Die Fußbodenheizung einstellen – Wohnkomfort schaffen und Heizkosten sparen

Das Wichtigste in Kürze
  • Als Laie sollte man lediglich die Raumtemperatur selbst einstellen.
  • Umfassendere Veränderungen an der Fußbodenheizung benötigen den Experten.
  • Die optimale Einstellung der Fußbodenheizung schafft eine hohe Effizienz.

Wer seine Fußbodenheizung richtig einstellt, schafft nicht nur mehr Wohnkomfort, sondern spart auch bei den Heizkosten in einem nicht unerheblichen Ausmaß. Worauf also sollte man achten?

Fussbodenheizung-einstellen

Die richtige Einstellung

Eine optimale Einstellung der Fußbodenheizung wird also gebraucht, um die Fußbodenheizung auch wirklich in einer hohen Effizienz und energiesparend zu betreiben. Meist sind es nicht die Fehler, die bei der Installation der Heizungsanlage passieren, die zu einem hohen Verbrauch an Energie und fehlender Wärme führen, sondern die falschen Einstellungen.

Erfolgt die Einstellung der Heizung mit Raumthermostaten, werden sie vom Fachmann meist einmal eingestellt und die Fußbodenheizung läuft dann problemlos. Mit Raumthermostaten wird die ideale Raumtemperatur eingestellt.

Werden keine Raumthermostate verwendet, übernehmen sogenannte Einstellventile die Regelung der Raumtemperatur. In der Regel befinden sich diese im Heizkreisverteiler. Ohne Sinn und Verstand sollte man bei ihnen aber keine Änderungen vornehmen. Das kann zu Problemen in der Fußbodenheizung führen, denn das System ist sehr komplex aufgebaut.

Wer seine Wohnräume mit wenig Leistung konstant warm hält, spart Energie und Kosten. Eine große Wirkung dabei zeigt schon die Absenkung der Durchschnittstemperatur um ein Grad. Schon allein dadurch werden die Energiekosten deutlich gesenkt und man fühlt sich trotzdem wohl in seinen Räumen. Jedes Thermostat einer Fußbodenheizung zeigt dabei nicht nur die perfekte Temperatur an, sondern auch den Energieverbrauch im Schnitt.

Die Fußbodenheizung braucht einen Anlauf

Man schaltet die Heizung an und erwartet, dass der Raum warm wird. Doch das dauert bei einer Fußbodenheizung, denn sie braucht etwas länger als andere Heizungen, bis der Raum warm wird. Bis der Raum die gewünschte Temperatur aufweist, kann es drei Stunden dauern.

Hohe Raumtemperaturen werden sogar noch später erreicht. Etwa wenn 25 °C und mehr gewünscht werden. Auch die Nachtabsenkung muss berücksichtigt werden. Wer morgens um 07:00 Uhr warme Wohnräume haben möchte, sollte die Zeitschaltuhr auf 04:00 Uhr stellen.

Die Fußbodenheizung im Ruhemodus

Wer die Heizung abschaltet, muss bedenken, dass sich die Heizungswärme noch einige Zeit im System hält. So bleiben die Räume auch nach der Abschaltung noch einige Zeit warm. In der Regel kann man von zwei Stunden ausgehen, in denen die Heizung noch Wärme liefert. Wer also um Mitternacht bereits schläft, kann die Heizung gegen 21:00 Uhr ausschalten.

Doch Achtung, die Fußbodenheizung sollte über Nacht nie vollständig abgeschaltet werden. Besser ist, sie im Ruhemodus zu lassen. So kann man Kosten sparen, denn das Aufheizen am folgenden Tag geht einfach schneller. Schließlich müssen die Wohnräume nicht von kalt auf warm erwärmt werden, was eine längere Heizzeit bedeuten würde.

Empfohlen wird für das Schlafzimmer eine Raumtemperatur zwischen 17 und 20 °C und für die übrigen Wohnräume um die 22 °C.

Das Heizungswasser kommt auf Temperaturen

Im Heizkessel wird das Wasser auf Temperatur gebracht, bevor es in den Heizkreislauf eingeleitet wird. Das nun warme Wasser wird anschließend durch das Rohrleitungssystem der Fußbodenheizung geleitet. Die Temperatur des Wassers bezeichnet man als Vorlauftemperatur. Dabei ist der Vorlauf die Strecke, die das Wasser vom Heizkessel bis zum Eintritt in das Rohrleitungssystem zurücklegen muss.

