Fenster putzen – die effektivsten Tipps

Das Wichtigste in Kürze
  • Beim Fenster putzen ist auf die Sicherheit zu achten und sind die entsprechenden Materialien zu verwenden.
  • Es muss nicht immer Chemie sein, altbewährte Hausmittel eignen sich auch zur umweltschonenden Reinigung.
  • Schlieren lassen sich mit der richtigen Putztechnik leicht vermeiden.

Wer kennt das nicht, dass Fenster putzen, eine schweißtreibende Arbeit sein kann, die auch noch mühsam ist. Doch das muss nicht sein.

Worauf ist beim Fenster putzen zu achten?

Der Schweiß beim Fenster putzen fließt nicht, wenn man ein paar kleine Tricks beherrscht und das entsprechende Handwerkszeug zur Verfügung hat. Natürlich kann man dabei umweltfreundlich vorgehen und auf Chemie verzichten. Alte Hausmittel, die sich stets bewährt haben, tun es auch.

Vor Unfällen beim Fenster putzen gilt es sich zu schützen. Deshalb sollte stets eine ausreichend hohe Leiter verwendet werden und auf den Turmbau aus Tisch und Stuhl lieber verzichtet werden. Die Leiter darf nicht wackeln und beide Füße gehören auf die Sprossen der Leiter. Auf Kunststücke sollte man lieber verzichten.

Alternativ kann auch eine Teleskopstange von Vorteil sein, die sich ausziehen lässt. An ihrem Ende wird ein Abzieher oder ein Wischschwamm angebracht.

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Die richtige Putztechnik

Jeder weiß, dass es sich bei Regen nicht lohnt die Fenster zu putzen. Doch auch starker Sonnenschein ist kontraproduktiv. Im Winter ist es eher nicht ratsam, die Fensterscheiben zu putzen. Liegen die Temperaturen unter null Grad sollte man die Fenster lieber lassen, wie sie sind. Doch auch hohe Temperaturen in heißen Sommern laden nicht zum Fenster putzen ein. Diese Punkte sollten deshalb Beachtung finden:

  • Um die Schlierenbildung zu vermeiden, sollten Fenster nie bei direkter Sonneneinstrahlung geputzt werden. Die Sonne trocknet die Fensterscheiben einfach zu schnell, sodass sich Schlieren nicht vermeiden lassen.
  • Ist es im Sommer sehr heiß, putzt man am besten in der früh oder am späten Nachmittag. Dann ist es noch nicht heiß bzw. nicht mehr so heiß. Verdunstet das Wasser zu schnell auf der Fensterscheibe, sind die Schlieren vorprogrammiert.
  • Für den Winter empfiehlt sich ein Spritzer Frostschutzmittel für das Putzwasser. So friert das Wasser bei niedrigen Temperaturen nicht an der Scheibe fest und die Schlierenbildung wird verhindert.
  • Vor der Reinigung der Scheiben müssen stets die Fensterrahmen gereinigt werden.
    Die Putztücher sollten neu sein oder zumindest frei von Seifenresten. Deshalb dürfen Putztücher nicht mit Weichspüler gespült und müssen mit viel klarem Wasser gut durchgespült werden.

Das Handwerkszeug zum Fenster putzen

Die folgenden Materialien sollten beim Fenster putzen zur Verfügung stehen:

  • ein Handfeger mit Schaufel, der weich sein muss
  • ein Eimer
  • Glasreiniger oder Spülmittel oder ein Hausmittel
  • ein weicher Schwamm
  • Abzieher, alternativ ein Fensterleder
  • ein fusselfreies Baumwolltuch
  • ein Mikrofasertuch (neu und nicht gewaschen)

Fenster streifenfrei putzen

Um Fenster streifenfrei zu putzen, geht man wie folgt vor:

