Die Finanzierung der eigenen vier Wände

Ist es nicht toll, wenn man einen Blick auf die Landschaft werfen kann, und festhalten, dass dieses Fleckchen Erde einem selbst gehört? Dort, an der Linde, soll eine Kinderschaukel hängen und hinter einem soll sich das neue Projekt „Traumhaus“ ereignen. Aber da stellt sich die Frage, was es in diesem Zusammenhang in Finanzierungsfragen zu beachten gibt.

Kalkulatorisches

Einerseits gibt es hierfür die freundlichen Damen und Herren von Baufi 24, andererseits etliche Berechnungsgrundlagen, sowie notwendige Tools im World Wide Web. So hat man in etwa eine Summe, mit der man kalkulieren kann und welche die finanzielle Belastung, die zweifelsohne anfallen wird, einigermaßen klar umreißt.

Zunächst braucht man eine Finanzplanung. Dies bedeutet die Darlegung der oben angesprochenen finanziellen Belastung einerseits und die Gegenüberstellung mit dem zur Verfügung stehenden Eigenkapital andererseits. Den Rest könnte man mit der Bank besprechen.

Aber was genau ist das sogenannte „Eigenkapital“?

Ein kleiner Exkurs in die Betriebswirtschaftslehre.

Eigentlich ist der Begriff ziemlich selbsterklärend. Es geht um Kapital, also Vermögen, das einem selbst gehört. Dass das eigene Sparkonto, sowie Bargeld, das im Hause vorhanden ist, zum Eigenkapital zählt, ist keine große Überraschung. Auch Aktien und Wertpapiere können veräußert werden und stellen somit ebenfalls Eigenkapital dar, wie auch Schenkungen und Erbschaften. Gleiches gilt für das eigene Grundstück, auf dem das Haus gebaut wird. Dieses lässt sich ebenfalls zur Finanzierung beleihen. Und natürlich ist auch das Bausparkonto für die Finanzierung zu verwenden – immerhin stellt das Projekt „Traumhaus“ den eigentlichen Grund dar, ein solches Konto zu eröffnen.

Die eigenen vier Wände Finanzierung © Foto von Karolina Grabowska
Die eigenen vier Wände Finanzierung © Foto von Karolina Grabowska

Hernach geht es daran, sich über den Rest der Finanzierung Gedanken zu machen.

Fremdkapital

Auch hier erklärt sich der Begriff durch das Wort selbst. Der restliche Finanzierungsteil stammt aus fremder Quelle. Im generellen kann man, es sei denn, man ist finanziell auf den größtmöglichen Rosen gebettet, einen Hausbau nicht komplett im Eigenfinanzierungsverfahren bestreiten. In der Regel werden 20 bis 30 Prozent Eigenkapital und 80 bis 70 Prozent Fremdkapital aufgewendet, wobei das Fremdkapital aus Krediten oder Fördertöpfen kommen kann.

Allerdings gibt es noch zwei weitere, durchaus interessante Finanzierungsoptionen.

Die 100-Prozent-Finanzierung

Hier wird der Kaufwert der Traumimmobilie über Kredite bezahlt.

Die 110-Prozent-Finanzierung

Hierbei werden sämtliche anfallenden Kosten nicht aus eigener Finanzquelle gespeist.

Warum beteiligt sich die Bank?

Das Ziel eines jeden Unternehmens, gleich welcher Art, ist die sogenannte „Gewinnmaximierung“, also im Klartext: wenig Schulden, dafür viel Vermögen. Jener Idee haben sich alle anderen Geschäftsziele unterzuordnen und daher erfolgt die Vergabe des Kredites natürlich auch nur nach knallharten, logischen, betriebswirtschaftlichen Prinzipien.

Ein Kredit ist im ersten Moment eine Aufwendung für die Bank, allerdings wird diese erstens im Laufe der Zeit weniger, da der Kreditnehmer seine Schulden begleicht. Außerdem kommt durch die Zinsen und Zinseszinsen für die Bank auch noch etwas on top zusammen.

Und wenn sich der Kreditnehmer finanziell mit dem Traumhaus überhoben hat? Nun, eventuell kann es dazu kommen, dass das Gebäude zwangsversteigert werden muss. Eventuell fallen Aufschläge an, immerhin muss die Bank teilweise profitieren können.

Aber bevor man sich Sorgen macht, sollte man sich erst einmal nachdenken, wie die Fremdfinanzierung beglichen werden soll.

Die Optionen.

Es gibt einmal die Möglichkeit, die Zinsbindung langfristig zu gestalten. Entsprechendes wird geraten, wobei dennoch Ausnahmen existieren können. Der Blick auf die Bauzinsen zum Darlehensabschluss kann interessant sein. Sind diese hoch, obwohl alles darauf hindeutet, dass das Zinsniveau sinkt, sollte eine kürzere Sollzinsbindung ins Auge gefasst werden – diese sollte drei bis fünf Jahre betragen.

Kurzer Sollzins

Dies hat natürlich den Vorteil, dass kurze Zinsbindungen einen kurzen Sollzins und eine günstige Rate bedeuten. Der Nachteil ist jedoch: Nachdem die Zinsbindung – also die Zeit, in der man den Zins bedienen möchte – abgelaufen ist, ist die Restschuld höher. Außerdem besteht ein höheres Risiko, dass die Bank die Zinsen zum eigenen Vorteil ändert.

Langer Sollzins

Hierbei verhält es sich genau umgekehrt. Die Monatsrate ist höher, die Restschuld niedriger, aber dafür ist die Zinssicherheit länger gewährleistet.

Fazit

Ein Haus zu bauen – oder vielleicht sogar in ein Smart-Home  zu transformieren – ist keine einfache Angelegenheit. Allerdings kann es eine lohnende sein, wenn man überlegt, dass die Möglichkeit besteht, mietfrei bis ins hohe Alter zu leben. Und vielleicht lässt sich über eine sogenannte „Forward-Finanzierung“ das Projekt schneller anschieben.

Quellen:

Die intelligente Haussteuerung – eine Vielzahl an Möglichkeiten


https://www.zeit.de/wirtschaft/2022-06/forward-darlehen-baufinanzierung-kredit-zinsen

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