Ein Vordach über der Haustür – Schutz vor Wind und Wetter

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Vordach über der Haustür schützt vor Witterungseinflüssen und schafft Stauraum.
  • Neben Eigenkonstruktionen kann man Fertigbausätze im Fachhandel und im Internet kaufen.
  • Vor der Montage sollte man sich bei der zuständigen Bauaufsicht erkundigen, ob eine Genehmigungspflicht besteht.

Ein Vordach für die Haustür schafft eine freundliche Atmosphäre für jeden Gast und natürlich auch für die Bewohner. Der Hauseingang ist schließlich die Visitenkarte für jedes Haus. Darüber hinaus erfährt die Fassade eine optische Aufwertung und ist geschützt vor Wind und Wetter.

Die Möglichkeiten für ein Vordach

Ein Vordach über der Haustür schützt vor jedem Wetter. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Schnee und Regen oder Sonne und Wind handelt. Für die Optik sollte es jedoch mit dem Haus eine harmonische Einheit bilden. Wichtig ist auch, dass es pflegeleicht, stabil, sicher und witterungsbeständig ist. Es gibt zwei Möglichkeiten ein Vordach zu montieren:

  • durch ein selbst konstruiertes Vordach
  • durch einen Fertigbausatz.

Die Eigenkonstruktion lässt natürlich Raum für mehr individuelle Varianten. Doch es ist nicht schwierig, ein Vordach selbst zu bauen und zu montieren.

Vordächer für Haustüren gibt es in unzähligen Variationen:

  • aus Glas
  • aus Holz
  • aus Edelstahl
  • aus Aluminium
  • modern oder rustikal.

Vordach-Haustuer

Die Entscheidung für eine Variante entspricht in der Regel dem persönlichen Geschmack und der Optik des Hauses. Ein Trägersystem aus Edelstahl in Kombination mit Glas wirkt leicht und modern. Solide wirken dagegen Konstruktionen aus Holz mit Dachziegeln. Gerade für den Eigenbau ist das die ideale Kombination. Allerdings braucht diese Konstruktion mehr Pflege als Edelstahl und Glas.

Die Systeme für ein Vordach

Das Vordach über der Haustür muss den gesamten Eingang schützen. Mit inbegriffen sein sollte auch zumindest ein Teil des Außenbereiches. Dann kann es quasi auch als Unterstand für Kinderwagen und Fahrräder genutzt werden. Alternativ für Kaminholz oder Gartengeräte, die man ständig benötigt und griffbereit haben möchte.

Ein Vordach kann auf verschiedene Arten gebaut oder montiert werden:

  • Satteldach
  • Walmdach
  • Pultdach
  • Flachdach.

Das Pultdach eignet sich zum Beispiel optimal für einen großen Eingangsbereich. Es ist geneigt und deshalb auch leichter sauberzuhalten. Bei Regen spült das Wasser den Schmutz und Staub einfach ab.

Auch Extras an einem Vordach sind möglich. Dazu zählen umlaufende Regenrinnen und Seitenblenden für den Schutz vor Wind, aber auch als Sichtschutz. Wer kein eigenes Vordach montieren möchte oder kann, der kann auf Vordachsysteme aus dem Fachhandel zurückgreifen. Auch im Internet gibt es zahlreiche Angebote.

Das Vordach sicher verankern

Das Vordach muss nicht nur sein eigenes Gewicht tragen, sondern auch Sturm und Hagel standhalten. Bei strengen Wintern kommt dann noch die Schneelast dazu. Deshalb muss es tragfähig und belastbar sein.

Befestigt werden kann das Vordach direkt über dem Hauseingang an der Fassade oder über eine selbsttragende Ständerkonstruktion. Die Beschaffenheit der Hauswand muss für die sichere Verankerung genauso berücksichtigt werden wie die Auswahl des Befestigungssystems. Das Befestigungssystem muss entsprechend dem Baustoff, aus dem die Wand besteht, ausgewählt werden.

Hat die Wand eine Dämmschicht, so muss das Vordach im tragenden Mauerwerk verankert werden. Nur so können die Zugkräfte standhalten. Die Dämmschicht besteht in der Regel aus Mineralwolle oder Hartschaum und kann die sichere Befestigung nicht garantieren.