  1. Der gesamte Fensterrahmen und auch die Fensterbank werden mit dem Handfeger gereinigt. So werden sie von grobem Schmutz befreit.
  2. Dann nimmt man einen Eimer mit warmen Wasser und wäscht den Rahmen und das Fensterbrett mit einem Schwamm gründlich ab. Ist der Schmutz sehr fest und lässt sich nicht lösen, weicht man ihn mit etwas Spülmittel ein. Alternativ kann auch Wasserstoffperoxid oder Salmiakgeist verwendet werden.
  3. Anschließend müssen Fensterbrett und -rahmen getrocknet werden. Nun können die Fensterscheiben geputzt werden.
  4. Das Wasser im Eimer ist vor dem Putzen zu wechseln. Bitte darauf achten, dass das Wasser nicht zu heiß ist. Warm reicht auch. Ein Spritzer Spülmittel hinein und es kann losgehen.
  5. Der Schwamm wird mit klarem Wasser ausgewaschen. Dann taucht man ihn in das Putzwasser und säubert die Fensterscheiben von oben nach unten in Schlangenlinien.
  6. Jetzt wird die Nässe mit einem Abzieher nahtlos ohne abzusetzen von oben nach unten abgezogen. Alternativ eignet sich auch von links nach rechts.
  7. Ist man wieder am Fensterrand angekommen, wird der Gummi des Abziehers mit einem Tuch trocken gewischt. Das Tuch sollte möglichst aus Baumwolle sein.
  8. Ist die Nässe abgezogen, werden die Ecken der Fensterscheiben mit einem Tuch getrocknet. Am besten eignet sich dafür ein Mikrofasertuch.
  9. Je zügiger man arbeitet, um so weniger sind Schlieren zu sehen. Die vorhandenen Schlieren werden einfach mit einem Fensterleder oder Mikrofasertuch wegpoliert.

Alternative Putzmittel

Wer die klassischen Putzmittel nicht mag, kann auch zu alten Hausmitteln greifen. Da wäre zum Einen der Essig. Er ist säurehaltig und darf deshalb nicht mit Marmor in Berührung kommen. Die Fensterbänke sind gegebenenfalls abzudecken. Die Dämpfe des Essigs können unangenehm riechen, weshalb man die Nase lieber etwas entfernt halten sollte.
Die Vorgangsweise beim Putzen der Fensterscheiben entspricht der klassischen Art und Weise. Man gibt einfach nur statt einem Spritzer Spülmittel Essig in das Putzwasser.

Um Fett und Schmutz zu lösen, kann auch Alkohol verwendet werden. Fensterrahmen und auch das Fensterbrett sollten allerdings nicht mit Alkohol gereinigt werden, da die Dichtungen sonst Schaden nehmen. Den Alkohol also nur zum Putzen der Scheiben verwenden. Dafür gibt man einfach einen kräftigen Schuss Alkohol in das Putzwasser und putzt die Fensterscheiben wie gewohnt.

Für den Fensterglanz kann Leinöl verwendet werden. Sind die Fensterscheiben in die Jahre gekommen und stumpf, kann man sie mit Leinöl bearbeiten. Auf einen Wolllappen gibt man etwas Leinöl, dann reibt man die Fensterscheiben damit gut ab. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird das Leinöl mit Küchentüchern wieder entfernt. Der Fettfilm muss anschließend klassisch entfernt werden.
Statt Alkohol kann man auch Salmiakgeist verwenden. Er riecht zwar etwas unangenehm, kann aber auch für die Reinigung der Fensterbank eingesetzt werden.

Lauwarmer schwarzer Tee kann als ganz natürliches Reinigungsmittel eingesetzt werden. Statt warmem Wasser und Glasreiniger wird einfach schwarzer Tee verwendet. Dazu brüht man einige Liter schwarzen Tee auf und lässt ihn lauwarm werden. In der Zwischenzeit wird der Fensterrahmen und die Fensterbank gereinigt. Nun nimmt man wie gewohnt den Schwamm, taucht ihn in den Tee und säubert wie gehabt die Fensterscheibe. Mit dem Abzieher wird die Nässe abgezogen und mit dem Mikrofasertuch die Ecken getrocknet. Ein wenig Nachpolieren und die Fenster glänzen ganz ohne Schlieren.

Alternativ zu Spülmittel oder Alkohol kann auch Spiritus verwendet werden. Als Alternative zu Essig und Alkohol kann Zitronensaft verwendet werden. Doch auch hier ist Vorsicht bei Marmorfensterbänken geboten aufgrund des Säuregehaltes. Zeitungspapier eignet sich hervorragend zum Trocknen und Polieren der Fensterscheiben. Es saugt gut auf und ist fusselfrei. Aber Achtung vor der Druckerschwärze. Man knüllt einfach eine Zeitungsseite zusammen und poliert damit die nasse Oberfläche.

Fenster putzen muss also keine schweißtreibende Angelegenheit sein. Mit der richtigen Technik und dem passenden Rüstzeug geht es auch ohne Schweißtropfen auf der Stirn.

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