Energiesparhaus bauen – Energiekosten senken und Betriebskosten einsparen

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Hauptmerkmal eines Niedrigenergiehauses ist das es deutlich weniger Energie benötigt als ein normales Gebäude
  • Energieeffiziente Häuser können durch verschiedene bauliche Maßnahmen wie dicke Dämmung, dreifach verglaste Fenster oder die Unterstützung der solarthermischen Beheizung erreicht werden
  • Die Aufwandskosten eines energieeffizienten Hauses im Vergleich zur konventionellen Bauweise lassen sich nur schwer beziffern. Zum Beispiel sind die zusätzlichen Aufwendungen eines Passivhauses etwa fünf bis 15 Prozent höher als die Kosten eines herkömmlichen Baus

Was ist ein energieeffizientes Zuhause und wie Sie es bauen können?

Es gibt keine verbindliche Definition des Begriffs „energieeffizientes Haus“. Ein Niedrigenergiehaus zeichnet sich im Allgemeinen dadurch aus, dass es deutlich weniger Energie benötigt als ein normales Gebäude. Angesichts der immer strengeren Anforderungen der EnEV ist ein Sonderfall zur gesetzlichen Verantwortlichkeit geworden: Gute Dämmung und hocheffiziente Heiztechnik sind für Neubauten keine Option mehr – sie sind eine gesetzliche Verpflichtung.

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Energieeffiziente Hausbauanleitung

Hochenergieeffizientes Bauen hat heute auch finanziellen Wert. Das Gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen können bereits beim Bau große Mengen an Fördermitteln eingesetzt werden, zum anderen bleiben die Energiekosten langfristig sehr niedrig. Aber worauf Sie bei der Errichtung eines energieeffizienten Gebäudes achten sollten, welche Gebäudetypen zur Verfügung stehen, welche Kriterien ausschlaggebend sind und wie Sie schrittweise in der Planung vorgehen, erfahren Sie im nächsten Artikel.

Vorteile von energiesparenden Häusern

Solche energieeffizienten Häuser können durch verschiedene bauliche Maßnahmen wie dicke Dämmung, dreifach verglaste Fenster oder die Unterstützung der solarthermischen Beheizung erreicht werden. Diese Investitionen sind das energiesparende Eigenheim mit einigen Vorteilen wert.

Geringere Wartungskosten durch geringeren Stromverbrauch

Altbauten aus den 1950er bis 1970er Jahren verbrauchen häufig für einen Quadratmeter 300 Kilowattstunden pro Jahr für Wärmeenergie. Dies entspricht einem Energiegehalt von ca. 30 Litern Heizöl. Bei einem Literpreis von 70 Cent zahlt der Vermieter eines Altbaus mit einer Fläche von 150 Quadratmetern jährlich mehr als 3.000 Euro für die Heizung. In einem Niedrigenergiehaus sind die Kosten nur ein Bruchteil so hoch. Beispielsweise werden für ein Drei-Liter-Haus gleicher Größe lediglich rund 300 Euro pro Jahr für Heizkosten berechnet.

Energiesparen
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Wann nennt man ein Haus ein energieeffizientes Haus?

Mit dem Begriff „energieeffizientes Haus“ können alle Arten von Häusern bezeichnet werden, die im Vergleich zu ähnlichen Objekten Energie sparen. Ein 3-Liter-Haus, ein Niedrigenergiehaus, ein Passivhaus, ein KfW-Energieeffizienzhaus, ein Nullenergiehaus und ein zusätzliches Energieverbrauchshaus sind beispielsweise allesamt energieeffiziente Gebäude, die jeweils unterschiedliche Anforderungen erfüllen müssen.

Für jedes neu gebaute Energiesparhaus gelten die aktuellen Bestimmungen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Wenn Sie ein Energiesparhaus bauen wollen, sollten Sie feststellen, dass das energieeffiziente Haus eine ausgewogene Energiebilanz zwischen verbrauchter und selbst erzeugter Energie oder überschüssiger Energie aufweist.

Welche Arten von energieeffizienten Häusern gibt es?

Es treten verschiedene Haustypen von energieeffizienten Häusern auf, die bestimmte Anforderungen erfüllen müssen, um ihren Namen zu erhalten. Die Einsparung von Energiekosten unterscheidet sich auch von der Höhe der Investitionen, die für die einzelnen Standards erforderlich sind, wenn Sie ein Energiesparhaus bauen. Der Kauf von Gebäuden ist umso teurer, je energieeffizienter sie sind.

Das Folgende ist eine kurze Einführung in die wichtigsten Arten von energieeffizienten Häusern:

Energiesparendes Haus

Ein Niedrigenergiehaus kann maximal 7 Liter Heizöl oder 70 Kilowatt pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen.

3 Liter Haus

Bei einem 3-Liter-Haus dürfen die Kosten pro Quadratmeter 3 Liter Heizöl oder 34 kWh pro Jahr nicht überschreiten.

Passivhaus

Ein Passivhaus berechnet sich nicht nach dem Energiebedarf, sondern nach der benötigten Wärmeenergie. Sie sollte 15 Kilowatt pro Quadratmeter nicht überschreiten, damit das Haus etwa 1,5 Liter Heizöl pro Quadratkilometer und Jahr kosten muss.

Autonomes Haus

Ein autonomes Haus kann ohne externe Stromversorgung auskommen. Dies liegt an den großen Fenstern nach Süden, der kleinstmöglichen Außenfläche in Bezug auf Volumen, effektiver Verdichtung und z. B. Sonnenkollektoren, die für diesen Zweck ausgelegt sind.

