Dachsanierung – die Möglichkeiten

 Quickinfo:

  • Eine umfassende Dachsanierung sollte auch immer die Dämmung des Daches umfassen.
  • Wurde das Dach eines Hauses fachmännisch gedeckt, so schützt es zwischen 50 und 100 Jahren vor Wind und Wetter.
  • Regelmäßige Kontrollen des Daches ermöglichen eine Minimierung der Kosten, da kleine Schäden schnell entdeckt und repariert werden können.

 Das Dach ist der Schutz des Hauses vor jedem Wetter. Es muss viel aushalten. Doch im Laufe der Zeit treten Schäden auf und eine Dachsanierung kann notwendig werden. Dabei empfiehlt es sich gleich auch noch das Dach zu dämmen. Doch welche Möglichkeiten hat man da eigentlich?

 

Mit einer Dachsanierung den Wert der Immobilie erhöhen

Wurde ein Ziegeldach fachmännisch gedeckt, schützt es das Haus etwa 50 Jahre lang vor Wind und Wetter. Treten feuchte Stellen auf oder wird das Dach undicht, so sind das Alarmzeichen und eine Dachsanierung könnte notwendig werden. Auch verrutschte Dachziegel, Dachziegel, die heruntergefallen sind oder morsches Holz weisen auf die Notwendigkeit einer Sanierung hin. Der Umfang richtet sich nach dem Schadensbild und die Kosten hängen von diesem ab. Sind nur einzelne Ziegel betroffen, so können diese schnell ausgetauscht werden. Dafür braucht es nicht einmal ein Gerüst.

Ist jedoch eine größere Stelle am Dach schadhaft, muss meist die gesamte Dachhaut ausgetauscht werden. Ist das Holz morsch, werden Zimmerleute benötigt. Am teuersten wird es, wenn der Dachstuhl vollständig erneuert werden muss. Die Kosten bewegen sich dann schnell im fünfstelligen Bereich. Ein großer Kostenpunkt ist auch das Anmieten eines Krans oder anderes Großgerät.

Doch jede Dachsanierung rechnet sich, wenn man bedenkt, dass dadurch die Effizienz der Energieerhaltung gewährt wird. Hat man mit der Dachsanierung auch gleich noch das Dach gedämmt, spart man auf lange Sicht Kosten für Heizung und Strom. Ebenfalls gesteigert wird der Wert des Hauses. Jedes Dach wird bei einem Verkauf sehr genau begutachtet. Gilt es doch als wichtiger Faktor, um den Zustand des Hauses beurteilen zu können.

Die Möglichkeiten einer Dachsanierung

Muss das Dach neu gedeckt werden, ist es ratsam, auch gleich eine neue Dämmung einzubauen. Umfasst die Dachsanierung mehr als zehn Prozent der Dachfläche, so schreibt die Energiesparverordnung eine Isolierung des gesamten Daches vor. Dafür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • eine Aufsparrendämmung bei einer vollständigen Sanierung des Daches
  • die Alternative besteht in der Dämmung vom Dach aus
  • die Dämmung der obersten Geschossdecke, wenn der Dachboden nur Abstellkammer ist.

Ursächlich für eine Dachsanierung kann entweder ein schadhaftes Dach sein, ein noch ungedämmtes Dach oder ein renovierungsbedürftiger Dachstuhl. Dabei können folgende Dachteile saniert werden:

  • die Dachhaut, also Schindel oder Ziegel
  • der Dachstuhl
  • eine Asbestsanierung.

Kosten und Förderungen

Das Material für die Dachsanierung ist ausschlaggebend für die Kosten. Wird Kunstschiefer benötigt, muss man mit 100 Euro den Quadratmeter rechnen, Ziegel und Betondachsteine schlagen mit 110 Euro je Quadratmeter zu buche und Naturschiefer kostet sogar 150 Euro der Quadratmeter. Für den Preis ebenfalls ausschlaggebend sind der Zustand des Dachstuhls, der gewählte Dämmstoff und die Form des Daches. Im Schnitt hat das Dach eines Einfamilienhauses eine Größe von etwa 150 bis 180 Quadratmeter. Doch der Preis für eine Dachsanierung ist immer individuell zu berechnen. Eine pauschale Aussage kann man nicht treffen. Es empfiehlt sich in jedem Fall, sich von einem Fachbetrieb beraten zu lassen und mehrere Kostenvoranschläge einzuholen, die dann die Details enthalten.

