. Wird die Verbindung statt per Bluetooth über das hauseigene WLAN hergestellt, kann der Status auch vom Büro aus abgefragt werden. Durch Schnittstellen mit dem Fahrzeug kann das Smartphone alias der Garagenöffner schon längst mit dem Fahrzeug verbunden werden. Derzeit werden Versuche durchgeführt, mit welchen Methoden das Garagentor automatisch geöffnet werden kann, sobald sich das Fahrzeug im Umkreis von 15 Metern befindet.

Garagentore passend zur Ästhetik des Hauses

Das Hähnchengeschnetzelte mit Kroketten und Gemüse kann noch so gut schmecken, wenn es unschön auf den Teller gepfeffert wurde – das Auge isst mit. Auch Garagentore sollen sich in das Gesamtbild des restlichen Anwesens einfügen und somit ein stimmiges, harmonisches Gefühl erzeugen. Am einfachsten ist das durch die Auswahl der passenden Farbe. Dabei ist es eine reine Geschmacksfrage, ob sich Garagentore als Nutzgegenstand möglichst unauffällig farblich anpassen oder als Highlight in den Tönen der Fensterrahmen und Türen herausstechen sollen.

Die Materialien orientieren sich weniger an der Optik als am Baustil. In Anlehnung an Flügeltore vergangener Zeiten ist Holz die klassische Substanz für Garagentore. Hochwertige Lasuren sorgen für die notwendige Witterungsbeständigkeit und geben dem Anwesen einen eleganten Touch. Für Robustheit und Dauerhaftigkeit steht Stahlblech. Ein Garagentor aus Stahlblech ist in sämtlichen Vierteln und Urbanisierungsgraden zu finden. Die für die Stabilität notwendigen U-Rillen sind in der Regel senkrecht angeordnet, können aber auf Wunsch auch diagonal oder waagrecht verlaufen. Wer seine Garage lediglich als Fahrzeugstellplatz nutzt und nicht gerade am Nordpol wohnt, kann auf Aluminium zurückgreifen. Das leichte Metall ist äußerst wartungsarm und witterungsbeständig, allerdings kein gutes Dämmmaterial. Die Zukunft gehört wohl dem Kunststoff. Vinyl beispielsweise lässt sich komplett durchfärben, wodurch auch tiefere Kratzer durch den Fahrradlenker des Sprösslings kaum auffallen. Kunststoffe sind robust, widerstandsfähig und flexibel. So werden temperaturbedingte Ausdehnungen einfach „geschluckt“ und die konstante Wärmedämmung bleibt erhalten.

Selbstredend haben Garagentore auch Charakter

Neben den Öffnungstypen, Steuerung, Farbe und Material bieten sie die Möglichkeit, etliche Features zu integrieren. Sichtfenster in allen Formen und Positionen bieten die Möglichkeit, das architektonische Element individuell zu gestalten. Darüber hinaus können praktische Features wie beispielsweise eine Schlupftür eingebaut werden. Wer nur kurz etwas aus der Garage holen will, muss nicht gleich das komplette Tor öffnen – bei elektrischen Antrieben schont das auch die Umwelt. Abschließend zum Umweltschutz: Elektronische Garagenantriebe lassen sich mittlerweile mit Solarenergie speisen, etliche Hersteller bieten die dafür konstruierten Module gleich mit an.

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