Die Vorlauftemperatur orientiert sich an der Außentemperatur. In der Regel hat die Heizung deshalb Außenfühler, die mit dem Heizungssystem verbunden sind. Diese Fühler garantieren, dass die Vorlauftemperatur sich automatisch an die Außentemperatur anpasst.

Manuell wird die Vorlauftemperatur immer dann eingestellt, wenn die Fußbodenheizung keine Außenfühler besitzt. Meist wird dann eine Vorlauftemperatur gewählt, die unter 35 °C liegt. Wünscht man eine Veränderung der Vorlauftemperatur, sollte man die Einstellung lieber einem Fachmann überlassen. Diese Temperatur hat nämlich Auswirkungen auf verschiedene andere Werte der Heizung.

Das Wasser kommt zurück

Nachdem das Heizwasser die Fußbodenheizung durchlaufen hat, kommt es wieder zum Heizkessel zurück. Die Temperatur, über die das Wasser dann noch verfügt, nennt man Rücklauftemperatur. Diese Temperatur ist niedriger als die Vorlauftemperatur, da das Wasser die Rohrschlangen der Fußbodenheizung durchlaufen und dabei einen Großteil seiner Wärme abgegeben hat. Erst im Heizkessel wird es erneut erwärmt und der Kreislauf beginnt von vorn.

Der Unterschied zwischen der Vor- und Rücklauftemperatur nennt sich Spreizung. Indem man die Rücklauftemperatur einstellt, kann man bis zu einem gewissen Grad auch die Leistung der Fußbodenheizung steuern. Das sollte aber ein Experte tun. Ein Laie hat an der Rücklauftemperatur und der Spreizung nichts zu suchen.

Keine Änderung an der Heizkurve

Ist die Temperatur im Raum niedriger als die voreingestellte Temperatur, springt die Fußbodenheizung an und es wird geheizt. Ist die Temperatur erreicht, schaltet sich die Heizung wieder ab. Doch die gewünschte Raumtemperatur allein reicht nicht aus, um die Raumtemperatur im Wohlfühlbereich zu halten. Es braucht auch die Berücksichtigung der Außentemperatur.

Um den Zusammenhang zwischen der Vorlauftemperatur und der Außentemperatur sichtbar zu machen, braucht es die Heizkurve. Diese stellt mittels einer Kennlinie den Zusammenhang grafisch dar. Hieran sollte man als Laie keinerlei Veränderungen vornehmen. In diesem Punkt wird das Heizungssystem von einem Experten optimal eingestellt.

Finger weg von der Durchflussmenge

Die Durchflussmenge ist die Menge an Wasser, die durch die Rohre des Heizungssystems in einem bestimmten Heizkreis fließt. Wird diese Durchflussmenge verändert, so kann das alle Leistungswerte der Fußbodenheizung verändern. Deshalb sollte man hier besser nicht selbst Hand anlegen.

Der hydraulische Abgleich bestimmt die Durchflussmenge in den verschiedenen Heizkreisen. Alle vorhandenen Leistungswerte werden dabei mit einbezogen, denn sie alle wirken sich auf die Vor- und Rücklauftemperatur, aber auch auf die Spreizung aus.

Auf den Druck kommt es an

Um festlegen zu können, welcher Druck in welchem Heizkreis herrschen soll, wird der hydraulische Abgleich benötigt. In den verschiedenen Heizkreisen ist dieser nämlich nicht unbedingt gleich. Wie die einzelnen Druckwerte in jedem Heizkreis verteilt werden, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • der Vorlauftemperatur
  • dem verwendeten Bodenbelag
  • der vorhandenen Belagsdicke
  • dem Untergrund
  • der Länge der Rohre
  • der Volumenströme
  • dem tatsächlichen Heizwärmebedarf.

Grundsätzlich sollte man die Werte des hydraulischen Abgleichs nicht selbst beziehungsweise generell nicht verändern. Sollte es doch einmal notwendig werden, muss man einen Fachmann hinzuziehen.

Als Nichtfachmann kann man die Raumtemperatur allein einstellen. Das erfolgt über die Einstellventile oder den Raumthermostat. Die Einstellung der Vor- und Rücklauftemperatur, dem Durchfluss oder der Spreizung sollte man einem Heizungsexperten überlassen. Diese Werte müssen berechnet werden und erfordern deshalb einiges an Fachwissen.

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