Handelt es sich um eine energetische Dachsanierung, so bestehen für den Bauherren verschiedene Fördermöglichkeiten. Es gibt Förderprogramme von Kommunen, Banken und staatlichen Einrichtungen. Eine davon ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Förderantrag muss jedoch vor Baubeginn schriftlich eingereicht werden. Auch die Genehmigung muss bereits vorliegen. Möglich ist der Erhalt eines zinsgünstigen Darlehens oder Kredits, aber auch von Investitionszuschüssen. Für die Fördergelder gibt es zwar Regelsätze, die Berechnung erfolgt jedoch in den allermeisten Fällen ganz individuell.

Die Dauer der Dachsanierung

Ein Zimmerer oder Dachdecker wird immer dann nötig, wenn vermehrt Lecks im Dach auftreten oder Dachpfannen brüchig geworden sind. Wird dann eine umfangreiche Dachsanierung durchgeführt und dabei auch gleich noch das Ständerwerk und die Anschlüsse saniert, so braucht eine Fachfirma etwa zwei bis drei Wochen. Die Dauer der Sanierung hängt vom Umfang des Schadens und der Größe des Daches ab.

Rechtzeitig reparieren – Kosten sparen

Wer sein Dach erst saniert, wenn es flächendeckend ruiniert ist oder durch Lecks Wasser eingedrungen ist und der Dachstuhl beschädigt ist, für den wird es teuer. In diesem Fall ist nämlich eine umfassende Dachsanierung notwendig. Der Preis klettert schnell in fünfstellige Höhen. Kostengünstiger wird es bei kleineren Schäden. Rechtzeitig erkannt durch regelmäßige Kontrollen des Daches, können sie auch schnell behoben werden. Aufwand und Kosten halten sich so in Grenzen.

Einmal jährlich sollten Eigentümer von Häusern ihr Hausdach kontrollieren oder kontrollieren lassen. Dachziegel kann man nämlich auch einzeln austauschen. Nutzt man das gute alte Fernglas, ist der Aufwand auch gar nicht so groß. Man richte seinen Blick auf die anfälligen Stellen eines Daches. Dazu zählen die Verbindungsstellen zu Fenstern und die Übergänge zu Gauben oder Rohren. Gerade Belüftungsrohre, die aus dem Dach herausragen, sind besonders anfällig. Entdeckt man, dass Ziegel oder Platten fehlen oder aber gebrochen sind, so sollte schnellstmöglich ein Dachdecker hinzugezogen werden. Das Gleiche gilt, wenn es auf dem Dachboden plötzlich zu nassen Flecken kommt. Übrigens, in den allermeisten Fällen reicht es völlig aus lediglich einzelne Dachpfannen oder -ziegel auszutauschen. Die Kosten und der Aufwand dafür sind in jedem Fall überschaubar.

Die 15-Prozent-Regel

Wurde das Hausdach mit Schiefer, Dachsteinen oder Ziegeln gedeckt, lässt es sich gut reparieren. Sind 15 Prozent der Ziegel, Steine oder Platten beschädigt, muss noch nicht das gesamte Dach saniert werden. Es reicht, die beschädigten Ziegel, Platten und Steine auszutauschen. Die Reparatur von Schieferdächern ist zwar teuer und auch etwas aufwendiger, aber immer noch günstiger als eine Komplettsanierung. Dafür schützt Schiefer das Dach auch etwa 100 Jahre lang gegen Wind und Wetter. Eine lohnenswerte Investition, denn eine Dachsanierung verschiebt sich weit nach hinten.

Fazit

Eine Dachsanierung ist umfassend und damit kostenintensiv, wenn das Dach bereits marode ist. Die Sanierung sollte man einem Experten überlassen. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen die Beseitigung kleiner Schäden. So werden aus kleinen Schäden keine großen. Bei einer Dachsanierung sollte die Dämmung inklusive sein. Dafür stehen Fördergelder in verschiedenen Varianten zur Verfügung.

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