Plusenergiehaus

Ein Haus mit positiver Energie ist wie ein autonomes Haus, das sogar mehr Energie freigibt als es verbraucht. Die benötigte Energie wird im Haus selbst gewonnen, beispielsweise mit der Solaranlage. Es gibt jedoch keine allgemein anerkannte Definition oder Norm für ein solches Haus.

KfW-Hauseffizienz

Der Begriff Hauseffizienz wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geprägt. Hierbei handelt es sich um Gebäude mit besonders energiesparenden Planungs- und Bautechnologien, die eine höhere Energieeffizienz aufweisen als gesetzlich vorgeschrieben. Effizienzhäuser werden basierend auf dem EnEV-Referenzhaus in verschiedene Energiestandards unterteilt. So kann das KfW 100-Effizienzhaus genauso viel Primärenergie verbrauchen wie das entsprechende Referenzgebäude, während das KfW 40-Effizienzhaus nur 40 % der primären Energie des Referenzgebäudes beanspruchen kann.

Energiesparhaus bauen – Energiekosten einsparen

Gegenüber einem Haus in klassischer Bauweise können Sie bis zu 90 Prozent der Energiekosten einsparen – und damit die Betriebskosten der Immobilie deutlich senken. Der Nutzen eines energieeffizienten Eigenheims schlägt sich jedoch auch im Baupreis nieder. Selbst bei einem billigen, energiesparenden Haus sind die Kosten für den Bau eines Hauses viel höher als beim normalen Hausbau. Dies ist auch der Grund, warum viele Menschen bei der Errichtung eines Eigenheims auf umweltfreundliche Baukonzepte verzichten.

Energiesparhaus bauen – die Baukosten hängen von vielen Faktoren ab.

Wer sich sorgfältig und detailliert weiterentwickelt, wird an mehreren Stellen Einsparpotenziale entdecken. Dies macht die Idee, ein Energiesparhaus zu bauen, attraktiver. Hinzu kommen Subventionen, mit denen staatliche Bauherren zur Entscheidung für ein Niedrigenergiehaus beitragen und beispielsweise über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewinnbringende Finanzierungsmöglichkeiten anbieten.

Kosten für ein Niedrigenergiehaus – lohnt sich das Gebäude?

Die Aufwandskosten für Bauherren eines energieeffizienten Hauses im Vergleich zur konventionellen Bauweise lassen sich nur schwer beziffern. Zum Beispiel sind die zusätzlichen Aufwendungen eines Passivhauses etwa fünf bis 15 Prozent höher als die Kosten eines herkömmlichen Baus.

Warnung: Aus finanziellen Gründen ist der Bau eines besonders energieeffizienten Hauses, beispielsweise eines Passivhauses, in den seltensten Fällen rentabel. Höhere Baukosten erhöhen die Ausgaben für den Wohnraum. Die Zuschüsse sind nicht so hoch, dass sie die zusätzlichen Kosten ausgleichen. Wenn Sie ein Energiesparhaus bauen möchten, müssen Sie im Voraus genau kalkulieren und die eingesparte Energie mit den Baukosten vergleichen!

Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass häufig die volumetrische Gestaltung und die Nutzungsmerkmale (Belüftung, Heizung usw.) beim Verkauf eines solchen Hauses die Anzahl der potenziellen Käufer begrenzen. Wer heute ein energieeffizientes Haus nach dem üblichen Standard baut, hat ohnehin niedrige Heizkosten. Aber: Für Bauherren mit sehr hohen ökologischen und idealistischen Anforderungen ist ein äußerst energiesparendes Gebäude möglicherweise nicht rentabel.

Energiesparhaus bauen – In Ihre Zukunft investieren

Die Sonne wirft das Fünfzigfache des jährlichen globalen Energiebedarfs pro Tag auf die Erde. Diese Energie erwärmt die Erde, Wasser und Luft mit Ihrer Strahlung. In einem Niedrigenergiehaus können Sie diese Energie nutzen. Die Entscheidung, ein neues Energiesparhaus zu bauen, hängt heute direkt mit dem Thema Energieverbrauch, Energieeffizienz und Energiekosten zusammen. Wenn Sie ein energieeffizientes Haus bauen, erhalten Sie finanzielle Unabhängigkeit und Umweltschutz von Generation zu Generation.

Regenerative Sonnenenergie wird in energieeffizienten Häusern auf vielfältige Weise genutzt. Individuell geplante Heizungskomponenten, optimal aufeinander abgestimmte Systemtechniken und eine gut gedämmte Gebäudedämmung schaffen so besonders effektive Hauskonzepte: energieeffiziente Häuser. Der Bau eines energieeffizienten Hauses macht Sie unabhängig von Energieversorgern, überhöhten Preisen und Energiekosten im Allgemeinen.

Welche Rolle spielt die Wärmedämmung in energieeffizienten Häusern?

Gegenüber Fenstern von 1970 haben doppelt verglaste Fensterscheiben eine um 50 oder 60 Prozent bessere Dämmwirkung. Zusätzliche Einsparungen von 50 % bieten Fensterverglasungen mit moderner Wärmedämmverglasung. Gleiches gilt für die Dachisolierung. Derzeit werden Wärmedämmplatten aus Polystyrol oder Holzfasern eingesetzt. Auf diese Weise kann ein Energieverlust von 80 Prozent vermieden werden. Für Neubauten ist laut EnEV eine gute Dämmung erforderlich.

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