Damit die Konstruktion im tragenden Mauerwerk befestigt werden kann, wird die Dämmschicht durchbohrt. Dann wird ein Metallrohr eingeschoben. In dieses Metallrohr wird eine Siebhülse gesetzt. Nun kann mit Injektionsmörtel verfüllt werden. Zum Schluss wird eine Gewindestange eingedreht, damit die Rahmenkonstruktion montiert werden kann.

Was sagt das Baurecht

Meist bringt man ein Vordach nachträglich über der Haustür an. Doch es müssen immer die baurechtlichen Vorschriften beachtet werden.

Ab einer bestimmten Größenordnung an überbauter Grundfläche ist der Bau genehmigungspflichtig.

Deshalb sollte man sich vor dem Beginn der Arbeiten bei der zuständigen Bauaufsicht erkundigen, ob es einer Genehmigung bedarf. Zumindest eine Beratung durch einen Fachbetrieb sollte man in Anspruch nehmen, um die Statik, Stabilität und Tragfähigkeit des Vordachs über der Haustür genau zu berechnen und zu gewährleisten. Eine fachgemäße Verankerung schützt vor dem Zusammenbruch der Konstruktion.

Die Montage an einer Wand mit Wärmedämmung

Wie bereits erwähnt braucht man ein spezielles Befestigungsmaterial, wenn man ein Vordach über der Haustür an einer wärmegedämmten Wand anbringen will. Die Wärmedämmung eignet sich nicht für eine derartige Belastung. Lediglich eine Türklingel oder einen Briefkasten hält sie aus. Nicht jedoch ein Vordach. Diese relativ schwere Last muss immer an einer tragenden Wand befestigt werden. Anerkannt und bereits langjährig im Einsatz sind die Systeme von Würth und Fischer. Beide Befestigungssystem sind extrem zuverlässig und langjährig erprobt.

Würth

Bei diesem System braucht es spezielles Werkzeug und einen Systembaukasten, der verschiedene Komponenten enthält. Das System heißt Amo-Max-System. Mit ihm können Abstände von bis zu zwölf Zentimetern überbrückt werden.

Eine Lochsäge mit Zentrierbohrer fräst vier Zentimeter tief eine Bohrung in den Putz. Als Zentrierbohrer dient ein Widiabohrer. Mit einem Bohrer, der lang genug ist, wird fertiggebohrt und die Dübel montiert. Wichtig ist, dass die Gewindestange lang genug aus der Wand ragt. In die Bohrung wird nun ein Aluminiumzylinder eingelassen. Dieser dient als Abstandshalter. Man benötigt ein Spezialwerkzeug dazu.

Die Putzschicht kann man mit einer Ausgleichsscheibe und einer Zentrierhülse überbrücken. So wird auch die Wärmebrücke minimiert. Bohrfehler lassen sich bei diesem System leicht nachjustieren. Für einige Heimwerker von Vorteil!

Fischer

Das System von Fischer heißt Thermax. Mit ihm bekommt man alles aus einer Hand. Thermische Trennschicht ist hier ein sogenannter Anti-Kälte-Konus. Er ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt. So kann Schimmelpilzen, Stockflecken und Kältebrücken vorgebeugt werden. Spezialwerkzeug wird nicht benötigt.

Da sich der Konus verstellen lässt, braucht es keine Unterlegscheiben. Dafür kann man Bohrungen nicht mehr nachjustieren. Wärmebrücken sind jedoch nicht mehr vorhanden, wenn man dieses System nutzt.

Das System hat zwei unterschiedliche Gewindestangen, M12 und M16. Die M12 ist für Längen von sechs bis elf Zentimeter geeignet, währenddessen die M16 für sechs bis siebzehn Zentimeter genommen werden kann. Es wird ein entsprechendes Loch in das Mauerwerk gebohrt und anschließend die Wärmedämmung passend ausgefräst. Dafür benutzt man die Gewindestange und den aufgeschraubten PVC-Konus. Das Bohrloch muss nun gründlich gereinigt werden. Jetzt kann eine Zwei-Komponenten-Mörtelmasse in das Mauerwerk gespritzt werden.

Vom Mauerwerk hängt ab, ob Dübel verwendet werden müssen oder eben nicht. Dann wird die Gewindestange mit dem PVC-Konus eingeschraubt. Der Konus dient dabei als Ausgleich für die fehlenden Zentimeter. Das Bauelement wird anschließend in das Innengewinde des Konusses montiert.

Ein Vordach über der Haustür schützt nicht nur vor Wind und Wetter, sondern verschönert auch die Optik des Hauses.

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