Die spannendsten fünf Schlafmythen – was stimmt wirklich?

Guter Schlaf ist wichtig, um fit und motiviert die Aufgaben des Tages zu bewältigen. Das steht außer Frage und ist unbestritten. Aber was trägt eigentlich zu diesem ominösen „guten Schlaf“ bei oder was verhindert gar den „guten Schlaf“? Um kaum ein Thema ranken sich mehr Mythen als ums Schlafen. Grund genug, sie einmal zu beleuchten und ihrem Wahrheitsgehalt auf den Grund zu gehen.

Mythos 1: Nur ein geöffnetes Fenster sorgt für guten Schlaf

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Per se kann diese Aussage sicherlich nicht richtig sein, denn: Auch wenn ausreichend Sauerstoff für einen guten Schlaf sorgt, muss das nicht bedeuten, dass nachts Dauerlüften angesagt ist. Vor dem Schlafengehen gut durchzulüften, ist zweifelsohne eine gute Idee. Anschließend sollte im Schlafzimmer eine Grundtemperatur von 18 Grad Celsius herrschen. Wie sich der Einzelne in diesen 18 Grad Celsius jedoch bettet, um gut zu schlafen, das bleibt jedem selbst überlassen.

Wichtig ist nicht zu frieren, denn wer friert, der schläft schlecht. Heizdecken sind suboptimal, denn sie führen schnell zur Überhitzung. Eine Wärmflasche hingegen kann im Winter für einen besonders wohligen Schlaf sorgen. Darüber hinaus gilt, dass die passende Bettdecke entscheidenden Einfluss auf die Schlafqualität hat. Wer sich nicht sicher ist, welche Bettdecke die Richtige ist, kann unter betten.de einen Fragebogen ausfüllen, der genau auf diese Frage eine Antwort geben wird.

Ähnliches gilt übrigens auch für die Matratze: Diese muss zum Schlafverhalten passen. Aus welchem Material das Bettgestell sein sollte, ist im Übrigen eine Glaubensfrage. Viele schwören auf metallfreie Betten und gestalten dann die Do-it-yourself-Variante aus Paletten. Grundsätzlich gilt: Hauptsache das Bett unterstützt die Nachtruhe, ist bequem und quietscht nicht.

Mythos 2: Acht Stunden sind gut, mit dem Alter wird das Schlafpensum aber geringer

Diese pauschalen Aussagen zur Schlafdauer sind weder wissenschaftlich belegbar noch gelten sie als richtig. Stattdessen gibt es unterschiedliche Schlaftypen: Kurzschläfer, denen bereits fünf Stunden pro Nacht reichen, und Langschläfer, die neun Stunden pro Nacht brauchen. Wichtig ist, dass die jeweiligen Schlaftypen um ihren Schlafrhythmus wissen und diesen einhalten, um auch wirklich erholsamen Schlaf erfahren zu können.

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Dass sich die Schlafdauer mit dem Alter verändert, ist im Übrigen ebenfalls ein Ammenmärchen. Allenfalls verändert sich die Zeit des zusammenhängenden Schlafes, denn auch wenn die Nächte für die Generation 60+ kürzer werden, so zählen doch auch die Nickerchen am Tag zum Schlafpensum – und damit bleibt es in Summe sicherlich auch bei fünf bis neun Stunden Schlaf am Tag.

Mythos 3: Im Schlaf purzeln die Pfunde

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Ganz so leicht geht es leider nicht, allerdings darf der Begriff der Nachtruhe nicht zur Täuschung verleiten, denn: Während der Mensch schläft, ist der Organismus eigentlich in Hochform. Einerseits wird verarbeitet, was tagsüber passiert ist, andererseits rüstet sich der Körper für das, was am nächsten Tag ansteht.

Um herauszufinden, wie viele Kalorien nachts verbrannt werden, gibt es unter fitforfun.de einen Grundumsatzrechner. Im dazugehörigen Rechenbeispiel steht: „So hat beispielsweise eine 35-jährige Frau, mit einer Körpergröße von 162 Zentimetern und einem Gewicht von knapp 54 Kilogramm einen BMR von ungefähr 1.305 Kalorien am Tag. Teilt man dieses Ergebnis durch 24, so ergibt sich ein Verbrauch von 54 Kalorien pro Stunde – auch im Schlaf.“ Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass in der REM-Schlafphase sogar mehr Energie benötigt wird als am Tag. Im Umkehrschluss lässt guter Schlaf also nicht direkt die Pfunde purzeln, allerdings hilft Schlaf beim Kalorienverbrennen.

Mythos 4: Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste Schlaf

Wenn das so wäre, dann wären wohl all jene, die die meiste Zeit im Schichtdienst arbeiten, nur selten mit gutem Schlaf gesegnet. Richtig ist diese Aussage also so nicht. Richtiger wäre es zu sagen, dass die ersten drei bis vier Stunden der Schlafenszeit die besten sind – egal wann mit dem Schlaf begonnen wird. Gerade in diesen ersten drei bis vier Stunden fällt der Körper nämlich am häufigsten in den Tiefschlaf, was die ersten Schlafzeit zur besten Schlafzeit macht.

Wissenschaftler sprechen in diesem Zusammenhang von der „biologischen Mitternacht“, die etwa vier Stunden nach dem Einschlafen im Körper passiert. Nur wer um 20 Uhr abends einschlägt, auf den trifft der Mythos zu, dass die beste Schlafenszeit die vor Mitternacht ist.

Mythos 5: Nach dem Sport, mit dem Schlummertrunk und mit dem Fernseher geht’s schnell in den Schlaf

Spannenderweise ist das etwas, was sich wirklich mit dem Alter wandelt. Wenn Kinder sich richtig austoben, fallen sie müde ins Bett. Wenn Erwachsene spätabends Sport treiben, brauchen sie im Schnitt zwei Stunden länger, um herunterzufahren, denn zwei Stunden Ruhe sind abends für einen Erwachsenen Pflicht.

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Diese Ruhephase mit einem Gläschen Alkohol zu begießen, ist übrigens der falsche Weg, denn wenn der Alkohol vielleicht auch müde macht, so sorgt er doch vielmehr für Durchschlafstörungen, weil der Alkohol den Organismus belastet. Ebenso suboptimal ist es, nach einem Gläschen Wein vor dem Fernseher einzuschlafen. Der Grund: Unterbewusst nimmt der Körper das flackernde Licht durchaus wahr – und das stört den guten Schlaf ganz extrem.

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